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Berchtesgadener Land Blog

Kategorie: Kultur
Fred Ulrich Bad Reichenhall

Bad Reichenhaller Mozartwoche 2017

 von Fred

Vom 11.- 18.03.2017, in den wunderschönen Sälen der Stadt Bad Reichenhall präsentiert die Bad Reichenhaller Philharmonie ihre traditionelle Mozartwoche. Die Künstlerische Gesamtleitung hat GMD Christian Simonis.

Tanz-, Kammer-, Konzert- und sogar Militärmusik beweisen Mozarts faszinierende Vielseitigkeit. Am 16. März begegnet Mozarts Jupitersinfonie einer Sinfonie seines Kollegen Michael Haydn, dem heuer besondere Aufmerksamkeit gilt. Dazu zählt auch eine Führung durch das Salzburger Domquartier mit Museum und Grab Michael Haydns, die dem Wirken der beiden Weggefährten nachspürt. In der großen Eröffnungsgala, die Mozarts Opernschaffen ins Verhältnis zu Werken berühmter Zeitgenossen setzt, ist auch Michaels „großer“ Bruder Joseph Haydn zu erleben. Junge Talente der Opernklasse der Universität Mozarteum Salzburg garantieren unter der Leitung von Prof. Kai Röhrig ein erfrischendes und abwechslungsreiches Konzerterlebnis. Besonders erfreulich: Auch aus den eigenen Reihen der Bad Reichenhaller Philharmonie beweisen Holzbläser und Streicher ihr instrumentales Können in zwei „Konzertanten Sinfonien“ und zeigen sich als exzellente Kammermusiker in einem von Christian Simonis selbst moderierten Pasticcio-Konzert. In den Orient entführt die Mozart-Woche 2017 mit „alla turca“ und „Janitscharenmusik“ – typische Effekte einer zeitgenössischen Mode. So trifft die Ouvertüre zu „Die Entführung aus dem Serail“ auf entsprechende „alla turca“-Anspielungen bei Beethoven und den beiden Haydn. Am 17. März stellt der Salzburger Domchor Mozarts Requiem seiner Fassung von Händels Messias gegenüber – ein ebenso seltenes wie beeindruckendes Aufeinandertreffen von Barock und Klassik. Der „tänzerische“ Mozart steht im Mittelpunkt des Abschlusskonzertes, in dem das Tanzensembles „musica et saltatoria und die Salzburger Tanzwissenschaftlerin Dr. Irene Brandenburg historische Tanzformen mit neuem Leben füllen. Natürlich fehlt auch 2017 nicht das beliebte „Mozart-Menü“ im Bürgerbräu, das die deftigen Bäsle-Briefe als Zwischengang
kredenzt. Die Bad Reichenhaller Mozart-Woche 2017 – eine Fest für alle Sinne!

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.philharmonie-reichenhall.de

Rosi Fürmann

Land und Leute – vorgestern – gestern – heute
– ein Bildervortrag mit einer „Reise durch das Berchtesgadener Land, den Rupertiwinkel und den Chiemgau“: Geschichte und Geschichten, die das Leben in dieser so lebens- und liebenswerten Region von vorgestern – gestern – heute beschreiben.

Brotzeit auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m),  ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

Die Bilder – ob die wunderschöne Heimat in aussagekräftigen Fotos oder Repros von alten Aufnahmen – und das fundierte, leicht verständlich dargebrachte Wissen nehmen die Zuschauer an der Hand und lassen sie immer wieder aufs Neue staunen über das, was dieser herrliche Landstrich zu erzählen weiß.weiterlesen »

Sepp Wurm

O nostris coeptis fave 1517

 von Sepp
Salzbergwerk Berchtesgaden

Salzbergwerk Berchtesgaden

Geheimnis um Inschrift am Salzbergwerk Berchtesgaden entschlüsselt

Jederzeit einmalig und immer für eine Geschichte gut. Das ist das Salzbergwerk Berchtesgaden mit seiner einzigartigen Tradition und seinen innovativen technischen Entwicklungen. Dieses Jahr wird die über die bayerischen Grenzen hinaus bekannte Sehenswürdigkeit in Mitten in einer der schönsten Landschaften Deutschlands 500 Jahre alt.

