Untersberg Bayern

Berchtesgadener Land Blog

Kategorie: Natur

Zum ersten mal in dieser Saison bin ich jeweils beide Wettkämpfe mitgelaufen und mehr als positiv überrascht worden.

Als ich vor knapp anderthalb Jahren mit dem Berglauf bzw. trailrunning begann, gaben mir Forstwege stets große Sicherheit und durch ihre technisch eher geringe Schwierigkeit zudem eine adäquate Übungsoption, um Berge erlaufen zu können. Gerade bergab fühlte ich mich auf einer Forstraße – im Vergleich zu verwurzelten, steinigen Trails – aufgehobener. Insbesondere das Gebiet um den Jenner bot mir mit seinen vielen Forstwegen ein optimales Übungsterrain.

Mit der Zeit wuchs meine Erfahrung im Berglaufsektor und die anfangs so innig geliebten Forstwege wurden schnell eintönig und langweilig. Fokus meines Interesses wurden schwierigere, nasse, steinige und von Wurzeln übersähte Wege, die jegliche Aufmerksamkeit meinerseits erforderten.

Mit diesem Hintergrund und dem Wissen, dass der Stoisseralm– wie auch der Kampenwandlauf prozentual viel Forstweg beinhalten würde, ging ich etwas voreingenommen in beide Wettkämpfe hinein. ,,Landschaftlich wird mir das vermutlich nicht viel geben“ dachte ich – nicht nur einmal. Dennoch wollte ich es mir mal wieder beweisen und mich auf der Stoisseralmstrecke ( 7 Kilometer und 650 Höhenmeter) sowie der kurzen aber steilen Kampenwanddistanz (6 Kilometer und 850 Höhenmeter) beweisen.weiterlesen »

Sepp Wurm
Ferienprogramm im Nationalpark Berchtesgaden

Ferienprogramm im Nationalpark Berchtesgaden

Jetzt anmelden: Unter dem Motto „Bunte Vielfalt“ präsentiert der Nationalpark Berchtesgaden sein diesjähriges Sommer-Ferienprogramm für Kinder und Jugendliche.

Die Dr.-Heinz-und-Maria-Loewe-Stiftung finanziert  elf abwechslungsreiche Veranstaltungen. Das Ferienprogramm beginnt am 4. August mit der Veranstaltung „Mit Karte um Kompass – Weißt du, wo´s lang geht?“ im Berchtesgadener Nationalparkzentrum Haus der Berge. Bei den Sonderprogrammen für Kinder und Jugendliche zwischen sechs und 13 haben junge Naturfreunde die Gelegenheit, einer Sennerin beim Butter- und Käsemachen über die Schulter zu schauen, Musikinstrumente aus Natur- und Recyclingmaterialien zu basteln oder kleine Filmclips mithilfe der Stopp-Motion-Technik zu erstellen. Außerdem erfahren sie als Kakao-Forscher Spanendes über die „bitter-süße Bohne“ und können den Wildtierexperten Jochen Grab auf Spurensuche im Klausbachtal begleiten. Bei diesen kostenfreien Programmen ist eine Anmeldung erforderlich im Nationalparkzentrum „Haus der Berge“ unter der Rufnummer +49 8652 979060-0.

Forschen und Werken im Bildungszentrum im Haus der Berge

Jeden Freitag vom 4. August bis 8. September von 9:30 bis 12:30 Uhr heißt es für Kinder zwischen sechs und zehn Jahren: „Forschen und Werken im Bildungszentrum im Haus der Berge“. Hier laden die neue Bildungskiste mit dem großen Wasserglobus sowie verschiedene Themen von T-Shirt-Färben mit Pflanzenfarben über das Kennenlernen von alten Obst- und Gemüsesorten bis hin zu Bienen und Pilzen zum Forschen, Spielen und Kreativsein ein. Auch hier ist eine Anmeldung unter +49 8652 979060-0 erforderlich.

