St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Sepp Wurm
Das Hochgartlehen in Bischofswiesen

Das Hochgartlehen in Bischofswiesen

Frau Holle meint es wirklich gut mit uns: Auch heute sind wieder große Mengen an Neuschnee gefallen. Nach meiner kleinen Skitour zum Hirschkaser gestern stand heute eine Winterwanderung in Bischofswiesen auf meinem Programm.

Startpunkt meiner Winterwanderung ist das Langlaufzentrum Aschauerweiher. Hier kann man nämlich nicht nur hervorragend langlaufen, sondern auch wunderbar spazieren gehen. Vom Parkplatz nehme ich den Weg zum Märchenpfad Bischofswiesen. Dazu muss ich einmal sogar die Langlaufloipe überqueren.

Der Aschauerweiher: Im Sommer Naturbad, im Winter Langlaufzentrum

Der Aschauerweiher: Im Sommer Naturbad, im Winter Langlaufzentrum

Ich gehe ganz vorsichtig um die Spur für die Langläufer nicht zu zerstören. Bei den aktuellen Schneeverhätnissen ist die Loipe sehr weich und dementsprechend empfindlich. Besonders beim Überqueren der Klassik-Spur passe ich auf, die beiden parrallel in den Schnee gefrästen Spuren nicht zu beschädigen.

Perfekte Loipen Bedingungen für Skating und klassischen Langlauf

Perfekte Loipen Bedingungen für Skating und klassischen Langlauf

Hinter dem Langlaufzentrum führt der Weg in den Wald. Obwohl der Bischofswieser Märchenpfad kein geräumter Winterwanderweg ist, sind schon einige Wanderer hier entlang spaziert. Eine deutliche Spur führt durch den tiefen Schnee. weiterlesen »

Sepp Wurm

Hirschkaser Skitour am kältesten Tag

 von Sepp
Der Hirschkaser, Ziel von Sifahrern, Skitourengehern, Rodlern und Fußgängern

Der Hirschkaser, Ziel von Sifahrern, Skitourengehern, Rodlern und Fußgängern

Der heutige Tag, der 7. Januar 2017, war der kälteste Tag seit Jahren, auch bei uns im Berchtesgadener Land herrschten Temperaturen von bis zu minus 20° Celsius. Daheim in der warmen Stube zu bleiben ist aber keine Option: Immerhin hat es die beiden letzten Tage so richtig geschneit. Mehr als ein halber Meter Schnee hat unsere Berge in einen Traum für alle Wintersportler und Winterwanderer verwandelt. Die großen Neuschneemengen sorgen aber für eine erhebliche Lawinengefahr, eine alpine Skitour ist also noch zu gefährlich. Stattdessen habe ich heute eine Skitour zum Hirschkaser im Bergsteigerdorf Ramsau gemacht.

Ich bin schon oft die Aufstiegsspur durch den Wald mit den Skiern gegangen. Doch so schön verschneit habe ich den Wald noch nicht erlebt. Die Anstrengung des Aufstiegs lässt mich die arktischen Temperaturen gar nicht spüren. Lediglich am Anfang meines Weges spüre ich den klaten Hauch an den Wangen und den Fingern.

Aufsiegsspur durch den tiefverschneiten Wald

Aufsiegsspur durch den tiefverschneiten Wald

Durch den Tiefschnee führt eine bereits ausgetretene Spur hinauf, zahlreiche Skibergsteiger waren die letzten Tage hier oben unterwegs. Auch heute lassen sich etliche Tourengeher von den kalten Temperaturen nicht abhalten und sind auf den Tourenskiern unterwegs.weiterlesen »

Förderbescheid für neue Jennerbahn

 von Sarita
Übergabe Förderbescheid Jennerbahn, 3. Januar 2017

Übergabe Förderbescheid Jennerbahn, 3. Januar 2017

Bei strahlendem Winterwetter übergab am 3. Januar 2017 die Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner an der Bergstation der Jennerbahn auf 1.800 Metern Höhe den Förderbescheid über 10.5  Millionen Euro für den geplanten Ersatzbau der Jennerbahn am Königssee im Berchtsgadener Land an den Vorstandsvorsitzenden der Berchtesgadener Bergbahn AG und an Hannes Rasp, den Bürgermeister der Gemeinde Schönau an Königssee.

Letzter Betrieb der Jennerbahn ist am 5. März 2017, Neueröffnung ist im Mai 2018

Die Seilbahn auf den Jenner, den aussichtsreichen Berg direkt am Königssee besteht seit 1953, wurde Anfang der 1970er Jahre renoviert und ist seitdem in diesem Zustand. Vor 50 Jahren, am 5. und 6. Januar 1967 fandien hier sogar die ersten Rennen des Alpinen Ski-Weltcups statt.weiterlesen »

Sepp Wurm

Skitour auf den Götschenkopf

 von Sepp
Skitourengeher auf dem Götschenkopf genießen den Ausblick zum HochkalterV

Skitourengeher auf dem Götschenkopf genießen den Ausblick zum Hochkalter

Ich habe das heutige Traumwetter zu einer kleinen Skitour genutzt. Da noch zu wenig Schnee für eine alpine Skitour liegt, muss ich auf eine beschneite Piste ausweichen. Meine Wahl fiel daher auf die Skitour auf den Götschenkopf in Bischofswiesen, der aussichtsreich über dem Skigebiet Götschen thront.

Ich breche am Vormittag an der Talstation des Skigebiets Götschen auf. Auf der Piste ist schon einiges los, besonders Familien und Kinder nutzen die bestens präparierte Piste zum Skifahren.

Das Skigebiet Götschen in Bischofswiesen

Das Skigebiet Götschen in Bischofswiesen

Die Aufstiegsspur für Skitourengeher am Götschen führt am Rand der sogenannten Damenabfahrt hinauf. Da ich den Pistenskifahrern nicht in die Quere kommen will, halte ich mich natürlich an die vorgegebene Strecke. Am Rand der Piste gehe ich hinauf bis auf Höhe der Bergstation der Götschenkopfbahn. Hier zweige ich nach links in den Wald ab. Auf einer dünnen Schneeunterlage gehe ich mit meinen Skiern durch die Bäume hinauf in Richtung Gipfel.weiterlesen »

Cheftrainer Norbert Loch im Interview

Cheftrainer Norbert Loch im Interview

Am Donnerstag, 5. und Freitag, 6. Januar 2017 starten die schnellsten Rennrodler der Welt am Königssee in die zweite und entscheidende Saisonhälfte. Danach gibt es nur noch einen Weltcup im lettischen Sigulda vor dem Saisonhöhepunkt, den 47. FIL Weltmeisterschaften der Rennrodler in Innsbruck-Igls am 28. und 29. Januar.

Der Berchtesgadener Anzeiger hat aus aktuellem Anlass des bevorstehenden fünften Viessmann Rennrodel Weltcups der Saison mit dem deutschen Cheftrainer Norbert Loch gesprochen.

 

Herr Loch, wir sind von ihren Rennrodlern bei Heimrennen Siege gewohnt. Erwarten wir zu viel?

Norbert Loch: „Wir haben bei den ersten vier Weltcups der Saison bereits gesehen, dass die Konkurrenz international sehr stark ist und dass es auch hier am Königssee sehr schwer werden wird zu gewinnen oder sogar auf das Podium zu fahren.

 

Sie sprechen in erster Linie von den Herren, oder?

Norbert Loch: „Nicht nur. Aber das Herrenniveau ist tatsächlich noch einmal gestiegen. Die Konkurrenz, vor allem durch den Österreicher Wolfgang Kindl, die Amerikaner Chris Mazdzer und Tucker West, den Südtiroler Dominik Fischnaller und auch durch die drei sehr starken Russen, ist noch einmal größer geworden. Damit ist ein fünfter Platz nicht gleichbedeutend mit einer schlechten Leistung.“

 

Sie wollen uns jetzt aber nicht ernsthaft sagen, dass unsere Herren mit einem fünften Platz zu Hause am Königssee zufrieden wären?

