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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Bier
Rosi Fürmann

der ehemalige Gutshof der Brauerei Wieninger in der Ramsau – gelegen an der ehemaligen Salzstraße zwischen Anger/Höglwörth und Teisendorf

Weißbierfest in der Ramsau – idyllisch gelegen an der ehemaligen Salzstraße zwischen Anger/Höglwörth und Teisendorf!

Sonntag – 30. Juli 2017 von 10.00 bis 19.00 Uhr  – veranstaltet von den Högler Schnalzern – nur bei schöner Witterung

Ein Genuss für den Gaumen mit Kulinarischem für den Mittagstisch und bei Kaffee und Kuchen und ein musikalischer Hochgenuss für den ganzen Tag!

Ein Prost mit Weißbier

Um 10 Uhr zelebriert die Geistlichkeit einen Feldgottesdienst unter freiem Himmel mit den Kirchenbläser der Bergschützenkapelle.weiterlesen

Rosi Fürmann

der Laufener Landweizen in Triebenbach wächst für die Brauerei Wieninger in Teisendorf

Laufener Landweizen für das Wieninger Bier aus Teisendorf im Rupetiwinkel

Die Hitze der vergangenen Sommerwochen und dazu immer wieder der so wichtige Regen der kurzen Gewitterschauer tat ihm gut: Der Laufener Landweizen steht prächtig auf dem circa 2 ha großen Feld des Landwirts Oswald Öttl in Triebenbach bei Laufen.

der Laufener Landweizen in Triebenbach wächst für die Brauerei Wieninger in Teisendorf Brauereichef Christian Wieninger (re) und Braumeister Bernhard Löw (li) begutachten das Wachstum

der Laufener Landweizen in Triebenbach wächst für die Brauerei Wieninger in Teisendorf Brauereichef Christian Wieninger (re) und Braumeister Bernhard Löw (li) begutachten das Wachstum

Davon konnten sich Braumeister Bernhard Löw und Brauereichef Christian Wieninger von der gleichnamigen Heimatbrauerei aus Teisendorf kürzlich überzeugen und freuen sich schon sehr auf die nun bald für sie anstehende Arbeit. Bis jetzt konnten sie nur tatenlos zusehen, wie das „Alte Getreide“ heranwächst und reift. „Spannend“, so Christian Wieninger, „und erfreulich zugleich!“weiterlesen

Goldene Bieridee 2017 geht nach Bad Reichenhall

 von Sepp
Das Reichenhaller Reinheitsgebot © Private Alpenbrauerei Bürgerbräu Bad Reichenhall

Das Reichenhaller Reinheitsgebot © Private Alpenbrauerei Bürgerbräu Bad Reichenhall

Das Reichenhaller Reinheitsgebot

Es ist nicht ungewöhnlich, dass zwischen einer historisch bedeutsamen Erfindung oder Weichenstellung und deren gebührender öffentlicher Würdigung geraume Zeit verstreicht. Ganze 524 Jahre hat es indes gedauert, bis der inzwischen als „Reichenhaller Reinheitsgebot“ bekannt gewordenen Bierverordnung die Ehre der Goldenen Bieridee zuteilwerden konnte. Nach 2016 geht die begehrte Auszeichnung wieder ins Bechtesgadener Land, vor einem Jahr wurde die Kooperation „Die bayerischen Heimatbrauer“ mit dem Preis bedacht.

Das lag aber vor allem daran, dass man bis vor kurzem einfach nicht wusste, dass die alte Salinenstadt Reichenhall bereits seit 1493 über eine eigene Bierordnung verfügte, die jeden Brauer in die Pflicht nahm. Dort hieß es unter anderem sehr dezidiert: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gut beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen.“ Jetzt erhielt der Bad Reichenhaller Stadtheimatpfleger Dr. Johannes Lang die Auszeichnung „Goldene BierIdee 2017“. Damit würdigte der Bayerische Brauerbund Langs Entdeckung des Reichenhaller Reinheitsgebots von 1493, das 2016 erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt und vor allem in der Fachwelt mit großem Interesse aufgenommen worden war.

Im Bayerischen Hauptstaatsarchiv war Dr. Johannes Lang auf die Urkunde aufmerksam geworden, hatte ihre Bedeutung für die Entstehung eines gesamtbayerischen Reinheitsgebots erkannt und beschrieben.  Die Bierordnung, die der Wittelsbacher Herzog Georg von Bayern-Landshut, genannt „der Reiche“, am 07. Februar 1493 für Reichenhall erlassen hatte, regelte neben den zu verwendenden Rohstoffen unter anderem auch deren strenge Qualitätskontrollen, die Besteuerung des Bieres sowie die Festsetzung des Bierpreises in der Stadt. Die jährlich gemeinsam vom Bayerischen Brauerbund und dem Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Bayern verliehene Auszeichnung der „Goldenen BierIdee“ richtet sich an Firmen, Institutionen, Vereine und Personen, die sich in besonderer Weise um den Stellenwert des Bayerischen Bieres verdient gemacht haben.weiterlesen

„Reichenhaller Reinheitsgebot“ für Bier

 von Sepp
Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Aufsehenerregender historischer Fund: Der Bad Reichenhaller Historiker Dr. Johannes Lang entdeckt bislang unbekannte herzogliche Brauordnung aus dem Jahr 1493!

Das Jahr 2016 steht für die Brauwirtschaft ganz im Zeichen des 500-jährigen Jubiläums des Bayerischen Reinheitsgebotes, des ältesten nach wie vor gültigen  Lebensmittelgesetzes. Bevor diese Bier- und Brauordnung per herzoglichem Erlass im Jahr 1516 in Bayern landesweite Gültigkeit erlangte, gab es bekanntermaßen bereits viel früher eine Reihe lokaler Vorläufer. Residenzstädte wie Augsburg, Nürnberg, Landshut oder München verfügten über entsprechende Verordnungen. Unbekannt war indes bisher, dass auch die alte Salinenstadt Reichenhall bereits seit 1493 über eine eigene Bierordnung verfügte, die jeden Brauer in die Pflicht nahm. Dort hieß es unter anderem sehr dezidiert: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gut beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen. “

Der Historiker Dr. Johannes Lang, der Stadtheimatpfleger Bad Reichenhalls, entdeckte die historischen Originaldokumente zu dieser Verordnung vor kurzem im Rahmen seiner Recherchen zur Geschichte Bad Reichenhalls im Bayerischen Hauptstaatsarchiv sowie im Stadtarchiv München. Die Bierordnung, die der Wittelsbacher Herzog Georg von Bayern-Landshut, genannt „der Reiche“, am 07. Februar 1493 für Reichenhall erlassen hatte, regelte neben den zu verwendenden Rohstoffen unter anderem auch deren strenge Qualitätskontrollen, die Besteuerung des Bieres sowie die Festsetzung des Bierpreises in der Stadt.

Bier gewann in jener Zeit in der Salzstadt Reichenhall enorm an Bedeutung, galt es doch, vor allem die körperlich stark beanspruchten Salinenarbeiter ausreichend mit Getränken zu versorgen, die der Gesundheit nicht abträglich waren. Im Zusammenhang mit dem „Reichenhaller Reinheitsgebot“ weist Dr. Lang zudem auf zwei bemerkenswerte Aspekte hin: „Interessanterweise hielt sich die Bierordnung die Option offen, über die Zugabe anderer von den Brauern favorisierten Gewürze, die ,dem Menschn khainen Schaden oder Gebrechen brächten, sonnder Nutz und gesundt wären‘, zu entscheiden. Allerdings sollte dies nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Stadtrat erfolgen.“ Und er ergänzt: „Vergleicht man das ,Reichenhaller Reinheitsgebot‘ mit anderen in Bayern erlassenen Verordnungen, so mutet dieses aus heutiger Sicht recht modern an. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Formulierungen beschränkte man sich in der für Reichenhall festgelegten Bierordnung nicht nur auf Gerstenmalz, sondern allgemein auf gemälztes Getreide, was eben auch das damals begehrte Weizenmalz mit einschloss. In eben diesem Sinne wird ja auch heute das Bayerische Reinheitsgebot interpretiert.“

Private Alpenbrauerei Bürgerbräu deutlich älter als bisher gedacht

Irn Zuge seiner Recherchen förderte Dr. Lang eine weitere bedeutsame Erkenntnis zu Tage, die vor allem die historische Relevanz der Privaten Alpenbrauerei Bürgerbräu für deren Standort in Bad Reichenhall in einem neuen Licht erscheinen lässt: Wie jetzt erstmals entdeckte Dokumente beweisen, liegen die Anfänge der renommierten Bad Reichenhaller Familienbrauerei bereits im 15. Jahrhundert. Früheste Belege der Existenz der Brauerei stammen aus dem Jahr 1494, also kurz, nachdem das „Reichenhaller Reinheitsgebot“ in Kraft getreten war.weiterlesen

Der Eisbock des Hofbrauhaus Berchtesgaden

 von Sepp
Eisbock | Hofbrauhaus Berchtesgaden

Eisbock | Hofbrauhaus Berchtesgaden

2016 – Das Jahr des Eisbocks

Für Josef Stangassinger, Dipl. Braumeister und Chef des Hofbrauhauses Berchtesgaden, hat seit dem 13. Juli 2016 eine neue Zeitrechnung begonnen. Im Rahmen einer zünftigen Verkostung wurde an diesem Tag erstmals der Berchtesgadener Eisbock, die neueste Bier Spezialität der Berchtesgadener Brauerei, den Gästen aus nah und fern kredenzt.

Sechs Monate lang wurde im Hofbrauhaus Berchtesgaden getüftelt und getestet, bis der erste Sud den hohen Ansprüchen genügte. Einen Eisbock aus hellem, untergärigen Bier zu brauen, erfordert allerhöchste Braukunst und hochwertigste Zutaten. Ausschließlich nach dem Reinheitsgebot: Hopfen, Gerste, Malz und in Berchtesgaden natürlich Wasser aus dem Watzmannkar. Dieser Biersud wird bis zu fünfmal eingefroren und so bleiben von 100 Liter Bier gerade mal 10 Liter Eisbock übrig, der anschließend von Hand abgefüllt wird.

Das Hofbrauhaus Berchtesgaden präsentiert den Eisbock

Das Hofbrauhaus Berchtesgaden präsentiert den Eisbock

Der Champagner unter den Bieren – das ist seit gestern nicht nur für Josef Stangassinger der Berchtesgadener Eisbock. Die Anerkennung der Gäste reichte von „sauba gschmackig“ bis zu „das ist ein ganz besonderer Bier-Genuss“. Auch der hohe Alkoholgehalt blieb den Publikum nicht verborgen. Je nach Sud um die 12% hat dieses einmalige Bier.weiterlesen

Rosi Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf Teil III

 von Rosi
Wildbach - Ramsauer Ache - der Abfluß des Hintersees in der Gemeinde Ramsau, dieser Wildbach fließt durch den Zauberwald wildromatisch in Richtung Ramsau, Berchtesgadener Land, Bayern, Deutschland

Reines Wasser – Foto (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Fortsetzung der Biergeschichte aus Teisendorf

Gutes Bier Brauen ist eine Kunst…

Gutes Bier zu brauen ist eine Kunst, ist mit vielen Schwierigkeiten verbunden. In früheren Zeiten fehlt es oft an guter Braugerste – der Sommer ist verregnet oder zu trocken. Oder der Hopfen liefert nicht die Qualität des erwarteten Geschmacks, das vorbereitete Malz verdirbt oder das für ein gutes Bier so wichtige Wasser ist schlecht. Nicht umsonst heißt es im Werbeslogan heute: „Mit reinem Quellwasser würzig gebraut“. Hier setzt die Brauerei in Teisendorf auf gutes Quellwasser aus der Umgebung und sichert sich deshalb durch Kauf  und vertragliche Vereinbarungen in den 1960er Jahren Wasser aus der „Ramsauer Quelle“ und der „Stacherl Quelle“.