Nationalpark-Programm für Jugendliche

Auch für Jugendliche zwischen elf und 15 Jahren ist Spannendes geboten: Von 1. bis 3. August 2017 findet die Wanderung zum Funtensee im Steinernen Meer statt, vom 8. bis 11. August 2017 lädt das Nationalpark-Mediencamp zum multimedialen Erkunden des Schutzgebiets ein.weiterlesen »

Auf einsamen Pfaden: Der Steinberg

 von Sarah Völkel

Bischofswiesen, 05:50 Uhr – der Wecker klingelt. Obwohl der Wetterbericht kein typisches Sommer-Sonnen-Wetter vorhersagte und auch der Blick aus dem Fenster von einer durchgezogenen Quellwolkenschicht getrübt ist, mache ich mich auf den Weg nach Ramsau. Das Ziel stellt heute der Steinberg im Hochkaltergebirge dar. Da ich bislang selten von solcher Tour gelesen oder gehört habe, möchte ich mich nun selbst kundig machen, was es mit diesem Steinberg auf sich hat.

Ich starte am Parkplatz Hintersee – Seeklause, wo ich auch gleich eine gelbe Beschilderung des Steinbergs ersichten kann. Da dieser mit schwarzer Markierung versehen ist, bin ich schon gespannt was mich erwarten wird.

Zunächst laufe ich (wie so oft) eine Zeit lang auf einer Forststraße hinauf auf bekannten Wegen. Die Forststraße ist breit ausgebaut und bietet auch MountainbikerInnen die Option, eine Teilstrecke mit dem Fahrrad zurücklegen zu können.

Aufgrund meines frühen Aufbrechens befinde ich mich allein auf den, mich umliegenden Pfaden in Richtung Schärtenalm. Diese erreiche ich nach vierzig Minuten um von dort aus weiter zur Blauseishütte zu laufen. Nach weiteren zehn Minuten und dem Passieren einer Holzbrücke erreiche ich den linksgerichteten Einstieg zur Blaueishütte, welcher ebenfalls markiert ist. Von nun an verändert sich auch die Beschaffenheit des Weges von einer Forststraße hin zu einem verwurzelten, steinigen und treppenlastigen Steig. Da es in der Nacht ausgiebig geregnet hat, sind die Steine und Wurzeln feucht – Vorsicht! Insbesondere im Hochkaltergebirge verwandelt sich der Untergrund wegen seiner Vielfalt von Wurzeln, Erde und Schotter gerne einmal zu einer ungewollten Rutschpartie. Als ich die Blaueishütte erreiche, informiert mich eine weitere Beschilderung über die verbleibende Zeit der Steinberg-Route. Da solche Zeitangaben aufgrund von Durchschnittswerten im Bergauf- sowie abgehen erstellt werden, halbiere ich auch heute wieder solche Information um einschätzen zu können, wie viel Zeit ich noch zum Erreichen des Gipfels benötigen werde. In knapp fünfundvierzig Minuten müsste ich also am Gipfel stehen – mal sehen!

Der Weg bleibt weiterhin anspruchsvoll und konzentrationswürdig. Nun entdecke ich auch einige KletterInnen, die sich auf ihren Weg machen. Viele Klettergruppen oder auch BergwachtanwärterInnern nutzen immer wieder die natürlichen Optionen im Kaltergebiet um ihrer Passion nachzugehen und/ oder zu trainieren. Hinauf zum Steinberg folgt mir jedoch niemand. Felsplatten und ein schotterbehafteter Pfad liegen nun vor mir. Da die Temperatur mittlerweile gestiegen ist, bin ich froh über mein frühes Starten der Tour. Auch spendet mir die Umgebung durch hohe Felswände ausreichend Schatten vor der, etwas zurückhaltenden Sonne. Im Hochsommer eine optimale Lösung für Hochtouren, die nicht von der Sonne beherrscht werden.

Ich geniesse beim Herauflaufen den Ausblick, der sich mir bietet: Unter mir die Blaueishütte – noch weiter unten der Hintersee. Über mir ragt die Schärtenspitze hervor; als ich mich umdrehe erstreckt sich das dominante Hochkaltermassiv in meinem Blickfeld. Vor meinen Augen erblicke ich bereits den Steinberg.

Blaueishütte und Hintersee

Blick zum Hochkaltermassivweiterlesen »

Ann-Katrin
Gipfel Hirschwieskopf mit Watzmann-Südspitze © Ann-Kathrin Helbig

Gipfel Hirschwieskopf mit Watzmann-Südspitze © Ann-Kathrin Helbig

Oder: Wenn du dich so wohl am Berg fühlst, dass du einschläfst und dir einen ziemlich unschönen Sonnenbrand zuziehst.

