Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Rosi Fürmann

Starkbieranstich in Teisendorf und Piding

 von Rosi

Fastenzeit – süffiges Starkbier und viel Humor beim „Derblecken“ Starkbieranstich in Teisendorf und Piding

Warum zur Fastenzeit das Starkbier? Bereits seit dem 4. Jahrhundert ist die Fastenzeit vor Ostern bezeugt. Im Lauf der Geschichte des Christentums ändern sich die Regeln und Verbote zur Fastenzeit immer wieder. Papst Gregor I. legt im Jahr 590 für die Fastenzeit fest: Nur eine Mahlzeit täglich mit dem Verbot für den Verzehr von warmblütigen Tieren und tierische Produkte wie Eier, Milch, Butter und Käse sowie Alkohol. Papst Julius III lockert diese Fastenregeln Mitte des 16. Jahrhunderts mit nur mehr dem Verzicht auf Fleisch. Fisch, Mehlspeisen und viel vegetarische Kost stehen jetzt auf dem Speiseplan. Die Fantasie, Fastenregeln zu umgehen, kennt kaum Grenzen: So erklären die Mönche z.B. Vögel und Geflügel zu Wassertieren, da sie laut Schöpfungsgeschichte am selben Tag erschaffen wurden. Sogar den Biber setzen sie wegen des schuppigen Schwanzes den Fischen gleich.

Da auch Alkohol verboten ist, greifen die Mönche zu einer List: Sie brauen das besonders nahrhafte Starkbier, um auch in der Fastenzeit den für die schwere Arbeit nötigen Kalorienbedarf zu decken. Dabei berufen sie sich auf die Regel, nach der Flüssiges das Fasten nicht bricht. Um das Bier vom Papst für die Fastenzeit genehmigen zu lassen, schicken sie eine Kostprobe nach Rom. Durch die lange Reise inzwischen verdorben lässt derPapst dieses „ungenießbare Getränk“ für die Fastenzeit zu.weiterlesen

Die neuen Pächter vom Kärlingerhaus

 von Sepp
Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Die grüne Oase im Steinernen Meer: Der Funtensee und das Kärlingerhaus

Andreas und Michael Bachmann heißen die neuen Hüttenwirte am Kärlingerhaus. Die beiden Brüder aus Österreich werden ab Mai die Berghütte der DAV Sektion Berchtesgaden am Funtensee führen. In den letzten Jahren hat das Brüderpaar auf der Priener Hütte am Geigelstein gearbeitet. Ab 18. Mai werden die Beiden ihre langjährige Erfahrung nutzen, um Wanderer und Bergsteiger am Kärlingerhaus zu versorgen. Die Brüder Bachmann folgen Gabi und Sigi Hinterbrander nach, die im Purtschellerhaus eine neue Wirkungsstätte gefunden haben. Wenn die Schnee- und Wetterbedingungen passen wird Sigi Hinterbrandner das Kärlingerhaus noch einmal für die Skitourenwochen bewirtschaften, vorrausichtlich vom 24. März 2018 bis zum 8. April. Reservierungen für die Schitourenwochen bitte per Mail an sigi.almberg@t-online.de oder info@purtschellerhaus.de bzw. teleonisch unter +49-8650-513.

Ab 18. Mai beginnt dann eine neue Ära am Funtensee. Wenn Ihr jetzt schon euren Platz für eine Hüttenübernachtung buchen wollt, nutzt bitte diesen Link zum Reservierungssystem.

Die Öffnungszeiten der Berghütten des DAV Berchtesgaden

Die vier Berghütten der Sektion Berchtesgaden des Deutschen Alpenvereins öffnen in den beiden letzten Mai-Wochen:

Bitte beachtet: Bei der Wasseralm kann man nur über das Reservierungssystem huetten-holiday.de reservieren.weiterlesen

Schnupper-Einsatz auf der Alm

 von Sepp
Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau

Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau

„Schützen unterstützen“ in der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. So der Titel einer  Freiwilligenreise, die die Biosphärenregion gemeinsam mit dem Nationalpark und der Berchtesgadener Land Tourismus GmbH entwickelt hat.

Pure Idylle ist es, die den Besucher normalerweise hinauf auf die zahlreichen Almen und hinein in die Berchtesgadener Berge lockt. Für alle, die sich wirklich für das Leben und die Arbeit hinter den romantischen Fassaden interessieren, gibt es jetzt das Angebot „Schützen unterstützen“. Und damit die Möglichkeit, exklusive Einblicke in die artenreiche Kulturlandschaft von Deutschlands einziger alpiner UNESCO-Biosphärenregion zu ergattern.

