Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Berchtesgadener Land
Rosi Fürmann

Das Ainringer Moor im Rupertiwinkel

 von Rosi

Der Moorsee im Ainringer Moor mit dem Untersberg im Hintergrund

Die Natur rechnet in anderen Zeiträumen: Im Ainringer Moor

Die Natur rechnet in anderen Zeiträumen – nirgends kann man das besser beobachten, wie im Ainringer Moor im Rupertiwinkel. Nach jahrzehntelangem Abbau von Torf läuft der Prozess der Renaturierung teilweise schon seit den 1990-er Jahren. Es entwickelt sich seit dieser Zeit ein über alle Erwartungen hinaus gehender artenreicher Lebensraum mit seiner ganz spezifischen Tier- und Pflanzenwelt.

renaturierte Fläche im Ainringer Moor mit Wasservögel auf dem offenen Wasser

Seit dem endgültigen Aus des Torfabbaus 2003 holt sich die Natur das komplette Areal langsam zurück, wächst das Moor Millimeter für Millimeter und wird über Tausende von Jahren wieder eine Torfschicht aufbauen, wie sie der Mensch vor dem Abbau vorgefunden hatte.

der Moorsee im Ainringer Moor mit dem Untersberg im Hintergrund und rechts dem Kircherl vom Ulrichshögl

Der naturgeschichtliche Ursprung des Moores liegt in der Würmeiszeit vor rund 12.000 Jahren. In einer durch das Gletschereis entstandenen Senke am Nordrand des Högls bildet sich unter Einwirkung von Niederschlag und Überschwemmungen ein Versumpfungsmoor. Abgestorbene Pflanzen zersetzen sich nicht, sondern bilden dabei Schicht um Schicht den Torf. In dem sehr langsam wachsenden Niedermoor setzt im Laufe der Zeit am Nordostrand die Bildung eines über dem Grundwasserspiegel liegenden Hochmoores ein, das allein vom Regenwasser lebt.weiterlesen

Rosi Fürmann

Brauchtumsabende in Anger/Höglwörth und Aufham

 von Rosi

traditioneller Heimatabend des Trachtenvereins Anger-Höglwörth beim Klosterwirt

Große Brauchtumsabende in Anger/Höglwörth und Aufham

Tanz’t – G’schpuit – G’sunga – Plattl’t: Die Trachtenvereine D’Hochstaufner Aufham und Anger/Höglwörth zeigen bei ihren boarischen Brauchtumsabenden traditionelle Plattler und Tänze, laden sich dazu Sänger und Musikanten ein und sorgen mit echtem Brauchtum in wunderbar-lauen Sommerabenden mit ihrer Lebensfreude für beste Laune bei Mitwirkenden und Gästen.

Lasst Euch mit diesen Fotos von den feschen Trachtlerinnen und schneidigen Trachtlern verzaubern und einladen…

Sängerinnen in ihrer wunderschönen Tracht

die jungen Plattler

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Rosi Fürmann

sommerliches Panorama über Anger und dem Land vor den Bergen – dem Rupertiwinkel

 Auf dem Wanderweg Nr. 8 zum Wander- und Radlstammtisch auf die Fürmann Alm  hoch über Anger im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Wir starten am Wanderparkplatz Achner Lagerplatz in der Gemeinde Anger im Rupertiwinkel und es geht von dort der Ache entlang Richtung Inzell-Adlgaß bis zur Inzeller Höhe.

am Kohlhäusl auf dem Weg zur Inzeller Höh

auf dem Weg zur Inzeller Höh

Die Beschilderung zeigt uns jetzt links abbiegend den Weg Richtung Fürmann Alm. Dort wartet ein imposantes Panorama über Anger, das Stoißer Achental und den Rupertiwinkel auf den Wanderer und Mountainbiker.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Kirchweihmarkt in Anger

 von Rosi
die Kirche Maria Himmelfahrt von Anger, dem "schönsten Dorf in meinem Königreiche", wie es König Ludwig nannte, mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund, Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel, Oberbayern

Die Kirche Maria Himmelfahrt von Anger, dem „schönsten Dorf in meinem Königreiche“, wie es König Ludwig nannte, mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund – Rupertwinkel im Berchtesgadener Land