So geschehen vor Kurzem auf dem Hirschwieskopf. Der Hirschwieskopf ist der südlichste Gipfel im Watzmann-Massiv und einer meiner liebsten Plätze im Nationalpark Berchtesgaden. Dieser 2000er ist meiner Meinung nach einer der einfachsten zu erklimmbaren 2000er in den Berchtesgadener Bergen. Allerdings muss dazu erwähnt sein, dass er technisch nicht schwer ist, aber eine starke Kondition vom Bergwanderer erfordert wird. Am schnellsten kommt man zum Hirschwieskopf von der Wimbachbrücke im Bergsteigerdorf Ramsau. Dort empfiehlt sich auch die Besichtigung der beeindruckenden Wimbachklamm.

Von dort aus muss man möglichst schnellen Schrittes zur Wimbachgrieshütte wandern. Der Weg durch das Wimbachgries ist lang, aber weist nur wenig Steigung auf. Für diese Tour starte ich auch gerne sehr früh am Morgen, denn dann knallt im Hochsommer die Sonne noch nicht so stark. Laut Wegeschild braucht man 3 Stunden bis zur Wimbachgrieshütte. An diesem Tag brauche ich 1:15 Std., denn der gute Kuchen in der Wimbachgrieshütte lockt mich. Dort gibt es tatsächlich einen glutenfreien Kuchen und der schmeckt köstlich! Von der Wimbachgrieshütte ist nun der Hirschwieskopf gut erkennbar. Wenn man in das Ende des Wimbachtales schaut, so sieht man mittig eine Senke (das ist der Trischüblpass, der Übergang zum Königssee) und links davon ein schroffer Berg, der aussieht als hätte man ihm die Spitze abgeschnitten – wie von einem Eierköpfer 😀 Das ist der Hirschwieskopf!weiterlesen »

Isabel

Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen

Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen

Heute nehme ich euch auf einen botanischen Spaziergang mit. Der neue Natur-Erlebnisweg in Bischofswiesen wurde heute Vormittag offiziell mit einer kleinen Feier eröffnet. Das nehme ich gleich zum Anlass, den Weg selbst zu erkunden.

Los geht’s am Parkplatz Aschauerweiher an der ersten Tafel mit Übersichtskarte und Infos zum Weg. Meine erste Station gleich gegenüber ist die Infotafel „Lebensraum Sumpfwald“ – hier soll ich drei typische Pflanzen finden.

Lebensraum Sumpfwald am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Lebensraum Sumpfwald am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Irmi Aschauer von der Tourist-Info in Bischofswiesen hat mir gesagt, dass die meisten der Pflanzen in der Nähe der Infotafeln wachsen. Leider ist Ulrike Goßner, Diplom-Geologin und Biologin, die den Weg konzipiert hat, nicht selbst da. Sie hätte ich fragen können, wo genau ich mich umschauen muss. Da der Sumpfwald ein geschütztes Biotop ist und ich weiße Sneaker trage, verzichte ich darauf, ins Unterholz zu kriechen. Die normalerweise leicht zu entdeckenden Sumpfdotterblumen sind wohl schon verblüht. Weiter geht’s, mein Jagdinstinkt ist geweckt, und ich schaue, was ich noch entdecken kann. So bemerke ich die kleine Schnecke, die dekorativ auf einem „Unkraut“ sitzt, und an der ich normalerweise wohl vorbeigegangen wäre.

Schnecke im Sumpfwald am Aschauerweiher

Schnecke im Sumpfwald am Aschauerweiher

Ich entdecke diese lila Schönheit – leider kenne ich die Pflanze nicht, sie schafft es aber in meine Bildergalerie.

Eine lila Schönheit am Natur-Erlebnisweg

Eine lila Schönheit am Natur-Erlebnisweg

Der Weg ist hervorragend ausgeschildert, und ich finde sofort die nächste Station „Lebensraum Tratte“.weiterlesen »

Sepp Wurm
Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Franz Kuchlbauer und seine schwarzen Alpenschweine

Sie sind äußerst selten und waren in Bayern bereits ausgestorben: Die schwarzen (und gescheckten) Alpenschweine. Bauer Franz Kuchlbauer, der Kederbacher, aus dem Bergsteigerdorf Ramsau hat sich einem Netzwerk angeschlossen, das sich der Zucht und Erhaltung alter Rassen widmet.

