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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Kategorie: Kultur

Wildbret aus den Bayerischen Staatsforsten

 von Sepp
Edles Holz und natürliche Beleuchtung. Die Wildbretboutique Berchtesgaden

Edles Holz und natürliche Beleuchtung. Die Wildbretboutique Berchtesgaden

Ab 15. Juni: Die Wildbretboutique des Forstbetriebs Berchtesgaden

Mehr als 28.000 Hektar Wald bewirtschaftet der Forstbetrieb Berchtesgaden, das Revier beginnt an den Grenzen des Nationalparks, erstreckt sich über die Reiter Alm, das Lattengebirge und den Untersberg nach Norden in den Rupertiwinkel. Ab 15. Juni habt Ihr die Möglichkeit, Wildbret aus dem Forstbetrieb direkt in einem neu gestalteten Verkaufsraum in Berchtesgaden zu kaufen.
Der Verkaufsraum befindet sich in den Räumen der Bayerischen Staatsforsten am Brandolz, direkt gegenüber vom Hotel Kronprinz. Im Eingangsbereich des Forstbetriebs findet Ihr den Verkaufsraum, der mit heimischem Holz edel gestaltet wurde.

Forsbetriebsleiter Dr. Daniel Müller ist sichtbar stolz auf seine neue „Wildbretboutique“. Ein indirekt beleuchtetes Wandbild zeigt den ehemaligen Standort einer 300 Jahre alten Zirbe auf der Reiter Alm, aus der die massiven Möbel, darunter ein großer Präsentationstisch, gefertigt wurden.

Forstbetreibsleiter Dr. Daniel Müller

Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller

Der Duft von Zirbe vermischt sich in der Wildbretboutique mit Tanne und Ulme und sorgt für einen einzigartigen Geruch, in dem das Wildfleisch besonders gut zur Geltung kommt.
Das Fleischangebot des Forstbetriebes variiert ja nach Jahreszeit: Im Sommer gibt es Steaks zum Grillen, im Winter eher Braten oder Keulen. Dazu das ganze Jahr über Salami, Knacker und Gams-, Reh- oder Hischschinken. Metzgermeister Josef Sprenger von der Metzgerei Ehler zerlegt das Fleisch und löst auch schon die Knochen aus. Ihr könnt das Fleisch also küchenfertig kaufen.
Eröffnet wird die Wildbretboutique am 15. Juni!weiterlesen

Rosi Fürmann

Waldlehrpfad mit Skulpturen

 von Rosi

idyllischer Wanderweg auf weichem Waldboden mit Schautafel und der Skulptur „Specht“

Teisendorfer Waldlehrpfad mit großen Skulpturen aus Holz geschnitzt

Wandern mit Kindern oder als Senior; wandern im kühlen Laub- und Nadelwald auf weichem Waldboden; wandern mit schauen, sehen und begreifen an fünfzehn Stationen mit Infotafeln zu Waldbäumen und typischen Tierarten; staunen über die von jungen Bildhauern der Berufsfachschule für Holzbildhauerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land gestalteten Eichhörnchen, Schwarzspecht und Co.

am Wegesrand – die geschnitzte Holzskulptur „Rehfamilie“

Ausgehend vom Tourismusbüro am Marktplatz/Rathaus von Teisendorf, vorbei an der Brauerei Wieninger geht es mit einem Abstecher in den Geopark Eichelgarten mit den großen, von den Eiszeiten transportieren Felsen und weiter zu den ehemaligen Eisweihern der heimischen Brauerei.

Figurengruppe „die tanzenden Kinder“ aus Bronze gegossen vor der Touristinfo Teisendorf im Rathaus am Marktplatz

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Die „Glücksburg“ – ein Beispiel für den Jugendstil in Bad Reichenhall

Als ich vor fünf Jahren nach Bad Reichenhall zog, war eines der ersten Dinge, die mir auffielen: haben die hier schöne Häuser! Ich stamme aus einer architektonisch anders aufgestellten Region und hübsche Kurvillen, wie sie zuhauf in der Alpenstadt stehen, kannte ich bis dato nur aus Urlauben in Meran. Und tatsächlich haben die Reichenhaller Villen mit ihrer Südtiroler Verwandtschaft einiges gemein.

