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Berchtesgadener Land Blog

Kategorie: Kultur
Sepp Wurm
Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Laufener Adventfenster an der Leobendorfer Hütte

Die täglichen Adventsfenster in und um Laufen werden rege besucht und sind täglich echte Publikumsmagneten in den frühen Abendstunden im Freien. Grund dafür ist sicher die gelungene Mischung aus kurzweiliger Besinnlichkeit, Genuss und Geselligkeit. Insbesondere zur feierlichen Umrahmung der einzelnen Adventsfenster haben die Veranstalter viel Zeit investiert und Kreativität gezeigt. Einige griffen dazu das Motiv „Krippe“ auf und setzen es ganz verschieden und individuell um: Sei es eine weihnachtliche Krippe im Schaufenster wie in der Salzachapotheke, im Küchenfenster bei Elektor Thanbichler oder etwa der Froschham Hütten, die ihre Krippenlandschaft ganz traditionell mit den für die Region typischen Schnackensteinen gestaltete – sei es die lebensgroße heilige Familie, die in einem historischen „Droatkasten“ mit Strohpuppen dargestellt wurde, wie bei Familie Mayer in der Au, die gemeinsam mit den Gartlern ein Fenster übernommen hatte.

Andere dekorierten ihr Fenster mit Motiven wie Adventskranz, Kerzen oder etwa Engel, individuell im Material, aber immer mit viel Liebe bei der Ausführung. So vielfältig die Fenstergestaltung, so unterschiedlich auch das Rahmenprogramm. Die einen präsentierten Musikalisches: Adventslieder, die von zwei Stiftsmäusen von Gitarren begleitet stimmfest und ganz souverän vorgetragen wurden – Jugendliche, die bayerische Weisen zweistimmig zum Besten gaben – oder etwa Instrumentalstücke auf Blasinstrumenten, die Hüttenbuam der Leobendorfer Musi präsentierten. weiterlesen »

Sepp Wurm

Besinnliche Wanderung rund um den Kunterwegkogel

 von Sepp
Ein echtes Schmuckstück: Die Kunterwegkirche

Die Kunterwegkirche

Nördlich der Pfarrkirche St. Sebastian im Bergsteigerdorf Ramsau erhebt sich der Kunterwegkogel, ein bewaldeter Hügel der – trotz des hohen und weithin sichtbaren Sendemasts auf seinem Gipfel – neben den spektakulären Bergen wirklich unscheinbar wirkt. Dabei ist der Kogel, wie ihn die Einheimischen nennen, ein durchaus lohnenswertes Wanderziel. Ich war am Samstag auf dem Wanderweg rund um den Kunterwegkogel unterwegs.

Man kann diese Tour im Zentrum von Ramsau starten und kurz hinter der Kirche bzw. dem Gasthof Oberwirt über den Kalvarienberg zur Kunterwegkirche aufsteigen. Ich wähle einen anderen Weg und gehe vom Bindenkreuz über den Ramsauer Mühlsteinweg zur versteckt im Wald liegenden Kunterwegkirche. Während die wunderbare Kirche schon im Schatten liegt, leuchtet die Watzmann-Westwand in der Ferne.

Ankunft an der Kunterwegkirche

Ankunft an der Kunterwegkirche

Ich gehe nicht zur Kirche, sondern zweige nach links ab und folge dem Weg bergauf. Am Ende des Kiesweges zweige ich dann nach rechts in den Wald ab. In leichtem Auf und Ab gehe ich durch den Wald und folge der Beschilderung Kunterwegkogel. Auf dem Gipfel des Kogels steht inmitten des Waldes ein hoher und markanter Sendemast.

