Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Bergtour auf Watzmannhaus

 von Sepp
Das Watzmannhaus

Das Watzmannhaus

Am Sonntag, den 31. Mai mache ich eine Bergtour zum Watzmannhaus. Die bekannteste der Berghütten in den Berchtesgadener Alpen hat schon seit einer Woche geöffnet und ich möchte dem Berchtesgadener Hausberg natürlich schon zu Saisonbeginn einen Besuch abstatten.

Bei besten Wanderwetter starten wir am Parkplatz Hammerstiel in Schönau am Königssee. Mir ist eigentlich der Weg von der Wimbachbrücke zum Watzmannhaus lieber als diese Variante, doch meine Begleitung besteht auf einen Start von Hammerstiel. So sparen wir uns nämlich etwa 100 Höhenmeter im Aufstieg. Gegen 7 Uhr am Morgen brechen wir auf und wandern zügig in Richtung Schapbachalm, überqueren die Forststraße Richtung Kühroint und gehen zur Stubenalm.

Stubenalm am Watzmann

Stubenalm am Watzmann

Auf der Stubenalm weiden bereits Kühe, die Almbauern haben ihr Vieh am Vortag aufgetrieben. Das Wetter sieht gut aus, zwar trüben zahlreiche Wolken den blauen Himmel, doch wir sind guter Dinge, dass sich die Wolken im Laufe des Tages noch verziehen. Zügig marschieren wir weiter.

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Weg von der Stubenalm in Richtung Watzmannhaus

Die nächste Station unserer Bergtour ist die Mitterkaseralm. Auf 1.420 Metern Höhe liegt diese bewirtschaftete Alm unterhalb des Watzmannhauses. Kühe sind noch nicht auf der Alm, in dieser Höhenlage wird es noch die ein oder andere Woche dauern, bis genügend Gras auf der Weide gewachsen ist, um das Vieh ausreichend zu versorgen.

Mitterkaseralm am Watzmann

Mitterkaseralm am Watzmann

Von der Mitterkaseralm sehen wir auch, dass dichter Nebel das Watzmannhaus umhüllt. Aber wir lassen uns davon nicht aufhalten.

Von Mitterkaser wird der Weg jetzt steiler und schmaler. Etliche Serpentinen führen durch den Wald hinauf zur Falzalm. Das klassische Falzalm Bild mit kleinen Watzmann im Hintergrund gibt es heute nicht, denn der kleine Watznmann lässt sich nicht blicken. Zu dicht ist der Nebel um den 2.306 Meter hohen Berg.

Falzalm ohne kleinen Watzmann

Falzalm ohne kleinen Watzmann

An der Falzalm machen wir noch eine letzte Pause. Immerhin ist jetzt unser Tagesziel, das Watzmannhaus schon in Sichtweite. Also zumindest hin und wieder, wenn sich im Nebel eine Lücke auftut. Auch im Watzmannkar hängen Wolken und Nebel, dennoch sind die Watzmannkinder deutlich zu sehen.

Blick ins Watzmannkar

Blick ins Watzmannkar

Am 3. Kind sieht man sehr deutlich Skispuren, wahrscheinlich haben ein paar Skitourengeher noch in den letzten Tagen ihr Ski bis ins Watzmannkar getragen und sind dann zum 3. Kind aufgesteigen. Manche scheinen vom Winter einfach nicht genug zu kriegen.

Nach kurzer Pause geht es für uns auf die letzte Eatppe zum Watzmannhaus. Über die Weidefläche der Falzalm führt ein Steig bis unter die Wände des Falzköpfls, auf dem das Watzmannhaus thront. Steil führt der Weg aufwärts und dann im letzten Abschnitt links unterhalb des Hauses über Stege und eine Treppe zur Mulde unterhalb des Watzmannhauses. Hier oben angekommen erwartet uns dichter Nebel.

Watzmannhaus im Nebel

Watzmannhaus im Nebel

Die Aussicht ist zur Zeit also eher bescheiden, doch deswegen sind wir heute gar nicht hier. Sondern wegen eines ganz besonderen Sportereignisses: Unweit des Watzmannhauses findet in der Watzmanngrube heute das 22. Figei-Rennen um den Watzmann Lorbeerkranz statt. Dieses traditionsreiche Gaudi-Skirennen findet – mit Unterbrechungen – schon seit Jahrzehnten statt. Auf einem Schneefeld wird ein Parcour abgesteckt, den die Teilnehmer auf ihren Figein, also Firngleitern (etwa 50 cm lange Schi) absolvieren müssen. Kurz vor dem Ziel wartet außerdem eine Schanze, auf der die Figei-Fahrer bezüglich Kreativität und Haltungsnoten Ihrer Sprünge bewertet werden.

Sprungschanze beim Figei-Rennen

Sprungschanze beim Figei-Rennen in der Watzmanngrube

Immerhin ist das Figei-Rennen eine Gaudiveranstaltung und so steht nicht der Wettkampf an sich im Mittelpunkt des Geschehens, sondern der Spaß der Teilnehmer.

Figei-Rennen in der Watzmanngrube

Figei-Rennen in der Watzmanngrube

Und auch wir Zuschauer haben unseren Spaß. Die 30 Teilnehmer absolvieren jeweils zwei Läufe, bevor wir gemeinsam zum Watzmannhaus zurückgehen. Und siehe da: Kaum ist der Wettkampf beendet, verziehen sich die Wolken und geben den blauen Himmel frei.

Nebengebäude mit Winterraum des Watzmannhauses

Nebengebäude mit Winterraum des Watzmannhauses

Auf der Terrasse der Berghütte findet schließlich noch die sehr lustige Siegerehrung statt, bei der auch die beiden Watzmann-Lorbeerkränze übergeben werden.

Nach einem sehr lustigen Tag brechen wir am frühen Nachmittag bei jetzt klarer Sicht wieder auf ins Tal.

Falzalm beim Abstieg vom Watzmannhaus

Falzalm beim Abstieg vom Watzmannhaus

Schön wars, Euer Sepp

2 Kommentare

1. Juni 2015um14:28 von Jan Hoffstadt

Hallo Sepp,
schöner Bericht und vor allem sehr schöne Bilder. Der Aufstieg zum Watzmannhaus ist immer wieder herrlich. Das ganze wird allerdings von der Watzmann-Überschreitung getoppt.
VG
Jan Hoffstadt

antworten

1. Juni 2015um15:09 von Sepp

Das stimmt Jan, die Watzmann-Überschreitung ist die Krönung der Berchtesgadener Bergtouren. ich bin sie letzten Herbst gegangen
http://blog.berchtesgadener-land.com/2014/09/30/watzmann-uberschreitung-teil-2/
ein unvergessliches Erlebnis!

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