Untersberg Bayern

Berchtesgadener Land Blog

Kategorie: Natur
Sepp Wurm

Skitour auf den Götschenkopf

 von Sepp
Skitourengeher auf dem Götschenkopf genießen den Ausblick zum HochkalterV

Skitourengeher auf dem Götschenkopf genießen den Ausblick zum Hochkalter

Ich habe das heutige Traumwetter zu einer kleinen Skitour genutzt. Da noch zu wenig Schnee für eine alpine Skitour liegt, muss ich auf eine beschneite Piste ausweichen. Meine Wahl fiel daher auf die Skitour auf den Götschenkopf in Bischofswiesen, der aussichtsreich über dem Skigebiet Götschen thront.

Ich breche am Vormittag an der Talstation des Skigebiets Götschen auf. Auf der Piste ist schon einiges los, besonders Familien und Kinder nutzen die bestens präparierte Piste zum Skifahren.

Das Skigebiet Götschen in Bischofswiesen

Das Skigebiet Götschen in Bischofswiesen

Die Aufstiegsspur für Skitourengeher am Götschen führt am Rand der sogenannten Damenabfahrt hinauf. Da ich den Pistenskifahrern nicht in die Quere kommen will, halte ich mich natürlich an die vorgegebene Strecke. Am Rand der Piste gehe ich hinauf bis auf Höhe der Bergstation der Götschenkopfbahn. Hier zweige ich nach links in den Wald ab. Auf einer dünnen Schneeunterlage gehe ich mit meinen Skiern durch die Bäume hinauf in Richtung Gipfel.weiterlesen »

BR-Redakteur Christian Eisele interviewt Wilfried Däuber (li.) und Michael Brandner (mi.) am Jenner

BR-Redakteur Christian Eisele interviewt Wilfried Däuber (li.) und Michael Brandner (mi.) am Jenner

Am Jenner wurde 1967 Sportgeschichte geschrieben

Redakteur Christian Eisele von der BR Abendschau interviewte 3 Zeitzeugen, die „damals“ dabei waren. Wilfried Däuber (aktuell Betriebsleiter der Jennerbahn und Vorstand des Skiklubs Berchtesgaden) war als 11-jähriger Bub mit seinem Vater beim 1. alpinen Weltcup vor Ort. Vater Friedl Däuber war damals Betriebsleiter der Jennerbahn.

Michael Brandner war 2. Vorstand des Skiklubs Berchtesgaden (ausrichtender Verein) und als Sub-Rennleiter eingesetzt.weiterlesen »

Sepp Wurm

Am Hintersee: Warnung vor dem Eis

 von Sepp
Warnschild am Hintersee

Warnschild am Hintersee

Winterzeit bedeutet Eiszeit. Derzeit frieren langsam die heimischen Seen zu – vor allem in Schattenlagen wie am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau.

„Tragfähige Eisflächen ab einer Eisstärke von zwölf Zentimetern sind derzeit noch nicht zu erwarten. Bei den aktuell niedrigen Wassertemperaturen verliert ein Mensch, der ins Eis eingebrochen ist, innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken“, warnt Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer.

Bisher sind nur wenige Gewässer mit einer Eisschicht bedeckt, der Hintersee bei Ramsau friert langsam zu, aber hat noch lange keine komplett geschlossene Eisschicht – trotzdem sind schon viele Menschen mit den Schlittschuhen oder zu Fuß auf dem See unterwegs.

Schlittschuhläufer und Fußgänger auf dem Hntersee

Schlittschuhläufer und Fußgänger auf dem Hntersee

Die Wasserwacht Berchtesgaden warnt daher ausdrücklich vor den Risiken und appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen: Die Eisschicht muss mindestens zwölf Zentimeter dick sein, um eine Einzelperson sicher zu tragen. Da die Stärke der Eisdecke aufgrund von Strömung und wechselndem Wasserstand variieren kann, sollte man sich im Zweifelsfall gegen Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern entscheiden. Vor allem Kinder müssen über die Gefahren des Eises aufgeklärt und zum richtigen Verhalten angeleitet werden. Erst wenn es über einen längeren Zeitraum richtig kalt bleibt, bildet sich eine dicke Schicht aus, die auch mehrere Menschen trägt.

