Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Bindalm

TV-Tipp: ZDF dreht auf der Bindalm

 von Sepp
ZDF dreht für Drehscheibe auf der Bindalm

ZDF dreht für Drehscheibe auf der Bindalm

Am Dienstag, den 16. Juni, war ein Team des ZDF zu Dreharbeiten in aller Hergottsfrühe auf der Bindalm. Für drehscheibe – das tägliche Deutschland-Magazin, das montags bis freitags von 12:10 Uhr bis 13 Uhr im ZDF gesendet wird, hat ein Kamerateam Sepp und Lieserl Wurm, die Sennleute vom Möslerlehen auf der Bindalm, bei ihrer morgendlichen Arbeit begleitet.

Der Arbeitstag auf der Alm beginnt um 4 Uhr, dann kommen die Kühe von der Nachtweide zurück in den Stall und werden gemolken. Die Milch wird im Anschluss an die Stallarbeit von der Sennerin auf der Alm weiterverarbeitet: Frischer Butter und 3 Sorten Almkäse entstehen hier in Handarbeit. Wenn dann am Vormittag die ersten Wanderer auf der Bindalm eintreffen, um sich mit den selbst gemachten Spezialitäten zu stärken, haben Sepp und Lieserl schon einige Stunden harter Arbeit hinter sich. weiterlesen

Waldi

kammerlinghorn 001

Letzte Woche packte ich meinen Rucksack, um noch einmal mit Skiern auszurücken.Das Kammerlinghorn stand auf dem Plan.

Kammerlinghorn

Kammerlinghorn

Nach Radfahrt zur Bindalm schnallten wir unsere Skier auf den Rücken und dann gings zügig auf die Mittereisalm, von dort  über die herrlich mit Krokus übersäte Wiese den Sommerweg aufs Kammerlinghorn. Nach ca knapp einer Stunde Tragezeit kam der Schnee und wir konnten mit den Skiern weitergehen. Da der Sommerweg schon ziemlich ausgeapert ausschaute, gingen wir gleich Richtung Eisrinne und  stiegen da hinauf. Auf dem „Karlboden“, den wir nach gut 2 Stunden erreichten, wurde kurz etwas getrunken und dann mußten wieder die Skier geschultert werden, da der Fels bereits ausgeapert war. Den letzten langen Gipfelhang konnten wir wieder mit Skier gehen und nach ca 3 Stunden waren auf dem Gipfel.weiterlesen

Waldi

Skitour zur Hocheis-Messe

 von Waldi
Das Gipfelkreuz der Hocheis-Spitze

Das Gipfelkreuz der Hocheis-Spitze

Bereits seit 50 Jahren gibt es die traditionelle „Hocheismesse“, die immer in Gedenken an die verunglückten Bergkameraden abgehalten wird. Letzten Samstag starteten wir bei schönem idealen Wetter am Hintersee in den Nationalpark. Mit Rad oder Fahrzeug (aber nur die ,die eine Erlaubnis haben) gings bis zur Bindalm. Das ist schon ein ganz schön anstrengender Teil.

Panorama vom Hocheis

Panorama vom Hocheis

Nun mußten wir noch eine halbe Stunde die Skier rauf tragen, bis zur Mittereisalm und noch ein Stück weiter. Endlich konnten wir die Ski anschnallen und wanderten gemütlich weiter, da ich zwei gemütliche Bergkameraden dabei hatte. Die Vögel zwitscherten um die Wette. Stetig bergauf kamen wir ins Hocheiskar. Schöne freie Flächen und der Schnee trug gut. Nach ca 2 Stunden, am Ende vom Kar, direkt unter dem Hocheisgipfel wird seid ein paar Jahren die Messe abgehalten, früher war sie meistens auf dem Gipfel. weiterlesen

Im Regen auf die Niederalm

 von Sepp
halb sieben Uhr morgens auf der Bindalm

halb sieben Uhr morgens auf der Bindalm

Mitte September endet der Almsommer auf vielen der hochgelegenen Almen im Berchtesgadener Land. Auch wir haben am Samstag unsere Hochalm, die Bindalm, verlassen und unser Vieh auf die Schwarzbachalm getrieben. Dort, auf unserer Niederalm unterhalb des Wachterl, werden die Kühe und die Jungtiere noch zwei Wochen auf der Weide bleiben, bevor sie dann prachtvoll geschmückt (natürlich nur, wenn bis dahin kein Unglück mehr geschieht) auf den hiemischen Hof getrieben werden.

