Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Von der Bindalm zur Schwarzbachalm

 von Sepp
Sepp und Lieserl Wurm mit ihren Kühen auf der Triebenbachstraße

Sepp und Lieserl Wurm: Senn und Sennerin der Bindalm

Seit Ende Mai waren meine Eltern als Senn und Sennerin auf der Bindalm. Etwa 100 Tage lang haben die beiden sich um die Kühe gekümmert, die Milch verarbeitet und Wanderer und Bergsteiger bewirtet. Am gestrigen Samstag haben wir den Almsommer auf der Bindalm beendet und unsere Kühe auf die Schwarzbachalm, unsere Niederalm in der Nähe des Wachterl, gebracht.

Es ist noch dunkel auf der Bindalm, als wir dort eintreffen und erstmal frühstücken. Währenddessen warten wir auf eines der Jungtiere, das nicht von alleine zur Almhütte gekommen ist.

Früher Morgen auf der Bindalm

Früher Morgen auf der Bindalm

Nach kurzer Suche finden wir das Tier und sammeln alle unser Kühe und Jungtiere vor dem Kaser.

Die Kühe warten auf den Abmarsch

Die Kühe warten auf den Abmarsch

Auf dem bekannten Weg durchs Klausbachtal marschieren wir los. Es herrscht traumhaftes Wetter, die alles dominierenden Mühlsturzhörner zeigen bei den morgendlichen Lichtverhältnissen mal wieder deutlich, warum man sie auch die Ramsauer Dolomiten nennt.

Die Ramsauer Dolomiten im Klausbachtal

Die Ramsauer Dolomiten im Klausbachtal

Den Kühen (übrigens: allesamt Pinzgauer, eine gefährdete Rasse) ist diese imposante Kulisse relativ egal, sie gehen, angeführt von Senn und Sennerin- unbeirrt weiter.

Unsere Pinzgauer Kühe

Unsere Pinzgauer Kühe

Nach etwas mehr als einer Stunde Gehzeit erreichen wir das Klausbachhaus, die Nationalpark-Informationsstelle am Eingang des Klausbachtals.

Das Klausbachhaus am Hintersee

Das Klausbachhaus am Hintersee

Von hier geht es weiter zum Hintersee. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Wolfgang Bartels, der uns vor dem Wörndlhof mit einem erfrischenden Getränk empfängt. Nach knapp 90 Minuten Gehzeit erreichen wir den Hintersee, der sich am – immer noch frühen-  Morgen absolut friedlich präsentiert.

Der Hintersee

Der Hintersee

Über dem Hochkaltermassiv werden die Wolken mittlerweile immer mehr, doch in Richtung der Reiter Alm, an dessen Fuß die Schwarzbachalm liegt, ist der Himmel immer noch blau und wolkenlos. Über die Triebenbachstraße gehen wir weiter.

Sepp und Lieserl Wurm mit ihren Kühen auf der Triebenbachstraße

Sepp und Lieserl Wurm mit ihren Kühen auf der Triebenbachstraße

Am höchsten Punkt der Triebenbachstraße zweigen wir auf den König Max Weg ab, den beliebten Fußweg der in Richtung Taubensee führt.

Auf dem König Max Weg in Richtung Taubensee

Auf dem König Max Weg in Richtung Taubensee

Auf der Alten Reichenhaller Straße gehen wir dann am Campingplatz Simonhof vorbei durch den Wald, lassen den Taubensee rechts liegen und verlassen beim Wanderparkplatz Wachterl die Straße. Jetzt geht es bergab: Die Schwarzbachalm liegt nochmal etwa 100 Meter tiefer als das Wirtshaus Wachterl.

Ankunft auf der Schwarzbachalm

Ankunft auf der Schwarzbachalm

Das Gelände der Schwarzbachalm ist durch den Schwarzbach zweigeteilt. Nach einer Regenperiode ist der Bach oft unüberquerbar und wir müssen eine Umweg über das Schwarzbachloch gehen, doch nach diesem Sommer ist das Bachbett staubtrocken, die Kühe können den Bach problemlos überqueren.

Kein Problem: Der trockene Schwarzbach

Kein Problem: Der trockene Schwarzbach

Nach etwa 3 Stunden erreichen wir schließlich unseren Kaser auf der Schwarzbachalm.

Angekommen an unserem Kaser auf der Schwarzbachalm

Angekommen an unserem Kaser auf der Schwarzbachalm

Eine Woche werden unsere Tiere hier verbringen, bevor es am nächsten Samstag endgültig wieder zum heimischen Bauernhof geht.

Dann ist der Almsommer für dieses Jahr endgültig vorbei, Euer Sepp

1 Kommentar

22. Februar 2016um21:23 von Rekordjahr im Nationalpark Berchtesgaden

[…] von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Spitzenreiter war die geführte Wanderung mit dem Titel „Auf zur Sennerin“ mit rund 120 Teilnehmern an einem Montag in der Hauptsaison. „Derart hohe Teilnehmerzahlen […]

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