Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Almerlebnisbus

Herbsttour durchs Klausbachtal zur Kammerlingalm

 von Sepp
Das Almkreuz auf der Kammerlingalm

Das Almkreuz auf der Kammerlingalm

Auch wenn der Almsommer vorbei ist und die Almen und Jausenstation geschlossen sind, lohnt sich eine Alm-Wanderung auch im Herbst. Ich war am Samstag auf der Kammerlingalm, eine der Weißbacher Gemeinschaftsalmen, die immer etwas im Schatten Ihrer bekannteren Nachbarn Litzl-, Kallbrunn- und Bindalm steht, landschaftlich aber unheimlich reizvoll ist.

Bis zur Kammerlingalm ist es ein weiter Weg. Durch das Klausbachtal führt der beliebte Wanderweg in meist angenehmer Steigung bis zum Hirschbichl.

Die Mühlsturzhörner auf dem Weg durchs Klausbachtal

Die Mühlsturzhörner auf dem Weg durchs Klausbachtal

Im Sommer und frühem Herbst verkehrt hier der Almerlebnisbus, doch jetzt – Anfang Oktober – muss man zu Fuß gehen oder mit dem Mountainbike fahren. Kurz hinter der Landesgrenze und dem Gasthof Hirschbichl zweigt von der Straße nach links der Almweg zur Kammerling ab. Der Weg führt an der Südseite des Kammerlinghorns bis auf etwa 1300 Meter Höhe und bietet einen interessanten Ausblick hinunter ins Salzburger Saalachtal.

Almweg zur Kammerlingalm

Almweg zur Kammerlingalm

Nebel über dem Salzburger Saalachtal

Nebel über dem Salzburger Saalachtal

Auf der langgestreckten Kammerlingalm stehen 11 Kaser, davon 7 ziemlich nah aneinander am Eingang der Almfläche. Ein richtiges Almdorf. weiterlesen

Seehorn-Überschreitung und Ingolstädter Haus

 von Ann-Kathrin
Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Blick zum Seehorngipfel © Ann-Kathrin Helbig

Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen, aber nicht in der Natur. Die heutige Bergwanderung befindet sich sowohl auf deutschem als auch österreichischem Boden. Was man aber während des Gehens natürlich nicht bemerkt – denn Grenzen bestehen nur in unseren Köpfen!

Für die heutige Tour fährt man zuerst in das österreichische Weißbach bei Lofer auf den Wanderparkplatz Pürzlbach. Alternativ kann man den Almerlebnisbus ab Ramsau Hintersee nutzen und bei der Abzweigung Kallbrunnalm aussteigen (unbedingt den Fahrplan beachten!). Wer von Weißbach bei Lofer/Pürzlbach startet, der geht mindestens eine Stunde auf einer breiten Forststraße. Allerdings wenn man seinen Daumen rausstreckt und ein Auto mit einheimischen Kennzeichen vorbeifährt kann man auch beispielsweise vom lässigen Koch der Jausenstation Kallbrunnalm mitgenommen werden.

Von der Kallbrunnalm lässt sich schon teilweise die komplette Tour von heute überblicken. Man kann gut das Seehorn als auch das Ingolstädter Haus in weiter Ferne gut erkennen. Das Seehorn und auch der gleichnamige See sind von der Kallbrunnalm ausgeschildert. Der gemütliche Bergwanderer braucht bis zu 3 Stunden zum Gipfel. Fittere sind natürlich schneller. Zuerst führt uns ein Pfad durch den Wald. Stetig bergan und vollkommen unschwierig. Immer mehr schraubt man sich hinauf, bis man vom Seehornsee überrascht wird. Dieser liegt smaragdgrün in einer Senke. Hinter uns kommt eine Gruppe Österreicher an. Wir heißen Sie spaßeshalber zum FKK-Badestrand am Seehornsee willkommen. Die Männer lehnen dies dankend ab und verzichten auf eine kostenfreie Geschlechtsumwandlung dank Seehornsee. Nun geht es rechts am See vorbei bergauf. Die Latschen wechseln schnell zum felsigeren Gelände und ein kleiner Kamin wird durchstiegen. Hierbei nutzen kleinere Menschen einfach noch ihre Hände zur Hilfe – so wie ich. Wer Bergerfahrung hat, wird hier keine Probleme haben beziehungsweise dies als schönsten Teil im Aufstieg empfinden. Nach dieser Passage öffnet sich der Blick und der letzte Schlussaufstieg wird erreicht. Hier kann man schön die steile Abbruchkante des Berges erkennen. Imposant, zauberhaft und super windig. Mütze und Sonnenbrille auf damit man nicht gerade ausschaut wie nach einem Trauerfall. Nach 20 Minuten, bei denen das Gipfelkreuz sichtbar wurde erreicht man den Gipfel.

