Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Almbauern

Almbauern besuchten Haus der Berge

 von Sepp

Rund 30 Almbauern waren der Einladung der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden und des Verbandes der Forstberechtigten im Chiemgau e.V. zum so genannten Almbauernstammtisch gefolgt. Unter der Leitung von Nationalpark-Mitarbeiter Ulrich Brendel nutzten die Teilnehmer schon vor der offiziellen Eröffnung die Gelegenheit, das Haus der Berge zu besuchen. Nationalparkleiter-Stellvertreter Dr. Roland Baier (vorne r.) und Maria Stöberl vom Verband der Forstberechtigten (vorne, 2.v.r.) freuten sich über das große Interesse am neuen Nationalparkzentrum. Anschließend traf sich die Gruppe zum Informationsaustausch im Nationalpark-Haus Berchtesgaden.

Almbauernstammtisch Haus der Berge

Almbauernstammtisch Haus der Berge

Am 10. Mai beginnt im Haus der Berge dann der Probebtrieb,  am 24. Mai folgt die offizielle Eröffnung!

 

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Der Nationalpark informiert

 von Sepp

Infoveranstaltung in der Nationalpark-Gemeinde Ramsau

Seit rund fünf Jahren lädt der Nationalpark Berchtesgaden die lokale Bevölkerung zweimal jährlich zu einer Veranstaltung ein, um über die Neuigkeiten aus dem Schutzgebiet zu informieren. Mit rund 70 interessierten Bürgerinnen und Bürgern war die Veranstaltung im Gasthaus Oberwirt in der Nationalpark-Gemeinde Ramsau auch in diesem Jahr gut besucht.

Bürgermeister und Nationalparkleitung

Bürgermeister und Nationalparkleitung

Zu Beginn stellte Nationalpark-Leiter Dr. Michael Vogel in einem Rückblick die Aktivitäten des Schutzgebietes im vergangenen Jahr vor.

 

Das Haus der Berge

Anschließend informierte Vogel über den aktuellen Baufortschritt am Haus der Berge, das am 10. Mai 2013 eröffnet wird. Die Mitarbeiter Uli Brendel und Andrea Heiß erläuterten das Konzept des neuen Bildungs- und Informationszentrums. „Das Haus der Berge wird weit mehr sein als nur ein Informationsgebäude“, erklärt Projektleiter Brendel. „Vielmehr entsteht hier ein neues Nationalparkzentrum, das Ausstellung, Bildungswerkstätten und Außengelände in einem Dreiklang vereint“. Anschließend wurden Themen wie die Parkplatzsituation rund um das Nationalparkzentrum sowie künftige Übernachtungsmöglichkeiten für Schulklassen diskutiert.

 

Stubenalm und Grubenalm

Aus dem Publikum kam außerdem die Frage zum aktuellen Stand bei den strittigen Verhandlungen zwischen der Gemeinde Bischofswiesen und dem Nationalpark zur Neuverpachtung der zum Riedherrnlehen gehörenden Almen. weiterlesen

Fuikln und Latsch’n-Boschn

 von Sepp
Almabtrieb mit Fuikln in Ramsau

Almabtrieb mit Fuikln in Ramsau

Almabtrieb im Berchtesgadener Land

Der 24. August ist für die Almbauern im Berchtesgadener Land ein ganz besonderer Tag. Ab diesem Zeitpunkt, dem Bartholomäus-Tag, darf nach alter Gewohnheit mit dem „Kranzen“, also dem Anfertigen des Kopfschmuckes der Tiere für den Almabtrieb, begonnen werden. Dieser Tag verkündet damit auch das nahende Ende des Sommers, die Kühe bleiben ab diesem Zeitpunkt noch zwischen 2 und 6 Wochen auf den Almen.

Fuikln: Kopfschmuck für den Almabtrieb

Der aufwändige Kopfschmuck der Kühe darf allerdings nur getragen werden, wenn kein Unglück den Almsommer trübte. Aus diesem Grund finden nicht alle der Almabtriebe geschmückt statt, da fast jedes Jahr einer der Alm-Bauern den Verlust von Jungtieren oder andere Probleme beklagen muss.

Der Kopfschmuck der Tiere lässt sich  traditionell in zwei verschiedene Arten einteilen. Zum einen die „Fuikln“: Dazu werden die Äste einer kleinen Tanne oder Fichte gebogen und festgebunden, so dass je nach Größe der Fuikl zwei bis vier kugelförmige Kronen entstehen. Diese werden dann mit  Rosen und Sternen aus fein gehobelten und eingefärbten Holzspänen geschmückt. Eine Fuikl erfordert je nach Größe bis zu 30 Arbeitsstunden, besonders das Falten der bis zu 200 Rosetten, die auf einer Fuikl Platz finden, erfordert viel Geduld und vor allem Fingerspitzengefühl. Im oberen Bild seht Ihr Fuikln an den ersten 3 Kühen. (Aufmerksame Leser dieses Blogs werden schon festgestellt heben, dass es sich bei den oben abgebildeten Kühen um Pinzgauer handelt).

Latsch`n-Boschn: Gschmückte Latschen

Wesentlich weniger Arbeit erfordert ein sogenannter „Latsch`n-Boschn“: Dabei handelt es sich um ein Stück Latschenkiefer, der mit sehr viel weniger von den Rosen oder Sternen aus den erwähnten Holzspänen geschmückt wird. Da der Latsch`n-Boschn nicht so prächtig erscheint wie eine Fuikl, ist er hauptsächlich bei Jungvieh und den kleineren Kühen verbreitet, wobei es hier allerdings keine festen Regeln gibt. Allerdings ist es meistens so, dass die größte Fuikl, wie auch die größte Glocke von der sogenannten Glockenkuh, der Leitkuh getragen wird.weiterlesen