Das Hotel Erika erinnert an einen italienischen Palazzo und ist auch heute noch in Betrieb!

Hier wie dort entstanden sie ab der Mitte des 19. Jahrhunderts, als beide Städte zu alpinen Kurbädern aufstiegen. Und dieser wirtschaftliche Aufschwung war nötig: seit Meran den Regierungssitz Tirols an Innsbruck abgegeben hatte, schlummerte es in jahrhundertelangem Stillstand vor sich hin, während sich die Salinenstadt Reichenhall vom Stadtbrand in den 1830er Jahren erholen musste.
Die neuen Eisenbahnanschlüsse in beiden Orten machten es möglich, dass man nun viel schneller in die Sommerfrische reisen konnte. Eine bekannte Urlauberin, die die neuen Möglichkeiten „inkognito“ mit einem Tross von Dienern nutzte, war Kaiserin Sissi. Ihre regelmäßigen Aufenthalte in Schloss Trauttmansdorff machten Meran zum Place-to-be der Österreichischen High Society.

Die ehemalige „Kurpension Eden“

Unser Bad Reichenhall schaffte es sogar ohne royale Unterstützung unter die Top-Destinationen der Alpen. Nach dem Umbau der Burg Axelmannstein zum Grandhotel gewann der Tourismus in der Alpenstadt rasant an Bedeutung. Sie wandelte sich ab den 1860er Jahren vom Industriestandort (Salinenstadt) zum mondänen Kurort mit städtischem Flair und internationalem Publikum. Zu dieser Zeit wurde bewusst der Vergleich des Bayerischen Merans ins Spiel gebracht. Und einige Gemeinsamkeiten, die über das milde Klima hinausgehen, kann man wirklich feststellen.

Die „Villa Innocentia“ in der Goethestraße.

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Die Enzian Grassl Filiale im ältesten original ausgestatteten Berchtesgadener Ladengeschäft

Die Enzian Grassl Filiale im ältesten original ausgestatteten Berchtesgadener Ladengeschäft

Alte Ladentradition neu belebt: Neue Enzianbrennerei Grassl  Filiale am Eingang der Berchtesgadener Fußgängerzone

Seit letzter Woche gibt es am Beginn der Berchtesgadener Fußgängerzone, an der Ecke Maximilianstraße – Griesstätterstraße am Eingang zum Weihnachtsschützenplatz, einen neuen Laden der Enzianbrennerei Grassl: Und zwar in den wunderschönen Räumen im ehemaligen „Haus der Geschenke“. Die Enzianbrennerei Grassl bezieht damit das älteste original ausgestattete Ladengeschäft Berchtesgadens. Die schweren dunklen Möbel und die rustikale Decke erstrahlen wie der gesamte Raum in neuem Glanz und bilden einen stilvollen Rahmen für die hochwertigen Grassl-Produkte, Souvenirs und Holzwaren.

Enzian Grassl-Produkte, Souvenirs und Holzwaren

Enzian Grassl-Produkte, Souvenirs und Holzwaren im neuen Laden der Enzianbrennerei Grassl in Berchtesgaden

Zusätzlich findet Ihr gegenüber vom  Königlichen Schloss Berchtesgaden am anderen Ende der Fußgängerzone auch weiterhin das Enzian Grassl Fachgeschäft für Weine und Spirituosen. weiterlesen

Almauftrieb zur Bindalm

 von Sepp
Almsommer auf der Bindalm

Almsommer auf der Bindalm

Seit Samstag ist die Bindalm bewirtschaftet. Bei absolutem Traumwetter haben wir unsere Pinzgauer Milchkühe und Jungtiere vom Möslerlehen, unserem Bauernhof in Ramsau, zu unserer Alm im Klausbachtal getrieben.

