Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Sabrina Moriggl

Salzburghofen Rundweg

 von Sabrina
Bergpanorama

Blick auf die Berge, v.l.n.r.: Untersberg, Lattengebirge und Staufen.

Ich beginne den Rundweg durch Salzburghofen beim Rieschenwirt und folge der Straße hinab Richtung Bauhof. Der Rundweg bietet einen wundervollen Blick auf die Berge und verspricht trotz der Nähe zur Bundesstraße und der Stadt, Ruhe und Entspannung. In einem zügigen Tempo schafft man die Runde in einer halben Stunde. Normale Geher können 45 Minuten einrechnen und Genießer marschieren am Besten ohne Uhr los.

Kaum ein paar Meter gegangen, biege ich links auf den geschotterten Huber-Jakl-Weg ein. Einst markierte dieser Weg die Grenze zwischen Deutschland und Österreich und führte als einzige Straße in die nächst größere Stadt – Laufen.

Der Weg wird breiter. Freilassing will den Huber-Jakl-Weg verbreitern und an den Kanal anschließen. Sehr zum Ärger der Anwohner. Zwei Seitenstraßen locken zurück auf die Hauptstraße, aber ich halte stur meinen Weg und lasse den Blick nach rechts gleiten. Die Häuser weichen und öffnen den Blick auf den österreichischen Gaisberg. Dazwischen ein Abhang und weite, grüne Felder. Zwei Parkbänke unter einem Baum laden zum Verweilen ein. Beschützend breitet er seine Krone über die Köpfe aus und schützt die Rast vor Sonne und Regen. Im Sommer, wenn die Nacht hereinbricht beginnt hier ein Konzert des Zirpen der Grillen. Oft saßen hier schon Autoren auf der Suche nach Inspiration oder Ruhe.

Am Ende der mit blühenden Pflanzen bewachsenen Mauer folge ich dem Straßenverlauf um die Kurve. Wer jetzt links geht, kommt am Friedhof und der Kirche raus. Man kann aber auf dem historischen Weg weiterwandern und entweder in den Wald oder am Ende von Freilassing zurück ins Dorfinnere schlendern. Ich hingegen biege rechts ab. Gleich beim Bauerhaus und dem Hühnergehege auf den Feldweg hinaus in die Natur. Schritt für Schritt weicht die Stadt. Je weiter ich mich entferne, um so stiller wird es, um so deutlicher komme ich ganz bei mir selber an. Vor mir thronen die Berge, deren Anblick mich lächeln lässt. Sie rahmen dieses Fleckchen Erde ein, wie die Vorhänge in einem Theater. Als könne man ihnen entgegenlaufen.

Der Schotter weicht harten Beton. Die Unterführung teilt die B20 zwischen Zivilisation und Wald – die Auenwälder liegen auf der anderen Seite. Gebe ich den Impuls nach, würde aus dem Rundweg ein mehrstündiger Spaziergang werden und dafür fehlt mir heute die Zeit. Ich trete den Heimweg an, schließe die Runde rechts hinein in die Auenstraße und komme wenig später wieder beim Ausgangspunkt an.

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert*