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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Alm-Wanderung im Lattengebirge

 von Sepp
Blick vom Lattengebirge zum Watzmann

Blick vom Lattengebirge zum Watzmann

Das Lattengebirge steht ja immer etwas im Schatten der anderen, höheren Gebirgsstöcke der Berchtesgadener Alpen. Und auch das Lattengebirge selbst ist recht unterschiedlich erschlossen: Im Norden führt die Predigtstuhlbahn von Bad Reichenhall auf das Lattengebirge, im Süden erschließt der beliebte Almerlebnisweg einige Almen des Lattengebirges von Ramsau aus. Die Ostseite des Gebirges ist vor allem durch markanten Felsen der Schlafenden Hexe geprägt, doch unterhalb dieser schroffen Felstürme gibt es zahlreiche gemütliche Wander-Möglichkeiten. Ich war am Wochenende dort unterwegs und habe eine kleine Almwanderung gemacht.

Vom Wanderparkplatz am Frechenbach in Bischofswiesen Winkl führt der beschilderte AV-Weg 479 hinauf ins Lattengebirge. Zuerst führt der Weg auf einer Forststraße in weiten Kehren durch den schönen Mischwald bergauf, Auf etwa 1000 Metern Höhe wird der Weg schmaler und steiler. Jetzt erreiche ich die Mitterkaseralm.

Mitterkaser im Lattengebirge

Mitterkaser im Lattengebirge

In den meisten Karten ist diese Alm als Mitterkaser Diensthütte eingezeichnet, tatsächlich wird sie aber landwirtschaftlich genutzt: Ein Bauer aus Bischofswiesen treibt in den Sommermonaten sein Jungvieh zum Weiden auf die Alm. Bewirtschaftet ist die Mitterkaseralm im Lattengebirge allerdings nicht, seine Brotzeit muss man also selber mitnehmen.

Oberhalb der Alm wird das Gelände steiler und schließt mit der Törlschneid, einem markanten Grat, ab.

Der Törlkopf

Der Törlkopf

Auf der Westseite des Gratverlaufs führt der Wanderweg in Richtung Karkopf und Predigtstuhl, doch ich wandere an diesem Tag nicht mehr weiter bergauf. Stattdessen mache ich mich wieder auf den Weg nach unten. Ich nehme nicht den direkten Weg, sondern mache noch den kleinen Abstecher zur Koth-Alm.

Kothalm im Lattengebirge

Kothalm im Lattengebirge

Als ich ankomme, sitzen bereits zwei Wanderer vor der Almhütte und machen Brotzeit. Obwohl die Koth-Alm nicht bewirtschaftet und der Weg zur Alm nicht beschildert ist, finden doch hin und wieder Wanderer den Weg hierher.

Wenn Ihr auch mal eine Almwanderung abseits der bekannten Wege machen wollt, erkundet doch die Ostseite des Lattengebirges. Brotzeit nicht vergessen, Euer Sepp

2 Kommentare

6. November 2015um9:20 von lena

schöne Bilder und ein toller Bericht! wir gehen auch sehr gerne Wandern, allerdings am liebsten in Seis in Südtirol. Dort findest du auch sehr viele tolle Wanderrouten in den Alpen…liebe Grüße

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27. März 2017um8:01 von Unterwegs mit Kindern: von der Stroblalm zum Sendemasten

[…] Bis dorthin bestaunen wir aber ausfürlich das Bergpanorama, das vom Staufen über das Lattengebirge bis zum Unterbergmassiv auch noch Einblicke in die österreichische Bergwelt […]

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