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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Trachtenmarkt in Aufham „Do war´ma do“

 von Babsi Graßl
Der Markt lockte den ganzen Tag über zahlreiche Besucher - im Hintergrund spielte unter anderem die Bockstoa Musi

Der Trachtenmarkt lockte den ganzen Tag über zahlreiche Besucher an – im Hintergrund spielte unter anderem die Bockstoa Musi

Wer am Samstag durch Aufham bei Anger gefahren ist, der hat mit Sicherheit die vielen, vielen Autos um Mehrzweckhalle, Staufenbad und Netto bemerkt. Grund hierfür war der Trachtenmarkt, der auch heuer wieder von den Hochstaufner Trachtlern auf die Beine gestellt wurde und weit über Tausend Besucher von Nah und Fern anlockte. Die ersten Interessierten standen lange bevor die Halle mit den über 30 verschiedenen Ausstellern um 10 Uhr ihre Pforten öffnete Schlange.

Trotz des wunderbaren Wetters am Wochenende war ein Besuch für mich als Aufhamerin sozusagen „Pflichtprogramm“ und lohnte sich in jedem Fall. Die vielen bunten Stoffe und Knöpfe, der schöne Trachtenschmuck, Taschen, Schals und Flechtfrisuren ließen nicht nur mein, sondern sicher auch viele weitere Frauenherzen höher schlagen.

Knallige & verspielte Stoffe sind momenan auch in der Trachtenmode besonders angesagt

Knallige & verspielte Stoffe sind momentan auch in der Trachtenmode besonders angesagt

Doch auch für die Männer gab es so einiges zu bestaunen: Hüte, Lederhosen, handgemachte Haferlschuhe, Trachtenjanker und verschiedenste „Accesoires“, wie Messer oder Hirschhornknöpfe, wurden ausgestellt.

Trachtenmesser mit aufwendig gestalteten Klingen

Trachtenmesser mit aufwendig gestalteten Klingen

Großes Highlight des Trachtenmarktes waren in jedem Fall die beiden großen Modenschauen unter der Moderation der beiden Hauptorganisatorinnen Maride Lexhaller und Barbara Maier. Den Zuschauern wurden über eine Dreiviertelstunde lang verschiedenste trachtlerische Outfits für Groß und Klein präsentiert. Ob Dirndl übers Knie oder doch fast bodenlang, knallig oder schlicht, bunte Stoff- oder Plisseröcke, Trachtenjacke mit Jeans und High Heels, Seiden- oder Leinenwesten für die Herrenwelt, klassische Lederhosen oder doch eher die schickere Stresemannhose – momentan ist alles tragbar und auch alles fesch. Und vor allen Dingen war keines der Models ein Vergleich zu den Wiesnkreationen, die wohl allen Liebhabern echter bayerischer Tracht so kurz nach dem Oktoberfest noch (weniger) gut in Erinnerung sind.

Ob sommerliche oder herbstliche Farben - bei der Modenschau war für jeden Geschmack etwas dabei

Ob sommerliche Farben oder herbstliche Töne – bei der Modenschau war für jeden Geschmack etwas dabei

Das große Finale der Modenschauen bildete eine ganze Hochzeitsgesellschaft samt Blumenmädchen, deren Models allesamt sehr festlich gekleidet waren und verdeutlichten, dass sich auch zu einem solch festlichen Anlass traditionell und modern gut miteinander verknüpfen lässt.

Traditionelles, sehr aufwendig gestaltetes Brautkleid mit futuristischem Blumenschmuck

Traditionelles, besticktes und bemaltes Brautkleid mit futuristischem Brautstrauß

Die Hochzeitsgesellschaft bildete das große Finale der Modenschau

Die Hochzeitsgesellschaft bildete das große Finale der Modenschau – ganz hinten steht das Brautpaar

Nach der Modenschau am Nachmittag blieben die Besucher aber natürlich noch eine Zeit lang sitzen und unterhielten sich bei einer gscheiten Brotzeit oder einer Tasse Kaffee über die verschiedenen Ausstellungsstücke. Erst gegen 18 Uhr leerte sich die Halle langsam.

Bei den vielen Anregungen, die beim Trachtenmarkt zweifelsohne jeder bekommen hat, ist es fast ein bisschen schade, dass ich mein neues Dirndl erst vor ein paar Wochen von der Schneiderin abholen durfte und auf das nächste wohl noch eine Zeit lang warten muss. Vielleicht ist aber ja der ein oder andere von euch fündig geworden und kann seine neueste Errungenschaft schon am Wochenende bei der Nacht der Tracht in Piding ausführen.

Bis dahin noch eine schöne, herbstliche Woche!

Eure Babsi

1 Kommentar

17. September 2017um20:59 von KOSA LIEBHARD

Alle ihr lieben Leut, liebe Trachtler,
Einfach prachtvoll all diese hübschen“Dirndln“ und deren „Quand“ in einem
der schönsten Winkel dieser Erde.
Als „Experte“ vermisse ich schmerzlich euer schönstes und weltweit bekanntes Juwel am Trachtenhimmel. Die Rede ist vom “ Hemad “ (original
Berchtesgadener Strickjäckchen) —- Gerät es immer mehr in Vergessenheit?
Wer unterscheidet noch das echte vom falschen? Warum gibt es kein einziges Bild vom „Hemad“ Oder findet ihr keinen Hersteller mehr? Ich suche
eine kompetente Persönlichkeit um darüber zu reden.
Viele Grüße vom letzten noch lebenden Hersteller.

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