Los geht`s am Samstag in aller Hergottsfrüh: Senn und Sennerin auf der Alm bringen ab etwa  4 Uhr die Kühe und die Jungtiere in den Stall auf der Bindalm. Die Bindalm ist eine Nachtweide, das heißt, das Vieh ist tagsüber im Stall und in der Nacht draußen. Gerade am Tag des Almabtriebs ist es daher wichtig, die gesamte Herde zu sammeln. Die älteren Kühe haben schon mehrere Abtriebe mitgemacht und wissen, was bevorsteht.

Erfahrene Alm-Kühe warten auf den Aufbruch

Erfahrene Alm-Kühe warten auf den Aufbruch

Die Jungtiere hingegen, besonders die Kälber, die erst im Frühjahr geboren wurden, kennen die Situation nicht und geben sich gerne etwas störrisch. Als wir nach dem gemeinsamen Frühstück um 7 Uhr dann von der Alm aufbrechen, sind die Begleitpersonen, die Treiber, gefordert, die Herde zusammenzuhalten.

 

Unser Weg führt uns schließlich von der Bindalm durch das Klausbachtal zum Hintersee. Es regnet nur wenig und wir kommen gut voran. Am Hintersee wird aus dem leichten Nieseln dann plötzlich starker Regen. Während die Rinder unbeeindruckt  ihr Tempo beibehalten, lässt die Kleidung der Begleiter stellenweise bereits die Nässe durch und macht das Gehen unangenehm.weiterlesen

Grenzüberschreitende Almwanderung

 von Ann-Kathrin

43 Kilometer wandern an einem Tag

Start unserer grenzüberschreitenden Almwanderung war der Parkplatz an der Hirschbichlstraße. Vorbei am Klausbachhaus ging es dann in Richtung Hirschbichl. Ein fast ebener Weg führt nahe des Klausbaches (von hier stammt das Trinkwasser der Ramsauer) zur Hängebrücke. Sie ist 55 Meter lang und elf Meter hoch. Dominant zu erkennen an den Pfeilern der Hängebrücke ist das Logo des Nationalparkes Berchtesgaden. Einem Steg folgend gelangt man zu einer Aussichtsplattform, wo man eindrucksvoll die Mühlsturzhörner bewundern kann. Ein schwerer Felzsturz 1999 prägte das Landschaftsbild deutlich. Das ganze schaut ein bisschen aus wie die drei Zinnen des Berchtesgadener Landes.

 

43 Kilometer: Klingt irre, ist irre!

Bei dieser Wanderung bin ich diesmal nicht alleine unterwegs sondern habe fesche und sportliche Begleitung bei mir.  Zuvor informiert, wieviel Kilometer wir wirklich wandern werden, habe ich mich nicht, aber ich ahnte schon, dass das keine Kurzstrecke werden wird. Allerdings wer folgt schon der Einladung „Hey, lass uns 43 Kilometer wandern!“ Schnellen Schrittes geht es auf die Bind-Alm zu. Dort gibt es beim Almkreuz die erste Fotopause.

auf der Bind-Alm

auf der Bind-Alm

Nur wenige Gehminuten von der Bind-Alm befindet sich dann der Grenzübergang Hirschbichl. Nun befinden wir uns im Pinzgau. Ein Salzsäumerweg über den Hirschbichl diente seit dem 13. Jahrhundert der Ausfuhr des Schellenberger und Halleiner Salzes nach Tirol. Noch ein kleines Stück auf der Teerstraße und wir wanderten in Richtung Kammerling-Alm. Im Winter diesen Jahres zog es mich schon mit Schneeschuhen im Gepäck dorthin. Ein wirklich empfehlenswerter Schneeschuhwanderweg!

