St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Die Bezoldhütte am Toten Mann

 von Sepp
Bezoldhütte am Toten Mann

Bezoldhütte am Toten Mann

Auf dem Toten Mann am Hochschwarzeck in Ramsau steht die Bezoldhütte. An der Hütte informiert eine Tafel über die Herkunft des Namens Toter Mann:

„Vor langer Zeit wollte ein fremder Wanderer im Winter gegen den Rat der Einheimischen den knapp 1400 m hohen Bergrücken zwischen Berchtesgaden und Ramsau überqueren. Er machte sich auf den Weg und je höher er kam, durch um so tieferen Schnee musste er stapfen. Bald sank er hüfthoch in Schnee ein, doch er kämpfte sich mühsam Schritt für Schritt weiter. Schließlich schwanden seine Kräfte und der Wanderer beschloss eine kurze Rast zu machen, damit er wieder zu Kräften kommen sollte, denn er musste weitergehen, für eine Umkehr war es zu spät. Er setzte sich an einer Fichte nieder und bald übermannte ihn der Schlaf und in der Kälte der beginnenden Nacht schlummerte er in den Tod. Im darauffolgenden Frühjahr überquerten zwei Jäger auf der Pirsch den Bergrücken. Plötzlich wurde der eine ganz blass und deutete auf eine große Fichte, in der der tote Wanderer hing. Gemeinsam bargen die Jäger den toten und brachten ihn zu Tal, wo er bestattet wurde. Seit dieser Zeit heißt der Bergrücken zwischen Berchtesgaden und Ramsau der Tote Mann.

1883 wurde Gutsav von Bezold, seines Zeichens königlich bayerischer Regierungsbeamter und Gründungspräsident des Deutschen Alpenvereins (DAV) bei einer Wanderung am Toten Mann von einem Gewitter überrascht. Da er keine Unterstandsmöglichkeit vorfand, entwickelte er die Idee einer Schutzhütte. Somit gehört die Bezoldhütte zu den ältesten Schutzhütten in den Berchtesgadener Alpen.

Die Betzold-Hütte, im Hintergrund Göll, Brett und Schneibstein

Die Betzold-Hütte, im Hintergrund Göll, Brett und Schneibstein

Ihre heutige Gestalt erhielt die Hütte 1948, die letzte Erneuerung erfolgte 2008.

Der Tote Mann erfreut sich heute großer Beliebtheit als Ziel leichter Wanderungen. Neben dem wunderbaren Panorama, lockt vor allem die gute Erreichbarkeit des Berges viele Wanderer an.

Watzmann und Hochkalter, rechts der Hirschkaser

Watzmann und Hochkalter, rechts der Hirschkaser

Am einfachsten kommt man mit der Hochschwarzeck Bergbahn zum Toten Mann. Die Bergstation der Sesselbahn befindet sich nur etwa 15 Gehminuten entfernt am Hirscheck, dort kann man auch einkehren: Der Hirschkaser ist im Sommer wie im Winter eine beliebte Berggaststätte. Zu Fuß erreicht man den Toten Mann auf vielen Wegen: Von Hochschwarzeck in Ramsau oder von Bischofswiesen. Auch vom Soleleitungsweg führen mehrere Wege nach oben, zum Beispiel vom Söldenköpfl oder von der Berggaststätte Gerstreit.

 

Wenn Ihr also eine einfache Wanderung mit Traumpanorama sucht, besucht doch mal den Toten Mann! Euer Sepp

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert*