St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Ein Paradies auf Erden: Der Königssee in Bildern

 von Sarah
Die Bootswerften Königssee am Morgen

Die Bootswerften Königssee am Morgen

Mit einem Umfang von 20 Kilometern und einer Fläche von 5,22 km² ist er nicht der größte, jedoch definitiv einer der schönsten Seen Deutschlands: Der Königssee.

Ganz verschwommen existierten in meinem Kopf die Bilder eines Sees, dessen Ufer am Seegelände bereits in Kindheitstagen große Wirkung auf mich erzielte. Als ich im Jahre 2015 nach Schönau reiste um die Beendigung meines Studiums zu zelebrieren, wurden die surrealen Kindheitsimpressionen aufgefrischt und um neue, tiefgehende Gefühle erweitert: Meine Zugeneigtheit zum Königssee.

Ummantelt von hohen und steilen Felswänden liegt er da, am Fuße des Watzmannes und inmitten des Nationalpark Berchtesgaden. Sein Wasser ist aufgrund von, im Wasser aufgelöstem Kalkgestein grün, bzw. türkisfarbend und mit einer maximalen Tiefe von 190 Metern ist er der tiefste See Deutschlands.

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Auf dem Königssee: Mittig zu sehen die Schönfeldspitze

Der Ursprung des Sees liegt historisch gesehen weit zurück – ein Exkurs in die letzte Eiszeit ist von Nöten um die Entstehung festhalten zu können. Gebildet aus einem Gletscher des Steinernen Meeres und einer damals bestehenden Endmorände im Ort Schönau ergab sich die Bildung des heutigen Königssees – der seinen Namen vermutlich dank des Vornamens ,,Kuno“ trägt. Solchen trugen im Zuge der Fürstprobstei Berchtesgaden einige bedeutende Persönlichkeiten.

Schiffsfahrt Königssee; Im Hintergrund zu erblicken das Untersbergmassi

Schiffsfahrt Königssee; Im Hintergrund zu erblicken das Untersbergmassiv

Charakteristikum des Sees ist sein fjordhafter Aufbau: Durch die umliegenden Berge wie Jenner und Watzmann erhält der Königssee skandinavisches Flair.

Ausblick vom Jenner auf den Königssee

Ausblick vom Jenner auf den Königssee

Hochgefühl: Der Königssee vom Watzmann Hocheck aus gesehen

Hochgefühl: Der Königssee vom Watzmann Hocheck aus gesehen

Eine weitere Besonderheit des Sees ergibt sich aus seiner Exklusivität: Lediglich mit einem Elektro- und Ruderboot oder aber auf unmarkierten, ungesicherten Wegen ist es einem jeden Besucher vergönnt, den Königssee in seiner vollen Pracht genießen zu können. Zudem fährt die Schiffahrt Königssee lediglich zwei Anlaufstellen an: Die Halbinsel Hirschau mit St. Bartholomä und das Ufer von Salet (Obersee). Eine mögliche Bedarfshaltestelle ergibt sich in Kessel. Durch solchen Aspekt verfügt der See über ein hohes Maß an Naturbelassenheit und Wassersauberkeit und zieht jährlich eine halbe Millionen Menschen (Stand 15/16) aus der ganzen Welt an.

Kulturell bietet ein Hinüberschreiten des Königssees der Besuch der Wallfahrtskapelle St. Bartholomä auf der Halbinsel Hirschau. Die Bauarbeiten solcher wurde bereits im zwölften Jahrhundert initiiert!

Wallfahrtskapelle St. Bartholomä mit Watzmann Ostwand

Wallfahrtskapelle St. Bartholomä mit Watzmann Ostwand

Ferner findet man beim Aufsuchen der Halbinsel Hirschau den berühmten Fischer vom Königssee – welcher ebenfalls eine lange Tradition inne trägt. So wurden laut früheren Aufzeichnungen bereits um 1160 die ersten Fische aus dem Königssee erworben.

