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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Kategorie: Ausflugtipps

Wochen, ja – Monate vergingen und der Winter hielt tapfer inne in unseren heimischen Bergen. Noch heute liegt und verweilt er dort, ab einer Höhe von circa. 1.300 Metern. Doch insbesondere an den Südhängen der Berge schmilzt er nun und gibt den bräunlich gefärbten Weg und das Grün der Wiesen wieder frei. Wurzeln sprießen aus ihm hervor und sogar Wildblumen ragen aus dem goldenen Weiß empor. Es ist kaum zu übersehen: Der Frühling bahnt sich einen Weg hinauf in die Berge; doch er kämpft dabei nicht um seine Präsenz. Er schlendert ganz gemächlich – gewährt dem Schnee mancher Orts noch seine Daseinsberechtigung und nimmt an anderer Stelle seinen Platz ein.

Jahreszeitenübergänge zu beobachten und am eigenen Körper zu erleben sind immer wieder Dinge, die mein Training sehr bereichern. So genoss ich meinen letzten Berglauf auf den Jenner sehr, als ich dieses Schauspiel der Natur miterleben durfte.

Frühlingserwachen am Jenner

Nicht sicher, wann und wo ich auf ihn treffen würde, startete ich meine Tour unterhalb der Gastwirtschaft ,,Vorderbrand“ und bog nach etwa fünfzig Metern in den ausgeschilderten Wanderweg Richtung ,,Jenner“ ab. Dem Schotterweg bergaufwärts folgend erreichte ich nach einigen Minuten die ehemalige Mittelstation der Jennerbahn. Solche befindet sich derzeit noch im Umbau und soll Mitte diesen Jahres fertig gestellt werden. Seitlich der Skipiste nach oben folgend (hier befindet sich ebenfalls ein ausgeschildeter trail) erreichte ich die ersten nennenswerten Höhenmeter meines Laufes. Zu meiner Rechten wurde ich von der warmen Frühlingssonne gewärmt und durch den Ausblick zum Watzmann belohnt.

Da die Skipiste am Jenner noch mit ausreichend Schnee bedeckt ist, erblickte ich auch einige SkifahrerInnen, die sich ihren Weg nach unten erfuhren. Ich hingegen musste nun von meinem trail abweichen und mich zu ihnen gesellen, da mein gewählter Wanderpfad zum einsinken einlud und mich bis zu meiner Körperhälfte im Schnee stecken lassen ließ. So nutzte ich den Rand der Piste – welcher auch von SchneeschuhengeherInnen genutzt werden darf (also warum auch nicht von BergläuferInnen?).

Nach zirka 100 Höhenmetern unterhalb von der Miterkaseralm angekommen, erreichte ich ihn – einen frühlingshaften trail: Stellenweise Schnee und Eis – überwiegend steinig und schotterbehaftet. Ich konnte mein Tempo wieder erhöhen, in kreisenden Bewegungen den Forstweg in Richtung Mitterkaseralm hinauf düsen und die, mich umgebende Atmosphäre genießen. Nebenbei bemerkt war es bereits 16:00 Uhr und die Sonne machte noch so gar keine Anstalten, hinter den Bergen zu verschwinden. Nein – sie wärmte mich noch immer eifrig und setzte das Hohe Brett in ein wundersames Licht, was sich zu meiner linken Seite befand.weiterlesen

Ursula

Die Hutschn auf der Marxenhöh. War dieser herrliche Aussichtspunkt oberhalb von Berchtesgaden schon immer ein beliebter Aussichtspunkt, so erfreut er sich seit letztem Jahr besonderer Beliebtheit bei Familien mit kleinen Kindern und Erwachsenen, die gern mal aushängen wollen. Denn hier hat Andreas Baumann eine seiner besonderen Hutschn aufgehängt, damit sich jedes Kind, jede Frau und jedermann daran erfreuen möge. Ein Platz, an dem man gerne Zeit verbringt!

Wegweiser zur Kneifelspitze

Wir beginnen unsere Tour am Salzbergwerkparkplatz. Von hier sind es laut Wegweiser 1 ¼ Stunden, eine realistische Zeitangabe für entspannte Wanderer. Mit meiner Tochter und ihrer Freundin, die ungestüm losstarten (aus Vorfreude oder um schnell die sonntägliche Spaziergangspflicht hinter sich zu haben?), werden wir es etwas schneller schaffen.

Villa Stöhr Berchtesgaden

Führt der Weg auch erst über kleinere Straßen, ist er doch von Beginn an aussichtsreich. Nach wenigen Metern liegt zu unserer Linken die herrschaftliche Villa Alpenruhe, auch Stöhrvilla, genannt. Mitte des 19 Jahrhunderts als „Villa als Landhaus“ erbaut, machte 1897 der Textilfabrikant Paul Rudolf Eduard Stöhr aus Leipzig eine kleine Burg mit Turm und neogotischen Elementen daraus. Wohlhabend und wohltätig wie er war, unterstützte Stöhr auch großzügig den Bau der Berghütte am Untersberg.  Nachdem es zeitweise ein Wappenmuseum beheimatet hatte, wird es von seinem heutigen Besitzer offensichtlich mit viel Geld, aber ebenso mit Gespür und Wertschätzung gepflegt.

Watzmann

Immer wieder zeigt sich König Watzmann. In diesen Wochen, wenn im Tal die Wiesen satt grün werden und leichte Blusen und T-Shirts die Funktionsmerinojacken endgültig abgelöst haben, scheint unser Schicksalsberg – so wie auch die anderen hohen Gipfel rund um Berchtesgaden – besonders mächtig. Schneeweiß glänzend schwebt er förmlich über dem erblühenden Leben im Tal.weiterlesen

Der neue Bergbrenner-Enzian

 von Sepp
Bergbrenner Lukas Schöbinger (re.) mit seinen Wurzelgrabern auf der Suche nach Enzianwurzeln

Bergbrenner Lukas Schöbinger (re.) mit seinen Wurzelgrabern auf der Suche nach Enzianwurzeln

Seit einem Jahr etwa ist Lukas Schöbinger der neue Bergbrenner der Enzianbrennerei Grassl. Jetzt präsentiert der Nachfolger des legendären Bergbrenners Hubsi Ilsanker das neueste Produkt der Berchtesgadener Bergbrennerei: Grassl’s Bergbrenner Enzian!

Nur die besten Destillate werden für den wunderschön bernsteinfarbenen Enzian mit 42 % Alkoholgehalt verwendet. Nach alter Destillierkunst und von erfahrener Hand wird der Enzian dann auf Holzfeuer in den Kupferbrennblasen der historischen Brennhütten gebrannt.

Der Bergbrenner befeuert die Kupferbrennblase

Der Bergbrenner befeuert die Kupferbrennblase

Die anschließende Lagerung auf Eiche im hauseigenen Felsenkeller verleiht ihm sein urkräftig-charaktervolles Enzianaroma. Abgefüllt wird der edle Tropfen dann in den bekannten formschönen 0,7 Liter Flaschen, die schon vom Bergbrenner Gin und vom Miners Gin bekannt sind.weiterlesen

Das Reh-Mobil

 von Sepp
^Das Reh-Mobil © Berghotel Rehlegg/Georg Grainer

Das Reh-Mobil © Berghotel Rehlegg/Georg Grainer

Auch im Urlaub umweltfreundlich unterwegs: Berghotel Rehlegg stellt Gästen E-Auto zur Verfügung

Er ist schwarzgrün, bringt es auf schnittige 130 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit, ist leise und umweltweltfreundlich. Das Berghotel Rehlegg stellt seinen Gästen während ihres Urlaubs ab sofort kostenlos einen E-Smart Zweisitzer zur Verfügung und denkt Nachhaltigkeit somit konsequent weiter.

Das Reh-mobil hat eine Reichweite von maximal 160 Kilometern, dann muss es wieder an die Hotel-Ladestation, die mit eigenem, grünem PV-Strom betrieben wird. Der E-Smart hat einen winzigen, er dreht fast auf der Stelle und passt in noch so kleine Parklücken. Im Kofferraum ist ausreichend Platz für Gepäck, Fahrer und Beifahrer sitzen erstaunlich komfortabel mit jeder Menge Beinfreiheit. Ein Parkschein für alle Parkplätze im südlichen Landkreis (Bischofswiesen, Berchtesgaden, Ramsau, Schönau, Marktschellenberg) hat die Gemeinde Ramsau spendiert. Das Reh-mobil kann von den Rehlegger Hausgästen gratis ausgeliehen werden. „Die Nachfrage war vom ersten Tag an riesig, das hatten wir gar nicht erwartet, wir überlegen schon ein zweites Fahrzeug zu besorgen. Unsere Gäste sind sehr an E-Mobilität interessiert, wir geben ihnen die Möglichkeit, es auszuprobieren und freuen uns, wenn der ein oder andere tatsächlich umsteigt“, freut sich Hotelier Hannes Lichtmannegger.weiterlesen

