Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Berchtesgadener Land
Rosi Fürmann

125 Jahre Musikkapelle Piding

 von Rosi

Beim Maibaumaufstellen auf dem Petersplatz in Piding – 30. April 2017

„Musik ist die Sprache, die alle verstehen“: 125 Jahre Musikkapelle Piding

„Musik ist die Sprache, die alle verstehen“ – die anläßlich des großen Jubiläums herausgegebene Festschrift bringt es auf den Punkt!  „Die Chronik der Musikkapelle Piding ist ein unbestechlicher Zeitspiegel, der Auskunft gibt über das kulturelle und gesellschaftliche Leben eines Dorfes.“

die Musikkapelle beim Leuchtbrunnenfest auf dem Petersplatz in Piding – 17. August 2017

Was wäre das dörfliche Leben ohne Vereine? – Und was wären Feste der Vereine, Hochzeiten, Tanz- und Heimatabende und die oftmalige Begleitung auf dem letzten Weg der Trauer ohne die Musikkapelle. Die Musikkapelle als Hauptakteur bei Konzerten aller Art und als „unüberhörbare“ Unterstützung bei unzähligen Anlässen… sie gibt im wahrsten Sinne des Wortes den Ton an.

Piding – im Berchtesgadener Rupertiwinkel – kann sich auf dieses vielfältige Auftreten der Musikkapelle seit nunmehr 125 Jahre verlassen.

die Musikkapelle Piding – 15. Juli 1919

Auszug aus der Festschrift: Im Jahre 1893 gründeten Josef Hiebl, Michael Dörflinger, Heinrich Dufter, Georg Argstatter, Stefan Argstatter, Josef Koch und Hans Eder die Musikkapelle Piding. Die Kapelle kaufte ihre ersten Instrumente von der Walser Musikkapelle, weil für eine Neuanschaffung das Geld fehlte.weiterlesen

Rosi Fürmann

Waldlehrpfad mit Skulpturen

 von Rosi

idyllischer Wanderweg auf weichem Waldboden mit Schautafel und der Skulptur „Specht“

Teisendorfer Waldlehrpfad mit großen Skulpturen aus Holz geschnitzt

Wandern mit Kindern oder als Senior; wandern im kühlen Laub- und Nadelwald auf weichem Waldboden; wandern mit schauen, sehen und begreifen an fünfzehn Stationen mit Infotafeln zu Waldbäumen und typischen Tierarten; staunen über die von jungen Bildhauern der Berufsfachschule für Holzbildhauerei und Schreinerei des Landkreises Berchtesgadener Land gestalteten Eichhörnchen, Schwarzspecht und Co.

am Wegesrand – die geschnitzte Holzskulptur „Rehfamilie“

Ausgehend vom Tourismusbüro am Marktplatz/Rathaus von Teisendorf, vorbei an der Brauerei Wieninger geht es mit einem Abstecher in den Geopark Eichelgarten mit den großen, von den Eiszeiten transportieren Felsen und weiter zu den ehemaligen Eisweihern der heimischen Brauerei.

Figurengruppe „die tanzenden Kinder“ aus Bronze gegossen vor der Touristinfo Teisendorf im Rathaus am Marktplatz

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Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem Teisenberg

 Jodeln lernen auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg

Zu den Liedern in der Volksmusik des Alpenraumes gehört häufig der zwischen den Strophen, am Schluss eingebaute oder als Solo dargebotene Jodler. Jodeln nennt man das Singen ohne Text auf Lautsilben nur in der Bruststimme oder im schnellem Wechsel zwischen Brust- und Kopfstimme. Vielstimmig gesungen ergibt sich ein ganz besonderer musikalischer Hochgenuss.

Jungrinder auf der Stoißer Alm Auf dem Teisenberg

Auf vorhistorische Zeiten dürften die Ursprünge des Jodelns zurückgehen. Es verständigten sich jodelnd über Täler hinweg die Senner, Hirten, Waldarbeiter und Köhler und jodelnd lockten die Senner oftmals ihr weitverstreutes Vieh auf den Almweiden an. Man nennt diese Jodler von Alm zu Alm auch  Almschrei (Almschroa) oder Juchzer (Juchetzer, Jugitzer, Juschroa).weiterlesen

Rosi Fürmann

Pfingstfest in Holzhausen

 von Rosi

Bieranstich mit der Brauerei Wieninger und Bürgermeister Thomas Gasser

Eine ganze Woche lang feiert die Region mit dem kleinen Dorf Holzhausen in der Gemeinde Teisendorf das Pfingstfest

Ein kleines Dorf im äußersten Südosten Bayerns – zu Pfingsten eine Woche lang GANZ GROSS! Das ganze Dorf organisiert und arbeitet wie jedes Jahr schon lange Zeit vorher für das Gelingen dieses gesellschaftlichen Höhepunktes der Region des Berchtesgadener Landes, Chiemgaus und nahen Salzburger Landes – dem Pfingstfest Holzhausen.

prächtig mit den traditionellen Perücken geschmückte Rösser und schneidige Dirndl beim Leonhardiritt

Der Anlass, diese Woche zu organisieren, liegt im tief in der Bevölkerung verwurzelten Brauch, die früher für die landwirtschaftliche Arbeit unverzichtbaren Pferde segnen zu lassen. Auf weit mehr als 400 Jahre läßt sich diese Pferdesegnung in Holzhausen zurückverfolgen. Das Rechnungsbuch des „Lobwürdigen Gotshaus des Heiligen Chreuzes zu Holzhausen Teysendorffer Pfarr“ führt erstmalig 1612 den Eintrag für eine Entlohnung an den Priester auf, der einen Bittgang abhielt.

Themenwagen beim Leonhardiritt in den 1950er Jahren

Mit nur wenigen Unterbrechungen – Kriegen oder Tierseuchen geschuldet – ziehen alljährlich prächtig geschmückt Ross und Reiter und mächtige Pferdegespanne (heute sind es mehr als 300 Pferde – von dem mächtigen Kaltblut, über granzile Reitpferde bis hin zu den kleinen Ponys) um das Kircherl, den Segen vom Priester zu empfangen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Frühling im Haarmoos

 von Rosi

Das Gebiet Haarmoos im herrlich blühenden Frühling mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund

Ein unbeschreiblich-bleibendes Erlebnis für Herz, Seele und Gemüt: Der blühende Frühling im LBV-Gebiet Haarmoos

Unbeschreiblich die Eindrücke für Herz, Seele und Gemüt – das LBV-Gebiet Haarmoos in der Zeit des blühenden Frühlings. Das Gebiet im Naturraum Salzach-Hügelland im Berchtesgadener Rupertiwinkel gilt als eines der größten Wiesenbrütergebiete Südostbayerns.

herrlich in ihrer großen Vielfalt blühende Wiese im Haarmoos

Entstanden nach der letzten Eiszeit mit dem Abschmelzen der Gletscher vor etwa 10 000 Jahren bedeckte damals ein flacher See das Gebiet. Mit dem langsamen Einwachsen von Schilf, Seggen und Binsen begann die allmähliche Verlandung. Der an dieses Gebiet angrenzende Abtsdorfer See blieb als eine tiefe „Schürfwunde“ des damals abschmelzenden Salzachgletschers zurück und zeugt bis heute von der eisigkalten Zeit.weiterlesen

Trailrun der besonderen Art: Untersbergumrundung

 von Sarah

Wenn bereits im April die Temperaturen sommerliche Ausmaße annehmen, schreit das förmlich nach Berg-Umrundungen. Aus solchem Grund möchte ich euch heute mit auf den Weg um den Untersberg nehmen, den Lukas und ich am jüngsten Wochenende (teilweise) umrundet haben.

Ging es für einen von uns Beiden in Grödig (Parkplatz Untersbergbahn) los, startete die andere Hälfte vom Parkplatz ,,Roßboden“ in Ettenberg/Marktschellenberg.

Wegbeschilderung am Parkplatz Roßboden/ Ettenberg. Foto by „freizeitalpin“

Wenngleich wir die Tour am frühen Morgen begannen, begleitete uns die Sonne unmittelbar beim ersten Laufschritt und versprach uns konstant auf unserem Weg zur Seite stehen zu wollen; sozusagen als drittes Mitglied bei einem trailrun rund um den Salzburger und Berchtesgadener ,,Pottwal“, wie er im Volksmund auch genannt wird.

Durch den schattenspendenden Wald ging es zunächst in Richtung des Scheibenskasers; eine Hütte unterhalb des Untersbergsmassivs auf 1500 Metern. Gestaltete sich der Pfad bis dorthin frühlings- bis sommerhaft – gelangen wir nach einiger Zeit zu einigen, noch bestehenden Schneefeldern, die überbrückt werden wollten. Der Schnee hielt dabei an mancher Stelle sehr gut; lud an anderer Position zum Einsacken ein. Durch die Schneeschmelze ergaben sich jedoch parallel zu den Schneefeldern immer wieder Möglichkeiten, diese unter- bzw. oberhalb umgehen zu können – was ein schnelleres Voranschreiten für uns bedeutete.