„Dokumentiert ist das Gründungsdatum auf einer Marmortafel vor dem Petersbergstollen,“ weiß Peter Botzleiner-Reber, Fachbereichsleiter Tourismus des Bergwerks. Der Petersbergstollen wurde auf Geheiß von Gregor Rainer, Reichsprälat und Propst des Augustiner-Chorherrenstifts Berchtesgaden, im Jahr 1517 angeschlagen. Deutlich dokumentiert war das aber bis vor kurzem nicht. Und jetzt wird es spannend. Die Jahreszahl auf der Tafel ist verbunden mit einer gemeißelten Inschrift, in abgekürzter lateinischer Sprache, nicht eindeutig in der Lesart und ihrer Aussagekraft. Andreas Hirsch, anerkannter Kenner der Salzgeschichte und Schriftführer des Vereins für Heimatkunde Bad Reichenhall, wollte den Zusammenhang zwischen Jahreszahl und Inschrift genau wissen, um eine historisch verbindliche Aussage zum Gründungsdatum zu erhalten. „Als einziger Beleg für das Gründungsjahr 1517 gilt die Inschrift auf der Marmortafel am Petersbergstollen, dem ältesten Stollen des Berchtesgadener Salzbergwerks“, erläutert Hirsch. Und dazu musste sie unmissverständlich übersetzt werden. Und vor allem die unvollständigen Ziffernfolge der Jahreszahl identifiziert werden. weiterlesen »

Sepp Wurm

Lukas Schöbinger: Der neue Bergbrenner

 von Sepp
Lukas Schöbinger und Hubsi Ilsanker: Der neue und der alte Bergbrenner

Lukas Schöbinger und Hubsi Ilsanker: Der neue und der alte Bergbrenner

Generationswechsel bei der Enzianbrennerei Grassl

Lukas Schöbinger tritt ab Mai als neuer Bergbrenner in die Fußstapfen von Bergbrenner Hubert „Hubsi“ Ilsanker, der auf eigenen Wunsch den Beruf gewechselt hat und nun als Zimmerer im Tal tätig ist. Als gelernter Destillateur, der seine Ausbildung nur wenige Meter von seinem Elternhaus entfernt bei der Enzianbrennerei Grassl absolviert, hat Lukas beste Voraussetzung für seine zukünftige Aufgabe im Gebirge.

Als Bergbrenner und Wurzelgraber gilt es, den besten Schnaps herzustellen, in den Brennhütten der Enzianbrennerei Grassl auf der Eckerleiten, am Priesberg, der Wasseralm sowie dem Funtensee. »Da wartet eine Menge Arbeit auf mich«, sagt der Berchtesgadener selbstbewusst. Neben dem Brennen müssen die Hütten auch instandgehalten werden. Gemeinsam mit Hubert Ilsanker hat Lukas letztes Jahr Schnaps gebrannt und die Arbeitsweisen am Berg kennengelernt. „ Der Hubsi war zu Anfang seiner Tätigkeit etwa genauso jung wie ich und musste in die Fußstapfen seines Vorgängers treten.“

Bergbrenner Hubsi Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Bergbrenner Hubsi Ilsanker mit seinen Wurzelgrabern am Funtensee

Lukas Schöbinger ist 21 Jahre alt, aber er hat schon vor der Ausbildung immer wieder in der Enzianbrennerei in Unterau gearbeitet. Es ist von Vorteil, dass Lukas auch ein begeisterter Musikant ist. Er spielt Trompete und ist Mitglied der Marktkapelle Berchtesgaden. weiterlesen »

Christoph

Scharfe Berge

 von Christoph
Watzmann

Ungewöhnliche Perspektiven sind ein Markenzeichen von Fotograf Georg Grainer.

Der Berchtesgadener Fotograf Georg Grainer zeigt noch bis 31. März seine fantastischen Natur- und Landschaftsaufnahmen im Foyer des Haus der Berge.