Mannsbild Florian Wagner und Pfundskerl Daniel Neuner mit Sennerin Leni auf der oberen Ahornalm

Mannsbild Florian Wagner und Pfundskerl Daniel Neuner mit Sennerin Leni auf der oberen Ahornalm

Mannsbild Florian Wagner gegen Pfundkerl Daniel Neuner: Für eine neue Sendereihe im Bayerischen Fernsehen bestreiten die beiden grundverschiedenen bayerischen Originale in ganz Bayern verschiedene Wettkämpfe zwischen Tradition und Moderne.

Florian Wagner moderiert unter anderem das Magazin Heimatrauschen, dass einmal im Monat unsere bayerische Heimat neu entdeckt. Heimatrauschen war auch schon in Berchtesgaden: 2014 hat Florian Wagner den Bischofswieser Holzdrechsler Franz Keilhofer vorgestellt, der unter dem Namen Ginger Wood traditionelles Handwerk in die Moderne führt. Im April 2017 hat Heimatrauschen dann über Hutschn, die ungewöhnlich hochwertigen Schaukeln aus Berchtesgaden berichtet.weiterlesen

Auf dem Carl von Linde-Weg zum Windbeutelbaron

 von Sepp
Die Terrasse des Windbeutelbarons, Gasthaus Graflhöhe

Die Terrasse des Windbeutelbarons, Gasthaus Graflhöhe

Frühlungs-Spaziergang am Obersalzberg

Während Traumwetter und beste Schneeverhältnisse am Wochenende zahlreiche Skitourengeher in die hohen Lagen unserer Berge lockten, habe ich es gemütlicher angehen lassen. Ich war auf dem Carl von Linde Weg spazieren und bin beim Windbeutelbaron eingekehrt.

Der Linde Weg führt relativ flach auf etwa 1000 Metern Höhe etwas unterhalb der Scharitzkehlstraße am Obersalzberg entlang. Am Startpunkt meines Spaziergangs, der Scharitzkehlalm, nutzen noch etliche Langläufer die bestens präparierte Höhenloipe. Ich gehe unter der Zauner Brücke, einem Überbleibsel der hinfällig geworden Straßenplanung am Obersalzberg, hindurch auf den geräumten Winterwanderweg.

Die Zauner Brücke

Die Zauner Brücke

In sanftem Gefälle führt der Carl von Linde Weg durch den Wald. An den schattigen Stellen sind die Bäume sogar noch verschneit und vermitteln ein tief winterliches Gefühl.

Der Carl von Linde Weg am Obersalzberg

Der Carl von Linde Weg am Obersalzberg

Ganz anders die Stimmung beim Blick durch eine der zahlreichen Lichtungen durch die Bäume über Berchtesgaden. Das Tal ist schon fast komplett schneefrei, die Berchtesgadener Berge dagegen leuchten in strahlendem Weiß. Watzmann, Hochkalter und Reiter Alm präsentieren sich von ihrer schönsten Seite.

Ausblick vom Obersalzberg

Ausblick vom Obersalzberg

Als ich an der Graflhöhe ankomme, ist es noch zu früh zum Einkehren, deshalb gehe ich noch weiter auf dem Linde Weg. Der Weg wird jetzt an manchen Stellen etwas steiler, ist aber weiterhin problemlos zu gehen.weiterlesen

Ursula

Geschmackserfüllte Glückseligkeit

 von Ursula

Wir waren am Wochenende im siebten Himmel der leiblichen Lust und Liebe. Das Kempinski Hotel Berchtesgaden lud zu einem weiteren Höhepunkt der Reihe „Stern trifft Region“.

Als er vor knapp 13 Jahren am Obersalzberg das Kommando am Herd übernahm, ist Sterne-Koch Ulrich Heimann nicht nur aufgrund seiner Begeisterung für die Berge schnell heimisch geworden. Er hat ebenso von Anfang den engen Kontakt zu einheimischen Köchen, Landwirten und Erzeugern regionaler Lebensmittel gesucht. Regelmäßig lädt er diese zum gemeinsamen Kochen ins 5-Sterne-Hotel hoch über Berchtesgaden, um gemeinsam die Gaumen genussfreudiger Gäste zu begeistern. Diesmal Lorenz Hettegger, Sous Chef im Hotel Edelweiss. Kreiert haben sie ein wahrlich himmlisches Vergnügen.