auf den Kammerling-Almen

auf den Kammerling-Almen

Zu diesem Zeitpunkt peitschte mir ein Sturm um die Nase, da die Kammerling-Almen an einer expornierten Almwiesenfläche liegen. Von hier aus öffnet sich der Blick zu den Loferer Steinbergen. Auch die Gebirgskette der Mühlsturzhörner zeigt sich wieder imposant. Von hier aus hat man schon die Möglichkeit aus einer Wanderung eine mittelschwere bis schwere Bergtour zum Kammerlinghorn zu unternehmen.

Blick zu den Kammerling-Almen

Blick zu den Kammerling-Almen

Nachdem wir die Kammerling-Almen passierten ging es dann leicht bergab und dann einen leicht matschigen Pfad hinunter. Wieder stoßen wir auf eine Forststraße. Es ist noch immer weit bis zur Kallbrunn-Alm. Bis hierher war der Weg überraschenderweise nicht hoch frequentiert, obwohl es Sonntag war und strahlender Sonnenschein herrschte. weiterlesen

Wohin des Weges, junge Frau

 von Sepp

Samstag, 9. August – für den Nachmittag ist ein Gewitter angekündigt. Ich nehme mir vor, den sonnigen Vormittag für eine kleine Wanderung zu nutzen. Das Ziel ist die Kührointalm, nach Aufstieg über den Grünstein. Als ich losfahre hängen dicke Wolken über Berchtesgaden-Königssee. Auf der Straße Richtung Ramsau hingegen lacht mir die Sonne und blauer Himmel von der Reiteralpe entgegen. Statt links zum Parkplatz Hammerstiel abzubiegen, fahre ich also einfach geradeaus weiter. Das Ziel hat sich spontan geändert: Nun heißt es Halsalm!

Auf der Halsalm

Auf der Halsalm

Ich steige über einen schmalen Bergpfad auf und bin schnell oben, da ich allein unterwegs bin. Was heißt allein? Nicht ganz. Schmetterlinge begleiten mich den ganzen Weg über. Immer mal wieder erhasche ich einen herrlichen Blick auf den Hintersee. Auf 1211m, umgeben von einer traumhaften Wiese, liegt die Alm.

Die Halsalm

Die Halsalm

Oben angekommen lasse ich mir nicht das Käsebrot mit frischer Buttermilch entgehen – sau guad. Normalerweise bin ich eher der milde Gouda-Typ, aber hier auf der Alm schmeckt mir sogar der selbst produzierte länger gereifte Bergkäse sehr gut

Deftige Almbrotzeit: Käsebrot und Buttermilch

Deftige Almbrotzeit: Käsebrot und Buttermilch

Mit der Brotzeit mache ich es mir auf einer der Holzbänke bequem, genieße die Köstlichkeit und den Ausblick auf Hochkalter, Ramsau, Hohen Göll und Untersberg. Kühe und Kälber machen das idyllische Bild perfekt.weiterlesen

Litzlalm und Litzlkogel

 von Sarita

Ein Ausflug auf die Litzlalm, für jeden etwas!

Eine kleine Mountainbiketour am Spätnachmittag brachte mich heute mal wieder auf die Litzlalm. Vorbei  am traumhaft gelegenen Hintersee, gelangte ich zum perfekten Ausgangspunkt meiner Tour am Parkplatz der Nationalpark Infostelle im althistorischen Klausbachhaus.