Teisendorf mit Bahnhofstraße und Markt

Teisendorf mit Bahnhofstraße und Markt mitte der 1930-Jahre mit dem Verlauf der so wichtigen „Straße“ durch den Ort

Die zentrale Lage Teisendorfs an der so wichtigen Verkehrsader Straße – schon aus Zeiten der Kelten und Römer bekannt, dann durch die Frächtung von Salz, Marmor, Eisen, Sandstein usw. ausgebaut, ermöglicht es der Brauerei, weithin zu liefern – ein sehr wichtiger Aspekt für den Aufstieg der Brauerei seit ihren Anfängen.weiterlesen

Die Wächter des Reinheitsgebotes

 von Sarita
Rund 70 Bilder auf Spezialstoff und von hinten mit LED-Technik beleuchtet, zeigen bei der Ausstellung »Die Wächter des Reinheitsgebotes« Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien in ungewöhnlicher Inszenierung (c) Südost News

Rund 70 Bilder sind ungewöhnlich inszeniert*

»Die Wächter des Reinheitsgebotes« lautet der Titel einer Wanderausstellung des Bayerischen Brauerbundes, die bis 22. Mai im Kunstraum Klosterkirche in Traunstein zu sehen ist. Anlass ist das Jubiläum 500 Jahre Reinheitsgebot.

Zu sehen sind rund 70 Porträts, die in ungewöhnlicher Inszenierung Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien zeigen. Die überlebensgroßen Bilder stammen von dem in Traunstein aufgewachsenen und heute in Berlin lebenden Journalisten und Fotografen Dr. Sead Husic. Die Bilder auf Spezialstoff sind auf Rahmen gespannt, und mit LED-Technik von hinten beleuchtet.Die Wanderausstellung, die bisher in München und in Ingolstadt zu sehen war, ist in Traunstein bis einschließlich 22. Mai täglich (auch sonntags) von 14 bis 18 Uhr geöffnet; der Eintritt ist frei. Und wer beim Anblick von so vielen bayerischen Reinheitsgebot-»Wächtern« Durst bekommt, hat im Ausstellungsraum die Möglichkeit, verschiedene Biere der drei Traunsteiner Brauereien zu verkosten.

*Rund 70 Bilder auf Spezialstoff und von hinten mit LED-Technik beleuchtet, zeigen bei der Ausstellung »Die Wächter des Reinheitsgebotes« Inhaber, Familien und Braumeister bayerischer Brauereien in ungewöhnlicher Inszenierung (c) Südost News

 

Quelle: Traunsteiner Tagblatt

Rosi Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf – Teil II

 von Rosi
#Wieninger Philipp_1768-1835#

Philipp Wieninger (1768 – 1835) – er kauft 1833 das „Teisendorfer Hofbräuhaus“ – Foto: Archiv Brauerei Wieninger

Philipp Wieninger aus dem Bayerischen Wald erwirbt die Brauerei in Teisendorf

Fortsetzung der Biergeschichte aus Teisendorf (Biergeschichte aus Teisendorf – Tei I: Der Ochsen-Andre): Eine der Marktbrauereien kauft sich 1628 der aus Salzburghofen „Zuagroaste“ Leonhard Schaidinger. Gerade in dieser Zeit kommt von Bayern her – Teisendorf gehörte damals zum Erzstift Salzburg und nicht zu Bayern – ein neues Bier, das Weißbier. Und der neue Brauer Schaidinger ist es, der die Zeichen der Zeit erkennt: Vom Hofbräuhaus Traunstein (gehörte zu Bayern) importierte damals das Erzstift Salzburg  der enormen Beliebtheit wegen schon in rauen Mengen dieses Weißbier.weiterlesen

Rosi Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf

 von Rosi
der "Ochsen-Andre" Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Gespann das Bier zu den Wirtschaften aus Er kommt als Stallknecht 1939 zur Brauerei Wieninger - später arbeitet er als "Fuhrmann" bis in die 1960er Jahre und bringt das Bier in die Wirtschaften, ist aus dem Marktbild der damaligen Zeit nicht wegzudenken

der „Ochsen-Andre“ Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Ochsengespann das Bier an die Wirtschaften aus – Foto: Archiv Fürmann

Biergeschichte aus Teisendorf: Der Ochsen-Andre

„Heid Vormittag liefer i zuerst an Meisinger sein Bier, fahr dann zun Austermayer obe, der braucht heit nix, kim dann auße zur Bahnhofswirtschaft und bring an Chef no seine Sachan in d’Villa vorbei. Zun  ablon kim i grad grecht wieder vor Mittag a de Brauerei zruck“.