Es ist erhebend, die Lobby des Kempinski zu betreten. Dieser Blumenschmuck, diese Eleganz. Doch uns erwartete am Samstag ein völlig anderes, ungewohntes Ambiente. Dort, wo sonst hinter den Kulissen hart für das Wohl der Gäste gearbeitet wird, konnten wir direkt von der Küchentheke weg, mit Blick auf Hände, die blitzschnell mit schärfsten Messern rosiges Fleisch schnitten oder feinste Saucen tropfenweise auf edlen Tellerchen platzierten, ein opulentes Festmahl erleben. Dabei völlig zwanglos, schnell im Gespräch mit den guten Geistern und anderen Gästen, hob sich dieser kulinarische Genuss ab von klassischen Restaurantbesuchen. Live und unprätentios, wir fühlten uns sofort wunderbar wohl.

Begrüßt wurden wir mit einem Aperitif aus Prosecco mit Brombeere und Rose – nicht süß, leicht und erfrischend.

Und gleich ging es mit Macchiato von der Kalbsbacke, Reh-Saté-Spießen an Erdnussauce und kleinem Burger Wagyu hinein in die Haute Cuisine.weiterlesen

Die Haute Route der Berchtesgadener Alpen!

 von Ann-Kathrin
unendliche Weiten im Hagengebirge © Ann-Kathrin Helbig

unendliche Weiten im Hagengebirge © Ann-Kathrin Helbig

Lust auf einen Skimarathon? Eine richtige Skidurchquerung wie sie einzigartig in Deutschland ist? Dann solltet ihr euch auf den Weg zur großen Reibn machen! Es erwarten euch fast 50 Kilometer, 4500 Höhenmeter und fast 40 Grad steile Abfahrtspassagen. Wie ihr Anhand dieser krassen Angaben schon herauslesen könnt, ist diese Runde nicht für jeden geeignet. Daran sollte man sich nur heranwagen, wenn man schon sehr viel Skitourenerfahrung hat und/oder ortskundig ist.

Und so geht’s los: An Tag 1 geht es zuerst zum Carl-von-Stahl Haus.

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

immer in der Spur © Ann-Kathrin Helbig

immer in der Spur © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Carl-von-Stahl Haus © Ann-Kathrin Helbig

Dort verbringt ihr die erste Nacht um dann ins Hagengebirge über den Schneibstein Richtung Wasseralm zu starten.

Von dort geht es dann über die Funtenseetauern zum Kärlingerhaus. weiterlesen

Massenstart – auf fünf Gruppen verteilt, beginnen jeweils gut 100 Soldaten das Skitourenrennen. © Bundeswehr/Marco Dorow

Massenstart – auf fünf Gruppen verteilt, beginnen jeweils gut 100 Soldaten das Skitourenrennen. © Bundeswehr/Marco Dorow

Über 500 Gebirgssoldaten messen sich beim „Polarfuchs“

Das Führungskorps aller Verbände der Gebirgsjägerbrigade 23 stellte sich am Dienstag, 6. März, dem alljährlichen militärischen Wettkampf „Polarfuchs“. Mit zehn Kilogramm Gepäck und Waffe spurteten die Wettkämpfer 400 Höhenmeter mit Skiern auf den Götschen, um nach einem rasanten Abfahrtslauf wiederum die letzten 50 Höhenmeter im Aufstieg zu bewältigen. Damit wiesen die militärischen Führer der Brigade ihre Skibeweglichkeit und körperliche Robustheit nach.

Vom Offizieranwärter bis zum Oberst – alle müssen mit!

Um 16 Uhr startete die erste von fünf Startwellen an der Götschenalm auf die Wettkampfstrecke. Die Aufstiegspur führte die insgesamt über 500 Soldatenüber verschneite Waldwege bis hinauf zur Liftstation unterhalb des Götschenkopfs.