Um 5:45 Uhr in der Früh starten wir am Möslerlehen. 11 Tiere müssen jetzt die 12 Kilometer zur Bindalm zu Fuß gehen, 5 bleiben derweil noch im Stall. Darunter 3 Kälber, die noch zu klein für den langen Marsch sind, ein Jungtier, das sich beim Weidegang leicht an der Schulter verletzt hat und eine ältere Kuh, die das Tempo der anderen Kühe nicht mitgehen kann. Diese Tiere werden später mit Traktor und Viehanhäger auf die Alm gebracht.

Mit mehreren Treibern machen wir uns auf den Weg über die Alpenstraße, hinab zum Bindenkreuz in Richtung Hintersee. Im unteren Bereich Triebenbachstraße sorgt die gerade aufgehende Sonne für eine unglaublich schöne Stimmung.

Almauftrieb im ersten Licht des Tages

Almauftrieb im ersten Licht des Tages

Weiter geht’s durch den Wald zum Hintersee. Am See herrscht um diese Tageszeit noch absolute Ruhe.

Morgendliche Ruhe am Hintersee

Morgendliche Ruhe am Hintersee

Ungestört marschieren wir mit unseren Kühen an der Straße am See entlang hinein in die ersten Sonnenstrahlen des Tages.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem Teisenberg

 Jodeln lernen auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg

Zu den Liedern in der Volksmusik des Alpenraumes gehört häufig der zwischen den Strophen, am Schluss eingebaute oder als Solo dargebotene Jodler. Jodeln nennt man das Singen ohne Text auf Lautsilben nur in der Bruststimme oder im schnellem Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme. Vielstimmig gesungen ergibt sich ein ganz besonderer musikalischer Hochgenuss.

Jungrinder auf der Stoißer Alm Auf dem Teisenberg

Auf vorhistorische Zeiten dürften die Ursprünge des Jodelns zurückgehen. Es verständigten sich jodelnd über Täler hinweg die Senner, Hirten, Waldarbeiter und Köhler und jodelnd lockten die Senner oftmals ihr weitverstreutes Vieh auf den Almweiden an. Man nennt diese Jodler von Alm zu Alm auch  Almschrei (Almschroa) oder Juchzer (Juchetzer, Jugitzer, Juschroa).weiterlesen

Christoph

In einer Spanschachtel wird vieles aufbewahrt: Altes, Vergessenes, Erinnerungen, Liebes und so manches Geheimnis. Kurt Rittig hat in seinen Geschichten aus der Spanschachtel all das niedergeschrieben. In sieben Geschichten blickt er auf Berchtesgaden und erzählt Historisches genauso wie Berührendes, Heiteres und Ernstes.

Geschichten aus der Spanschachtel

Mit einem liebevollen Blick auf Berchtesgaden geschrieben.

Vom letzten Fürstprobst über einen Karten zockenden Mozart bis zu einem amerikanischen General auf dem Obersalzberg, der ein ganz besonderes Weihnachtsfest erlebt bis hinein in die heutige Zeit reicht die Spanne, in der Kurt Rittig seine Geschichten angesiedelt hat.

Rittig erzählt mit Humor mit einer tiefen Liebe zu seinen Figuren. Berchtesgaden und vor allem die Berchtesgadener lässt er lebendig werden und zeigt, dass das Gestern und das Heute gar nicht so weit auseinander liegen. Da gibt es den buckligen Schlittschuhläufer, der heimlich seine Pirouetten auf einem Weiher übt, bis er sich traut, auf der Schlittschuhbahn an der Schießstättbrücke öffentlich seine Kreise zu ziehen und damit die Liebe seines Lebens gewinnt. Oder jenes seit langem verheiratete Paar, das auf dem Mandlgrat vom Teufel in Versuchung geführt wird. Das Flüchtlingskind Peter schließt Freundschaft mit dem Ochsen Schorscherl, der sich hin und wieder für einen Stier hält. Als Peters Vater endlich am Bahnhof Berchtesgaden ankommt ist alles vertraut und dennoch anders. Selbst ein geiziger Verleger, der mit der Berchtesgadener War sein Geschäft macht, kann durchaus einen Sinneswandel vollziehen. Nämlich dann, wenn die Drachenhanni vom Untersberg ihre Finger im Spiel hat. Kurt Rittig bringt das Menschliche in seinen Figuren zum Leuchten. Immer umschreibt er einen tradierten Kern, deckt Geheimnisvolles auf und macht daraus glänzende Miniaturen. Jede Geschichte nimmt die Leserin und den Leser bei der Hand und führt sie hinein in den Talkessel mit seinen von der Natur geformten Bewohnern.

