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Schüler/innen bei der Bergbauernmilch

 von Sepp
15 Mädchen und Jungen informierten sich am Boys- und Girlsday über 7 verschiedene Ausbildungsberufe in der Molkerei Berchtesgadener Land.

15 Mädchen und Jungen informierten sich am Boys- und Girlsday über 7 verschiedene Ausbildungsberufe in der Molkerei Berchtesgadener Land

Molkerei Berchtesgadener Land bietet berufliche Orientierungshilfe für Schüler/-innen

Am 27. April 20 war es wieder soweit: Eine Vielzahl von Betrieben im Raum Berchtesgadener Land, Traunstein und Salzburg öffnete ihre Türen zum diesjährigen EuRegio Boys- und Girlsday. Hintergrund für den Aktionstag ist, Schülern „geschlechtsuntypische“ Berufsbilder vorzustellen und das Verständnis sowie das Interesse für andere Ausbildungsberufe zu erhöhen. Die Molkerei Berchtesgadener Land in Piding beteiligt sich an dieser Initiative inzwischen seit neun Jahren. So ermöglicht der Schnuppertag Schülerinnen für technische, meist männerdominierte Berufsfelder zu begeistern, indem die Mädchen den Molkereitechnologen, den Mechatronikern, Mechanikern und Elektrikern über die Schulter schauen. Gleichzeitig lernen Jungen in der Molkerei eher weiblich dominierte Berufe wie Industriekauffrau und Milchwirtschaftliche Laborantin kennen.

Jobs in der Molkerei-Branche

Morgens um 8 Uhr begrüßte Personalleiterin Daniela Hüttinger neun Mädchen und sechs Jungen von Realschulen und Mittelschulen zwischen Rosenheim und Bad Reichenhall. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde übernahm Stefan Bauer, Molkereimeister und seit 5 Jahren in der Produktentwicklung tätig, die Gruppe. Im Labor wurde mit ganz traditioneller Methode gemeinsam Joghurt angesetzt. Dabei konnten die Jugendlichen selbst kreativ werden: von „einfachen“ Sorten wie zum Beispiel Erdbeere bis hin zu neuen Geschmackskombinationen wie Himbeere-Mango. Nach einigen Stunden der „Reifung“ waren die Neukreationen fertig und jeder durfte seinen Joghurt mit nach Hause nehmen. Die zweite Station fand inzwischen in der betriebseigenen Werkstatt statt. Hier erklärte Betriebselektriker Johann Haslinger die Wirkungsweise eines Elektromagneten und im Anschluss wurde gemeinsam einer gebaut. Beim anschließenden Rundgang mit dem stellvertretenden Produktionsleiter Paul Althammer durch die Produktion wurde dann auch schnell verständlich, was ein Elektromagnet mit der Milchverarbeitung zu tun hat.

Betriebselektriker Johann Haslinger erklärt die Funktionsweise ines Elektromagneten in der Betriebswerkstatt der Molkerei

Betriebselektriker Johann Haslinger erklärt die Funktionsweise ines Elektromagneten in der Betriebswerkstatt der Molkerei

Denn nur durch die berührungsfreie Bedienung der unzähligen Ventilklappen in den vielen Rohr-, Tank- und Abfüllanlagen wird eine keimfreie und komplett nachvollziehbare Steuerung ermöglicht. Dies ist ein absolut notwendiges Vorgehen bei einem so empfindlichen und leicht verderblichen Lebensmittel wie Milch. Ein Highlight in der Produktion war sicherlich auch die Möglichkeit, richtig frischen, noch lauwarmen Joghurt zu probieren. Der Rundgang endet mit der letzten Station, dem Besuch im Labor. Hier informierte Simon Reiter, Milchwirtschaftlicher Laborant, über mikrobiologische und chemisch-physikalische Prozesse und die wichtige Fachrichtung Sensorik in der Milchverarbeitung. Im Anschluss wurde verkostet, das heißt die Produkte wurden bezüglich Farbe, Geruch, Konsistenz und dem Geschmack beurteilt. Herr Reiter zeigte der Gruppe außerdem die sogenannte Quernahtprüfung und den genauen Schichtaufbau von einer H-Milch-Verpackung. Nach anfänglicher Schüchternheit tauten die Jugendlichen zum Schluss noch richtig auf und stellten viele spannende Fragen, wie zum Beispiel aus was der Nährboden im mikrobiologischen Bereich besteht.

Ein aufregender Tag endete für die Schüler mit einem Essen in der hauseigenen Kantine, einem kleinen Geschenk und dem Denkanstoß, sich für Berufe abseits traditioneller Rollenbilder entscheiden zu können. Und wer weiß, vielleicht schraubt nächstes Jahr eines der Mädchen an den Produktionsmaschinen der Molkerei!

Pressemeldung Milchwerke Berchtesgadener Land

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