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

Gipfelkreuz Seehorn © Ann-Kathrin Helbig

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Barrierefrei im Nationalpark Berchtesgaden

 von Sepp
Barrierefrei: Die Hängebrücke im Klausbachtal

Barrierefrei: Die Hängebrücke im Klausbachtal

Gütesiegel für Barrierefreiheit an Nationalpark Berchtesgaden verliehen

Irmgard Badura, die Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung, überreichte kürzlich das Signet „Bayern barrierefrei – Wir sind dabei“ an den Nationalpark Berchtesgaden. Auf der Hängebrücke im Klausbachtal nahmen der stellvertretende Nationalparkleiter Ulrich Brendel, Mitarbeiter Christian Graßl sowie  Herbert Gschoßmann, der Bürgermeister des Bergsteigerdorfes Ramsau, die Auszeichnung entgegen.

Ramsaus Bürgermeister Herbert Gschoßmann, Irmgard Badura, Ulrich Brendel, Christian Graßl

Herbert Gschoßmann, Irmgard Badura, Ulrich Brendel, Christian Graßl

Nach den Plänen der Bayerischen Staatsregierung soll der Freistaat bis zum Jahr 2023 in öffentlichen Bereichen zum großen Teil barrierefrei gestaltet werden. „Auch der Nationalpark widmet diesem Thema große Aufmerksamkeit“, versichert Ulrich Brendel. „Seit 2006 setzen wir unseren engagierten Managementplan für Barrierefreiheit Schritt für Schritt weiter um“. Auch Christian Graßl, Koordinator für Barrierefreiheit im Nationalpark, freut sich über entsprechende Angebote: „Das Haus der Berge, die Hängebrücke im Klausbachtal, der Aussichtsturm an der Wildfütterung sowie die Bushaltestellen des Alm-Erlebnisbusses beweisen, dass Barrierefreiheit auch in einem Alpen-Nationalpark möglich ist“.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Welcome to the moon © Ann-Kathrin Helbig

Wer spät aufsteht, muss schneller gehen …
Genau aus dem Motto entstand dann eher ein Lauf- und Gehmix zum Ingolstädter Haus im steinernen Meer. Oder um es wie im Artikel aus dem Oktober 2015 auszudrücken „Welcome to the moon

Einsam, weltfremd und bizarr. Das steinerne Meer zieht mich magisch an und das schon seit dem Herbst 2013. Immer wieder begehe ich diese Mondlandschaft, ob als Tagestour oder als Mehrtagestour. Heute soll es aus Zeitmangel nur eine Tagestour werden.

Dafür starte ich beim Wanderparkplatz Pürzlbach in Weißbach bei Lofer. Hier stelle ich nach langer Anfahrt mein kleines Rollerlein ab, bei dem ich froh bin, dass er die steilen Kurven hinauf zum Wanderparkplatz geschafft hat. Alternativ kann man auch den Almerlebnisbus ab Hintersee bis Kallbrunn-Abzw. nutzen oder man nutzt ein e-Bike. Eine breite Forststraße führt mich in rund 45 Minuten zum Weidegebiet und zur Jausenstation Kallbrunnalm.

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Jausenstation Kallbrunnalm © Ann-Kathrin Helbig

Diese lasse ich links liegen und sehe schon vor mir das Plateau des Mondes mit seiner Mondstation Ingolstädter Haus. Wie von einem Magnet angezogen verschnellere ich meine Gehgeschwindigkeit. Eine Einkehr ist nicht notwendig, denn ich habe mir genug Proviant eingepackt. Nach einer kurzen Gehstrecke erreicht man den Dießbachstausee. Kaum zu glauben, dass unter dem See mal ein Almgebiet war.

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Dießbachstausee © Ann-Kathrin Helbig

Ich hab mal wieder verpennt. Wie so oft in letzter Zeit. Sehr ärgerlich. Es ist ein warmer Sommertag und eigentlich wollte ich soviel Monderlebnis wie möglich in ihn hineinstecken. So stand noch auf dem Plan den großen Hundstod zu begehen, aber das kann ich mir in die Haare schmieren bzw. muss ich das aufschieben. Erst mittags bin ich gestartet.weiterlesen

Natur kennt keine Grenzen

 von Sepp

Neuer Themen- und Erlebnisweg am Hirschbichl

Der Hirschbichl-Pass an der Grenze zwischen Bayern und dem österreichischen Pinzgau ist im Sommer ein beliebtes Ausflugsziel. Hier grenzen zwei alpine Schutzgebiete direkt aneinander: auf der bayerischen Seite der Nationalpark Berchtesgaden, jenseits der Grenze schließt sich der Naturpark Weißbach an.