Entstanden ist ein kleines Schatzkästchen an berührenden Geschichten, die sich so einfach nur in Berchtesgaden zugetragen haben können.

Kurt Rittig geschichten aus der Spanschachtel

Autor Kurt Rittig mit seinem neuen Buch aus Berchtesgaden.

Der Autor wuchs in Bischofswiesen auf und nach Stationen als Fernsehdirektor der ARD und Filmproduzent in Baden-Baden und Berlin lebt er heute wieder in Berchtesgaden. Seine Liebe zu seiner Heimat und den Menschen im Talkessel hat er in dem Buch Ausdruck verliehen.Mit feinem Ohr für die leisen Töne und mit großem Vergnügen an der kleinen Form hat er den Berchtesgadener Geschichten nachgelauscht und sie sehr zum Vergnügen der Leser niedergeschrieben. Kurt Rittig ist auch Autor der Romane Der Spendensammler und Skarabäus oder Das Gold im Meerweiterlesen

Miss Evelyne und ihre Gesellschafterin Ruth im Kurgarten-Café.

Der erste Weltkrieg ist überstanden, in Europa herrscht Armut. Sommerfrische und Kuren sind betuchteren Schichten vorbehalten, die ebenfalls unter der jüngsten Katastrophe leiden. Nicht die besten Voraussetzungen für eine Kurstadt wie Bad Reichenhall. Schwer hat sie zu kämpfen: der Adel des Deutschen Kaiserreiches, Österreich-Ungarns und Osteuropas, der sich noch während der Belle Epoque in der Alpenstadt vom Nichtstun erholte, bleibt aus. Der Kurpark, vor wenigen Jahren um Gradierhaus, Kurhaus und Konzertrotunde ergänzt, muss erst wieder vom Not-Kartoffelacker zum Lustgarten umgegraben werden.

Die neu eröffnete Predigtstuhlbahn.

Die Terrasse des Berghotels Predigtstuhl, noch ohne Verglasung.

In diesen Zeiten braucht es Erfindergeist und Innovationsdrang. Wie in der Schweiz möchte man den Wintersport ins Staatsbad holen, indem eine Bergbahn ins Leben gerufen wird. Nach langen Überlegungen entscheidet man sich gegen Hochstaufen und Untersberg und für einen Felsvorsprung unterhalb des Hochschlegels, den bisher unbedeutenden Predigtstuhl. Doch das genügt noch nicht, um neue Gäste in den Talkessel zu locken – Reklame muss gemacht werden. Und hier kommt eine geldige New Yorkerin ins Spiel: Miss Evelyne Dollar. Die Filmstelle der Bahn in Nürnberg dreht 1928 einen Werbefilm in Bad Reichenhall, der sämtliche Attraktionen in Spielfilmlänge präsentiert: „Miss Evelyne, die Badefee“. Eingebettet sind diese in die Geschichte um eine reiche amerikanische Touristin, die durch eine List den Annäherungsversuchen der heimischen Männerwelt entkommt. Anschließend erkundet sie die Sehenswürdigkeiten Reichenhalls mit ihrem Urlaubsflirt, dem Kurarzt Dr. Freytag. Die Wahl einer Amerikanerin als Hauptrolle kam nicht von ungefähr, waren doch finanzstarke US-Bürger die neue Wunschklientel der Kurstadt. Der Werbe-Spielfilm ist schließlich ab 1929 im Kino und bis in die frühen Dreißigerjahre auf den Schiffen der Norddeutschen Lloyd zu sehen.weiterlesen

Isabel

„Alte Zöpfe“? Bitte nicht abschneiden!