Der erste Termin findet vom 31. Mai bis 3. Juni statt und verspricht ein intensives Bergerlebnis. Gemeinsam mit Almführerin Gerti Rutz geht es zur malerisch gelegenen Mordaualm, wo beim „Almschwenden“ im Angesicht von Reiteralm und Hochkaltermassiv Wurzeln von Gehölzen und Weideunkräutern entfernt werden.

Schwenden auf der Alm

Schwenden auf der Alm

Nebenbei erfahren Teilnehmer alles über die regionale Flora und Fauna und kommen bei der anschließenden Brotzeit mit der Sennerin ins Gespräch.weiterlesen

Das winterliche Hochgartdörfl

Das winterliche Hochgartdörfl in Bischofswiesen

Bei Einheimischen ist das Gebiet rund um das Hochgartdörfl in Bischofswiesen schon lange sehr populär zum Spazierengehen. Es bietet schöne Ausblicke auf die Berchtesgadener Berge und auf eines der ältesten Siedlungsgebiete des Berchtesgadener Tals.

Winter am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Winter am Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen

Vor fast 900 Jahren wurde hier der einst dichte Wald gerodet, so das eine offene Kulturlandschaft entstand mit vielfältigen und sehr artenreichen Lebensräumen wie Mager- und Feuchtwiesen und jahrhundertalten Feldrainen, über die man interessante Dinge auf den Informationstafeln am Wegesrand erfahren kann (Natur-Erlebnisweg Bischofswiesen). Im Winter kann man das Gebiet mit Langlaufski, Schneeschuhen oder auf dem geräumten Natur-Erlebnisweg erkunden

Halb im Schnee versunken ist die wunderschöne Eingangstür vom Unterhochgartlehen. Die typische alte Berchtesgadener Tür ist noch original von 1680

Halb im Schnee versunken ist die wunderschöne Eingangstür vom Unterhochgartlehen. Die typische alte Berchtesgadener Tür ist noch original von 1680

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Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Johannes Hofman, Maria Stangassinger (BGLT)

Staatssekretär Franz Josef Pschierer, Johannes Hofman, Maria Stangassinger (BGLT)

Heute verleih Staatssekretär Franz Josef Pschierer dem Gastronomen Johannes W. Hofmann die Bayerische Gastlichkeits-Medaille auf der Reisemess f.re.e in München.

Johannes Hofmann, geboren in Berchtesgaden, ging nach seiner Ausbildung zum Koch in den USA um dort Erfahrungen zu sammeln, war danach in Bad Reichenhall jahrelang erfolgreich als Gastwirt und Hotelier tätig und ist seit Jahrzehnten ein wichtiger Berater und Ideengeber für den Tourismus unserer Region.

  • Als Experte steht er dem Berchtesgadener Land Tourismus jederzeit als engagierter Berater zur Seite, wenn es um gastronomische Beiträge für Fernsehen, Hörfunk und Presse geht (z.B. Mei liabste Weis“ (ORF), Schlemmerreise (BR), Abendschau (BR)
  • Als Mitglied im Gremium der UNESCO Biosphärenregion Berchtesgadener Land setzt er seine jahrlangen Bemühungen um die Verwendung qualitativ hochwertiger regionaler Erzeugnisse in der heimischen Gastronomie fort. Bereits seit 2011 ist er aktiv im „Verein für Direktvermarkter BGL“. Aktuell realisiert er federführend ein Partnernetzwerk, das Küchenverantwortliche und Produzenten verzahnt.
  • Als „Super Chef Volant“ in Quebéc zeichnet er verantwortlich für mobiles bayerisches Catering, das höchsten Ansprüche erfüllt – und ist „nebenbei“ begeisterterer Botschafter für das Berchtesgadener Land, z.B. im Rahmen des „Carnaval de Quebéc“ mit Bayerischer Kultur und Küche
  • Um beste Nachwuchskräfte zu fördern, ist er seit Jahren im Arbeitskreis „Schule-Wirtschaft“ sowie als Ausbildungsberater der Berufsfachschule für Gastronomie Berchtesgadener Land aktiv.
  • Als Vorsitzender der DEHOGA Berchtesgadener Land und Mitglied im DEHOGA Vorstand Oberbayern setzt er sich energisch für die Anliegen der heimischen Gastronomie und Hotelerie ein.