Durch die Erreichung von zahlreichen Gipfeln im näheren Umkreis des Königssees werden BergsteigerInnen mit dem weitläufigen und tiefgerichteten Ausblick auf den Königssee belohnt und in Atem gehalten – denn was sich dann offeriert ist meines Erachtens der schönste Anblick des Berchtesgadener Landes:

 

Ausblick von Salet

Ausblick von Salet

Ausblick von der Archenkanzel, Kühroint

Ausblick von der Archenkanzel, Kühroint

Ausblick vom Hohen Brett

Ausblick vom Hohen Brett

Ausblick vom Kehlstein auf den Königssee

Ausblick von der Brettgabel

Der Königssee verzaubert einen jeden Naturliebhaber und zieht diesen mit Hilfe von jeglichen Naturgegebenheiten, Witterungsverhältnissen und Jahreszeiten in seinen Bann.

Der Königssee im Winter: Weitsicht vom Kehlstein

Der Königssee im Winter: Weitsicht vom Kehlstein

Winter am MalerwWinter am Malerwinkel, Königsseeinkel, Königssee

Winter am Malerwinkel, Königssee

Wer nun noch an dem Besuch dieses einzigartigen Sees gezweifelt hat, wurde hoffentlich überzeugt!

Viel Spaß, Eure Sarah

13 Kommentare

24. Juli 2017 um 16:31 von Zielinski

Tolle Fotos.
Kann man im See auch schwimmen.
Mit freundlichen Grüßen aus dem schönen Berlin
D.Zielinski

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24. Juli 2017 um 16:44 von Sepp

Kann man, allerdings wird der See aufgrund seiner Tiefe nicht besonders warm. Mehr als 18° hat der See auch im Hochsommer nicht 😉

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25. Juli 2017 um 17:29 von Sarah

> …was bei heißen Temperaturen aber auch durchaus erfrischend sein kann 😉

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24. Juli 2017 um 18:43 von Christopher H

Es gibt nichts Schöneres wie das Berchtesgadener Land

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25. Juli 2017 um 17:29 von Sarah

das sehe ich ähnlich 🙂

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25. Juli 2017 um 15:40 von BERGMANN , Christel und Wolfgang

Das Berchtesgadener Land fasziniert uns immer wieder auf das neue . Vor 3 Tagen kamen wir von unserem Urlaub von dort zurück . Es war zum 40 . mal unser Urlaubsziel und zu unserer Goldhochzeit am 07.07.17 reisten unsere Kinder , Schwiegertöchter und drei Enkel an . Es war traumhaft in himmlischer RUHE und herrlicher Natur . Es ist unsere zweite Heimat .

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25. Juli 2017 um 16:19 von Sepp

Schön wenn es Euch bei uns gefällt. Eir sind wirklich gesegnet 😉

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25. Juli 2017 um 17:30 von Sarah

Ja, das BGL kann man durchaus als seine Heimat bezeichen; wenngleich man auch nicht hier geboren wurde!

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26. Juli 2017 um 19:13 von Heiko Binzer

Sehr schöner Bericht. Als Ostwestfale kann ich den Wechsel nachvollziehen. Da ich immer am Bodensee bin wird mal ein Besuch dorthin dringend nötig.

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27. Juli 2017 um 13:32 von Bernd Hübecker

Wss könnte schöner sein?

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30. Juli 2017 um 18:22 von Bernd Well

Hallo,

Berchtesgaden ist einfach traumhaft, der Watzmann ist der schönste Berg der Welt, der Königssee märchenhaft, der Jennergipfel mit grandiosem Blick zum Königssee und St. Bartholomä einfach unbeschreiblich. Der Malerwinkel am See wurde von mir kurzerhand in einem Vers zum Dichterwinkel umbenannt. Das war 2014. Werde bald wieder dorthin fahren und dann wandern gehen. Die schönste (Natur-)Ecke Bayerns und ganz Deutschland.

Gruß Bernd Well

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16. August 2017 um 11:17 von Weitläufig und wunderschön: Der Schneibstein als Prae-Work Trailrun - Berchtesgadener Land Blog

[…] des Hinaufschreitens im Laufschritt sah ich immer wieder nach rechts – von wo der Königssee mich […]

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