Jeder kennt die übliche Fotos vom Watzmann. Doch damit begnügt sich der Fotograf Georg Grainer nicht. Er steigt für sein Watzmannbild auf den Hirschwieskopf und nimmt das gewaltige Felsenmassiv von dort auf. Die ungewöhnliche Motivwahl ist kennzeichnend für Grainer. Alltägliches gibt es bei ihm nicht. Dabei zeigt er sich als Meister seines Handwerks. Jeder kann knippsen, aber Grainer kann richtig fortgrafieren! Gestochen scharf sind seine meist schwarz-weiß Aufnahmen. Jeder Fels und jeder Baum ist absolut scharf und man kann in seinen oft großformatigen Bildern mit den Augen regelrecht spazieren bzw. klettern gehen.

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Sepp Wurm

Die Drehorte der neuen Lena Lorenz Folgen

 von Sepp
Der "Lorenzhof" Hauptdrehort der ZDF Serie Lena Lorenz

Der „Lorenzhof“ Hauptdrehort der ZDF Serie Lena Lorenz

Lena Lorenz: Hebamme mit Herz und Höhenangst

Am 9. März ist es soweit: Die 7. Folge der ZDF Serie Lena Lorenz wird ausgestrahlt. Insgesamt wurden letztes Jahr zwischen Mitte Mai und Ende September 4 neue Folgen der ZDF Heimatserie gedreht. Neben den Schauspielern waren 50 Mitarbeiter der Produktionsfirma Ziegler Film vor Ort sowie 20 weitere im Hintergrund beschäftigt. Neben der wunderbaren Hauptdarstellerin Patricia Aulitzky in der Titelrolle der Hebamme mit Herz und Höhenangst ist die Landschaft der Star der Serie: Himmelsruh heißt die Wirkungsstätte von Lena Lorenz in der Serie, gedreht wurde in Marktschellenberg, Ramsau und Berchtesgaden sowie an weiteren Orten im Berchtesgadener Land.

Am 9. März 2017 geht´s im ZDF mit brandneuen Lena Lorenz Folgen und jeder Menge Airtime von aeroCircus weiter. Natürlich mit der wunderbaren Patricia Aulitzky, Eva Mattes, Jens Atzorn und Vielen mehr.Kunde: ZIEGLER FILM GmbH & Co.KG | ZDF | ORFRegie: Sophie Allet-CocheKamera: Christian PaschmannPilot Multikopter: Matthias GihrHelikopter: HELI SALZKAMMERGUT#lenalorenz #zdf #orf #aerocircus #zieglerfilm #neuefolgen #Luftbilder #Luftaufnahmen #Helikopter

Posted by Matthias Gihr on Donnerstag, 23. Februar 2017

 

Hauptdrehort von Lena Lorenz: Der „Lorenzhof“ in Marktschellenberg

Dreh- und Angelpunkt der Serie ist der Lorenzhof, den Lena Lorenz mit ihrer Mutter Eva und Basti bewirtschaftet. Der Bauernhof steht auf dem Ettenberg in Marktschellenberg am Fuße des Untersberges, ist aber für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

Winteridylle am "Lorenzhof"

Winteridylle am „Lorenzhof“

Nicht nur in der Serie herrscht an diesem Bauernhof die typische Berchtesgadener Idylle, sondern auch in Wirklichkeit. Ich denke die Bilder von Fotografin Marika Hildebrandt sprechen für sich!

Die Hofkatze am Bauernhof

Die Hofkatze am Bauernhof

Die weiteren Drehorte

Ein weiterer zentraler Drehort für die Serie findet sich ebenfalls auf dem Ettenberg: Der Almwirt ist nicht nur im fiktiven Himmelsruh ein Wirtshaus, sondern auch in der Realität. Er heißt zwar nicht Almwirt, sondern Mesnerwirt, ansonsten entspricht das Wirtshaus in der Serie fast komplett dem echten Wirtshaus. Der Mesnerwirt steht – wie der Lorenzhof – auf dem Ettenberg und zwar direkt neben der Wallfahrtskirche Maria Heimsuchung.weiterlesen »