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TV-Tipp: Landgasthäuser

 von Sepp
"Forelle Müllerin" im Gasthaus Seeklause am Hintersee im Bergsteigerdorf Ramsau

„Forelle Müllerin“ im Gasthaus Seeklause am Hintersee

Seit 1998 geht Gastronomiekritiker Werner Teufl auf kulinarische Entdeckungsreise durch Bayern. Schlemmerreise und Landgasthäuser heißen die beliebten Sendereihen, die fixer Bestandteil des Programms des Bayerischen Fernsehens sind. Auch im Berchtesgadener Land war Werner Teufl schon mehrmals zu Gast. Zuletzt sendete das Bayerische Fernsehen im November 2017 Landgasthäuser aus dem Berchtesgadener Land. Damals waren unter anderem das Hotel Gut Edermann und die Stoißer Alm im Rupertiwinkel, das Bergrestaurant auf dem Predigtstuhl in Bad Reichenhall sowie das Wirtshaus Wachterl und das Berghotel Rehlegg aus dem Bergsteigerdorf Ramsau dabei. Natürlich hat Werner Teufl bei seiner kulinarischen Tour durch unsere Heimat mehr Wirtshäuser und Gaststätten entdeckt, als in eine Sendung passen. Darum gibt es am Freitag, den 23. Februar 2018, um 19:30 Uhr die nächste Sendung der Landgasthäuser im Bayerischen Fernsehen.

Die Almer Wallfahrer am Königssee

Die Schlemmerreise durch das Berchtesgadener Land beginnt am berühmtesten Ort unserer Heimat: Am Königssee.

Kirche und Wirtshaus St. Bartholomä am Königssee

Kirche und Wirtshaus St. Bartholomä am Königssee

Hier trifft der Zuschauer die Almer Wallfahrer, die sich bei Europas ältester Hochgebirgswallfahrt jedes Jahr am Samstag nach Bartholomä (24. August) auf den Weg von Maria Alm über das Steinerne Meer zum Königssee machen.

Ankunft der Almer Wallfahrer auf St. Bartholomä

Ankunft der Almer Wallfahrer auf St. Bartholomä

Sehr viel gemütlicher geht’s in der historischen Gaststätte St. Bartholomä zu. In direkter Nachbarschaft zu den prägenden Zwiebeltürmen der barocken Wallfahrtskirche serviert der Bartholomä Wirt Gamsrücken mit Zwetschgen-Preiselbeer-Röster und Quarkknödeln.weiterlesen

Dem Himmel ganz nah: Im Watzmannkar

 von Sarah

Mit viel Genuss aber auch einer Portion Wehmut betrachtete ich in den vergangenen Wochen traumhafte Bilder aus dem Watzmannkar. Im letzten Jahr war ich das erste Mal dort gewesen – natürlich in der sommerlichen Jahreszeit. Erlaufen hatte ich dabei das dritte Watzmannkind. Solcher Trailrun hinterließ eine strake Wirkung auf mich, war das Terrain doch recht steil, anspruchsvoll und nicht für jedermann geeignet.

Steiles Terrain im Watzmannkar

Da ich im Winter oftmals einen Gang aufgrund der Schneelage zurückschalte(n) (muss) erfreute ich mich dennoch an den Bildern, die sich mir aus dem verwegenen Kar präsentierten. Ließen meine Ski-Fertigkeiten noch keine allzu schwierige Abfahrt zu. (Wer meinen Blog verfolgt weiß, dass ich in dieser Saison erst mit dem Skifahren begonnen habe).

Das Gelände erfordert Abfahrtskönnen

Nachdem ich jedoch, zum gefühlt hundertsten Mal, zeitschriftentaugliche Bilder von der Jungfrau sah, ereilte mich ein Blitzgedanke: Wenn zwar nicht mit Skiern könnte ich wohl mit Schneeschuhen ins Kar, und letztlich zur Skischarte laufen! Gepackt von solchem Impuls lieh ich mir am darauffolgenden Tag Schneeschuhe aus und machte mich auf den Weg zum Hammerstieler Parkplatz, um von dort aus meine Tour zu starten.

Die Watzmann-Jungfrau: Auch mit Schneeschuhen zu erreichen

Bereits um kurz vor neun Uhr füllte sich der Parkplatz allmählich mit SkitourengeherInnen. Interessiert beobachtete ich das Geschehen während ich mich selbst für mein kleines Abendteuer wappnete. Da mein Laufrucksack aufgrund der Wärmebekleidung kein Platz mehr zuließ, klemmte ich mir die Schneeschuhe kurzerhand zwischen Rucksack und Rücken. In der rechten Hand die Laufstöcke und los konnte es gehen. Ich lief zunächst, vorbei an den SkitourengeherInnen,  in Richtung Schapbachalm. Durch zahlreiche TourengeherInnen der letzten Wochen war der Weg bis dorthin festgetreten und für mich gut laufbar. Lediglich zu rutschen begann ich einige Male, wenn mich eisige Stellen ereilten.weiterlesen

