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Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Herbstliche Radltour zur Kallbrunnalm

 von Sepp
Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Was war das für ein traumhaftes Herbst-Wochenende? Zwei Tage wunderschönes Wetter mussten natürlich genutzt werden. Ich habe am Samstag nochmal eine Radltour zur Kallbrunnalm gemacht. Die Kallbrunnalm im Salzburger Saalachtal ist mit seinen 30 Kasern die größte Alm in unseren Bergen, im Sommer weiden hier oben mehr als 300 Rinder. Die Kühe sind bereits im Tal, doch die Jausenstation auf der Alm hat heute den letzten Tag geöffnet.

Ausgangspunkt der Radltour ist der Parkplatz am Eingang zum Klausbachtal im Bergsteigerdorf Ramsau. Das Klausbachtal liegt am Vormittag noch zum großen Teil im Schatten! Die Jahreszeit macht sich deutlich bemerkbar, denn es ist richtig kalt. Zum Glück habe ich Handschuhe dabei. Durch das Klausbachtal führt der Radlweg erst flach, dann etwas steiler auf der asphaltierten Straße unterhalb der dolomitenförmigen Mühlsturzhörner entlang. Nach dem Mitterberg, der steilsten Stelle der Tour, radle ich unterhalb der Bindalm vorbei weiter zum Hirschbichl und am Jagdhaus Falleck vorbei flach weiter. Erst der letzte Abschnitt zur Kallbrunnalm ist dann wieder steiler. Und vor allem: Der letzte Abschnitt des Weges führt nicht auf einer asphaltierten Straße entlang, sondern auf einem Kiesweg.

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Mit dem E-Bike auf dem Weg zur Kallbrunnalm

Erst als ich auf der ersten Weidefläche der weitläufigem Alm ankomme mache ich zum ersten Mal Pause. Der Anblick ist fantastisch: Hier oben ist es eher schon Winter als noch Herbst.

Blick zum Kammerlinghorn

Blick zum Kammerlinghorn

Ich genieße die wärmenden Sonnenstrahlen und versuche Finger und Zehen zu wärmen. Vor allem aber genieße ich den Anblick der verschneiten Almlandschaft.

Schnee und Sonne auf der herbstlichen Kallbrunnalm

Schnee und Sonne auf der herbstlichen Kallbrunnalm

Wirklich warm wird es aber in der Sonne nicht und so radle ich weiter. Mein Plan ist es, mich am Dießbachstausee in die Sonne zu setzen. Doch als ich das letzte Waldstück durchquert habe und an den Kasern ankomme, macht mir das Wetter meinen ausgeklügelten Plan zunichte: Es herrscht dichter Nebel, die Kaser sind erst zu sehen wenn man fast schon davor steht.

Der "Kaskaser" auf der Kallbrunnalm

Der „Kaskaser“ auf der Kallbrunnalm

Ich hoffe, dass sich der Nebel im Kessel des Dießbachstausees vielleicht schon gelichtet hat und fahre weiter.

Schnee auf der Kalbrunnalm

Schnee auf der Kalbrunnalm

Als ich am Stausee ankomme, liegt der See noch unter einer dichten Nebeldecke.

Der Dießbachstausee

Der Dießbachstausee

Doch hin und wieder reißt der Himmel auf und die Strahlen der Sonne kommen durch.

Nebel über dem Dießbachstausee

Nebel über dem Dießbachstausee

Nach einer kleinen Brotzeit und ausgiebiger Pause am Ufer des Stausees breche ich wieder auf. Mein Ziel ist die Jausenstation Kallbrunnalm, die heute den letzten Tag der Saison geöffnet hat.

Die Jausenstation Kallbrunn

Die Jausenstation Kallbrunn

So habe ich mir das vorgestellt: Die Sonne scheint direkt auf die Terrasse der Jausenstation! Ich nehme Platz an der Wand und lasse mich von den Sonnenstrahlen wärmen. Finger und Zehen werden jetzt wieder richtig schön warm. Während ich Gulaschsuppe und Weißbier genieße, schweift mein Blick zum Ingolstädter Haus im Steinernen Meer: Zweimal war ich heuer dort oben, einmal als E-Bike & Hike Tagestour und dann nochmal bei meiner Hüttentour durchs Steinerne Meer. Schöne Erinnerungen!

Blick zum Ingolstädter Haus

Blick zum Ingolstädter Haus

Ich bleibe lange auf der Terrasse sitzen, doch irgendwann muss ich wieder los. Ich gehe noch kurz zum Almkreuz.

Das Almkreuz auf der Kallbrunn

Das Almkreuz auf der Kallbrunn

Von hier hat man einen schönen Überblick über den vorderen Teil der Almfläche und einen tollen Ausblick zum bereits tief verschneiten Seehorn.

Blick vom Kreuz über die Kallbrunnalm zum Seehorn

Blick vom Kreuz über die Kallbrunnalm zum Seehorn

Die Kallbrunnalm ist landschaftlich einer der schönsten Almen, besonders gut gefallen mir die höhergelegenen Almkaser.

Kaser auf der Kallbrunnalm

Kaser auf der Kallbrunnalm

Was für eine Lage

Was für eine Lage

Der Aufbruch fällt mir schwer, vor allem fürchte ich die Kälte bei der Abfahrt. Allerdings ist es jetzt schon deutlich wärmer geworden als am Vormittag und auch die Sonne schafft es jetzt öfter durch den Wald.

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Herbst-Radltour mit dem E-Bike

Auf dem bekannten Weg radle ich zurück, mache aber noch den kurzen Abstecher zur Bindalm.

Herbst auf der Bindalm

Herbst auf der Bindalm

Der Weg durch das Klausbachtal hinaus zum Hintersee ist dann purer Genuss: Bunte Bäume säumen die Strecke, dazu strahlender Sonnenschein und fast angenehme Temperaturen, selbst in der Abfahrt!

Die Ramsauer Dolomiten

Die Ramsauer Dolomiten

Bis zum Klausbachhaus kann ich das Rad gemütlich rollen lassen.

Das Klausbachhaus

Das Klausbachhaus

Das war`s dann wohl mit dem Radlfahren für diese Saison, jetzt werde ich meine Tourenski aus dem Keller holen! Euer Sepp

4 Kommentare

24. Oktober 2016 um 9:03 von Bernd Kremer

Sehr schöne Tourbeschreibung. Wie sieht es bei Kälte mit der Akkuladung aus? Welches Rad und welche Ausstattung nutzt du?

antworten

24. Oktober 2016 um 9:24 von Sepp

Überhaupt kein Problem, ich nutze ein Focus MTB der Firma Movelo. Diese Räder kann man sich auch bei uns vor Ort ausleihen.

antworten

24. Oktober 2016 um 12:12 von Bernd Kremer

Danke für die Antwort.
Was heisst vor Ort ausleihen? Wo und wer?

Wegen des Akkus habe ich bei meinem Rad festgestellt, dass bei Kälte die Leistung schon geringer ist, und ich einmal ohne Unterstützung zurück musste. Es fehlten dann plötzlich 10 km restleistung.

antworten

25. Oktober 2016 um 8:01 von Sepp

Hier findest du eine Liste der Movelo Verleihstationen im Berchtesgadener Land Die Akkuleistung lässt bei niedrigen temepraturen nach, das stimmt schon! Aber bis zur Kallbrunnalm hats bei mir locker gereciht!

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