Der Sendemast auf dem Kunterwegkogel

Der Sendemast auf dem Kunterwegkogel

Zwei Bänke stehen auf dem Kunterwegkogel und laden zum Verweilen ein. Der Kogel ist komplett bewaldet, zwischen den Bäumen hindurch sieht man aber im Osten auf das Bergsteigerdorf Ramsau, im Süden auf Watzmann und Hochkalter und im Westen zur Reiter Alm.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Die Böllerschützen

 von Rosi
Böllerschützen - Hubertusgilde Eichham-Weildorf in Weildorf, die am hl. Abend "das Christkind" anschießen", oder an Silvester "das Neue Jahr anschießen", Berchtesgadener Land, Bayern

Böllerschützen – Hubertusgilde Eichham-Weildorf in Weildorf, die am hl. Abend „das Christkind“ anschießen“, oder an Silvester „das Alte Jahr verabschieden und das Neue Jahr begrüßen“


Christkindlanschießen am Heiligen Abend und das Verabschieden des Alten Jahres an Silvester durch die Böllerschützen

Bitterkalt weht der Wind. Die Sonne taucht an Heilig Abend schon am Nachmittag hinter den verschneiten Watzmann unter. Rauchschwaden vom Pulverdampf ziehen mit dem Echo der Schüsse durch das Tal.

Böllerschützen in Berchesgaden am Lockstein, die am hl. Abend "das Christkind" anschießen", oder an Silvester "das Neue Jahr anschießen", Berchtesgadener Land, Bayern

Böllerschützen in Berchesgaden am Lockstein, die am hl. Abend „das Christkind“ anschießen“, oder an Silvester „das Neue Jahr begrüßen“,

Der Ursprung des Böllerschießens ist nicht genau festzulegen – wahrscheinlich sollte der Lärm wie bei verschiedenem anderen Brauchtum den Winter und die bösen Geister vertreiben sowie die Fruchtbarkeit wecken. So gibt es das Böllerschießen über die Jahrhunderte im gesamten deutschsprachigen Raum von Tirol bis Mecklenburg, von Westfalen bis Bayern und bis tief ins böhmische Gebiet hinein. Erste Zeugnisse aus dem 14. Jahrhundert belegen dies. Zu dieser Zeit müssen auch die Bauern für den Landesherrn Schusswaffen zur Verteidigung einsatzbereit halten. Man geht davon aus, dass die Bauern diese Waffen jedoch nicht nur zur Landesverteidigung, sondern auch zu anderen Zwecken nutzen, wie z.b. dem Böllerschießen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Reichenhaller Kinderstallweihnacht

 von Sepp
Bild 1 : Die Kinderstallweihnacht Bad Reichenhall ist bis auf den letzten Platz bestens besucht

Bild 1 : Die Kinderstallweihnacht Bad Reichenhall ist bis auf den letzten Platz bestens besucht

700 Kinder und Erwachsene besuchen die Reichenhaller Kinderstallweihnacht Bad Reichenhall

Am gestrigen Abend war es wieder soweit: Die Kinderstellweihnacht des Einsatz- und Ausbildungszentrums für Tragtierwesen 230 der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall. Wie jedes Jahr ist dies die Eröffnungszeremonie für alle Kinder und Eltern von Nah und Fern. Bei klirrender Kälte konnten sich die Gäste vor den Stallungen mit Kinderpunsch und Glühwein aufwärmen, bevor es dann um 17:30 Uhr wieder hieß: Euch ist der Heiland geboren.

Josef führt die hochschwangere Maria auf Achilles zum Stall

Josef führt die hochschwangere Maria auf Achilles zum Stall

Unter der Moderation von Oberfeldveterinär Dr. von Rennenkampff und Hauptfeldwebel Havel konnten die Zuschauer in der knapp 60 minütigen Vorstellung beobachten, wie es sich einst zugetzugetragen haben muss – mit dem typischen, traditionell bayrischen Ansatz. weiterlesen »

Ann-Katrin

150-ste Besteigung des Dötzenkopfs…

 von Ann-Kathrin
Benjamin Krämer

Benjamin Krämer

… oder: und täglich grüßt der Benjamin Krämer.

Ein Mann mit Anfang 30, läuft in diesem Jahr schon zum 150. Mal auf den Dötzenkopf. Der muss doch verrückt sein, würde man stumpferweise zuerst annehmen.  Doch da steckt mehr dahinter als ein Sportsgeist.

Es geht um Kompensation.
Es geht um abschalten vom Arbeitsalltag.
Es geht um das Schöne im Gewohnten zu finden.