Der schönste Berg der Welt: Watzmann

Lange habe ich mich nach solchen Läufen während des kalten und eisigen Winters gesehnt: Auf einer Höhe von 1600 Metern hügelig bergauf laufen zu können, von der Sonne gewärmt zu werden, den wunderbaren Blick auf unseren Watzmann genießen zu können und dabei die Bergatmosphäre aufblühen zu sehen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißer Alm auf dem frühlingshaften Teisenberg mit dem Untersberg (li), dem Hochstaufen und dem Zwiesel

Die Sennerinnen auf der Stoißer Alm: Einmal etwas ganz anderes machen…

Sie sind Verkäuferin, Erzieherin oder Zahnarzthelferin und wollen einen Sommer lang ganz neue Wege gehen; sie freuen sich auf den Umgang mit Leuten, auf die Zusammenarbeit mit den neuen Kolleginnen und werden gemeinsam ab dem 29. April für die vielen Besucher auf der weithin bekannten und als Ausflugsziel äußerst beliebten Stoißer Alm auf dem Teisenberg im Rupertiwinkel da sein.

Die Sennerinnen auf der Stoißer Alm mit v.li. Franziska Hartl, Lisa Bauer, Vroni Galneder, beim Fototermin nicht anwesend Claudia Horn

Die Almgenossenschaft Freidling mit Vorstand Heini Koch freut sich sehr auf die Drei „Neuen“ und dazu Claudia Horn, die bereits einen Sommer auf der Stoißer Alm verbrachte. Kennt sich Claudia bestens aus, so sind die Drei Neuen neugierig auf das Bevorstehende und nehmen sich zum ersten Mal die „Auszeit“ eines Sommers auf der Alm.

Auf der Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit den mächtigen Panorama der Alpen im Hintergrund

Claudia Horn ist gebürtig in Oberfranken und lebt schon seit langer Zeit in Grassau. Durch einen Bekannten, der gerne Radl fährt und daher den Teisenberg mit der Stoißer Alm bestens kennt, kam die gelernte Zahnarzthelferin im letzten Jahr auf die Idee, sich als Sennerin zu bewerben. Ihr gefiel es und sie geht in diesem Jahr zusammen mit den „Neuen“ den Sommer wieder auf die Alm auf dem Teisenberg.weiterlesen

Rosi Fürmann

Achthal nach dem Bergbau

 von Rosi

Achthal mit den Gebäuden des ehemaligen Eisenabbaues und der Eisenverhüttung

Die letzten 100 Jahre in Bildern und Geschichten: Achthal nach dem Bergbau

Über Jahrhunderte prägte der Bergbau – der Abbau von Eisenerz aus dem Teisenberg – das Leben in Achthal (heute Gemeinde Teisendorf).  Erzbischof Matthäus Lang gründete hierfür am 2. Oktober 1537 die Eisengewerkschaft Achthal. Dazu entwickelte sich mit dem Erz aus dem Teisenberg eine florierende Industrie. Im Hochofen trennte sich die Schlacke vom Roheisen und aus einem großen Teil dieses Rohstoffes entstanden gleich an Ort und Stelle im Kunstgussverfahren viele Produkte des täglichen Bedarfs; Produkte für das Leben und Arbeiten der damaligen Zeit. Die „Geschichte vom Bergbau in Achthal“ endete 1925.

die komplette Anlage in Achthal mit rechts den Industrieanlagen zur Veredelung des Roheisens und links dem Areal mit „Beamtenstock“ und „Arbeiterstock“ – Aufnahme um das Jahr  1900

Achhtal mit rechts dem „Beamtenstock“, in der Mitte hinten die Kapelle „Maria Schnee“, links neben der Kapelle leicht versteckt das Werkswirtshaus und hinten links hinter dem Werkswirtshaus etwas erhöht das Schulhaus – Aufnahme um das Jahr 1930

Der Stolleneingang in Achthal – Aufnahme um 1915

Hier beginnt die gebürtige Achthalerin Rosemarie Wannersdorfer ihre Nachforschungen für die geplante Ausstellung „Achthal – so war es und so ist es heute“. Noch heute künden die ehemaligen Gebäude mit dem Arbeiterstock (heute ein Wohnhaus), dem Beamtenstock, der heute das Bergbaumuseum beherbergt und den markanten Gebäuden der Eisenindustrie von der Blütezeit des Ortes. Schwere Zeiten kamen nach 1925 auf die Bewohner zu, arbeiteten doch bis dahin fast alle Achthaler in der Eisengewerkschaft und hatten damit ihr Auskommen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Schlechtwetterprogramm Höglwörth

 von Rosi

Rund um den Höglwörther See mit dem ehemaligen Augustinerchorherrnstift in der Gmd. Anger im Berchtesgadener Rupertiwinkl

Schlechtwetterspaziergang mit Höhepunkt: Das ehemalige Augustinerchorherrnstift auf der Halbinsel im Höglwörther See
Zu jeder Witterung lädt der See auf einer wunderschön zu begehenden Runde zu einem Spaziergang ein. Dabei trifft man auf Geschichten und Geschichte, die immer wieder zurückblicken lassen auf die um die 700-jährige Zeit der Augustinerchorherrn in Höglwörth. Sie prägten das Leben der ganzen Region und hinterließen ihre Spuren!weiterlesen