Der zugefrorene Hintersee in Ramsau

Der zugefrorene Hintersee in Ramsau

Verhaltensregeln bei zugefrorenen Seen

Wegen der aktuellen Gefahr erinnert die BRK-Wasserwacht an die wichtigsten Verhaltensregeln an winterlichen Gewässern: weiterlesen »

Sepp Wurm

Winterwanderung zum Schneibsteinhaus

 von Sepp
Das Schneibsteinhaus

Das Schneibsteinhaus

Der Winter lässt ja immer noch auf sich warten, die Skier können noch im Keller bleiben. Stattdessen werden wieder die Wanderstiefel geschnürt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag habe ich zum Beispiel eine Wanderung zum Schneibsteinhaus gemacht.

Ich starte am Parkplatz Hinterbrand und wandere über den bekannten Wanderweg zur Mittelstation der Jennerbahn. Während der Weg durch den Wald nahezu schneefrei ist, führt der Weg am Krautkaserhang über eine präparierte Skipiste. An diesem Hang im Skigebiet Jenner trainieren bereits die Nachwuchsskifahrer des DSV, mit dem nächsten Schneefall wird der Jenner dann auch für den normalen Skifahrer geöffnet. Bis dahin sind ein paar vereinzelte Skitourengeher hier unterwegs. Und natürlich Winter-Wanderer! An der Mittelstation gehe ich vorbei und unterhalb des Dr.-Hugo-Beck-Hauses entlang auf den Königsweg. Auf dem Weg zur Wasserfallalm lichtet sich die Wolkendecke und gibt den Blick frei auf den Watzmann.

Blick vom Königsweg zum Watzmann

Blick vom Königsweg zum Watzmann

Der Weg ist fast schneefrei, lediglich ein paar schattige Stellen sind von blankem Eis bedeckt. Besonders das steile Stück des Weges oberhalb der Königsbachalm ist extrem rutschig.weiterlesen »

Sepp Wurm

Vor 50 Jahren am Jenner: Der erste Ski Weltcup

 von Sepp
Der erste Ski Weltcup am Jenner 1967 © TRBK

Der erste Ski Weltcup am Jenner 1967 © TRBK

Am 5. und 6. Januar 1967 fanden die ersten Ski Weltcup Rennen in der Geschichte statt. Austragungsort der damals noch FIS A-Rennen genannten Bewerbe war der Jenner.

82 Skiläufer aus 16 Nationen kämpfen am 5. Januar 1967 im Slalom am Skiberg am Königssee um Sekunden. Start des Spezialslaloms war am Spinnerkaser, das Ziel an der Mittelstation der Jennerbahn. Der erste Vorläufer bei diesem Rennen ist übrigens Sebastian Aigner vom Skiclub Berchtesgaden, der Vater von Thomas Stangassinger, dem Slalom Olympiasieger von 1994 in Lillehammer.

Ski Wletcup Slalom 1967 am Jenner © TRBK

Ski Weltcup Slalom 1967 am Jenner © TRBK

Nach dem ersten Lauf führt der schwedische Holzfäller und Weltklasse-Slalomfahrer Bengt Erik Grahn mit mehr als einer Sekunde Vorsprung. Allerdings wird dem Schweden im zweiten Lauf die anspruchsvolle Piste am Jenner zum Verhängnis und er scheidet wenige Meter vor dem Ziel mit einem Einfädler aus. Erster Sieger eines Ski-Weltcup-Rennens ist damit der Österreicher Heini Messner, der den Franzosen Melquinod und den Schweizer Dumeng Giovanoli auf die Plätze verweist. Jean-Claude Killy, der spätere dreifache Olympiasieger, schafft es an die vierte Stelle, beeindruckt aber die zahlreichen Zuschauer mit seiner eleganten Fahrweise. Bester Deutscher im Spezialslalom ist Willi Lesch vom SC Kreuth. Lokalmatador Rudi Schaupp, der heutige Betreiber der Rossfeld-Skilifte kommt an die 48. Stelle.weiterlesen »

Sepp Wurm

Winterwanderung auf die Kneifelspitze

 von Sepp
Das Lauchlehen in Maria Gern auf dem Weg zur Kneifelspitze

Das Lauchlehen in Maria Gern auf dem Weg zur Kneifelspitze

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und ich muss noch ein paar Überstunden abbauen. Was also tun bei dem momentanen Traumwetter? Ich habe mich am heutigen Dienstagnachmittag für eine kleine Wanderung von Maria Gern zur Kneifelspitze entschieden. Und ich habe die Entscheidung nicht bereut: Strahlender Sonnenschein, eine schneebedeckte Landschaft und relativ warme Temperaturen sorgten für perfekte Verhältnisse für eine wunderbare Winterwanderung.