Wer ist der Typ eigentlich und warum sollte man etwas über ihn lesen wollen?
Zuerst: Kennt sonst wer jemanden, der in diesem Jahr schon 150x auf demselben Gipfel war? Und das Jahr ist noch nicht vorbei! Alleine das ist schon erwähnenswert. Was aber noch zu erwähnen ist, dass er diesen Berg nicht nur als Sportgerät ansieht. Benjamin ist 33 Jahre alt und lebt in Bad Reichenhall. Er arbeitet als Physiotherapeut in einer Kurklinik und betreibt nebenbei auch seine Mobile Massage Benjamin Krämer. Seit nun 7 Jahren lebt er hier, ursprünglich kommt er aus Niederbayern. Keine Frau oder Familie zog ihn hierher. Er tat das alleine, aus freiem Willen. Doch seine Familie ist nur rund 150 Kilometer entfernt. Mittlerweile hat er sich sehr gut eingelebt und auch eine naturverbundene Frau bereichert sein Leben. All das bekommt er unter einen Hut. Auch wenn die Zeit für das Laufen oder Berglaufen sehr knapp ist. Selbst in eine Stunde bekommt er dank seiner immer stärker werdenden Kondition so viel Berg und Natur wie möglich. Dem Laufen und dem Berglaufen hat er auch gute Freunde zu verdanken. Benjamin nimmt an Lauftreffs teil und ist aktives Mitglied im SC Ainring. In der Gruppe könne man sich am besten steigern findet er. Es wird kein Druck gemacht, aber trotzdem versucht man miteinander mitzuhalten.weiterlesen »

Sepp Wurm

Kempinski trifft Söldenköpfl/Bauchgfui

 von Sepp
Stern trifft Region: Einheimisch ttifft Sterneküche

Stern trifft Region: Einheimisch ttifft Sterneküche

Stern trifft Region heißt es am kommenden Freitag, den 9. Dezember, wieder. Küchenchef Thomas Walter und und Sternekoch Ulli Heimann vom Kempinski Hotel Berchtesgaden werden dann zusammen mit einem Gastkoch aus der Region die Gäste im Restaurant Johann Grill kulinarisch verwöhnen. Nicht nur der Gaumen wird an diesem Abend gekitzelt, es gibt auch allerhand zu sehen: Die Fusion der einheimischen Schmankerl mit der Sterneküche des Luxushotels erfolgt nämlich an Live-Kochstationen, so dass man den Köchen bei der Zubereitung der Speisen immer über die Schulter schauen kann.

Gastkoch am 9. Dezember ist Stefan Kraus, der die letzten 18 Jahre das Söldenköpfl am Soleleitungsweg zwischen Ramsau und Bischofswiesen bewirtschaftete. Ab Anfang Dezember ist Stefan dann im Markt Berchtesgaden zu finden, wo er das neue Restaurant Bachgfui eröffnet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Soldaten und Maultiere auf der Bühne

 von Sepp
Der „Stern von Bethlehem“ leuchtet den Laiendarstellern und ihren Tieren in der Reithalle der Hochstaufen-Kaserne.

Der „Stern von Bethlehem“ leuchtet den Laiendarstellern und ihren Tieren in der Reithalle der Hochstaufen-Kaserne.

Die 55. Reichenhaller Stallweihnacht der Gebirgsjägerbrigade 23

Es weihnachtet auch bei der Bundeswehr. Die Gebirgsjägerbrigade 23 lädt am 9. und 10. Dezember 2016 zur 55. „Reichenhaller Stallweihnacht“ in die Reithalle der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall ein. Soldaten des Standorts Bad Reichenhall schlüpfen bei dieser traditionsreichen Veranstaltung in die Rollen der Laiendarsteller und werden durch ihre vierbeinigen Kameraden, die Maultiere vom Einsatz- und Ausbildungszentrum für Tragtierwesen, sowie weitere Tiere unterstützt. Musikgruppen aus dem Umland werden das Krippenspiel musikalisch umrahmen.

Karten können unter der Telefonnummer +49-8651-792208 erworben werden. Das Kartentelefon ist von Montag bis Donnerstag zwischen 7:30 und 15 Uhr besetzt.

Text und Bild: Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

Christoph
Franbz Josef Keilhofer Mit Holz, Herz und Hand

Das Drechseln steht im Mittelpunkt des Buches und trotzdem geht es um viel mehr als nur das Handwerk.