Klausbachhaus: Nationalpark-Infostelle am Hintersee

Klausbachhaus: Nationalpark-Infostelle am Hintersee

Wer es bequem haben will, für den besteht hier die Möglichkeit ohne Anstrengungen mit dem Almwanderbus in ca. 30 min zum Hirschbichl zu fahren und von dort in ca. 45 min weiter auf die Litzlalm zu wandern. Entlang der Hirschbichlstraße kam ich an der Wildfütterung vorbei, wo man im Winter Rehe und Hirsche sehen kann, im Sommer eine Weidefläche für Kühe. Eine moderne Aussichtsplattform bietet einen herrlichen Blick über das Gelände. Auf dem weiteren Weg zur Litzlalm fahre ich entlang der Mühlstürzhörner, vorbei an der kürzlich neu erbauten Hängebrücke bis zur Bindalm. Die Bindalm ist eine idyllisch liegende Alm mit zwei traditionellen und einheimisch bewirtschafteten Almhütten.

Die Bindalm

Die Bindalm

Den Hirschbichlpass hinauf zum Gasthaus Hirschbichl überquerte ich die Deutsch- Österreichische Grenze, hier befindet sich auch die Endstation des Almwanderbusses. Von Hirschbichl aus radelte ich noch ca. 15 min weiter zur Litzlalm.

Jausenstation Litzlalm

Jausenstation Litzlalm

Die Litzlalm Jausenstation lockt zum ausruhen und verweilen, natürlich auch mit einer leckeren Brotzeit.weiterlesen

Heuernte auf der Bindalm

 von Sepp
Heuernte auf der Alm mit Gabel und Rechen

Heuernte auf der Alm mit Gabel und Rechen

Für die einen war es Badewetter, das über das Pfingst-Wochenende herrschte, doch für die Bauern war es Heuwetter: Fast jeder Landwirt hat die heißen Tage genutzt um Heu zu machen. Während auf den Bauernhöfen in den Tälern die Heuernte mittlerweile fast ausschließlich maschinell erfolgt, ist die Heuarbeit auf den Almen noch sehr viel mühsamer. Bei uns auf der Bindalm ist das einzige motorisierte Gerät, das wir zum Heuen verwenden, ein kleiner Motormäher. So ersparen wir uns zumindest das Mähen des Grases mit der Sense, wie es früher üblich war. Die übrigen Arbeitsschritte, von der Futterwerbung bis zur Bergung des trockenen Heus, erfolgen in reiner Handarbeit. Die einzigen Werkzeuge sind Rechen, Gabel und Heunetze.

 

Nach dem Mähen des Grases am Donnerstag, bleibt es bis zum Freitagnachmittag liegen. An der Oberseite ist das feine Gras bereits leicht angewelkt, doch die unteren Schichten sind noch grasgrün. Also wenden wir das Mähgut: Mit einem Rechen wird das Gras dabei büschelweise umgedreht, so dass die bisher der Sonne abgewendeten Gräser oben auf liegen und anwelken können.

Almheu: fein und voller Kräuter

Almheu: fein und voller Kräuter

Auf den Feldern im Tal erfolgt dieser Arbeitsschritt maschinell, und zwar mit von Traktoren gezogenen Kreiselheuern mit einer Arbeitsbreite zwischen 4 und 8 Metern. Diese Maschinen ermöglichen Flächenleistungen von mehreren Hektar pro Stunde. Von dieser Schlagkraft kann man nur träumen, wenn man das Gras mit einem Rechen wendet: Zu viert brauchen wir eine Stunde, um das kleine Feld komplett zu bearbeiten. Und die Arbeitsqualität ist auch eine ganz andere, beim Wenden mit dem Rechen ist eine Häufchen- und Schwadbildung unvermeidlich und erfordert mehrmaliges Wenden. Insgesamt wenden wir das Futter dreimal,  am Freitag, am Samstag und dann nochmal am Sonntagmittag. Dann endlich ist das Gras trocken genug, um auf den Heuboden im Kaser transportiert zu werden.

 

Mit den Rechen formen wir das zu Heu getrocknete Gras schließlich zu Haufen und Schwaden.

