Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Rosi Fürmann

Land und Leute – vorgestern – gestern – heute
– ein Bildervortrag mit einer „Reise durch das Berchtesgadener Land, den Rupertiwinkel und den Chiemgau“: Geschichte und Geschichten, die das Leben in dieser so lebens- und liebenswerten Region von vorgestern – gestern – heute beschreiben.

Brotzeit auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m),  ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

Die Bilder – ob die wunderschöne Heimat in aussagekräftigen Fotos oder Repros von alten Aufnahmen – und das fundierte, leicht verständlich dargebrachte Wissen nehmen die Zuschauer an der Hand und lassen sie immer wieder aufs Neue staunen über das, was dieser herrliche Landstrich zu erzählen weiß.

Von der „Modelierung“ der Landschaft im heutigen Aussehen während der letzten Eiszeit führt der Vortrag hin zur langsamen Besiedelung der noch von wilden und in den Tälern feuchten Urwäldern bedeckten Lande und der in der Besiedlung entstehenden Rodungsinseln.

Panorama über Anger mit dem Högl, der bis heute den Begriff der „Rodungsinseln“ eindrucksvoll zeigt

Sich mit den Bedeutungen der verschiedenen Orts- und Flurnamen zu beschäftigen gestaltet sich spannend und aufschlußreich, da die Endungen oder Teile des heutigen Ortsnamens viel von der Geschichte preisgeben.

Kühe auf der Oberauer-Brunst-Alm (940 m) im Hochplattengebiet hoch über Mühlau im Schlechinger Tal – Chiemgau

Dass die so beliebten Wanderziele – die Almen – sich geschichtlich viele Jahrhunderte zurückverfolgen lassen, zeigen Funde von um 1600 im Steinernen Meer und ein Erbrechtsbrief von 1376 für eine Alm am Funtensee. Letztmalig ging 1963 Vieh auf die Alm am Funtensee.

Am Funtensee mit Almhütten und dem Kärlingerhaus 1638 m ü. NN

Sehr mühsam gestaltete sich der Almauf- und Abtrieb von dieser Alm, da über Jahrhunderte auf schmalen Steigen entlang des Königssees und dann über die Saugasse getrieben werden musste. Ein Journalist dieser Zeit schrieb: die Kühe – Berchtesgadener Katzen genannt – sind klein, gewandt und trittsicher und sehen den Gemsen zum Verwechseln ähnlich.

Mit der Säkularisation – die stille Revolution, wie man diese Zeit oft bezeichnet – beginnt für die Landbevölkerung ein neues, nie gekanntes Leben in einer erst zu „erlernenden“ Freiheit, die ein sich Organisieren in Vereinen und Organisationen nötig macht. Die Landwirtschaft erfährt eine grundlegende Umgestaltung in Bezug auf die Eigentumsverhältnisse und die über Jahrhunderte aus der Armut der Landbevölkerung heraus bereits ausgeübten Nebenerwerbstätigkeiten besonders in der Wald- und Forstarbeit bleiben weiterhin eine unverzichtbare Erwerbsgrundlage.

der Landwirt bei beim Mähen im Gebiet des Haarmoos mit Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund – Gmd. Saaldorf-Surheim

Urlaub auf dem Bauernhof“ – Viele nur durch die Landwirtschaft heraus nicht mehr existenzfähigen Betriebe schaffen sich einen nicht zu unterschätzenden Nebenerwerb und die Landwirtschaft entwickelt ein immer stärker werdendes Bewußtsein, mit ihrer Arbeit die Grundlage zu legen für den Erhalt der diese Region maßgeblich prägenden, über die Jahrhundert entstandenen Kulturlandschaft.

Bäuerin bei der Pflege der herrlichen Blumen auf dem Balkon des Bauernhofes – Bayern

Dies und vieles mehr bringt der Bildervortrag
„Land und Leute – vorgestern – gestern – heute“

hier kann der Vortrag gebucht werden

Eure Rosi

Fotos: RoHa-Fotothek Fürmann
Repros Fürmann

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