St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Wandern zwischen Herbst und Winter

 von Sepp
Spektakuläre Aussicht auf den Watzmann

Spektakuläre Aussicht auf den Watzmann

Unterwegs auf der SalzAlpenTour Schönau – Grünstein – Kühroint – Archenkanzel

Nach dem Wintereinbruch vergangene Woche hat der Herbst wieder die Oberhand gewonnen. Warme Föhn-Luft lässt den Schnee in den Tälern schmelzen und auch auf den Bergen liegt nur noch in den höheren Lagen Schnee. Da es zum Skifahren oder Skitourengehen ja ohnehin noch zu früh ist, nutzen wir das milde Wetter zu einer Herbstwanderung. Am Sonntag wandern wir auf der SalzAlpenTour Schönau von Hammerstiel über Grünstein und Kühroint zur Archenkanzel.

Ausgangspunkt unserer Wanderung ist der Parkplatz Hammerstiel. Von hier führt der Weg stellenweise steil in den Wald am Grünstein. An der Grünsteinhütte zweigt die SalzAlpenTour nach rechts ab, während der Weg zum Grünstein hinter der Hütte weiter bergauf führt. Wir verzichten heute auf den bekannten Gipfel und wandern weiter in den Wald hinein. Der Weg führt jetzt relativ flach in nur leichtem bergauf und bergab durch einen lichten Wald. Das Laub bedeckt den Boden und auch den Weg, doch die zahlreichen Markierungen der SalzAlpenTour weisen uns die Richtung. Der Weg führt jetzt ganz nah an der Schneid oberhalb der Schapbachalm entlang und ermöglicht immer wieder spektakuläre Ausblicke zum gegenüberliegenden Watzmann. Schnee ist im Wald übrigens Mangelware, lediglich ein paar kleine weiße Häufchen haben sich an schattigen Stellen gehalten. Kurz unterhalb des Almgeländes der Kühroint tritt der schmale Weg aus dem Wald und trifft auf die breite Fahrstraße. Eine dünne Schneeschicht überzieht die Straße, das Gelände rund um die Hütten ist aber auch nicht mehr von einer geschlossenen Schneedecke bedeckt. Immer wieder erscheinen grüne Grasbüschel zwischen den weißen Flecken.

Auf der Kühroint Alm

Auf der Kühroint Alm

Wir machen keine Pause an der Kühroint-Hütte, sondern gehen über die Almfläche weiter in Richtung Archenkanzel. Der Weg ist an manchen Stellen aper, an anderen dagegen leicht vereist. Leicht bergab geht’s bis zur Einmündung des Rinnkendlsteigs, dann ein paar Meter wieder bergauf. Schließlich stehen wir an der Archenkanzel und blicken über den dunkelgrünen Königssee.

Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Blick von der Archenkanzel über den Königssee

Immer wieder ein beeindruckender Ausblick, besonders an solchen Tagen: Die Farben des Herbstes im Tal wetteifern mit dem Weiß des Schnees auf den Gipfeln. Der Funtenseetauern, die Schönfeldspitze und das Hochkönigmassiv mit der übergossenen Alm leuchten geradezu. Auf dem Gipfel des Hochkönigs erkennt man deutlich das Matrashaus.

Blick zum Hochkönig mit Matrashaus

Blick zum Hochkönig mit Matrashaus

Auf der Halbinsel Hirschau mit der weltberühmten Kirche St. Bartholomä dagegen herrschen herbstliche Farben vor. Und es ist Ruhe eingekehrt am beliebtesten Ausflugsziel im Berchtesgadener Land: Nur wenige Menschen sind zu sehen an der Uferpromenade und am Bootsanlegesteg!

Tiefblick von der Archenkanzel nach St. Bartholomä

Tiefblick von der Archenkanzel nach St. Bartholomä

Die Sonne scheint genau auf die Aussichtsplattform der Archenkanzel und sorgt für angenehme Temperaturen. Wir machen eine ausgiebige Pause und brechen erst auf, als die Sonne hinter dem Mooslahner verschwindet. Jetzt gehen wir zurück zur Kühroint-Alm, wo wir uns nochmal auf eine Bank setzen und das Farbenschauspiel des Himmels über dem Watzmann beobachten.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Es ist wunderschön hier oben, allerdings weht ein beständiger Wind. Also brechen wir nach kurzer Zeit wieder auf und machen uns auf den Weg zurück zu unserem Ausgangspunkt. Dazu folgen wir wieder der SalzAlpenTour und gelangen über zwei Waldwege, die die weiten Kehren der Forststraße abkürzen zur Schapbachalm und über den bekannten Weg zurück nach Hammerstiel.

Ich weiß zwar nicht, ob diese Tour noch eine Herbstwanderung oder doch schon eine Winterwanderung war. Aber auf jeden Fall war sie wunderschön, Euer Sepp

2 Kommentare

22. November 2016 um 11:11 von Oliver

Hallo Sepp,
wie immer ein sehr schöner Bericht mit tollen Bildern. Wenn ich die Bilder so sehe würde ich am liebsten ins Auto springen und los, aber leider geht das nicht .So zähle ich die Tage bis wir wieder da sind und tröste mich mit euren Bildern und Berichten. 🙂

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22. November 2016 um 17:07 von Sepp

> Danke für das Lob, ich halte Euch weiterhin mit Berichten und Bildern auf dem Laufenden bis Ihr wieder hier seid 😉

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