Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Ahornkaser

24 Stunden Untersberg extrem Wanderung

 von Sepp
24 Stunden Unetrsberg extrem Wanderer auf dem Berchtesgadener Hochthron © Andi Wiesinger

24 Stunden Untersberg extrem Wanderer auf dem Berchtesgadener Hochthron © Andi Wiesinger

Nachdem ich letztes Jahr beim Wander-Festival mit der 24 Stunden Watzmann extrem Wanderung meine erste 24 Stunden Wanderung absolviert habe, suchte ich auch am letzten Wochenende bei der 6. Auflage des Berchtesgadener Land Wander-Festivals die Herausforderung. Dieses Mal am Untersberg. Die Untersberg extrem Wanderung führt über 60 Kilometer und knapp 3600 Höhenmeter, die besondere Herausforderung ist dabei die Nachtetappe: Im Dunkeln müssen bei dieser Tour nämlich nochmals 1600 Höhenmeter im Aufstieg überwunden werden, also dann, wenn die Füße ohnehin schon schmerzen und das Weitergehen eine Frage des Willens ist. Hinzu kommt am letzten Wochenende das Wetter: Jeder der insgesamt 450 Teilnehmer an einer der 4 Wanderungen weiß beim Start, dass er das Ziel nicht trocken erreichen wird.

Dabei schaut’s am Samstagmorgen sehr gut aus. Pünktlich zum Start um 9 Uhr reißt der Himmel auf. Wir beginnen unsere Wanderung um 9:05 Uhr am Weihnachtsschützenplatz. Durch den Markt Berchtesgaden wandern wir über den Doktorberg zum Aschauerweiher und dahinter steil bergauf zum Stöhrweg. Der Watzmann, das zentrale Massiv der beiden anderen 24 Stunden Wanderungen zeigt sich jetzt gegenüber in seiner schönsten Form.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Doch unser nächstes Ziel ist der Untersberg. Wir gehen unter der Führung von Eddy Balduin auf dem Stöhrweg zur Talstation der Materialseilbahn des Stöhrhauses.

Eddy Balduin, der Masterguide der 24h Untersberg extrem Wanderung

Eddy Balduin, der Masterguide der 24h Untersberg extrem Wanderung

Hier haben die Organisatoren Getränke und kleine Snacks deponiert. Besonders die Getränke sind hier goldwert, die Sonne brennt ganz schön vom Himmel: Es ist richtig heiß. Frisch gestärkt wandern wir über die Serpentinen des Leiterl genannten Weges hinauf zum Gatterl oberhalb der Zehnkaseralm. Bei einer kurzen Pause genießen wir den Ausblick auf Watzmann und Hochkalter.

Pause am Gatterl | 24 Stunden Untersberg extrem

Pause am Gatterl | 24 Stunden Untersberg extrem

Der Weg zum Stöhrhaus führt jetzt durch die Latschenfelder, eines der größten zusammenhängenden Latschengebiete der Alpen, wie uns Guide Eddy erklärt.

Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Der Weg zum Stöhrhaus auf dem Untersberg

Kurz unterhalb des Stöhrhauses zeigt Eddy den Wanderern den unteren Einstieg zum Mittagsloch, den man von den Abbrüchen der Mulde unterhalb des Hauses sieht.

Blick zum Mittagsloch im Untersberg

Eddy zeigt den Blick zum Mittagsloch im Untersberg

Auch den oberen Einstieg zum Mittagsloch schauen wir uns an. Eine Leiter führt durch ein kleines Loch in das Innere des Untersberges.

Der Einstieg ins Mittagsloch

Der Einstieg ins Mittagsloch © Andi Wiesinger

Durch die Höhle führt ein Steig zum Almgelände des Scheibenkasers. Besonders Klettersteiggeher am Berchtesgadener Hochthron-Klettersteig nutzen den Weg durch die Höhle zum Abstieg. Viele der 24 Stunden Wanderer nutzen die Gelegenheit, um in die Höhle einzusteigen.weiterlesen

Feierabendwanderung

 von Ann-Kathrin

Von der Klaushöhe zum Rossfeld Hennenköpfl

Feierabend! Die Sonne knallt! Was tun?! Gemütlich in die Sonne legen? In mir steckt noch einiges an Energie, also auf gehts! Wandern! Mein heutiges Ziel sollte das Rossfeld Hennenköpfl werden. Gestartet bin ich am Bahnhof in Berchtesgaden mit der Buslinie 838 in Richtung Buchenhöhe. Ausgestiegen bin ich bei der Haltestelle Klaushöhe. Es ist schon früher Abend und die Sonne steht schon niedrig. Gespannt wie lange ich noch Sonne haben werde laufe ich los. Von der Bushaltestelle Klaushöhe gehe ich ein kleines Stückchen Straße in Richtung Buchenhöhe. In der zweiten Kurve der Straße zeigen Wegweiser wohin ich gehen muss. Ein Stück entlang einer Forststraße und dann links über ein kleines Brückerl in den Wald hinein. Nach ein paar Metern folgt ein weiteres Schild, das in Richtung Rossfeld und Purtschellerhaus zeigt. Nun wird aus einer breiten Forststraße ein Waldpfad. Der Weg ist trotz der hohen Temparaturen recht matschig. Nach ca. 30 Minuten habe ich dann den Perlerkaser erreicht. Vorbei am Perlerkaser überquere ich die Rossfeldstraße zur Enzianhütte von der Enzianbrennerei Grassl. Mittlerweile bieten sich mir tolle Ausblicke zum Hohen Göll.

Blick zum Hohen Göll

Blick zum Hohen Göll

Nun geht es einen ganz leicht steigenden breiten Weg hinauf zum Eckersattel. Umgeben bin ich von Wiesen, wo ich von Rindern neugierig beobachtet werde. Fast alle Augen der Herde sind auf mich gerichtet. Nach kurzer Gehzeit ist dann auch der Eckersattel mit seinem Kreuz erreicht. Von dort aus bietet sich die Möglichkeit zum Purtschellerhaus aufzusteigen. Man kann sich zwischen zwei Aufstiegswegen entscheiden. Einmal den deutschen und einmal den österreichischen Weg. Ich empfinde den österreichischen Weg als bequemer. Für den Aufstieg rate ich den deutschen Weg zu nehmen, da man damit schnell über steile Treppen am Haus ist und für einen knieschonenderen Abstieg wäre der östrreichische Weg zu wählen. Beide Wege sind mit einer roten Wegmarkierung versehen.

am Eckersattel

am Eckersattel

Beim Blick auf die Uhr sehe ich, dass es 19:00 Uhr ist. Ein Aufstieg zum Purtschellerhaus reizt mich ungemein. Aber es wäre die reinste Hetztour. Für gemütliches einkehren wäre keine Zeit und Übernachten ginge leider auch nicht, da ich am nächsten Morgen früh auf Arbeit sein muss. Also wird das Purtschellerhaus als Übernachtungs-/Einkehrpunkt auf ein nächstes Mal verschoben. Nun geht es am Eckersattel links leicht steigend aufwärts in Richtung Ahornbüchsenkopf. Aufgrund lauter „krrrräääh“ Geräusche werde ich aufmerksam. Zwei Tannenhäher sind zwischen den Bäumen unterwegs. Hübsch schauen sie aus. Schnell zücke ich die Kamera, doch leider sind die beiden zu schnell für mich. Toll finde ich am Tannenhäher, dass sie maßgeblich am Bestand der Zirben beteiligt sind. Für den Winter legt der Vogel sehr viele Depots von Zirbelnüssen an. Allerdings findet er nicht alle Depots wieder, wodurch neue Zirben entstehen. Bei der Oberahornalm bietet sich mir ein toller Ausblick zur Göll Ostwand und dem Purtschellerhaus.

Oberahronalm

Oberahronalm

Seit Erreichen des Perlerkasers wird meine Wanderung untermalt durch das Aufheulen der Motorradgeräusche. Mich stört es nicht besonders, allerdings passt es nicht ganz zu der wunderbaren Idylle, die sich mir hier bietet.weiterlesen

Unkraut am Rossfeld

 von Sepp

BR Magazin Unkraut dreht in Berchtesgaden

Unkraut heißt ein zweiwöchiges Magazin im Bayerischen Fernsehen, in dessen Mittelpunkt die Themen Umwelt- und Naturschutz,  Umweltsünden (vor allem wie man sie verhindern kann) und ökologische Hintergründe stehen. Diese Woche war ein Team des Bayerischen Rundfunks im Berchtesgadener Land zu Gast, um für die kommende Sendung am Montag, den 17. Februar zu drehen.

Achtung Terminänderung: Wegen einer aktuellen BR Extra Sendung entfällt die Sendung Unkraut am 17. Februar. Ein neuer Sendetermin steht noch nicht fest!

 

Dreharbeiten am Rossfeld

Am Rossfeld begleitete das Team von Unkraut den Klimatherapeuten Eddy Balduin auf eine Wanderung. Die Dreharbeiten fanden am Donnerstag statt und am Rossfeld wurde das Drehteam nicht nur von der bekannten Traumkulisse verwöhnt, auch das Wetter meinte es an diesem Tag ganz besonders gut mit Moderatorin Janina Nottensteiner. Strahlender Sonnenschein machte aus dem immer noch tief verschneiten Rossfeld einen Wintertraum in Weiß und Blau.

Moderatorin Janina Nottensteiner

Moderatorin Janina Nottensteiner

Danke Eddy für die wunderbaren Bilder von den Dreharbeiten, weiter unten gibt`s noch mehr zu sehen!

 

Weitere Themen der Sendung Unkraut

Neben der Wanderung mit Klimatherapeut Eddy Balduin drehte Unkraut noch weitere Szenen in Berchtesgaden und Umgebung:weiterlesen

Lisa-Graf-Riemann

Raus aus dem Nebel

 von Lisa

oder: Was blüht denn da im November?

 

Dass das Schreiben von Romanen nicht immer nur ein Vergnügen ist, kann man sich vielleicht vorstellen. Die größte Strafarbeit kommt aber erst, wenn die letzte Seite, der letzte Satz, das letzte Wort geschrieben ist: das Überarbeiten. Dafür sind Nerven wie Drahtseile gefragt und jede Menge Sitzfleisch.

Da sitzt man Stunde für Stunde am Schreibtisch, wühlt sich wie ein Maulwurf durch Berge von Seiten. 241 Seiten, das sind 7.524 Zeilen, 73.640 Wörter und 463.592 Zeichen. Draußen grauer Nebel, die Blätter im Garten gelb und braun.

 

 

 

Aber dann: Mittagspause. Raus aus dem Nebel. Die Roßfeldstraße hinauf und ab Oberau scheint die Sonne. Und auf dem kleinen Rundweg zum Ahornkaser und hinauf zum Ahornbüchsenkopf (1.604 m). Ringsherum alle Täler im Nebel, Salzburg liegt irgendwo zwischen Untersberg und Gaisberg. Die Nebelschicht ist undurchsichtig, nur die Tauernautobahn, die hört man trotzdem durch. Auch Hallein liegt unter einer weißen Decke, aber die Sicht auf den Dachstein ist frei und klar.

 

 

Und was blüht da am Hang über dem Ahornkaser? Der Frühlings-Enzian, auch Schusternagerl genannt. Blütezeit von März bis August. Nur am Ahornkaser auch bis November.

 

 

Lisa-Graf-Riemann

In den Nachmittag gewandert

 von Lisa

Ein kurzer Aufstieg aufs Purtschellerhaus

 

Wer den Aufstieg mit einem Abstieg beginnen will, stellt das Auto am Ahornkaser ab, wer aufsteigen will, am Ofnerboden, bei der Enzianhütte. Man trifft sich auf dem Eckersattel wieder, wo ein Trupp gefleckter Wegelagerer die Kreuzung besetzt. Malerisch ist ein gutes Dutzend von ihnen in den Mittag gestreut, Hufe sind lässig auf den sonnenbeschienenen Forstweg gestreckt. Man wandert achtsam zwischen ihnen und ihren Hinterlassenschaften hindurch.

Ein Kreuz und eine Entscheidung: Salzburger Weg, linksherum, sonnig, etwas weiter ausholend, oder Bayerischer Weg, die Direttissima quasi, eine Himmelsleiter aus hölzernen Stufen über das steilere, schattigere Gelände. Wir haben sie nicht gezählt, die Stufen, aber es sind ziemlich viele und wer sie durchmarschiert ohne stehenbleiben und verschnaufen zu müssen, dem sei zu seiner guten Kondition gratuliert.

weiterlesen