„A richtiger Kirtag dauert bis zum Irtag“  – Kirchweih in Anger am 4. Sonntag nach Ostern

Verkaufsbude bei der traditionellen Kirchweih in Anger, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

Verkaufsbude bei der traditionellen Kirchweih in Anger mit der Kirchweihfahne am Kirchturm im Hintergrund – Rupertiwinkel im Berchtesgadener Land

Bis zum Jahr 1866 galt es in jedem Dorf mit Kirche die Kirchweih am Sonntag vor oder nach dem überlieferten Weihetag zu feiern und falls dieser nicht bekannt am Patrozinium. An diese Kirchweih schloss sich oft das Recht auf einen Markt an – den Kirchweih- oder Jahrmarkt, bei dem es allerlei zum Leben Notwendiges zu kaufen gab und sich beim Kirchweihtanz so manches Paar fand. Fast das ganze Jahr über gab es in der Nachbarschaft eine kräftig zu feiernde Kirchweih, die sich keiner entgehen ließ. Da man mindestens bis zum“Irtag“ (Dienstag) feierte, ja mancherorts sogar bis zum „Migga“ (Mittwoch), fielen viele Arbeitstage diesem überschwänglichen Brauch zum Opfer.  In Jahr 1866 erging deshalb auch für Bayern der königliche Erlass, den bereits vom habsburgischen Kaiser Joseph II am 11. September 1786 für den 3. Sonntag im Oktober festgelegten Termin zu übernehmen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Kreuzweg um den Höglwörther See

 von Rosi

Kreuzweg in Höglwörth um den Höglwörther See

Der Kreuzweg um den Höglwörther See

In der gesamten Fastenzeit führen wunderschöne Kreuzwegtafeln am Weg um den Höglwörther See in der Gemeinde Anger (im Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes) – ein Weg, der vom Alltag sich erholen lässt – in Stille und im Nachdenken in dieser wunderbaren Landschaft (aufgestellt vom Verein zur Erhaltung des Heiligen Grabes von Höglwörth e.V.)

Das Herrengrab oder auch Heiliggrab in der Klosterkirche des ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See im Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes – diese Darstellung des Grabes Jesu geht zurück auf die Barockzeit und ist in dieser Art eine der größten im bayerischen Raum

Der Kreuzweg in Höglwörth führt in den 40 Tagen der Fastenzeit im Gehen um den Höglwörther See hin zur Karwoche. Am Karfreitag und Karsamstag steht in der Klosterkirche des ehemaligen Augustinerchorherrnstiftes das Heilige Grab zur Betrachtung, eines der größten und schönsten Heiligen Gräber in Bayern.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m) mit Hochstaufen und Zwiesel, Berchtesgaden Alpen, ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

„Der wohl schwärzeste Tag der Stoißer Alm auf dem Teisenberg“: Am 16. Februar 1967 brennt sie vollkommen nieder

Der wohl schwärzeste Tag der Geschichte der Stoißer Alm: 16. Februar 1967 – die Alm brennt lichterloh. Drei Soldaten finden im Flammeninferno den Tod. Bei der Winterübung der Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 Bad Reichenhall wird die Alm zur Todesfalle. Sie brennt bis auf die Grundmauern nieder.

die abgebrannte Stoißeralm – fotografiert am 26.2.1967

Aus dem damaligen Zeitungsbericht des Reichenhaller Tagblattes:

Bei einem Hüttenbrand im Biwakraum des Spähzuges kamen drei Soldaten in den Flammen um; Gefreiter Rudolf Thalhauser aus Traunstein wurde verletzt. Die tödlich verunglückten Soldaten sind: Gefreiter Hurter Hans aus Wieslet, Gefreiter Ludwig Paul aus Beilstein und Gefreiter Staib Werner aus Regensburg. Der Spähzug biwakierte seit dem 13.2.1967 in Iglus und Schneehütten auf der Stoißeralm. Die in der Nähe gelegene Almhütte diente als Versorgungsstützpunkt; der Koch Gefreiter Staib, der Sanitäter Gefreiter Hurter und Gefreiter Thalhauser schliefen dort. Nach den Ermittlungen brach der Brand aus, als der Koch gegen 5.30 Uhr versuchte, im Herd der Hütte mit Hilfe von Benzin ein Feuer zu entzünden, um für den Zug Tee zu kochen. Als er dann die noch schlafenden Kameraden weckte, waren Feuer und Rauch bereits so stark, daß der Weg ins Freie versperrt zu sein schien. Der verzweifelte Versuch, das Eisengitter eines Fensters wegzureißen, schlug fehl; da rannte Gefreiter Thalhauser blindlings durch das Feuer und erreichte glücklich den Ausgang, wo ihm die ersten Kameraden vom Biwakplatz zu Hilfe kamen. Thalhauser erlitt eine Rauchvergiftung, die inzwischen abgeklungen ist. Der Wachposten hatte kurz nach Ausbruch den Brand bemerkt und sofort den Zug alarmiert; das Feuer breitete sich jedoch so schnell aus, daß für die drei in der Hütte eingeschlossenen Soldaten jede Hilfe zu spät kam. Zwar gelang es noch, das Gitter von außen herauszubrechen und Hurter aus der Hütte zu ziehen, aber, obwohl er sofort zu Tal gefahren wurde, starb er auf dem Weg zum Krankenhaus. … Erst nach dem völligen Ausbrennen der Hütte konnten die beiden anderen Soldaten geborgen werden. Sie wurden in der benachbarten Bergkapelle aufgebahrt; vier Soldaten standen Ehrenwache.

Stoißer Alm auf dem Teisenberg mit Untersberg und Hochstaufen vor dem verheerenden Brand 1967

Ein schreckliches Unglück. Der Wiederaufbau nach diesem „schwarzen Tag“ ist für die Almgenossenschaft keine Frage, vielmehr die finanzielle Beteiligung von Versicherung und Bund. Hier trifft das Sprichwort: Schwierigkeiten sind dazu da, gemeistert zu werden. In gleichem Aussehen, jedoch mit besserer Innenausstattung unter Leitung von Zimmerermeister Josef Eisl jun. neu erbaut, weiht Pfarrer Lindauer die neue Alm im Juli 1967.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Böllerschützen

 von Rosi
Böllerschützen - Hubertusgilde Eichham-Weildorf in Weildorf, die am hl. Abend "das Christkind" anschießen", oder an Silvester "das Neue Jahr anschießen", Berchtesgadener Land, Bayern

Böllerschützen – Hubertusgilde Eichham-Weildorf in Weildorf, die am hl. Abend „das Christkind“ anschießen“, oder an Silvester „das Alte Jahr verabschieden und das Neue Jahr begrüßen“


Christkindlanschießen am Heiligen Abend und das Verabschieden des Alten Jahres an Silvester durch die Böllerschützen

Bitterkalt weht der Wind. Die Sonne taucht an Heilig Abend schon am Nachmittag hinter den verschneiten Watzmann unter. Rauchschwaden vom Pulverdampf ziehen mit dem Echo der Schüsse durch das Tal.

Böllerschützen in Berchesgaden am Lockstein, die am hl. Abend "das Christkind" anschießen", oder an Silvester "das Neue Jahr anschießen", Berchtesgadener Land, Bayern

Böllerschützen in Berchesgaden am Lockstein, die am hl. Abend „das Christkind“ anschießen“, oder an Silvester „das Neue Jahr begrüßen“,

Der Ursprung des Böllerschießens ist nicht genau festzulegen – wahrscheinlich sollte der Lärm wie bei verschiedenem anderen Brauchtum den Winter und die bösen Geister vertreiben sowie die Fruchtbarkeit wecken. So gibt es das Böllerschießen über die Jahrhunderte im gesamten deutschsprachigen Raum von Tirol bis Mecklenburg, von Westfalen bis Bayern und bis tief ins böhmische Gebiet hinein. Erste Zeugnisse aus dem 14. Jahrhundert belegen dies. Zu dieser Zeit müssen auch die Bauern für den Landesherrn Schusswaffen zur Verteidigung einsatzbereit halten. Man geht davon aus, dass die Bauern diese Waffen jedoch nicht nur zur Landesverteidigung, sondern auch zu anderen Zwecken nutzen, wie z.b. dem Böllerschießen.weiterlesen