 von Isabel
Dirndlgwand und Bauernzöpf`

Dirndlgwand und Bauernzöpf`

Die Berchtesgadener Haarschneiderei, der Laden von Friseurmeister Martin Hallinger in Berchtesgaden ist schon etwas ganz Besonderes. Das Wort „Salon“ passt hier irgendwie nicht. Man glaubt eher, eine amerikanische Craft-Beer Bar oder eine coole Boutique zu betreten. Wartebereich mit Sofa, abgetrennter Herren- Bereich mit Whisky Auswahl, viel Holz, lässige Deko im Damenbereich. Der Meister selbst ein entspannter Typ mit modischem Bart. Auch dafür wird hier Schnitt und Pflege angeboten. Martin Hallinger ist bekannt für seine trendigen Schnitte, beherrscht aber auch die traditionellen Flechtfrisuren, die gerne zu Dirndlgwand und Tracht getragen werden. Früher war der Bauernzopf übrigens eine Alltagsfrisur, die Haare bzw. Zöpfe wurden nicht geschnitten.

Heute ist Julia aus Berlin bei ihm zu Besuch. Sie ist selbst Friseurin in einem Promisalon in Berlin, und interessiert sich für den Berchtesgadener Bauernzopf, den die jungen Mädchen erstmals zur Firmung tragen dürfen – im Selbstversuch.

Martin Hallinger und Julia in der Haarschneiderei

Martin Hallinger und Julia in der Haarschneiderei

„Flechtfrisuren sind angesagt,“ so die Berlinerin, „Der Berchtesgadener Zopf ist die traditionelle Frisur zur Hochzeit“ erklärt Martin, „man braucht sehr lange Haare, um die Frisur tragen zu können. Viele Berchtesgadenerinnen haben noch falsche Zöpfe aus Echthaar zuhause.“ Auch Julia bekommt ein Haarteil eingesetzt, das Martin selbst gekordelt und gefasst hat.

Haarteil für die Berchtesgadener Bauernzöpfe

Haarteil für die Berchtesgadener Bauernzöpfe

Diese Technik hat er von einem Maskenbildner gelernt, die wenigsten beherrschen diese mühsame Arbeit noch. Der Zopf wird um den Kopf gelegt und mit etwa 10 Klammern und 18 Nadeln fixiert.weiterlesen

Rosi Fürmann

Pfingstfest in Holzhausen

 von Rosi

Bieranstich mit der Brauerei Wieninger und Bürgermeister Thomas Gasser

Eine ganze Woche lang feiert die Region mit dem kleinen Dorf Holzhausen in der Gemeinde Teisendorf das Pfingstfest

Ein kleines Dorf im äußersten Südosten Bayerns – zu Pfingsten eine Woche lang GANZ GROSS! Das ganze Dorf organisiert und arbeitet wie jedes Jahr schon lange Zeit vorher für das Gelingen dieses gesellschaftlichen Höhepunktes der Region des Berchtesgadener Landes, Chiemgaus und nahen Salzburger Landes – dem Pfingstfest Holzhausen.

prächtig mit den traditionellen Perücken geschmückte Rösser und schneidige Dirndl beim Leonhardiritt

Der Anlass, diese Woche zu organisieren, liegt im tief in der Bevölkerung verwurzelten Brauch, die früher für die landwirtschaftliche Arbeit unverzichtbaren Pferde segnen zu lassen. Auf weit mehr als 400 Jahre läßt sich diese Pferdesegnung in Holzhausen zurückverfolgen. Das Rechnungsbuch des „Lobwürdigen Gotshaus des Heiligen Chreuzes zu Holzhausen Teysendorffer Pfarr“ führt erstmalig 1612 den Eintrag für eine Entlohnung an den Priester auf, der einen Bittgang abhielt.

Themenwagen beim Leonhardiritt in den 1950er Jahren

Mit nur wenigen Unterbrechungen – Kriegen oder Tierseuchen geschuldet – ziehen alljährlich prächtig geschmückt Ross und Reiter und mächtige Pferdegespanne (heute sind es mehr als 300 Pferde – von dem mächtigen Kaltblut, über granzile Reitpferde bis hin zu den kleinen Ponys) um das Kircherl, den Segen vom Priester zu empfangen.weiterlesen