St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Alpenschwein
Sepp Wurm
Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Die Mordaualm im Bergsteigerdorf Ramsau © BR

Franz Kuchlbauer und seine schwarzen Alpenschweine

Sie sind äußerst selten und waren in Bayern bereits ausgestorben: Die schwarzen (und gescheckten) Alpenschweine. Bauer Franz Kuchlbauer, der Kederbacher, aus dem Bergsteigerdorf Ramsau hat sich einem Netzwerk angeschlossen, das sich der Zucht und Erhaltung alter Rassen widmet.

Wir machen da mit, weil mir die Sauen gefallen. Zweitens: Weil sie früher da schon mal heimisch waren und dass man solchen Rassen eine Chance gibt, dass sie wieder da heimisch werden dürfen. Und weil es auch neue Wege der Vermarktung gibt, die man probieren kann. Einmal was Rares, wo auch der Verbraucher gewillt ist, dass er mehr zahlt dafür.“ sagt Franz Kuchlbauer, Landwirt und Urenkel des Kederbachers, des legendären Ramsauer Bergsteigers, der als erster die Watzmann-Ostwand durchstieg.

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Die Alpenschweine beim Kederbacher auf der Weide © BR

Das schwarze Alpenschwein ist nicht geeignet für eine schnelle Mast im Stall, die Schweine brauchen Auslauf. Ein Teil der Ferkel ist im Sommer auf der Mordaualm, dort oben laufen sie aber nicht frei herum.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Rückkehr des Alpenschweins

 von Sepp
Nachwuchs Schwarzes Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Nachwuchs Schwarzes Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Zum ersten Mal seit über hundert Jahren sind in Bayern wieder Ferkel der vom Aussterben bedrohten Rasse Schwarzes Alpenschwein zur Welt gekommmen. Im Bergsteigerdorf Ramsau erblickten 11 kleine Ferkel von zwei Muttersauen das Licht der Welt.

Zu Beginn des Jahres siedelten zwei Weibchen und ein Eber der gefährdeten Schwarzen Alpenschweine in die Ramsau über. Auf Initiative von Hannes Lichtmannegger vom Berghotel Rehlegg und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land wurden in Zusammenarbeit mit dem Alpinen Netzwerk zur Erhaltung des Schwarzen Alpenschweins die Tiere aus Italien geholt und zum Kederbachlehen in der Ramsau gebracht. Jetzt trägt der Zuchtversuch bereits erste Erfolge: Die zwei Sauen brachten elf kleine Ferkel zur Welt!

Muttersau mit Ferkel © Berghotel Rehlegg

Muttersau mit Ferkel © Berghotel Rehlegg

Die kleinen Schweine sind damit die ersten Alpenschweine seit 1907, die in Bayern zur Welt kommen.

Ein kleines schwarzes Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Ein kleines schwarzes Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Insgesamt gibt es im gesamten Alpenraum rund etwa 50 Schwarze Alpenschweine, dank der Initiative vom Berghotel Rehlegg und der Biosphärenregion Berchtesgadener Land nun auch wieder nördlich der Alpen. weiterlesen »

Sepp Wurm

Das Schwarze Alpenschwein kehrt nach Bayern zurück

 von Sepp
Das schwarze Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Das schwarze Alpenschwein © Berghotel Rehlegg

Die Population des Schwarzen Alpenschweine ist auf wenige Tiere reduziert. Doch auf Initiative des Ramsauer Hotelier Hannes Lichtmannegger vom Berghotel Rehlegg und Dr. Peter Loreth von der Biospährenregion Berchtesgadener Land wird das Schwarze Alpenschwein nach über hundert Jahren wieder in Bayern gezüchtet.

Einst waren Schwarze Alpenschweine auf Bergweiden gang und gäbe. Die robusten, freilandtauglichen Tiere fraßen Gräser und Kräuter, trotzten dem harten Klima und lieferten bestes Fleisch. Mit modernen Mastrassen konnte das Alpenschwein jedoch nicht mithalten. Heute ist die Population auf wenige Tiere reduziert. Es wäre akut vom Aussterben bedroht, würden sich engagierte Menschen nicht für seinen Erhalt einsetzen. Der Ramsauer Hotelier Hannes Lichtmannegger ist so einer. Auf seine Initiative wird das Schwarze Alpenschwein nach über hundert Jahren wieder in Bayern gezüchtet.

Berghotel Rehlegg Ramsau

Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau

Aneinandergeschmiegt stehen die drei Ferkel in der Ecke des Stalles, den Franz Kuchlbauer vom Kederbachlehen in der Ramsau dick mit Stroh aufgefüllt hat. Als er eine Kiste mit Salat und Äpfeln einstreut, vergessen die Tiere ihre Schüchternheit. Gierig hauen sie rein. Der kleine Eber wühlt sich mit seiner Schnauze ratzfatz durch die Leckereien. Seine beiden Gefährtinnen lassen sich das saftige Grünzeug genüsslich munden. Klein und struppig schaut das Trio aus. Der Eber und eine Sau sind schwarz, die andere ist gefleckt. Ihre Schlappohren hängen lustig nach vorne und verdecken die Augen.weiterlesen »