Wettkämpfer steigen auf den letzten Metern zum Ziel auf. © Bundeswehr/Marco Dorow

Wettkämpfer steigen auf den letzten Metern zum Ziel auf. © Bundeswehr/Marco Dorow

Nachdem die 19- bis 59-jährigen Starter vom Dienstgrad Gefreiter Offizieranwärter bis zum Oberst den höchsten Punkt der Strecke erreicht hatten, mussten sie innerhalb einer markierten „Wechselzone“ schnellstmöglich ihre Steigfelle von den Skiern abziehen, um sich auf die Abfahrtstrecke begeben zu können. Hier forderte die durch Regen und Nebel zeitweise stark eingeschränkte Sicht volle Konzentration von den Teilnehmern. Wieder an der Götschenalm angekommen, legten die Soldatinnen und Soldaten nochmals die Felle an, um auf den letzten Höhenmetern im Aufstieg noch einmal alles aus sich herauszuholen. Unter dem Beifall und den Anfeuerungsrufen der Kameraden wuchs Mancher auf den letzten Metern zur Ziellinie über sich hinaus.weiterlesen

Frühjahrs-Sonnenaufgangs-Tour zum Schneibstein

 von Sarah

Immer wieder hört, sieht und ließt man von ihm: Dem Schneibstein auf 2276 Metern. Im Winter als auch im Sommer ist er stets als ,,einfachster 2.000er“ in den Berchtesgadener Alpen bekannt – wodurch er zu jeder Jahreszeit eine hohe Frequentierung erlebt. Im Rahmen der ,,Kleinen Reibn“ bildet der Schneibstein den markantesten Punkt, doch die reine Besteigung des Berges selbst lohnt sich ebenso, weshalb ich ihm vor Kurzem wieder einmal einen Besuch abgestattet habe. Diesmal in veränderter Version: Zum Sonnenaufgang.

Früh morgens aufzustehen um ein solches Naturspektakel in unseren Bergen erleben zu dürfen kostet mich stets etwas Überwindung: Raus aus dem warmen, gemütlichen Bett und raus in die dunkle, kühle Welt. Doch mein heutiges Vorhaben gab genügend Motivation, um solches in die Tat umzusetzen; insbesondere da laut Wetterprognose die Sonne lediglich am Morgen scheinen und sich für den Rest des Tages hinter einer Wolkenschicht verstecken sollte. Dies bedeutete für mich: Um vier Uhr morgens aufstehen, mein Lauf- und Schneeequipment packen und mich auf den Weg zum Vorderbrandner Parkplatz zu begeben.

Die Straßen, um solche Uhrzeit noch leer gefegt, entlang fahrend fragte ich mich, wie sich die Schneeverhältnisse auf dem Weg zum Schneibstein gestalten würden. Im Gepäck hatte ich neben meinen Trailschuhen ebenfalls Schneeschuhe, um in dem feucht-weichem Schnee nicht zentimeterweise einzusinken. Wie sich später herausstellen sollte, tat ich dies trotz dessen (jedoch deutlich minimaler, als ohne solches Equipment!).

Am Parkplatz angekommen wunderte ich mich über die dort parkenden Autos; dachte ich doch, die erste Person am Parkplatz zu sein.

Die Schneeschuhe und Trailstöcke unter dem Arm deponiert ging es über den vereisten Weg hinauf zur Jenner Mittelstation. Durch die nun wärmeren Temperaturen sind die Wege aufgrund der Schneeschmelze nass und insbesondere am frühen Morgen oftmals vereist: Obacht geben – länger leben!

Die Mittelstation vor Augen musste ich feststellen, dass die Piste aufgrund von Schneepräparationen gesperrt war; mein Aufstieg erfolgte deshalb nahe des Hugo-Beck-Hauses in Richtung Mitterkaseralm. Die Schneeverhältnisse waren heute, so wie es für das Frühjahr üblich ist, von wenig fester Konsistenz – weshalb ich auch mit Schneeschuhen einige Zentimeter in solchen einsank und vermehrt Kraft aufwenden musste.

Die Piste überwunden erfolgte ein, vornehmlich schneefreies Stück meiner heutigen Tour: Unterhalb der Mitterkaseralm war so gut wie kein Schnee mehr vorhanden. Aus gutem Grunde, wie ich wusste: Solcher Forstweg wird momentan häufig von Baufahrzeugen der Jennerbahn benutzt, um solche bis Sommer diesen Jahres fertig stellen zu können.

Fern ab von Baumaßnahmen erreichte ich unter einer Stunde die Weggabelung in Richtung Stahlhaus. Rechts bleibend würde ich zum Jenner gelangen; links in Richtung meines Ziels und dem Hohen Brett. An solchem Wegzweig hielt ich einen kurzen Moment inne und fotografierte das sich mir bietende Panorama: Das Bergerlebnis Berchtesgaden in den frühen Morgenstunden:

Mondscheinsonate über dem Hagengebirge

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