Norbert Loch: „Nein. Die beiden Lokalmatadore Julian von Schleinitz und Felix Loch, als Weltmeister und Weltcup-Sieger von 2014 am Königssee, sind natürlich beide heiß darauf, sind Daheim mit Podiumsplatzierungen wieder an der Weltspitze zurück zu melden. Das ist auf jeden Fall das Ziel – auch für die anderen deutschen Männer. Aber es wird schwer und das macht die Rennen spannend!“

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Rosi Fürmann
die hl. Drei Könige - Sternsinger - auf ihrem Gang durch die Gemeinde Teisendorf, den Segenswunsch zu überbringen, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland

die hl. Drei Könige – Sternsinger – auf ihrem Weg durch den tiefverschneiten Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes

 Die Sternsinger auf ihrem Weg durch die Gemeinden im tiefverschneiten Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes

In den Tagen um den 6. Januar ziehen die Sternsinger durch die Orte. Die Heiligen Drei Könige kommen, die mit ihren Segenswünschen zum Fest der Erscheinung des Herrn von Haus zu Haus ziehen und um Gaben für Notleidende bitten.

die hl. Drei Könige – Sternsinger – auf ihrem Weg durch den Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes bringen ihre Segenswünsche in die Häuser

Die hl. Drei Könige mit ihrem Stern beschließen die in der Kultur des gelebten Glaubens mit dem Advent und und dem Geschehen um Weihnachten tief geprägte Zeit . Das Anzünden der Kerzen am Adventskranz, die Herbergsuche der Muttergottes beim Frauentragen, der Nikolaus mit Lob und Tadel, das Aufbauen der heimatlichen Krippe, der Heilige Abend mit dem leuchtenden Christbaum und die Sternsinger auf ihrem winterlich-kalten Weg – all das ist nicht Wegzudenken aus dieser so wundersamen Zeit.weiterlesen »

BR-Redakteur Christian Eisele interviewt Wilfried Däuber (li.) und Michael Brandner (mi.) am Jenner

BR-Redakteur Christian Eisele interviewt Wilfried Däuber (li.) und Michael Brandner (mi.) am Jenner

Am Jenner wurde 1967 Sportgeschichte geschrieben

Redakteur Christian Eisele von der BR Abendschau interviewte 3 Zeitzeugen, die „damals“ dabei waren. Wilfried Däuber (aktuell Betriebsleiter der Jennerbahn und Vorstand des Skiklubs Berchtesgaden) war als 11-jähriger Bub mit seinem Vater beim 1. alpinen Weltcup vor Ort. Vater Friedl Däuber war damals Betriebsleiter der Jennerbahn.

Michael Brandner war 2. Vorstand des Skiklubs Berchtesgaden (ausrichtender Verein) und als Sub-Rennleiter eingesetzt.weiterlesen »

Sepp Wurm

Am Hintersee: Warnung vor dem Eis

 von Sepp
Warnschild am Hintersee

Warnschild am Hintersee

Winterzeit bedeutet Eiszeit. Derzeit frieren langsam die heimischen Seen zu – vor allem in Schattenlagen wie am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau.

„Tragfähige Eisflächen ab einer Eisstärke von zwölf Zentimetern sind derzeit noch nicht zu erwarten. Bei den aktuell niedrigen Wassertemperaturen verliert ein Mensch, der ins Eis eingebrochen ist, innerhalb kurzer Zeit das Bewusstsein und läuft Gefahr zu ertrinken“, warnt Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer.

Bisher sind nur wenige Gewässer mit einer Eisschicht bedeckt, der Hintersee bei Ramsau friert langsam zu, aber hat noch lange keine komplett geschlossene Eisschicht – trotzdem sind schon viele Menschen mit den Schlittschuhen oder zu Fuß auf dem See unterwegs.

