Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Die Hirschwiese vor der Watzmann Südspitze

Am vergangenen Sonntag war ich mal wieder auf der Hirschwiese. Dieser aussichtsreiche Gipfel ist quasi die Verlängerung der 3 Gipfeln der Watzmann-Überschreitung, von diesen allerdings durch eine tiefe Scharte getrennt. Der Aufstieg zum Hirschwieskopf erfolgt daher über den Trischübel, den wichtigen Knotenpunkt zwischen Watzmann und Steinernen Meer. Obwohl ein bezeichneter Wanderweg auf der Hirschwiese führt, ist es am Gipfel relativ einsam. Der lange Anmarsch durch das Wimbachgries schreckt viele Wanderer ab. Dabei lohnt sich der Weg: Der Hirschwieskopf ist einer der schönsten Aussichtsberge in den Berchtesgadener Alpen!

Los geht die Wanderung an der Wimbachbrücke. Vorbei am Eingang zur Wimbachklamm marschieren wir in das Wimbachgries hinein. Abgesehen vom ersten steilen Stück verläuft der Weg durch das Wimbachtal in angenehm sanfter Steigung. Am Morgen liegt das ganze Wimbachtal noch im Schatten, erst im hinteren Drittel des Wimbachgrieses schaffen es die Sonnenstrahlen über den Watzmann und erleuchten die schroffen Felsformationen der Palfenhörner am Talschluss.

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Noch liegt das Wimbachgries im Schatten

Von der Wimbachgrieshütte führt der Weg weiter durch die lichte Waldfläche auf die rechte Seite des Tals. Am Talschluss führt der Weg dann zuerst in Serpentinen aufwärts, quert in einer langen Traverse einen Schotterhang und führt dann über einen Holzsteg an einer Felswand entlang zum Trischübel.

Der Weg zum Trischübel

Der Weg zum Trischübel

Der Blick ins Wimbachgries ist fantastisch: Man erkennt von hier oben die wahren Dimensionen des mächtigen Schuttstromes zwischen Watzmann und Hochkalter.

Blick ins Wimbachgries

Blick ins Wimbachgries

Am Trischübel kreuzen sich dann viele Wege: Von hier kann man zum Funtensee oder zum Ingolstädter Haus weitergehen oder über die Sigereplatte zum Königssee absteigen.

Trischübel: Wichtiger Knotenpunkt zwischen Watzmann und Steinernen Meer

Trischübel: Wichtiger Knotenpunkt zwischen Watzmann und Steinernen Meer

Oder eben zum Hirschwieskopf aufsteigen. Dazu folgen wir dem Wegweiser und den linken Steigspuren. Nach wenigen Minuten Gehzeit erreichen wir die Jagdhütte auf 1.799 Metern Höhe. Hier machen wir erstmal Pause und stärken uns vor dem letzten Anstieg.

Jagdhütte oberhalb des Trischübels

Die Jagdhütte oberhalb des Trischübels

Von der Hütte führt der Weg durch die steile Südseite des Hirschwieskopfes. Die steilen Grashänge und das Schrofengelände fordern nochmal unsere Kraftreserven, der lange Anmarsch macht sich jetzt bemerkbar. Doch nach den letzten steilen Metern stehen wir auf der Hirschwiese.

Auf der Hirschwiese

Auf der Hirschwiese

Ein atemberaubender Anblick: Das grasige Gipfelplateau mit der markanten roten Erde wird an seiner Abbruchkante zum Eisgraben von einem Gipfelkreuz gekrönt, dahinter ragt die Südspitze des Watzmanns empor!

Das Gipfelkreuz auf dem Hirschwieskopf 2.114 m

Das Gipfelkreuz auf dem Hirschwieskopf 2.114 m

Über den Eisgraben öffnet sich nach Osten der Blick zum Königssee.

Tiefblick zum Königssee

Tiefblick zum Königssee

Durch seine freistehende Lage und die Höhe von 2.114 Metern bietet der Hirschwieskopf einen Rundumblick über die Berchtesgadener Berge.

Blick zu den Teufelshörnern

Blick zu den Teufelshörnern

Der Hundstod

Der Hundstod

Die Hirschwiese lädt zu einer ausgiebigen Gipfelrast ein, auf dem Gras kann man es sich richtig gemütlich machen. Allerdings müssen wir ja wieder durch das komplette Wimbachgries zurück. Also brechen wir langsam wieder auf. Auf dem Rückweg kehren wir noch im Wimbachschloss ein.

Das Wimbachschloss

Das Wimbachschloss

Bei einer Brotzeit, einem Kaltgetränk und einem abschließenden Kaffee lassen wir die Tour ausklingen.

Die gesamte Tour ist etwa 25 Kilometer lang und überwindet mehr als 1600 Höhenmeter! Wenn Ihr den langen Anmarsch durch das Wimbachgries und den anschließenden steilen Aufstieg auf Euch nehmt, belohnt Euch der Hirschwieskopf mit einer wunderbaren Aussicht. Euer Sepp

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1 Kommentar

4. September 2016um22:42 von Watzmann-Überschreitung bei Traumwetter

[…] Im oberen Bereich führt er durch stellenweise brüchigen Fels. Immer wieder hat man während des Abstiegs einen tollen Ausblick auf den Hundstod und die Hirschwiese. […]

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