Hirschbichl: Pass zwischen Bayern und ÖsterreichHirschbichl: Passen zwischen Bayern und Österrecih

Hirschbichl: Pass zwischen Bayern und Österreich

Gemeinsam haben die beiden Schutzgebiete unter dem Motto „Natur kennt keine Grenzen“ einen neuen Themen- und Erlebnisweg geschaffen, die Eröffnung findet am Samstag, 27. September, um 10:30 Uhr statt.

 

Grenzüberschreitendes Projekt fertig gestellt

Ziel des neuen, interaktiven und grenzüberschreitenden Erlebnisweges am Hirschbichl ist die Bereitstellung von attraktiven Angeboten für Gäste – auch vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Regionalentwicklung. Zum Projekt zählt auch der Bau eines neuen Buswendeplatzes und neuer WC-Anlagen. Außerdem müssen Gäste beim Warten auf den Alm-Erlebnisbus künftig nicht mehr im Regen stehen: Ein überdachtes Wartehäuschen mit Infopavillon bietet Schutz vor Wind und Wetter. weiterlesen

Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp
Almauftrieb am Hintersee vorbei

Almauftrieb am Hintersee vorbei

Am Samstag war es soweit: Wir haben unsere Kühe auf die Bindalm aufgetrieben. Kalt ist es, als wir in aller Früh am Hof mit der Herde los marschieren, nur wenige Grad über null zeigt das Thermometer. Aber es ist trocken und die Kälte werden wir bald nicht mehr spüren, die Kühe sind nämlich alles andere als langsam unterwegs. Unser Weg führt uns am Hintersee vorbei, der am Morgen in völliger Stille liegt. Ein einzelner Angler ist so früh schon mit dem Boot draußen, ansonsten sind wir allein.

 

Danach geht es durch das Klausbachtal vorbei an der Wildfütterung des Nationalparks Berchtesgaden, wo uns das Jungvieh der hier weideberechtigten Bauern begegnet. Vor dem Übergang zur Hängebrücke erwartet uns die erste ernsthafte Steigung: Den meisten Kühen und Jungtieren ist allerdings nichts anzumerken, sie halten ihr hohes Tempo, lediglich eine etwas ältere Kuh, die vor wenigen Wochen erkrankt, mittlerweile aber bereits wieder genesen ist, hat leichte Probleme mit den schnelleren Tieren mitzuhalten. Am Mitterberg dann, dem bei Radfahrern berüchtigten, weil extrem steilen Anstieg kurz vor der Bindalm, muss diese Kuh endgültig abreißen. So erreichen wir in zwei Gruppen die Almfläche der Bindalm, wo uns der vertraute Anblick der wild zerklüfteten Mühlsturzhörner erwartet.

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Bei unserer Ankunft liegt die Alm noch im Schatten,

Ankunft auf der Alm

Ankunft auf der Alm

doch kurz bevor wir an die Almhütten, die sogenannten Kaser, erreichen, kommen die ersten Sonnenstrahlen über den Waldrücken oberhalb der Bindalm.weiterlesen

Enzianblüte auf der Bindalm

 von Sepp

Blau blüht der Enzian

So schön blüht zur Zeit der Enzian auf der Bindalm im Klausbachtal im Nationalpark Berchtesgaden.

Enzain auf der Bindalm

Enzain auf der Bindalm

Bevor Anfang Juni die Almbauern ihr Vieh auf die Almen treiben, kann man eine fantastische Blütenpracht auf den Almwiesen erleben. Vor allem der Enzian blüht zur Zeit wunderschön in seinem satten Blau. Leider hält die Blüte nur etwa zwei Wochen, wer also den Enzian in seiner vollen Pracht sehen will, sollte sich beeilen.

 

Mit dem Almerlebnisbus in den Nationalpark

Zwar sind die Almen noch nicht bewirtschaftet, aber der Anblick der Blumen entschädigt dafür. Die Bindalm wird vorraussichtlich ab 1. Juni  bewirtschaftet, bis dahin fährt der Almerlebnisbus nur am Wochenende, ab 30. Mai verkehrt der Bus dann regelmäßig zwischen Ramsau Hintersee und dem österreichischen Lofer.

Almkreuz auf der Bindalm

Almkreuz auf der Bindalm

Euer Sepp BGLT