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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Was bleibt?

 von Sepp

Allerheiligen am Friedhof

Am Samstag ist Allerheiligen. Eigentlich wird an diesem Tag aller Heiligen gedacht, tatsächlich steht aber das Andenken an die verstorbenen Angehörigen im Mittelpunkt. So werden für diesen Tag die Gräber geschmückt und frisch bepflanzt.

Friedhof an Allerheiligen © RoHa Fotothek

Friedhof an Allerheiligen © RoHa Fotothek

Am 1. November versammelt sich die Gemeinde an den Gräbern, entzündet eine Kerze, um still Ihrer Toten zu gedenken.

Friedhof © RoHa Fotothek

Friedhof © RoHa Fotothek

An Allerheiligen ist der Friedhof das Zentrum jeder Gemeinde.

 

Was bleibt, wenn jemand geht?

Auch das Bayerische Fernsehen berichtet an Allerheiligen über den Umgang mit dem Gedenken an die Verstorbenen und besonders mit der Frage: Was bleibt, wenn jemand geht? Der Film beginnt mit der Geschichte eines Mannes, der über sechs Monate unbemerkt tot in seiner Wohnung lag. Keiner hatte den 72-Jährigen vermisst. Nachlasspflegerin Heike Anetsberger sucht in der Wohnung des Verstorbenen nach Hinweisen auf Angehörige und Vermögen. Gegen anonyme Beerdigungen kämpft der Friedhofswart Franz Unterholzner auf dem Friedhof St. Zeno in Bad Reichenhall. Der gelernte Maurermeister versucht der Zeremonie einen würdigen Rahmen zu geben, auch wenn der letzte Weg inkognito bleiben muss. Keiner darf wissen, wo die anonymen Toten begraben sind – außer ihm. Er selbst hat schon vor zwei Jahren ein Grab auf dem Friedhof gekauft.

Der Bad Reichenhaller Stadtfriedhof St. Zeno

Der Bad Reichenhaller Stadtfriedhof St. Zeno

Der 89-jährige Franz Schmid aus Marktoberdorf möchte, dass etwas bleibt von ihm. Der ehemaliger Bürgermeister und Ziegeleibesitzer hat als Kunstmäzen viel für die Nachwelt geschaffen. Ein Künstlerhaus, eine Kunst- und Kulturstiftung sowie ein Theaterhaus, teilweise von seinem Privatvermögen finanziert. Auf dem Friedhof in Marktoberdorf gibt es das Familiengrab, dort wird eines Tages Franz Schmid beerdigt werden. Auf einem Friedhof möchte Gertrud Vogl, 72 Jahre, auf gar keinen Fall begraben sein. Am liebsten würde sie ihre Asche zerstreuen lassen auf einem Hügel über dem Ammersee. Die 79-jährige Wally Nitzinger dagegen will, dass ihre handgemachten Puppen der Nachwelt erhalten bleiben. Deshalb hat sie die Figuren schweren Herzens aus dem Haus gegeben und in Piding als Krippe zur Verfügung gestellt.

 

Im Bayerischen Fernsehen:

Den Beitrag „Was bleibt, wenn jemand geht?“ könnt Ihr am 1. November um 18 Uhr im Bayerischen Fernsehen sehen!

 

Euer Sepp

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