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18. April 2013 um 12:41 von Sepp

Eröffnungszeremonie am See von Annecy

1000 Angehörige der Streitkräfte  aus 40 Nationen nahmen in Annecy, im Herzen der französischen Alpen, unter dem Motto „Eine Armee der Sieger“ an den zweiten Militärwinterspielen teil. Mit einer großen Eröffnungszeremonie am 25. März 2013 an den Ufern des Sees von Annecy, vor den Augen des französischen Verteidigungsministers und hochrangiger Militärs sowie mehreren tausend Zuschauern, wurden die hochkarätigen militärischen Teilnehmer aus aller Welt begrüßt.

Eröffnungsfeier in Annecy

Eröffnungsfeier in Annecy

Neben Show und Musikdarbietungen sowie dem Überflug des Luftakrobatikteams der französischen Luftwaffe, bildeten das Entzünden der  Flamme der Winterspiele und ein abschließendes Feuerwerk den Höhepunkt der Veranstaltung.

 

Olympiasieger und Weltmeister am Start

Die Wettkämpfe, unter anderem in den Disziplinen Skibergsteigen, Biathlon, Slalom, Riesenslalom, Skipatrouille, Eisschnelllaufen – Short Track, Lead (Vorstieg), Bouldern und Speed-Klettern fanden an den folgenden Tagen in den bekannten französischen Wintersportorten Chamonix, Le Grand Bornand und La Clusaz statt.  Unter den Teilnehmern befanden sich, als Angehörige der Streitkräfte des jeweiligen Landes, auch viele ehemalige und aktuelle Olympiasieger und Weltmeister ihrer jeweiligen Disziplin. So starteten für Frankreich die Weltmeisterin im Riesenslalom von Schladming, Tessa Worley sowie die Brüder Simon und Martin Fourcade im Biathlon. Für Norwegen waren im Biathlon der mehrfache Weltcupsieger Lars Berger und die Olympiasiegerin und Weltmeisterin Tora Berger am Start, für die Schweiz der Olympiasieger und Weltmeister im Skilanglauf Dario Cologna.

 

Gebirgsjäger erringen Bronzemedaille in Frankreich

Als Angehörige der deutschen Mannschaft starteten die im letzten Jahr zu den ersten weiblichen Heeresbergführerinnen der Bundeswehr ernannten Hauptfeldwebel Beatrice Soyter vom Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall und Oberfeldwebel Christin Spindler vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald im Mountaineering (Skibergsteigen).

Hauptfeldwebel Beatrice Soyter in der Abfahrt des Mountaineering-Wettkampfs

Hauptfeldwebel Beatrice Soyter in der Abfahrt des Mountaineering-Wettkampfs

Ebenfalls in dieser Disziplin waren Stabsgefreiter Thomas Trainer und Hauptgefreiter Josef Rottmoser vom Gebirgsjägerbataillon 231 am Start. Unteroffizier Frank Wagner aus dem Hochgebirgszug des Gebirgsjägerbataillons 233 im Bouldern sowie Hauptfeldwebel Alexander Blaschek vom Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen im Speed Klettern komplettierten das Starterfeld aus den Reihen der Gebirgsjägerbrigade 23.  Mit einem, gemäß Reglement gepackten Tourenrucksack, galt es beim Skibergsteigen die rund 500 Höhenmeter mit Aufstieg und Abfahrten hinauf zum 2500m hohen „Vioz“ zu bewältigen. In einem hochklassischen und körperlich anstrengenden Wettkampf in Chamonix, am Fuße des Mont Blanc, belegte das deutsche Frauenteam der Gebirgsjägerbrigade 23 hinter den siegreichen Französinnen und den zweitplatzierten Italienerinnen den 3. Rang. Den Einzelwettbewerb schlossen Hauptfeldwebel Soyter mit dem Vierten und Oberfeldwebel Spindler mit dem Sechsten Platz ab. Als Hobbysportler war es ein sehr schönes Erlebnis an diesen harten und fordernden Wettkämpfen auf Weltcupniveau teilzunehmen, so Hauptfeldwebel Soyter. Im Einzelwettbewerb der Männer belegte Hauptgefreiter Rottmoser den Siebten und Stabsgefreiter Trainer den 15. Platz.

Hauptgefreiter Josef Rottmoser beim Start im Mountaineering–Wettkampf

Hauptgefreiter Josef Rottmoser beim Start im Mountaineering–Wettkampf

Den Teamwettbewerb schloss das Duo Rottmoser/ Trainer mit Platz sieben ab. Knapp am Finale vorbei beendete Unteroffizier Frank Wagner als ausgezeichneter Neunter den Wettkampf im Bouldern, während Hauptfeldwebel Alexander Blaschek aufgrund der starken internationalen Konkurrenz einen sehr guten 17. Platz im Speed Klettern belegte.

Unteroffizier Frank Wagner in der Boulderwand

Unteroffizier Frank Wagner in der Boulderwand

 

Geschafft

Somit endet eine, für die Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 körperlich anstrengende und herausfordernde Wintersportsaison, in der mit den Weltmeistertiteln von Josef Rottmoser im Skibergsteigen, dem Gewinn der Edelweiß Raid 2013 und den ausgezeichneten Ergebnissen bei den militärischen Winterspielen die körperliche Leistungsfähigkeit der deutschen Gebirgsjäger im Fähigkeitsprofil eindrucksvoll unter Beweis gestellt wurde.

 

Autor: Lars Birner
Bilder: Thomas Ströter

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