Händische Schwadformung mit Rechen

Händische Schwadformung mit Rechen

Aber anstatt, wie im Tal, das Futter mit Traktor und Ladewagen in den Stadel einzubringen, tragen wir auf der Alm das Futter auf den Heuboden oberhalb des Stalles im Kaser. Dazu nutzen wir Heunetze, die wir befüllen, festtreten und verschnüren, um diese Heubündel dann auf den Schultern zum Kaser zu tragen.weiterlesen

Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp
Almauftrieb am Hintersee vorbei

Almauftrieb am Hintersee vorbei

Am Samstag war es soweit: Wir haben unsere Kühe auf die Bindalm aufgetrieben. Kalt ist es, als wir in aller Früh am Hof mit der Herde los marschieren, nur wenige Grad über null zeigt das Thermometer. Aber es ist trocken und die Kälte werden wir bald nicht mehr spüren, die Kühe sind nämlich alles andere als langsam unterwegs. Unser Weg führt uns am Hintersee vorbei, der am Morgen in völliger Stille liegt. Ein einzelner Angler ist so früh schon mit dem Boot draußen, ansonsten sind wir allein.

 

Danach geht es durch das Klausbachtal vorbei an der Wildfütterung des Nationalparks Berchtesgaden, wo uns das Jungvieh der hier weideberechtigten Bauern begegnet. Vor dem Übergang zur Hängebrücke erwartet uns die erste ernsthafte Steigung: Den meisten Kühen und Jungtieren ist allerdings nichts anzumerken, sie halten ihr hohes Tempo, lediglich eine etwas ältere Kuh, die vor wenigen Wochen erkrankt, mittlerweile aber bereits wieder genesen ist, hat leichte Probleme mit den schnelleren Tieren mitzuhalten. Am Mitterberg dann, dem bei Radfahrern berüchtigten, weil extrem steilen Anstieg kurz vor der Bindalm, muss diese Kuh endgültig abreißen. So erreichen wir in zwei Gruppen die Almfläche der Bindalm, wo uns der vertraute Anblick der wild zerklüfteten Mühlsturzhörner erwartet.

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Mühlsturzhörner von der Bindalm aus gesehen

Bei unserer Ankunft liegt die Alm noch im Schatten,

Ankunft auf der Alm

Ankunft auf der Alm

doch kurz bevor wir an die Almhütten, die sogenannten Kaser, erreichen, kommen die ersten Sonnenstrahlen über den Waldrücken oberhalb der Bindalm.weiterlesen

Neue Schindeln braucht das Dach

 von Sepp
Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Kaser auf der Bindalm mit teilweise erneuertem Schindeldach

Früher waren sie fester Bestandteil der Bauernöfe und Häuser, heute sieht man sie im Tal nur noch sehr vereinzelt: Schindeln auf dem Dach. Auf den Almen hingegen ist das Schindeldach immer noch die häufigste Form der Dacheindeckung.  Wir haben den das milde Wetter genutzt, und begonnen, das Legschindelach unseres Kasers auf der Bindalm umzudecken und kaputte Schindeln auszutauschen.

Das Holz für die Schindeln muss genau ausgesucht werden: es muss gerade und feinwüchsig sein, sowie unbedingt astfrei, worauf es auf 70 Zentimeter abgelängt, gespalten und mit einem breiten Messer, das auf beiden Seiten einen Griff hat, nachbearbeitet wird. Durch das Spalten wird der natürliche Faserverlauf des Holzes nicht zerstört, was die gespaltene Schindel haltbarer macht als ein gesägtes Exemplar. Für die Legschindeln kommen bei uns Schindeln aus Fichte zum Einsatz. Die Schindeln werden überlappend verlegt, das bedeutet, lediglich etwa ein Drittel der einzelnen Schindel ist der Witterung ausgesetzt. Das Legschindeldach muss etwa alle fünf Jahre umgedeckt werden, wobei eine noch nicht der Witterung ausgesetzte Seite der Schindel nach oben kommt.

Umdecken des Schindeldachs

Umdecken des Schindeldachs

So können die Schindeln zumindest theoretisch viermal verwendet werden. In der Praxis sind einige der Schindeln durch die Witterungseinflüsse aber nicht mehr zu gebrauchen und werden durch neue Exemplare ersetzt.weiterlesen