Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

An Fronleichnam zum Watzmannhaus

 von Sepp
Die Falzalm auf dem Weg zum Watzmannhaus

Die Falzalm auf dem Weg zum Watzmannhaus

Seit Montag, den 23. Mai, ist das Watzmannhaus geöffnet. Da traf es sich gut, dass gestern nicht nur Fronleichnam war sondern auch noch bestes Wetter herrschte. Ich habe den Feiertag nämlich gleich mal zu einer Wanderung zum Watzmannhaus genutzt.

Ich starte meine Wanderung an der Wimbachbrücke im Bergsteigerdorf Ramsau. Auf dem bekannten Wanderweg steige ich zügig auf in Richtung Stubenalm. Hier waren die Almbauern schon mit den Vorbereitungen für den Almsommer beschäftigt. Nicht mehr lange, dann werden hier die Kühe weiden. Ebenso auf der Mitterkaseralm: Ab 1. Juni können sich die Wanderer und Bergsteiger auf dem Weg zum Watzmannhaus hier bei einer Brotzeit stärken. Vorbei an der Waldklima-Station des Nationalparks Berchtesgaden wandere ich in Serpentinen durch den Wald hinauf zur Falzalm. Es ist immer wieder ein atemberaubend schöner Anblick, wenn der Wald den Blick auf den alten Kaser mit dem Kleinen Watzmann im Hintergrund freigibt. Die Almfläche auf der Falz ist schon komplett aper, das nahegelegne Watzmannkar hingegen noch ganz schön winterlich.

Blick ins Watzmannkar

Blick ins Watzmannkar

Der abschmelzende Schnee sucht sich seinen Weg ins Tal und verwandelt den Steig hier oben in kleine Bachbette. Im oberen Bereich der Falzalm säumen noch einzelne Schneefelder den Weg, ihre Überquerung erfordert Vorsicht. Ein Ausrutschen kann hier ziemlich unangenehm werden. Unterhalb des Watzmannhauses ist ein Stahlseil über den Weg gespannt. Wenn man dem Seil folgt, gelangt man auf dem Winterweg über eine steile Flanke direkt auf die Terrasse des Watzmannhauses. Der Normalweg ist nämlich noch von einer dicken Schnee-Wechte blockiert. Allerdings führt bereits eine deutlich ausgetretene Spur durch den Schneekegel und eine provisorische Sicherung sorgt für entsprechenden Halt.

Schneewechte unterhalb des Watzmannhauses

Schneewechte unterhalb des Watzmannhauses

Nach der Überquerung der Wechte stehe ich schließlich in der Mulde unterhalb des Watzmannhauses. Der Anblick erfreut mich wirklich, ich war seit letztem Herbst nicht mehr hier oben! Auf meinem Weg zur Terrasse treffe ich auch gleich Annette und Bruno Verst, die Hüttenwirte des Watzmannhauses, und plaudere ein wenig mit den Beiden. Seit letzten Donnerstag sind die beiden schon heroben, seit Montag, den 23. Mai, ist die Hütte offiziell geöffnet!

Bei einem kühlen Bier genieße ich die pralle Sonne auf der Terrasse des Hauses und den Ausblick auf die umliegenden Berge. Im Westen thront der Hochkalter: Die Hochalm, das beliebte Skitouren-Gebiet ist im oberen Bereich noch ziemlich weiß, im unteren Teil hingegen hat der Frühling schon deutlich Spuren hinterlassen.

Blick von der Terrasse des Watzmannhauses zum Hochkalter

Blick von der Terrasse des Watzmannhauses zum Hochkalter

Auf der anderen Seite lasse ich den Blick über die Kühroint-Alm zu Hohem Göll, Jenner und Schneibstein bis zum Kahlersberg schweifen.

Ausblick vom Watzmannhaus

Ausblick vom Watzmannhaus

Die Gipfel der Zweitausender sind noch mit Schnee bedeckt, doch darunter ist bereits alles grün.

Schön, dass jetzt die Bergsaison richtig losgeht. Euer Sepp

2 Kommentare

30. Mai 2016um8:45 von Wanderung Blaueis-Hütte und Schärttenalm

[…] ich am Donnerstag bereits Watzmannhaus besucht habe, steht am Sonntag die zweite große Alpenvereinshütte im Bergsteigerdorf Ramsau auf […]

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1. Juni 2016um22:38 von Mit dem E-Bike nach Feierabend zur Archenkanzel

[…] der Abfahrt über die Forststraße sehe ich hinüber zum Watzmannhaus, wo ich an Fronleichnam bei Traumwetter war: Direkt über der Berghütte hat sich ein Loch in der Wolkendecke aufgetan, man kann sogar ein […]

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