Wir machen da mit, weil mir die Sauen gefallen. Zweitens: Weil sie früher da schon mal heimisch waren und dass man solchen Rassen eine Chance gibt, dass sie wieder da heimisch werden dürfen. Und weil es auch neue Wege der Vermarktung gibt, die man probieren kann. Einmal was Rares, wo auch der Verbraucher gewillt ist, dass er mehr zahlt dafür.“ sagt Franz Kuchlbauer, Landwirt und Urenkel des Kederbachers, des legendären Ramsauer Bergsteigers, der als erster die Watzmann-Ostwand durchstieg.

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Das schwarze Alpenschwein ist nicht geeignet für eine schnelle Mast im Stall, die Schweine brauchen Auslauf. Ein Teil der Ferkel ist im Sommer auf der Mordaualm, dort oben laufen sie aber nicht frei herum.weiterlesen »

Sepp Wurm
Watzmann-Überschreitung zwischen Mittel- und Südspitze

Watzmann-Überschreitung zwischen Mittel- und Südspitze

Sanierungsarbeiten auf der Watzmann-Überschreitung

Während überall in den Alpen die Berge mehr und mehr erschlossen werden, gibt man in den Berchtesgadener Alpen den Bergen ihre Ursprünglichkeit zurück: Am Watzmann wurden dieses Jahr der 150 Meter Stahlseil und weitere Sicherungen entfernt.

Tausende Bergsteiger – und solche die es gerne sein wollen – überschreiten jedes Jahr den Watzmann auf dem schmalen Grat. Die hochalpine Tour ist eines der Highlights in den Alpen und lockt auch ambitionierte Wanderer, die eigentlich im extremen Gelände nichts verloren haben. Der Nationalpark Berchtesgaden geht nun einen Schritt, der überrascht: Auf dem Grat zwischen Watzmann Hocheck und Südspitze wurden 150 Meter Seil und andere künstliche Sicherungen entfernt. Die Überschreitung des Watzmanns wird damit zukünftig aber nicht unbedingt anspruchsvoller werden: An den schwierigen Stellen werden die Seile und Haken erneuert, an den leichten Gehpassagen werden überflüssige Seile entfernt!

Die Watzmann-Überschreitung: Ein Traum für Bergsteiger

Der Watzmann ist ein Traumziel für Bergsteiger! Die bekannteste Bergtour im legendären Bergmassiv, die Überschreitung der drei Spitzen des Watzmanns, fordert absolute Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Ein Klettersteigset kann man wie bisher bisher nur an einigen Stellen der Überschreitung einsetzen. Die Sicherheit eines solchen Sets ist auf dem schmalen Grat trügerisch: Besonders im Abschnitt zwischen Mittel- und Südspitze gibt es zahlreiche schwierige und ausgesetzte Passagen ohne Sicherungsseil.

Seilsicherung auf der Watzmann-Überschreitung

Seilsicherung auf der Watzmann-Überschreitung

Bergsteiger, die sich auf Gurt und Klettersteigset verlassen, sollten auf dem Watzmann-Grat größte Vorsicht walten lassen: Auf der etwa vier Kilometer langen Strecke zwischen Watzmann Hocheck und Wimbachgries sind gerade mal 700 Meter seilversichert.

Weniger Sicherungen für mehr Sicherheit

Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass zusätzliche Sicherungen am Berg nicht unbedingt mehr Sicherheit schaffen. Stattdessen lockt die vermeintliche Sicherheit immer mehr Menschen auf einen Berg, dem sie nicht gewachsen sind. Menschen, die den Mangel an alpiner Erfahrung und bersteigerischem Können mit dem Einsatz eines Klettersteigsets zu kompensieren versuchen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Alpenschamanen vom Untersberg

 von Sepp
Alpenschamanen Treffen an der Wolfschwang Alm

Alpenschamanen Treffen an der Wolfschwang Alm

Die Anderswelt als Heimat der Schamanen: 200 Teilnehmer beim Treffen der Alpenschamanen in Großgmain

Der Initiator des alpenschamanischen Netzwerks Rainer Limpöck hatte am vergangenen Samstag wieder zum Treffen der Alpenschamanen eingeladen. Es war dies das 13 Jahrestreffen in Folge und das 2. Treffen auf der Alm Wolfschwang am Fuße des Untersberges.