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Blick gen Watzmann-Hocheck © Ann-Kathrin Helbig

Sonntagmorgen. Ich hatte genau vier Stunden Schlaf, aber die Wintersonne strahlt schon kräftig durch meine Vorhänge im Schlafzimmer. Vor nicht vielen Stunden, da schlenderte ich noch durch das frühlingshafte Venedig und nun bin ich wieder hier, mitten im tiefsten Winter. Wer wäre ich, wenn ich nur einen Sonnenstrahl verpasse? Keine Frage, schlafen kann ich wieder wenn es dunkel ist 🙂 Also packe ich schnell meinen Rucksack, trinke einen extra starken Kaffee und dann wird ausgerückt. Heute soll es hinauf zur Falzalm gehen. Richtig Sonne tanken ohne sich zu verausgaben.

Mein Auto stelle ich beim Parkplatz Hammerstiel in Schönau ab. Der Parkplatz ist mehr als voll, glücklicherweise ist mein Auto kompakt genug um das letzte freie Platzerl zu füllen. Hier kommen alle zusammen, ob Skitour zum 3. Watzmannkind , Gugl oder Wanderer die den Grünstein und/oder Kühroint anstreben. Gleich an der Schranke beim Parkplatz schnalle ich die Schneeschuhe an. Selbstverständlich kann man diese Tour auch als Skitour unternehmen, aber leider bereiten mir meine Skitourenstiefel noch zu große Schmerzen und beim abfahren treffe ich wohl jeden 2. Busch, Baum oder Stein.weiterlesen

Das war der Jennerstier 2018

 von Sepp
Eindrucksvolle Stimmung beim Sprintrennen des Jennerstier 2018 © Philipp Reiter

Eindrucksvolle Stimmung beim Sprintrennen des Jennerstier 2018 © Philipp Reiter

Wegen des Umbaus der Jennerbahn fand der Jennerstier, das legendäre Berchtesgadener Skitouren-Rennen, in diesem Jahr nicht nur am Jenner statt, sondern gab zusätzlich ein Gastspiel am Obersalzberg.

Zum ersten Mal auf deutschem Boden fand am Samstagabend ein Sprintwettkampf der Skibergsteiger statt. Schauplatz war das Skigebiet am Gutshof Obersalzberg. Es ging darum die etwa 1 Kilometer lange Strecke mit 65 Höhenmetern so schnell wie möglich zu absolvieren.

Jennerstier 2018 Sprintrennen © Philipp Reiter

Jennerstier 2018 Sprintrennen © Philipp Reiter

Nach einem Prolog fanden Ausscheidungsrennen der schnellsten Teilnehmer statt: Zu sechst liefen die Skibergsteiger dann gegeneinander.

Sprintrennen Mann gegen Mann © Philipp Reiter

Sprintrennen Mann gegen Mann © Philipp Reiter

Dieses spektakuläre Format lockte zahlreiche Zuschauer auf den Obersalzberg. Die Begeisterung der Zuschauer gipfelte schließlich in einem Heimsieg: Schnellster Mann war Josef Huber aus Berchtesgaden vor Stefan Knopf aus Bischofswiesen.weiterlesen

Verbraucherschutz in der Alpenstadt – seit 1493!

 von Fabi
Christoph Graschberger, der Bräu zu Bad Reichenhall

Christoph Graschberger, der Bräu zu Bad Reichenhall

Den meisten Bierconnoisseuren dürfte das „Bayerische Reinheitsgebot“ von 1516 ein Begriff sein, spätestens seit seinem 500. Jubiläum im Jahre 2016, das die Brauereien im Freistaat ausgiebig für Werbezwecke nutzten. Wer sich nur noch vage erinnert: Beim Bayerischen Reinheitsgebot handelt es sich um eine Landesverordnung, die Standards zum Bierbrauen vorschreibt und die Zutaten auf Wasser, Malz und Hopfen beschränkt. Zu mittelalterlichen Zeiten waren auch schon berauschende Gewächse wie Stechapfel und Schlafmohn in die Kessel gewandert, weswegen eine Regulierung notwendig wurde.

Für Kontroversen sorgt dabei schon seit Längerem, dass im Reinheitsgebot etablierte Ingredienzien wie Hefe oder sogar Weizen nicht erwähnt werden. Wie kann es sein, dass das bayerischste aller Getränke, das Weizenbier, nicht dem Reinheitsgebot entsprechen soll, da eben Weizen enthalten ist? Und konnte man damals überhaupt brauen ohne die Zugabe von Hefe bzw. Germ?weiterlesen