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Trailrunning im Chiemgau: Das war der CTR18

 von Sarah

Hochgern: Die höchste Erhebung des CTR18

Am letzten Wochenende fand erstmalig der Chiemgau trailrun statt: Eine Laufveranstaltung in ihrer Premiere – ein Resümee.

Bereits gegen Ende letzten Jahres wurde ich durch social media auf solches Event im Chiemgau aufmerksam; regte es insbesondere mein Interesse aufgrund der Nähe zum Berchtesgadener Land an. Das Event, initiiert und konzipiert von Dominik Hartmann, sollte seinen Startschuss am fünften Mai in Marquartstein finden.

Mit einer vorangemeldeten und letztlich präsenten Teilnehmeranzahl von rund 540 Personen war der Chiemgau trailrun bereits mehrere Tage vor dessen Beginn ausverkauft. Dabei reisten die LäuferInnen aus neun verschiedenen Nationen an um an einer der drei gebotenen Distanzen teilzunehmen.

Zur Auswahl standen eine kurze Distanz von zirka acht Kilometern mit knapp 250 Höhenmetern; eine mittlere Strecke über zwanzig Kilometer inklusive 1.300 Höhenmetern sowie eine Marathondistanz mit vierundvierzig Kilometern und 2.300 Höhenmetern.

Sollte die kürzeste der drei Distanzen insbesondere über die trails am Rande Marquartsteins verlaufen, so führten die mittlere, wie auch die lange Distanz über den Hochgern. Solcher bietet mit einer Gesamthöhe von 1748 Metern einen weitläufigen Blick auf den darunter liegenden Chiemsee sowie den Chiemgau selbst und eröffnete den LäuferInnen während des Streckenverlaufs immer wieder imposante Ausblicke in die Ferne.

Ausblick auf den Chiemsee und den Chiemgau

Um zehn, zwölf und dreizehn Uhr fielen die jeweiligen Startschüsse für die lange, mittlere und kurze Distanz und eröffneten auf diese Art und Weise für viele LäuferInnen den Auftakt in die kommende trailrunning Saison.

Vor dem Start der mittleren Distanz: Noch können Sebastian und Lukas lachen

Die Stimmung war ausgelassen, freudig erregt und wurde durch ein horrendes Publikum genährt. Auch präsentierten sich einige Sponsoren, wie z.B. die Marke Dynafit und das Sportgeschäft Bauer abseits der Strecke mit Ständen und Testmaterial.

Da ich für die mittlere Distanz gemeldet war, startete ich um kurz vor zwölf Uhr im Marquartsteiner Ortskern gemeinsam mit Veronika, Sebastian und Lukas in Richtung Schappenkirche. Das vordere Starterfeld gab ein schnelles Tempo vor, dem die breite Masse zu folgen wagte.

Die ersten Meter hinauf zur Schappenkirche

Schnell veränderte sich die Streckenführung von asphaltierter Straße hin zu einem breiteren Forstweg – welcher sich ebenfalls zügig in einen single trail verwandelte und eine schleusende Funktion einnahm. Von nun an bestritten wir trails unterschiedlichster Art. Vom weichen Waldpfad über wurzelige Passagen bis hin zu steinlastigen Wegen war einiges dabei, was uns LäuferInnen Abwechslung bescheren vermochte.

Der, noch eisern bestehende Schnee der vergangenen Monate war nun überwiegend geschmolzen und präsentierte sich uns nordseitig unterhalb des Hochgerns – wo solche Passagen überschritten werden wollten. Mit Schnelligkeit und einer Portion Aufmerksamkeit schlängelte sich die Läuferschar die letzten positiven Höhenmeter bergaufwärts zum Gipfelkreuz – wo die Strecke ihren vertikalen Höhepunkt erreichen sollte. Durch Kuhglocken-Läuten am Gipfel des Hochgerns motiviert erfolgte schlussendlich der zirka zehn Kilometer lange downhill – der durch seine Varietät nicht jeden von uns schnell hinab gleiten ließ.

Da der Abstieg südseitig gerichtet verlief, kamen wir am Hochgernhaus vorbei – welches eine Verpflegungsstation für die LäuferInnen bereit hielt und die nötige Energiezufuhr gewährleistete.

Dem trail weiter bergab folgend spielte sich erneut ein schnelles Tempo unter den Beteiligten ein, sodass der erste Läufer der 20 Kilometer Distanz, Markus Mingo, mit einer Zeit von 1,43 Std. das Ziel erreichte. Erste Frau wurde mit einer Zeit von 1,59 Std. die lokal ansässige Michelle Maier.

Auch wir erreichten das Ziel in schnellen Zeiten und konnten, ebenso wie beim Start, von der positiven Atmosphäre im Zielbereich profitieren.

Team Dynafit im Zielbereich

Im Austausch mit weiteren LäuferInnen und in Beobachtung der Veranstaltung im Allgemeinen war festzustellen, dass sich die Organisatoren des Laufs große Mühe gegeben hatten, ihre Erstauflage glücken zu lassen: Viele HelferInnen vor, an und während der Strecke traten uns unterstützend gegenüber, gingen auf Um- und Nachmeldungen ein und schienen dabei jede Läuferin/ jeden Läufer willkommen zu heißen. Die Atmosphäre war, trotz der Teilnehmerzahl, familiär und lokal verankert. Die Passion des Laufsports spürbar.

Es sind gerade diese Läufe, die dem trailrunning in seiner Ursprungsform mehr Bedeutung zumessen und auch AnfängerInnen die Option bieten, Einblicke in das Laufen fernab der Straße zu bekommen.

Der CTR18 – in seiner Erstauflage – war ein voller Erfolg und so hoffen wir auch im nächsten Jahr auf eben solches neuartige Format in den Chiemgauer Alpen.

Ich würde mich freuen, euch dort zu sehen! Eure Sarah

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