Für viele energetisch Tätige ist der Untersberg ein heiliger Berg. Und somit drückt sich ihre Achtung und Wertschätzung für ihn in dieser regelmäßigen Zusammenkunft zu seinen Füßen aus, zu denen auch Besucher stets eingeladen sind. Wie Buchautor, Heimatforscher und schamanisch Tätiger Limpöck erläutert, hat es zu Füssen des Untersberges in den letzten Monaten bedeutende Friedensinitiativen gegeben, wie das Friedenstönen im Großgmainer Marienheilgarten im Frühjahr. Damit sollte ein Signal für den Frieden auf der Welt gesetzt werden. Diese Veranstaltung mit 500 Teilnehmern war zugleich der Auftakt für den im Mai international stattgefundenen Friedensweg. „Mit solchen Aktionen wird die Bedeutung dieses heiligen Berges als ein Herzchakra der Erde deutlich“, betont Limpöck.

Zwischen Ponys, Eseln, Hühnern, Hasen und Schafen wurde das diesjährige Motto „Heimat Anderswelt“ bei überwiegend trockenen und sonnigen Wetter mit Vorträgen und Schnupperworkshops umgesetzt. In der Mitte des Almgeländes, auf der Lärchenwiese, fanden wieder die Eröffnungs- und Abschlusszeremonien durch die vier Ritualleiter Katharina Linhart aus Niederösterreich, Johannes Geisler aus dem Salzburger Land und Margrit Bonhagen und Rainer Limpöck, beide aus Oberbayern, statt. Sie vertraten die vier Elemente mit entsprechenden Anrufungen und Gebeten. Alle Besucher und Mitwirkende wurden beim Durchschreiten eines Andersweltportals zweier Lärchen durch Räucherungen und Trommelklänge gereinigt und gestärkt. Im Tagesverlauf gab es wiederum mehrere, parallel durchgeführte Workshops an kraftvollen Orten im Umfeld der Alm.

Workshop der Alpenschamanen

Workshop der Alpenschamanen

So bot z.B. Walpurgis Schwarzlmüller aus Hallein-Rif den Workshop „Heimat bist du großer Menschen-Kinder…“ an, der Allgäuer Constantin Bachfischer hielt einen Vortrag über die Verbindung zur eigenen Natur , Mick Meier aus Taufkirchen führte eine Bergkristall Erdheilzeremonie durch, Gerhard Esterer aus Eggendorf im Traunkreis lud zum Workshop „Die alten Botschaften aus der heimischen Anderswelt“ ein und Wolfgong Scheibe und Nalini Kuhlmann aus Regensburg ließen die Besucher in ein Klangbad aus Gongs, Klangschalen, Flöte und Didgeridoo eintauchen. weiterlesen »

Sepp Wurm

Unterwegs im nordwestlichen Lattengebirge

 von Sepp
Anthaupten: Almidylle im Lattengebrige

Anthaupten: Almidylle im Lattengebrige

Anthauptenalm und Vogelspitz

Auf einem Hochplateau im Nord-Westen des Lattengebirges liegt die Anthauptenalm. Ich war gestern Nachmittag auf der idyllischen Alm. Da die Anthaupten rundum von Wäldern umgeben ist, hat man – abgesehen vom Predigtstuhl, der im Osten über die Baumkronen hinausragt – keinen Bergblick. Deshalb habe ich noch den kurzen Abstecher auf die Schneizelreuther Vogelspitze gemacht und so doch noch einen fantastischen Ausblick genießen dürfen.