Sepp Wurm
Sportlerpreis in elf Kategorien vom Salzbergwerk Berchtesgaden

Sportlerpreis in elf Kategorien vom Salzbergwerk Berchtesgaden

Salzbergwerk Berchtesgaden stiftet die Preise mit exklusiven Salzpokalen

In der Region Berchtesgaden-Königssee sind sie zuhause: Die großen Sportarten wie Bob, Schlitten und Skeleton mit Weltcups, Europa- und Weltmeisterschaften. An erstklassigen Sportstätten bringen sie für die Eisrinne Weltklasseathleten wie den Hackl Schorsch, Natalie Geisenberger oder Felix Loch hervor. Der Spitzensport und die hervorragende Arbeit an der Basis im Breitensport haben Tradition im Berchtesgadener Land. Am 5. Mai 2017 wird genau das im Berchtesgadener Kongresshaus im Rahmen einer festlichen Sportgala am 5. Mai gewürdigt und die beachtlichen Leistungen rund um den Sport geehrt. Die begehrten Sportpreise gibt es in insgesamt elf Kategorien wie SportlerIn und Mannschaft des Jahres. Darüber hinaus werden Trainer, Ehrenamtliche, Förderer und Botschafter des Sports ausgezeichnet. Die Stiftung der elf Preise übernimmt in diesem Jahr das Salzbergwerk Berchtesgaden. Auch weil das fest im Leben der Berchtesgadener verankerte Bergwerk in 2017 auf 500 Jahre Tradition zurückblickt. weiterlesen »

Ann-Katrin
Der Watzmanngrat © Ann-Kathrin Helbig

Der Watzmanngrat © Ann-Kathrin Helbig

Mein Arbeitstag beginnt meist erst zur Mittagszeit, also um möglichst genug Gelassenheit für das Arbeitsleben zu erlangen hilft es mir soviel Berg wie möglich in den Morgen zu bekommen.
Eine klassische Vormittagstour ist zur Priesbergalm ab Parkplatz Hinterbrand. Mit Schneeschuhen unter der Füßen ist diese kleine Tour auch für Nicht-Wintersportler bestens geeignet.
Längstens geht man bis zu 2 Stunden, Fitte sind in einer Stunde bei der Priesbergalm.

Büchsenalmen vor Watzmann-Ostwand © Ann-Kathrin Helbig

Büchsenalmen vor Watzmann-Ostwand © Ann-Kathrin Helbig

In nicht einmal 15 Minuten erreicht man von Hinterbrand die Mittelstation der Jennerbahn. Hier muss man dann ein letztes Mal die Skipiste queren. Bitte nicht einfach hinein gehen, sondern vorher immer schauen, dass gerade kein Skifahrer hinunter gebrettert kommt. Gegenseitige Rücksicht ist das A und O. Genauso verhält es sich mit dem Spuren. Oft liegen die Skitourengeherspur und Schneeschuhgeherspur nebeneinander. Bitte nicht absichtlich die Skitourengeherspur zertrampeln.

Blick zur Watzmann-Ostwand & steinernes Meer © Ann-Kathrin Helbig

Blick zur Watzmann-Ostwand & steinernes Meer © Ann-Kathrin Helbig

Der Weg ist im Sommer eine Forststraße und bietet auch bei hohen Schneemassen genügend Platz. Zudem weist dieser Winterweg wenig Steigungen und Gefälle auf. Also eine vollkommen gemütliche Schneeschuhwanderung. Die Einzige Steigung befindet sich oberhalb der Königsbachalm. Sowohl Tourenski als auch Schneeschuhe haben eine Steighilfe. Das erleichtert Steigung sehr!weiterlesen »

Sepp Wurm

Vom Bergbauernhof zum Berghotel

 von Sepp
Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau

87 alpin-moderne Zimmer und Suiten, zwei Restaurants, Außenpool, Hallenbad, SPA, Saunalandschaft, Sonnenterrasse, Garten – ob Sebastian Lichtmannegger seinen Bergbauernhof wohl wiedererkennen würde? Vor hundert Jahren, 1917, erwarb der Ramsauer das Rehlegg-Lehen für sich und seine Familie, und die war mit acht Kindern ziemlich groß.

Neben der Landwirtschaft betrieben Sebastian und seine zweite Ehefrau Katharina noch einen kleinen Fuhrbetrieb. Ab 1929 vermieteten sie die ersten Gästezimmer. Es war die Zeit, als der Fremdenverkehr Einzug in das kleine Bergdorf Ramsau hielt. Für die Bevölkerung war er eine willkommene Einnahmequelle.