Startpunkt meiner Wanderung ist der Parkplatz unterhalb der Wallfahrtskirche Maria Gern. Hinter der Kirche führt ein sehr steiler Weg hinauf in den Wald. Der Weg führt zum Lauchlehen, einem hochgelegenen Bauernhof. Am Rand der schneebedeckten Wiese führt dann ein schmaler Wanderweg am Wald entlang bergauf. In der Sonne ist es richtig warm, ich ziehe meine Jacke aus. Danach führt der Weg wieder durch den Wald. Einige Stellen des Weges sind leicht eisig, es ist also höchste Vorsicht geboten. Auch wenn die Sonne jetzt nur stellenweise ihren Weg zwischen den Bäumen hindurch findet, sind die Temperaturen immer noch sehr angenehm. Zumindest solange ich in Bewegung bleibe.

Der Weg führt durch teilweise verschneiten Wald

Der Weg führt durch teilweise verschneiten Wald

Nach steilen Serpentinen trifft der schmale Weg auf die breitere Fahrstraße, die von der Metzenleiten zur Kneifelspitze hinaufführt. Ich folge dem breiten Weg und werde vom Gipfelkreuz hinter der Paulshütte auf der Kneifelspitze empfangen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Besinnliche Wanderung rund um den Kunterwegkogel

 von Sepp
Ein echtes Schmuckstück: Die Kunterwegkirche

Die Kunterwegkirche

Nördlich der Pfarrkirche St. Sebastian im Bergsteigerdorf Ramsau erhebt sich der Kunterwegkogel, ein bewaldeter Hügel der – trotz des hohen und weithin sichtbaren Sendemasts auf seinem Gipfel – neben den spektakulären Bergen wirklich unscheinbar wirkt. Dabei ist der Kogel, wie ihn die Einheimischen nennen, ein durchaus lohnenswertes Wanderziel. Ich war am Samstag auf dem Wanderweg rund um den Kunterwegkogel unterwegs.

Man kann diese Tour im Zentrum von Ramsau starten und kurz hinter der Kirche bzw. dem Gasthof Oberwirt über den Kalvarienberg zur Kunterwegkirche aufsteigen. Ich wähle einen anderen Weg und gehe vom Bindenkreuz über den Ramsauer Mühlsteinweg zur versteckt im Wald liegenden Kunterwegkirche. Während die wunderbare Kirche schon im Schatten liegt, leuchtet die Watzmann-Westwand in der Ferne.

Ankunft an der Kunterwegkirche

Ankunft an der Kunterwegkirche

Ich gehe nicht zur Kirche, sondern zweige nach links ab und folge dem Weg bergauf. Am Ende des Kiesweges zweige ich dann nach rechts in den Wald ab. In leichtem Auf und Ab gehe ich durch den Wald und folge der Beschilderung Kunterwegkogel. Auf dem Gipfel des Kogels steht inmitten des Waldes ein hoher und markanter Sendemast.

Der Sendemast auf dem Kunterwegkogel

Der Sendemast auf dem Kunterwegkogel

Zwei Bänke stehen auf dem Kunterwegkogel und laden zum Verweilen ein. Der Kogel ist komplett bewaldet, zwischen den Bäumen hindurch sieht man aber im Osten auf das Bergsteigerdorf Ramsau, im Süden auf Watzmann und Hochkalter und im Westen zur Reiter Alm.weiterlesen »

Sepp Wurm

Weihnachtsmarkt der Bayerischen Staatsforsten

 von Sepp
Claudia Richter, Josef Ponn (l) und Anton Wegscheider (r)

Claudia Richter, Josef Ponn (l) und Anton Wegscheider (r)

Weihnachtsfreude und Waldpflege in einem

Christbäume und Wildbret aus der Region gibt es zum 15. Mal beim traditionellen Weihnachtsmarkt der Bayerischen Staatsforsten am Forstbetrieb Berchtesgaden. Handgemachte Cranberry-Marmelade und Fleisch vom Muffelschaf werden erstmalig angeboten.