Toni

Winterlauf zur Gotzenalm

 von Toni
Schöne Licht-Schatten-Grenze: Die Königsbachalm

Schöne Licht-Schatten-Grenze: Die Königsbachalm

Strahlend blauer Himmel, klirrende Kälte, kaum Schnee – ideale Bedingungen für einen winterlichen Lauf zur Gotzenalm. Vom Wanderparkplatz Hinterbrand aus geht es auf dem breiten Sandweg locker hinüber zu den Liften der Jennerbahn, wo zwischen Krautkaser und Mittelstation eifrige Pistenraupen Kunstschnee auf braune Hänge verteilen. Bald sind die sonnigen Flächen der Königsbachalm erreicht, wo in einigen Metern Tiefe die Murmeltierfamilien vor sich hin schlummern und nichts vom schönen Wetter mitbekommen.

Hinab zu den Almhütten und auf dem kleinen Fußweg wieder ansteigend endlich ein wenig uriger durch schönen, wilden Bergwald. Zwischen alten Fichten hindurch gibt es den ersten Blick runter zum Königssee, und auch tierisches Leben lässt sich nun häufiger erspähen. Trupps von Fichtenkreuzschnäbeln hängen an Wipfeln voller Zapfen und knabbern Samen heraus, Haubenmeisen picken nach winzigen Insekten in Rindenspalten und Tannenhäher gehen zeternd ihren Geschäften nach.

Die letzten Sonnenstrahlen im Abstieg zur Gotzentalalm werden noch im langsamen Trab genossen, dann geht es hinein in den Bergschatten. Bis hinauf zum Ziel wird Wärme nun Mangelware.

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Frost im Gotzental, Sonne am Watzmann

Der flächige Frost und die hauchdünne Schneeschicht haben aber auch Vorteile, die von der sofort einsetzenden Kälte ablenken: Beste Bedingungen zum Spurenlesen. Während die monotone Forststraße hinauf zur Gotzenalm in Angriff genommen wird, sorgen Trittsiegel von Rotwild und Gams, von Fuchs und Eichhörnchen für Ablenkung. Dabei ist immer wieder spannend, wenn man das Verhalten der Tiere rekonstuieren kann. War dieser Fuchs zielstrebig unterwegs oder hat er kreuz und quer an Mauselöchern geschnuppert? Hatte es die Gams recht eilig, oder musste sie den steilen Hang gemächlich angehen? Und warum knabberte dieser Schneehase nur ein wenig an Knospen und Rinde einer kleinen Weide, bevor er zur nächsten hoppelt, obwohl an der ersten noch genügend erreichbare Nahrung gewesen wäre?weiterlesen

Rosi Fürmann
Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Der Christkindlmarkt der Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Einer der schönsten, einzigartig- und vielseitigsten Christkindlmärkte im Rupertiwinkel des Berchtesgadener Landes und all das für den Zweck der Lebenshilfe BGL.

Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

Christkindlmarkt in den Pidinger Werkstätten der Lebenshilfe BGL

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Samstag 12. November, 20:50 Uhr, France 5: Das Berchtesgadener Land in der französischen TV- Prime Time

Échappeés Belles ist der Name einer Reisesendung, die wöchentlich auf dem nationalen französischen Sender France 5 zu sehen ist. Die Sendung hat es sich zur Mission gemacht, die Welt in die Wohnzimmer der Zuschauer zu bringen. Jede Woche werden deshalb besonders besuchenswerte Regionen mit ihren Sehenswürdigkeiten, kulturellen Eigenheiten oder charakteristischen Einheimischen und deren außergewöhnlichen Geschichten vorgestellt. Am Samstag, den 12. November 2016 reiht sich nun das Berchtesgadener Land in die lange Liste weltbekannter Reisedestinationen ein, die dem französischen Publikum in informativen Reportagen präsentiert werden. Das besondere Format der Doku-Reihe zeichnet sich dadurch aus, dass die Regionen dem reisebegeisterten Publikum größtenteils durch Erzählungen Einheimischer vorgestellt werden. So auch im Falle des Berchtesgadener Landes…

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The Sound of Music – eine Hommage

Anfang August waren Sophie und Marie, zwei Journalistinnen des französischen Senders, mehrere Tage im Berchtesgadener Land unterwegs, um die Legenden rund um Watzmann und Königssee in bewegten Bildern festzuhalten und den Anekdoten Berchtesgadener Persönlichkeiten zu lauschen.weiterlesen