Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Michael

Skitour auf die Hochalm über der Ramsau

 von Michael

Bei Traumbedingungen haben wir letzthin eine Skitour auf die herrliche Hochalm unternommen. Kalt, schattig und eisig starten wir am Wanderparkplatz Pfeiffenmacherbrücke (5 Euro Gebühr, dafür der Platz eine einzige Eisplatte und kein WC – der Heutalbauer kann das besser zum gleichen Preis – das muss einmal gesagt werden!). Lang zieht sich die Forststraße zur Eckaualm, gut zum Eingehen! Hübsch die Wiese mit der alten Almhütte, darüber der steile Waldgürtel, der Stanglahner und die leuchtenden Kuppen unseres Ziels.

Nun steigt der Sommerweg steil duch den Wald an, hier gibt es eher wenig Schnee und das Steigen ist teils beschwerlich. Irgendwann ist aber die Mitterkaser Diensthütte erreicht, wir lassen sie rechts liegen und steigen weiter steil in einer breiten Rinne unter den Abstürzen des Stanglahners auf. Hier ist es bei viel Neuschnee ziemlich lawinengefährdet. Diesmal aber hängt in den Felsen wenig Schnee und wir machen uns keine Sorgen.

Die letzten lichten Waldpassagen – und plötzlich stehen wir im Traumland der Hochalm, nicht weit von der Hochalmscharte, auf die im Sommer ein so schöner Weg vom Wimbachschloss führt. Und nun ist es nur noch ein Schwelgen in reiner »Schlagsahne«, Kuppen, Mulden, reinster Powder … Dank Freitag (Rentnerprivileg 😉 dürfen wir dieses Wintermärchen auch nahezu alleine erleben – perfekter geht’s nicht.

Erst am Gipfel treffen wir dann auf zwei der obligatorischen (und nicht gerade leisen) Gruppen. Nachdem die Kameraden abgefahren sind, können wir in Ruhe den Wintertraum genießen.

Es ist fast windstill – und das, obwohl hoch über uns an den Gipfelfelsen der Blaueisspitze offensichtlich ein Föhnsturm tobt. Aus diesen Felsen löst sich eine kleine Lockerschneelawine und rauscht etwas unterhalb von uns vorbei. Beachtlich, wie eindrucksvoll selbst dieser kleine Schneerutsch ist! Wenn man sich das Ganze in Groß vorstellt …

Im Gegensatz zu den anderen fahren wir wieder neben unserer Aufstiegsspur ab, wir versprechen uns von der Ausrichtung zur Sonne hier den besseren Schnee und weren nicht enttäuscht. Flaumiger Pulver, 20 cm tief, völlige Einsamkeit – besser kann’s nicht sein!

Bis kurz oberhalb der Mitterkaser-Diensthütte, der wir dann noch einen kurzen Besuch abstatten, bleibt uns diese Schneequalität erhalten.

Nach der kurzen Rast – das Verschinden der Sonne hinter dem Wald vertreibt uns – steht die »Knochenabfahrt« zur Eckaualm bevor, aber auch die bewältigen wir mit Anstand, ein kurzes Stück tragen wir sogar die Ski. Nach der Almwiese aber schwingen wir über die Forststraße lange hinunter, erst am Schluss wird es etwas unangenehm auf der nun völlig eisigen Bahn. Vorsichtig gelangen wir so nach einer fantastischen Tour zurück zum Auto.

Und hier gibt es noch ein Bilderalbum von dieser Tour

1 Kommentar

13. Februar 2017um12:02 von Sepp

Danke Michael, wunderbare Bilder. Ich bin die Tour am Sonntag gegangen, da waren die Verhältnisse oben auch noch gut, im unteren Berich dann nicht mehr ganz so!

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