„Fleißige Hände sind seit einigen Wochen tätig“, lobt BaySF-Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller das Team um Claudia Richter, damit die Stammkundschaft des Weihnachtsmarkts der Bayerischen Staatsforsten wie gewohnt zufrieden gestellt werden kann. Als Beilage zum Festtagsbraten haben talentierte Beschäftigte der Bayerischen Staatsforsten eine Marmelade aus im Schönramer Filz biologisch angebauten Cranberrys gezaubert. Als Rarität gibt es neben Reh, Hirsch und Gams zum ersten Mal das Fleisch eines Muffelschafs vom Untersberg. „Für die verdienten Berufsjäger Josef Ponn und Anton Wegscheider ist der 15. Weihnachtsmarkt der Bayerischen Staatsforsten etwas Besonderes, da beide vor dem nächsten Weihnachtsmarkt in den Ruhestand gehen werden.“ so Daniel Müller.

Christbäume aus heimischen Wäldern

Die jungen Fichten und Tannen stammen aus naturnaher nachhaltiger Forstwirtschaft. Über die Entnahme der Christbäume  freuen sich nicht nur die weihnachtlich gestimmten Menschen, sondern auch die im Wald bleibenden Bäume, die sich nun besser entwickeln können. Eine weitere Besonderheit sind die von dem Waginger Forstwirt Max Poschner in liebevoller Handarbeit angefertigten Holzschnitzereien. Hinzu kommen Misteln, für die stark befallene Bäume gefällt und abgeerntet wurden, sowie Daxen und Grabbäumchen.weiterlesen »

Sepp Wurm

Das Tal der Almen und Adler

 von Sepp
Das Klausbachhaus

Das Klausbachhaus

Im Bergsteigerdorf Ramsau im Westen des Nationalparks Berchtesgaden liegt das Klausbachtal. Vom Hintersee erstreckt sich das Tal auf einer Länge von etwa 7 Kilometern bis zum Hirschbichl, der Grenze zu Österreich. Das Klausbachtal ist auch bekannt als Tal der Adler und Almen. Diese beiden Themenbereiche wurden jetzt durch zwei Neuerungen für den Besucher noch deutlicher erlebbar gemacht: Eine neue Steinadler-Beobachtungsstation und die Ausstellung „1000 Jahre Auf und Ab“ zur Geschichte der Almwirtschaft.

Die Beobachtung von Greifvögeln hat im Berchtesgadener Land eine lange Tradition. Schon von 1983 bis 1987 wurden hier Steinadler wissenschaftlich untersucht. Die neue Steinadler-Beobachtungsstation im Klausbachtal befindet sich etwa 500 Meter hinter der Informationsstelle Klausbachhaus, ist barrierefrei gestaltet und auch im Winter über den geräumten Winterwanderweg ins Klausbachtal erreichbar.

Die neue Steinadler Beobachtungsstation im Klausbachtal

Die neue Steinadler Beobachtungsstation im Klausbachtal

An dieser zeitgemäß gestalteten Informationsstelle können sich die Besucher des Nationalparks über den faszinierenden Vogel informieren und mit etwas Glück in seiner natürlichen Umgebung auch erleben. Die Halsgrube, das bevorzugte Thermik Gebiet des Steinadlers liegt nämlich direkt gegenüber.

Blick in die Halsgrube

Blick in die Halsgrube

Wer keine echten Steinadler erlebt, kann sich am kunstvoll geschnitzten Adlerkopf des Berchtesgadener Holzschnitzers Mario Guggenberger erfreuen, der die Station ziert.

Geschnitzter Steinadler-Kopf von Mario Guggenberger

Geschnitzter Steinadler-Kopf von Mario Guggenberger

Zur gestrigen offiziellen Eröffnung war auch Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler-Dame Jennifer vor Ort. In seinem Gehege am Obersalzberg könnt Ihr zwei domestizierte Exemplare des Greifvogels erleben.

Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler Dame Jennifer

Falkner Wolfgang Czech mit Steinadler Dame Jennifer

Neben der komplett neuen Steinadler-Beobachtungsstation wurde der Innenraum des Klausbachhauses komplett neugestaltet. Die Umgestaltung ist Teil der Nationalpark Strategie, die dezentralen Infostellen inhaltlich an das Haus der Berge anzupassen. Dabei werden die vier Hauptlebensräume Wasser, Wald, Alm, Fels & Karst jeweils an einem passenden Ort präsentiert. Der passende Ort, um den Lebensraum Alm zu präsentieren ist eben das Klausbachtal und die Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus.weiterlesen »