Um den Aufstieg zur Anthaupten zu beschleunigen nutze ich mein E-Bike. Durch das Bergsteigerdorf Ramsau geht`s erstmal hinauf zum Taubensee. Der Radweg führt kurz sogar direkt am Ufer des kleinen Sees entlang und dann durch den Wald weiter zum Wachterl. Hier zweigt dann nach rechts der Weg zur Moosen- und Anthauptenalm ab. In angenehmer Steigung führt der kombinierte Rad- und Wander-Weg oberhalb der Weißwand entlang. Schnell passiere ich die Abzweigung zur Moosenalm und gewinne rasch an Höhe. Das Tal des Schwarzbaches mit der Schwarzbachalm liegt unter mir. Es fängt jetzt leicht zu regnen an und ich beschleunige nochmal mein Rad: Die Unterstützung des Elektromotors ist wirklich Gold wert. Bevor ich komplett durchnässt bin erreiche ich die Antphauptenalm und such Schutz vor dem Regen an der Anthauptenhütte. Zum Glück hält der Regen nicht lange an, schon nach kurzer Zeit scheint die Sonne wieder.

Die Anthaupten-Hütte

Die Anthaupten-Hütte

Anthaupten Alm 1.250 Meter

Anthauptenalm 1.250 Meter

Die warmen Strahlen der Sonne trocknen meine nassen Klamotten rasch und so kann ich mich nach kurzer Zeit wieder auf den Weg machen. Ich folge dem Weg über die Almfläche. Der Weg führt direkt an den beiden Kasern vorbei.

Die beiden Kaser auf der Anthaupten-Alm

Die beiden Kaser auf der Anthauptenalm

Vor dem vorderen Kaser tummeln sich Kühe und Jungtiere. Heute haben die Almbauern ihr Vieh von der Schwarzbachalm, der Niederalm unterhalb des Wachterls, zur Anthauptenalm aufgetrieben.weiterlesen »

Sepp Wurm
Das Salzachufer zwischen Laufen und Freilassing © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Das Salzachufer zwischen Laufen und Freilassing © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Ökologische Böschungssicherung der Salzach bei Triebenbach

Das Wasserwirtschaftsamt Traunstein stellt den zweiten Abschnitt der ökologische Böschungssicherung unterhalb der Rampe bei Triebenbach fertig und schafft Rastmöglichkeiten und Zugang zur Salzach. Der jetzt abgeschlossenen ökologischen Sicherung der Ufer folgen noch strömungslenkende Einbauten im Fluss, um den Angriff des Wassers auf das Ufer zu verringern. Diese
Maßnahmen befinden sich derzeit noch in der Planung.

Das neue Ufer ist ein Flechtwerk aus verschiedenen Strukturelementen, die vielen Tierarten im Wasser und am Land einen wertvollen Lebensraum entlang des Flusses bieten und das Ufer vor Erosion schützt. Eine Böschungsfläche von knapp 10.000 Quadratmetern konnte so in den letzten beiden Wintern ökologisch verbessert werden. Bäume, Wurzelstöcke Kies und Schilfgrassoden aus den naheliegenden Ufergrundstücken des Freistaates dienten zur Böschungssicherung. Auch das verwendete Gesteinsmaterial kommt aus der näheren Umgebung. Ganz besonders freut es die Mitarbeiter des Wasserwirtschaftsamts, dass in dieser neuen Wildnis auch Erholungsmöglichkeiten für den Menschen geschaffen werden konnten. Die ansonsten sehr steilen Uferböschungen der Salzach lassen kaum Möglichkeiten zu das Gewässer zu erreichen. Jetzt entstanden gut in die ökologische Gestaltung integrierte Zugänge und Verweilmöglichkeiten, die den Blick auf die Salzach freigeben und der Öffentlichkeit den Fluss ein Stück näher bringen.

Mit den ingenieurbiologischen Böschungssicherungen entstehen abwechslungsreiche und ökologisch hochwertige Strukturen am Ufer. Gleichzeitig verbessert sich der Zugang zum Wasser © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Mit den ingenieurbiologischen Böschungssicherungen entstehen abwechslungsreiche und ökologisch hochwertige Strukturen am Ufer. Gleichzeitig verbessert sich der Zugang zum Wasser © Wasserwirtschaftsamt Traunstein

Der Salzachuferweg zwischen Laufen und Freilassing

Auslöser für die Maßnahmen war, dass sich die Salzach immer näher an den beliebten Uferweg von Laufen Richtung Freilassing heranarbeitet und diesen in seinem Bestand gefährdet. Mit dem Bau der Sohlrampe in Triebenbach bis 2010 wurde gleichzeitig ein gut zwei Kilometer langer Uferbereich geöffnet und der Dynamik der Salzach überlassen. weiterlesen »