Schlittschuhläufer und Fußgänger auf dem Hntersee

Schlittschuhläufer und Fußgänger auf dem Hntersee

Die Wasserwacht Berchtesgaden warnt daher ausdrücklich vor den Risiken und appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen: Die Eisschicht muss mindestens zwölf Zentimeter dick sein, um eine Einzelperson sicher zu tragen. Da die Stärke der Eisdecke aufgrund von Strömung und wechselndem Wasserstand variieren kann, sollte man sich im Zweifelsfall gegen Aktivitäten auf zugefrorenen Gewässern entscheiden. Vor allem Kinder müssen über die Gefahren des Eises aufgeklärt und zum richtigen Verhalten angeleitet werden. Erst wenn es über einen längeren Zeitraum richtig kalt bleibt, bildet sich eine dicke Schicht aus, die auch mehrere Menschen trägt.

Der zugefrorene Hintersee in Ramsau

Der zugefrorene Hintersee in Ramsau

Verhaltensregeln bei zugefrorenen Seen

Wegen der aktuellen Gefahr erinnert die BRK-Wasserwacht an die wichtigsten Verhaltensregeln an winterlichen Gewässern: weiterlesen »

Sepp Wurm

Geo zu Besuch beim Bergbrenner

 von Sepp
In der Brennerei Eckerleiten der Enzianbrennerei Grassl

In der Brennerei Eckerleiten der Enzianbrennerei Grassl

Aus Hamburg hat sich Reporter Olaf Tarmas in die Berchtesgadener Berge aufgemacht, um für die Frühjahrsausgabe 2017 der Zeitschrift „Geo Wissen Ernährung“ zum Thema Bitterstoffe zu recherchieren. Er besuchte den Bergbrenner Hubert „Hubsi“ Ilsanker an der „Eckerleiten“ an der Roßfeld-Panoramastraße, wo eine der Brennhütten der Enzianbrennerei Grassl steht und ließ sich von Destaillateurmeister Franz Hölzl einiges zu Bitterstoffen in der Likörherstellung erklären.

Bergbrenner Hubsi Ilsanker, diese Mal nicht in Lederhose

Bergbrenner Hubsi Ilsanker, diese Mal nicht in Lederhose

Was nur wenige Menschen wissen: In der Enzianbrennerei Grassl werden die Wurzeln nicht nur zur Vergärung und zur späteren Destillation zu „Gebirgs-Enzian“ verarbeitet. Fein gehackte Enzianwurzeln werden im unverarbeiteten Zustand auch in Likörmazeraten angesetzt, um eine Bitternote zu erreichen. Enzianbitterstoffe findet man übrigens auch in Medikamenten (z.B. Sinupret), in Aperitifs (z.B. Aperol) und in den meisten Kräuterlikören, ganz neu auch in einigen Tonic Waters.weiterlesen »

Sepp Wurm

Winterwanderung zum Schneibsteinhaus

 von Sepp
Das Schneibsteinhaus

Das Schneibsteinhaus

Der Winter lässt ja immer noch auf sich warten, die Skier können noch im Keller bleiben. Stattdessen werden wieder die Wanderstiefel geschnürt. Am zweiten Weihnachtsfeiertag habe ich zum Beispiel eine Wanderung zum Schneibsteinhaus gemacht.

Ich starte am Parkplatz Hinterbrand und wandere über den bekannten Wanderweg zur Mittelstation der Jennerbahn. Während der Weg durch den Wald nahezu schneefrei ist, führt der Weg am Krautkaserhang über eine präparierte Skipiste. An diesem Hang im Skigebiet Jenner trainieren bereits die Nachwuchsskifahrer des DSV, mit dem nächsten Schneefall wird der Jenner dann auch für den normalen Skifahrer geöffnet. Bis dahin sind ein paar vereinzelte Skitourengeher hier unterwegs. Und natürlich Winter-Wanderer! An der Mittelstation gehe ich vorbei und unterhalb des Dr.-Hugo-Beck-Hauses entlang auf den Königsweg. Auf dem Weg zur Wasserfallalm lichtet sich die Wolkendecke und gibt den Blick frei auf den Watzmann.

Blick vom Königsweg zum Watzmann

Blick vom Königsweg zum Watzmann

Der Weg ist fast schneefrei, lediglich ein paar schattige Stellen sind von blankem Eis bedeckt. Besonders das steile Stück des Weges oberhalb der Königsbachalm ist extrem rutschig.weiterlesen »