Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Wilde Hütten ohne Dusche oder WLAN

 von Sepp
Ausblick von der Biwakschachtel am Wildalmkirchl

Ausblick von der Biwakschachtel am Wildalmkirchl

Letzten Herbst bekam ich von Mountain Wilderness Deutschland die Anfrage, ob ich nicht Bilder der Biwakschachtel am Wildalmkirchl hätte. Sie planen nämlich ein Buch über einsame und einfache Berghütten und Biwaks ohne modernen Komfort. Natürlich sage ich zu, die Bilder zu liefern, immerhin habe ich bei meiner Tour vom Riemnhaus über Schönfeldspitze zum Hochkönig auch ein paar Bilder der Biwakschachtel am Wildalmkirchl gemacht.

Biwakschachtel am Wildalmkirchl, 2.457 m

Biwakschachtel am Wildalmkirchl, 2.457 m

Das fertige Buch heißt schließlich „Wilde Hütten: 20 einzigartige Berg-Refugien ohne Dusche oder Wlan“ und ist soeben erschienen. Es kann bei Mountain Wilderness Deutschland info@mountainwilderness.de gegen einen Unkostenbeitrag von 5 € und 1 € Versandkosten bestellt werden. Oder Ihr ladet Euch das Buch als PDF herunter.

Insgesamt stellt das Buch 10 bewartete Berghütten und 10 unbewartete Hütten – also Biwaks und Notunterkünfte – vor, die vor allem eines auszeichnet: Die Faszination des Einfachen. Eine heiße Dusche, Wlan oder ein 5-Gänge-Menu wird man auf diesen Hütten nicht finden! In beiden Kategorien ist auch eine Hütte aus den Berchtesgadener Alpen vertreten.

Die Biwakschachtel am Wildalmkirchl

Unter den in diesem Buch vorgestellten unbewarteten Hütten befindet sich eben auch die Biwakschachtel am Wildalmkirchl. Der achteckige Holzbau liegt im einsamen östlichen Teil des Steinernen Meeres. Nur wenige Wanderer finden den Weg hierher, der Anstieg ist lang und mühsam. Wer sich dennoch auf den Weg macht wird belohnt mit einem einfachen, aber durchaus komfortablen Unterkunft inmitten der einzigartigen Landschaft des Steinernen Meers.

Die Biwakschachtel vor dem Wildalmkirchl

Die Biwakschachtel vor dem Wildalmkirchl

Den Text zum Wildalkirchl Biwak stammt übrigens von Michael Prittwitz, der auich in diesem Blog hin und wieder über seine Bergerlebnisse schriebt.

Die Wasseralm: Bewartete Berghütte in der Röth

Bei den bewartetet Hütten vertritt die Wasseralm die Berchtesgadener Alpen. Die urige Hütte unterhalb der markanten Teufelshörner ist erst seit 2005 bewartet, war vorher lediglich eine Selbstversorgerhütte, und hat sich trotz etlicher Modernisierungsmaßnahmen in den letzten Jahren ihren ursprünglichen Charme erhalten. Die Wasseralm ist ein wichtiger Stützpunkt für die Große Reibn, die mehrtägige Hüttentour rund um den Königssee.

Wenn Ihr also auf der Such nach echten Bergerlebnissen fernab von Dusche und WLAN seid, werft mal einen Blick in das Buch Wilde Hütten: 20 einzigartige Berg-Refugien ohne Dusche oder Wlan. Dort findet Ihr einfache und ursprüngliche Berg-Unterkünfte, Euer Sepp

7 Kommentare

27. April 2016um8:22 von Marco

Auch wenn es heutzutage für manche Menschen vor allem ohne W-Lan schwierig ist mal ein paar Tage klar zu kommen, ist der Ausflug zu so einer Hütte wohl genau das richtige. Einfach mal abschalten und sich mit sich selbst beschäftigen.

Viele Grüße

Marco

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27. April 2016um13:17 von Christian

Das Wildalmkirchlbiwak ist zu Stoßzeiten (WE) im Sommer doch schon überbelegt. Gleiches gilt für die Wasseralm, wobei bei letzterer noch mehr Ausweichflächen sind. Jetzt noch extra dafür Werbung machen halt‘ ich für (tut mir ja leid aber ist so) komplett dämlich.

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27. April 2016um14:09 von Sepp

> Du hats ja nicht unrecht Christian, aber jeder gedruckte Führer – sei er vom Alpenverein oder einer privaten Organiation – führt die Wasseralm und das Biwak am Wildalmkircherl auf. Und im Internet findet man ohnehin viele Informationen.

Ich will mit diesem Beitrag das Büchlein von Mountain Wilderness bewerben. Dieser gemeinnützige Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die letzten vitalen Wildnisgebiete der deutschen Alpen und Bergregionen zu schützen und zu erhalten. Es geht darum, Bewusstsein zu schaffen für das richtige Verhalten in den Bergen.

In diesem Sinne beste Grüße, Sepp

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29. April 2016um3:32 von Tanja

Der perfekte Ort um sein Leben zu genießen und abzuschalten. Eine klasse Idee. Wir haben es dieses Jahr auch noch geplant auf einer Hütte zu übernachten. Ich bin schon gespannt wo es meinen Freund und mich hinziehen wird.

Liebe Grüße Tanja

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8. Juni 2016um19:39 von Wasseralm: Einweihung nach Renovierung

[…] Abwasseranlage mit Spülklosetts und Waschräumen errichtet. Das auf der Wasseralm obligatorische Zähneputzen am Wassertrog und das Plumpsklo gehören jetzt der Vergangenheit […]

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18. Januar 2017um11:30 von David

Hallo Sepp,

gehe davon aus, dass beim Biwak die Regel gilt: Wer zuerst kommt, schläft zuerst. Richtig? Hintergrund meiner Frage ist, dass ich diesen Sommer als DAV-Wanderleiter eine Gruppe DAV-ler (max. 6 Leute) durchs Steinerne Meer zum Hochkönig führen will. Wenn man vom Riemannhaus bis zum Matrashaus durchgeht, soll es ja eine ganz schon anstrengende Etappe sein. Kannst du mir dazu etwas mehr erzählen? In Tourenbeschreibungen wird die Etappe vom Biwak zum Matrashaus als anspruchsvoll beschrieben. Freue mich auf deine Nachricht.

Danke dir vorab und sende herzliche Grüße!

David (DAV-Sektion Karlsruhe)

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18. Januar 2017um22:53 von Sepp

Servus David, ja die Tour vom Riemannhaus zum Matrashaus ist wirklich ansprchsvoll, vorallem wegen der Länge. Aber auch die Schwierigkeit der Tour ist im Hochköniggebiet nicht zu unterschätzen, sowohl der Herzogsteig als auch der Mooshammersteig sind nicht ohne. Eine Übernachtung im Wildamkirchlbiwak ist auf alle Fälle zu überlegen, sonst geht ihr locker 12 – 14 Stunden. Am besten informierst du dich nochmal bei der DAV Sektion Berchtesgaden, LG Sepp

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