Der Drechsler, Nachhilfelehrer und Teilzeit-Model Franz Josef Keilhofer hat ein Buch geschrieben: „Mit Holz, Herz und Hand. Das echte Leben – ein Mann und sein Handwerk“ Im Haus der Berge hat er das Buch über Handwerk, das Leben und den Wald vorgestellt. Am 3. und 4. Dezember findet in seiner Werkstatt Gingerwood eine Weihnachtsausstellung statt.

Franz Keilhofer ist ein richtiger Typ – langer Bart, viele Tattoos, dabei ist er bodenständig und naturverbunden. Holz hat es ihm angetan und vor einigen Jahren hat er mit dem Drechseln angefangen. Das beherrscht er inzwischen meisterhaft und traumhaftschöne Stücke entstehen in seiner Werkstatt in Bischofswiesen mit einmaligen Blick auf den Watzmann. Gingerwood nennt er seine Drechslerei, passend zu seinen roten Haaren und seinem markanten Bart.

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Ann-Katrin
Blick zum Hochkalter © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Hochkalter © Ann-Kathrin Helbig

… dann ist Winter auf der Reiter Alm! Oder: neue Perspektiven entdecken auf einem zauberhaften Gebirgsstock.

Wart ihr schon mal im Winter auf der Reiter Alm? Nein? Dann wird aber aller höchste Zeit! Die Reiter Alm, der wunderschöne Gebirgszug, der das Landschaftsbild von Ramsau so prägt ist Sommer wie Winter ein wunderbares Ziel. Überraschenderweise nicht annähernd so hoch frequentiert wie der Watzmannstock oder das Hochkaltergebiet.

Für die heutige Wintertour braucht es aufgrund der noch dünnen Schneeschicht noch keine spezielle Ausrüstung. Steigt aber die Schneelage sind Schneeschuhe oder eine Tourenskiausrüstung unabdingbar. Bitte dann auch die Lawinenausrüstung nicht vergessen. Wir parken das Auto in Oberjettenberg, nahe der Talstation der Seilbahn der Bundeswehr. Seilbahn – wie jetzt?! Tja, nur leider nicht für den Normalowanderer gedacht. Teile der Reiter-Alm werden als Truppenübungsplatz genutzt und all das Equipment muss dann auch hochgeschafft werden.

Der Wanderweg zieht sich fast durchweg als Forststraße bis hinauf zum Plateau. Zwar wird dies als Schrecksteig bezeichnet, aber da schreckt es einen geübten Wanderer eher wenig. Schwieriger wird es allerdings wenn am Steig hinauf zum Schrecksattel viel Schnee fiel. Das war im Frühwinter allerdings noch nicht der Fall, so konnten wir in rund 2 Stunden in flottem Tempo bequem den Schrecksattel erreichen.weiterlesen »

Sepp Wurm
Höglwörther Laternenzauber

Höglwörther Laternenzauber

Jetzt ist die stade Zeit da. Ich habe den Advent schon am Donnerstag auf dem Berchtesgadener Berg-Advent eingeläutet und mir am Samstag den  Höglwörther Laternenzauber angeschaut. Mehr als 700 Laternen erleuchten mit Einbruch der Dämmerung am ersten Advent-Wochenende den Rundweg um den Höglwörther See.

Als ich um 16 Uhr an der Klosterkirche am Höglwörther See eintreffe ist es noch hell, doch die Kerzen sind schon erleuchtet. Unter einem Portal beginnt der Rundweg um den See und führt zuerst über einen hölzernen Steg.

700 dieser Laternen erleuchten den Rundweg um den Höglwörther See

700 dieser Laternen erleuchten den Rundweg um den Höglwörther See

Im Tageslicht sieht man die frisch renovierte Klosterkirche mit neuen Schindeln an seinem Turm. Durch den Wald führt der Rundweg dann am Freibad Höglwörth vorbei. Selbst der Badesteg ist von Laternen erleuchtet! Am Wasserfall an der Nordseite des Sees zeigt eine liebevoll gestaltete Szenerie die Reise von Josef und Maria nach Bethlehem. Es ist jetzt schon merklich dunkler geworden, die Laternen entfalten nun ihre ganze Wirkung.weiterlesen »