Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Trailrun der besonderen Art: Untersbergumrundung

 von Sarah

Wenn bereits im April die Temperaturen sommerliche Ausmaße annehmen, schreit das förmlich nach Berg-Umrundungen. Aus solchem Grund möchte ich euch heute mit auf den Weg um den Untersberg nehmen, den Lukas und ich am jüngsten Wochenende (teilweise) umrundet haben.

Ging es für einen von uns Beiden in Grödig (Parkplatz Untersbergbahn) los, startete die andere Hälfte vom Parkplatz ,,Roßboden“ in Ettenberg/Marktschellenberg.

Wegbeschilderung am Parkplatz Roßboden/ Ettenberg. Foto by „freizeitalpin“

Wenngleich wir die Tour am frühen Morgen begannen, begleitete uns die Sonne unmittelbar beim ersten Laufschritt und versprach uns konstant auf unserem Weg zur Seite stehen zu wollen; sozusagen als drittes Mitglied bei einem trailrun rund um den Salzburger und Berchtesgadener ,,Pottwal“, wie er im Volksmund auch genannt wird.

Durch den schattenspendenden Wald ging es zunächst in Richtung des Scheibenskasers; eine Hütte unterhalb des Untersbergsmassivs auf 1500 Metern. Gestaltete sich der Pfad bis dorthin frühlings- bis sommerhaft – gelangen wir nach einiger Zeit zu einigen, noch bestehenden Schneefeldern, die überbrückt werden wollten. Der Schnee hielt dabei an mancher Stelle sehr gut; lud an anderer Position zum Einsacken ein. Durch die Schneeschmelze ergaben sich jedoch parallel zu den Schneefeldern immer wieder Möglichkeiten, diese unter- bzw. oberhalb umgehen zu können – was ein schnelleres Voranschreiten für uns bedeutete.

Der schönste Berg der Welt: Watzmann

Lange habe ich mich nach solchen Läufen während des kalten und eisigen Winters gesehnt: Auf einer Höhe von 1600 Metern hügelig bergauf laufen zu können, von der Sonne gewärmt zu werden, den wunderbaren Blick auf unseren Watzmann genießen zu können und dabei die Bergatmosphäre aufblühen zu sehen.

Ein Ausblick, der immer wieder fasziniert: Der Watzmann

Nach dem Passieren von etwa vier bis fünf nennenswerteren Schneefeldern veränderte sich der trail immer wieder zu einem trockenen, gut laufbaren Weg hinauf zum sogenannten ,,Gatterl“ durch welches wir kurzzeitig auf den Stöhrweg gelangen. Von diesem geradlinig abzweigend liefen wir hinab zur Zehnkaseralm; Richtung Hallthurm. Dieser Weg ist solcher, der fortlaufend über die ,,Zehnkaser“ führt und mit schwarzer Markierung versehen ist; wenngleich ich bei unserem Lauf bemerken sollte, dass die Österreicher solchen Markierungen wenig Beachtung zu schenken scheinen!

Nun wurden wir abermals mit einer Schneedecke konfrontiert – die durch ihre Abschüssigkeit jedoch laufbar war und zumindest einen von uns Beiden hinunter düsen ließ.

Durch ihre Abschüssigkeit lassen sich manche Schneefelder schnell passieren

Durch die, immer wieder kontinuierlich präsenten Markierungen, folgen wir dem Pfad in Richtung Bischofswiesen – welcher recht vertikal und zum Teil durch Stahlversicherungen hinab führte. Schlussendlich erreichten wir eine Forststraße, die uns eine Teilstrecke des Maximilian-Reitweges in Richtung Großgmain liefen ließ.

Von nun an lag der flachgestaltete Teil der Untersbergumrundung vor uns: Durch den Wald an Großgmain vorbei, über Fürstenbrunn leitend – hin nach Grödig, dem Ausgangspunkt der kompletten Umrundung.

In der Summe enthält solche Tour eine Gesamtlänge von zirka 33 Kilometern und 1.500 Höhenmetern. Die 3/4 – Strecke, welche ich lief, beinhaltet 25 Kilometer und rund 1.100 Höhenmeter. Insbesondere in den kommenden Wochen ist dieser trailrun sicherlich eine schöne Möglichkeit, um den Salzburger- wie auch den Berchtesgadener Hochthron zu umrunden und weitläufige Ausblicke auf das Salzburger- und Berchtesgadener Land zu erhalten, zwischenzeitlich zu staunen und permanent zu genießen.

Ich wünsche euch jede Menge Spaß dabei!, Eure Sarah

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