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Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm

Vom Bergbauernhof zum Berghotel

 von Sepp
Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau

87 alpin-moderne Zimmer und Suiten, zwei Restaurants, Außenpool, Hallenbad, SPA, Saunalandschaft, Sonnenterrasse, Garten – ob Sebastian Lichtmannegger seinen Bergbauernhof wohl wiedererkennen würde? Vor hundert Jahren, 1917, erwarb der Ramsauer das Rehlegg-Lehen für sich und seine Familie, und die war mit acht Kindern ziemlich groß.

Neben der Landwirtschaft betrieben Sebastian und seine zweite Ehefrau Katharina noch einen kleinen Fuhrbetrieb. Ab 1929 vermieteten sie die ersten Gästezimmer. Es war die Zeit, als der Fremdenverkehr Einzug in das kleine Bergdorf Ramsau hielt. Für die Bevölkerung war er eine willkommene Einnahmequelle.

Damals im Rehlegg

Damals im Rehlegg

Ende der 1930er Jahre wehte Glamour ums Rehlegg. Das Heimatfilm-Genre boomte und am Hof wurde gedreht: „Der laufende Berg“, „Ochsenkrieg“ und „Purtscheller Hof“ nach den Romanen von Ludwig Ganghofer. Sebastian Junior bekam sogar eine Rolle und stand neben der berühmten Elfriede Datzig vor der Kamera. Vor Beginn der Dreharbeiten kutschierten die Lichtmanneggers mit ihrem Fuhrwagen die Aufnahmeleiter auf Motivsuche durch die Ramsau, ein Vergnügen für die ganze Familie.

Damal:s Hinter den Kulissen des Rehlegg

Damal:s Hinter den Kulissen des Rehlegg

Nach dem Zweiten Weltkrieg diente das Rehlegg zunächst als Flüchtlingsunterkunft bis die erste Konzession für die Hotel-Pension erteilt und das Café Rehlegg in der alten Bauernstube eröffnet wurde. Über Jahrzehnte wuchs die Herberge zu einem 4-Sterne-Superior Hotel. Heute führen die beiden Enkel von Sebastian Lichtmannegger, die Cousins Franz und Johannes, das Berghotel Rehlegg. Sie setzen konsequent auf Umweltmanagement und Nachhaltigkeit. Gleichzeitig erfüllt das Haus alle Annehmlichkeiten, die sich Hotelgäste heute wünschen. Und mit Johannes Tochter Stephanie Lichtmannegger steht schon die nächste Generation in den Startlöchern.

Franz, Stephanie und Johannes Lichtmannegger

Franz, Stephanie und Johannes Lichtmannegger

Wenn Ihr also auf der Suche nach einer Unterkunft mit Geschichte seid, dann verbringt Euren Urlaub doch im Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau. Und wenn Ihr mehr über die Geschichte des Berchtesgadener Landes erfahren wollt, schaut doch auf unsere Website: Unter der Rubrik damals findet Ihr alte Bilder und Geschichten aus dem Berchtesgadener Land. Ihr könnt dort auch eure eigenen Bilder von früher hochladen und eure Kindheitserinnerungen mit uns teilen.

Euer Sepp

2 Kommentare

19. Februar 2017 um 9:29 von Peter Zotzmann

in den 1960er Jahren machten wir Urlaub in Ramsau und waren beim Hermann Aschauer, unterhalb des Rehlegg untergekommen. Nachmittags konnte man schön im Garten sitzen und hörte dem Zitherspieler vom Rehlegg zu. Heute ist es dort sicher moderner und komfortabler, aber damals war es authentischer, weniger hektisch…..

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19. Februar 2017 um 23:26 von Sepp

> Schöne Erinnerungen, und ja:Wahrscheinlich war es damals weniger hektisch. Aber schön ist es im Rehlegg nach wie vor. Schau doch mal wieder vorbei 😉

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