St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Rosi Fürmann

Der Bergbau in Achthal

 von Rosi

 Das Bergbaumuseum in Achthal – man fährt oft dran vorbei – war man auch schon  drin?

Wunderbar renovierte Gebäude säumen in Achthal die Straße zwischen Neukirchen und Oberteisendorf.  Sie erzählen von einer alten Industrieanlage in Bergbau und  Eisengießerei  und geben heute einem Museum Heimat.

Achthal mit den Gebäuden des ehemaligen Eisenabbaues, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Achthal mit den Gebäuden der ehemaligen Eisengewerktschaft – Teisendorf/Neukirchen

Das als ein Schwerpunktmuseum für den Erzbergbau in Bayern ausgebaute Museum gliedert sich  in die Erzgewinnung (im Erdgeschoss) und die Verarbeitung des Erzes und die Lebensverhältnisse dieser Zeit (im ersten Stockwerk).

Bergmann bei der Arbeit im Bergbaumuseum in Achthal, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Bergmann bei der Arbeit – im Bergbaumuseum in Achthal – Teisendorf/Neukirchen

Schastollen im Bergbaumuseum in Achthal, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Schaustollen im Bergbaumuseum in Achthal – Teisendorf/Neukirchen

historisches Dokument aus dem Bergbaumuseum in Achthal, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

per Katalog konnten die Produkte der Eisenhütte bestellt werden – Bergbaumuseum in Achthal – Teisendorf/Neukirchen

Herrengrab-Nachbildung im Bergbaumuseum in Achthal, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Herrengrab-Nachbildung im Bergbaumuseum in Achthal – Teisendorf/Neukirchen

Die vielen Exponate erzählen von der harten Arbeit im Bergbau und der Gießerei.

Auch schon der Baustil und die Ausstattung des Gebäudes führen zurück in die Zeit des Bergbaus. Dem Besucher stellt sich  in den Schauräumen die Lebensweise und Sozialstruktur der Berg- und Gießereiarbeiter mit ihren Familien dar und  lässt im Vergleich zu heute oft erschauern ob der Verhältnisse. Bittere Armut herrschte in den Familien und die Willkür der Obrigkeit tat ihr Übriges. Der Bergbau brachte einen bescheidenen Wohlstand in diese Gegend, von dem anderenorts die Leute nur träumen konnten.

das Werks-Wirtshaus von Achthal mit der Kapelle Maria Schnee

das Werks-Wirtshaus von Achthal mit der Kapelle Maria Schnee – Teisendorf/Neukirchen

Der Teisenberg  –  er bildet seit dem Erhartinger Schiedsspruch 1275 die Grenze zwischen Bayern und Salzburg und heute die Grenze zwischen Chiemgau und Rupertiwinkel –  in  seinen nördlichen Ausläufern lagern heute noch enorme Eisenvorkommen. Der Preisverfall aber beendete 1925 wegen zu geringer Rentabilität den Abbau in der Gegend rund um Neukirchen und die Verhüttung in Achthal. Dort baute man nachweisbar ab dem 11. Jh. Eisenerze ab, verhüttete an Ort und Stelle und gründete 1537 unter dem Salzburger Erzbischof Matthäus Lang die Eisengewerkschaft Achthal.

Achthal in der Gemeinde Teisendorf (Ortsteil Neukirchen) Achhtal war eine bedeutete Eisenhütte, in der an Ort und Stelle das in Achthal gewonnen Roheisen verarbeitet wurde

Achhtal war über Jahrhunderte eine bedeutete Eisenhütte, die gleich an Ort und Stelle das in Achthal gewonnen Roheisen im Kunstgussverfahren veredelte

Das Bergbaumuseum in Achthal bringt für Jedermann sehr interessante Stunden  um die Erzgewinnung und Veredelung und um zu dieser Region gehörende Geschichte des Rupertiwinkels und die jahrhundertelange Bindung zum nahen Salzburg.
Dafür eine Führung zu buchen mit exzellenten Kennern um den Eisenabbau macht den Museumsbesuch zu einem Erlebnis in Sachen Geschichte.

Einen Besuch kann ich wärmstens empfehlen!
Eure Rosi

Öffnungszeiten:

Vom Mai bis September
Dienstag bis Samstag von 13.00 Uhr bis 16.00 Uhr,
Sonntag von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr,
Montag geschlossen.

Anmeldungen für Sonderführungen ganzjährig (im Winter temperiert) unter der Telefon-Nummer
(+49) 08666 / 2286037 – Roland Klosa, 1. Vorsitzender oder
(+49) 08641 / 8899 – Helmut Birner, 2. Vorsitzender

 

Fotos in diesem Beitrag:
Farbfotos: (c) RoHa-Fotothek Fürmann
SW-Aufnahmen: Archiv Fürmann

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