Damals im Rehlegg

Damals im Rehlegg

Ende der 1930er Jahre wehte Glamour ums Rehlegg. Das Heimatfilm-Genre boomte und am Hof wurde gedreht: „Der laufende Berg“, „Ochsenkrieg“ und „Purtscheller Hof“ nach den Romanen von Ludwig Ganghofer. Sebastian Junior bekam sogar eine Rolle und stand neben der berühmten Elfriede Datzig vor der Kamera. Vor Beginn der Dreharbeiten kutschierten die Lichtmanneggers mit ihrem Fuhrwagen die Aufnahmeleiter auf Motivsuche durch die Ramsau, ein Vergnügen für die ganze Familie.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Die Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) mit Hochstaufen und Zwiesel, Berchtesgaden Alpen, ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

„Der wohl schwärzeste Tag der Stoißer Alm auf dem Teisenberg“: Am 16. Februar 1967 brennt sie vollkommen nieder

Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der Stoißer Alm: 16. Februar 1967 – die Alm brennt lichterloh. Drei Soldaten finden im Flammeninferno den Tod. Bei der Winterübung der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall wird die Alm zur Todesfalle. Sie brennt bis auf die Grundmauern nieder.

die abgebrannte Stoißeralm – fotografiert am 26.2.1967

Aus dem damaligen Zeitungsbericht des Reichenhaller Tagblattes:

Bei einem Hüttenbrand im Biwakraum des Spähzuges kamen drei Soldaten in den Flammen um; Gefreiter Rudolf Thalhauser aus Traunstein wurde verletzt. Die tödlich verunglückten Soldaten sind: Gefreiter Hurter Hans aus Wieslet, Gefreiter Ludwig Paul aus Beilstein und Gefreiter Staib Werner aus Regensburg. Der Spähzug biwakierte seit dem 13.2.1967 in Iglus und Schneehütten auf der Stoißeralm. Die in der Nähe gelegene Almhütte diente als Versorgungsstützpunkt; der Koch Gefreiter Staib, der Sanitäter Gefreiter Hurter und Gefreiter Thalhauser schliefen dort. Nach den Ermittlungen brach der Brand aus, als der Koch gegen 5.30 Uhr versuchte, im Herd der Hütte mit Hilfe von Benzin ein Feuer zu entzünden, um für den Zug Tee zu kochen. Als er dann die noch schlafenden Kameraden weckte, waren Feuer und Rauch bereits so stark, daß der Weg ins Freie versperrt zu sein schien. Der verzweifelte Versuch, das Eisengitter eines Fensters wegzureißen, schlug fehl; da rannte Gefreiter Thalhauser blindlings durch das Feuer und erreichte glücklich den Ausgang, wo ihm die ersten Kameraden vom Biwakplatz zu Hilfe kamen. Thalhauser erlitt eine Rauchvergiftung, die inzwischen abgeklungen ist. Der Wachposten hatte kurz nach Ausbruch den Brand bemerkt und sofort den Zug alarmiert; das Feuer breitete sich jedoch so schnell aus, daß für die drei in der Hütte eingeschlossenen Soldaten jede Hilfe zu spät kam. Zwar gelang es noch, das Gitter von außen herauszubrechen und Hurter aus der Hütte zu ziehen, aber, obwohl er sofort zu Tal gefahren wurde, starb er auf dem Weg zum Krankenhaus. … Erst nach dem völligen Ausbrennen der Hütte konnten die beiden anderen Soldaten geborgen werden. Sie wurden in der benachbarten Bergkapelle aufgebahrt; vier Soldaten standen Ehrenwache.

Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit Untersberg und Hochstaufen vor dem verheerenden Brand 1967

Ein schreckliches Unglück. Der Wiederaufbau nach diesem „schwarzen Tag“ ist für die Almgenossenschaft keine Frage, vielmehr die finanzielle Beteiligung von Versicherung und Bund. Hier trifft das Sprichwort: Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. In gleichem Aussehen, jedoch mit besserer Innenausstattung unter Leitung von Zimmerermeister Josef Eisl jun. neu erbaut, weiht Pfarrer Lindauer die neue Alm im Juli 1967.weiterlesen »