Der Ochs-Andre stellt sich seine Liefertour zusammen für seine Wirtschaften im Markt Teisendorf. Für den heutigen Vormittag hat er sich die Wirtschaften von der Brauerei aus rechts Richtung Bahnhof vorgenommen, denn bei der Bahnhofwirtschaft pressiert es ganz besonders. Heute verladen die Bauern und Handler auf dem Bahnhof die nach München verkauften Tiere und danach wird natürlich einkehrt. Am Nachmitttag liefert da Andre dann die andere Richtung die Marktstraße entlang zuerst zur Alten Post. Die Neue Post – beim Schiller – braucht heute nichts, der Stiagnwirt braucht nur nichtalkoholisches heute – wie sonderbar – und ins Cafe Nißl und Cafe Robel geht man zum Kaffee trinken, die brauchen also auch nichts.

der "Ochsen-Andre" Andreas Mösenlechner fährt im Ort Teisendorf mit seinem Gespann das Bier zu den Wirtschaften aus Er kommt als Stallknecht 1939 zur Brauerei Wieninger - später arbeitet er als "Fuhrmann" bis in die 1960er Jahre und bringt das Bier in die Wirtschaften, ist aus dem Marktbild der damaligen Zeit nicht wegzudenken

der „Ochsen-Andre“ Andreas Mösenlechner belädt frühmorgens vor der Brauerei Wieninger sein Ochsengespann – Foto: Archiv Fürmann

Schon um 5 Uhr früh hat er seine Ochsen gefüttert und um 7 Uhr eingespannt vor den Wagen, mit dem er für die Brauerei alle Fahrten erledigt, die im Markt zu unternehmen sind. Jeder im Ort kennt ihn, den Bauernbuben aus Wimmern vom Bachter, der 1939 als Stallknecht zum Wieninger kommt  und zuerst in der Landwirtschaft arbeitet. Als „Fuhrmann“ ist er dann mit seinen Ochsen bis in die 1960er Jahre hinein aus dem Marktbild nicht wegzudenken.weiterlesen

Buch-Tipp: Mythos Bier

 von Sepp
Bierprobe in der Privatbrauerei Wieninger

Bayerische Brautradition

Mythos Bier: Geschichte und Geschichten rund ums Bier

Dieses Jahr feiern wir 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot. Höchste Zeit sich mit der Geschichte des Biers auseinanderzusetzen. Im Plenk Verlag ist dazu ein interessantes Buch erschienen: Mythos Bier – Geschichte und Geschichten rund ums Bier von Paul Werner, Richilde Werner und Karl Nißl.

Die Geschichte des Bieres ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Menschheit, sie ist aber auch ein Blick in die menschliche Seele, ihre Höhen und Tiefen und ihre dunklen Abgründe.
Bier ist in Bayern mehr als ein Nationalgetränk, es ist ein Stammesabzeichen, ein genetischer Fingerabdruck, ein flüssiges Synonym – sozusagen die Muttermilch der Bayern. Es gehört zu den Inbegriffen und Signaturen bayerischer Lebensart und Trinkkultur. Und dennoch ist das Bier keine bayerische Erfindung, ist es doch in seinen vielfältigen Vor- und Frühformen schon vor Tausenden von Jahren weit außerhalb von Europa nachzuweisen, im Alten Orient sogar schriftlich bezeugt.

Dieses großzügig und reich bebilderte Buch spannt einen gewaltigen Bogen von den archaischen Anfängen des Bierbrauens bis hin zu den dafür notwendigen Grunderkenntnissen der Mikrobiologie. Eine packende Kultur- und Sozialgeschichte jenes „süffigen Gebräus“, das schließlich einen gigantischen Siegeszug um die ganze Welt antrat. Zu guter Letzt ist es für den Leser auch ein außerordentlich interessantes und auf weite Strecken hoch amüsantes Unterfangen, den vielfältigen Aspekten unseres Bieres nachzugehen – auch ohne grimmigen Bierernst …weiterlesen