Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Bindalm

Bergmesse auf der Bindalm

 von Sepp

Gottes Segen für die Almen

Gestern fand auf der Bindalm eine Bergmesse statt. Diese Messe sollte den Segen für den Almsommer bringen, war aber auch Teil der Feierlichkeiten des Jubiläumsjahres 500 Jahre Pfarrkirche Sankt Sebastian Ramsau. Bei bestem Wetter kam die Traumkulisse des Almkreuzes vor dem Hintergrund der Mühlsturzhörner wunderbar zur Geltung.

Kaplan Leitenbacher und Ministranten auf der Bindalm

Kaplan Leitenbacher und Ministranten

Vier Musikanten der Musikkapelle Ramsau sorgten für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes.

Musikanten bei der Bergmesse auf der Bindalm

Musikanten bei der Bergmesse

Neben den Almleuten und ihren Angehörigen fanden – auch angelockt durch das schöne Wetter – auch viele Wanderer und Radfahrer den Weg hoch zur Bindalm.weiterlesen

Sonnenuntergang auf der Mittereisalm

 von Sepp

Trennung von Wald und Weide

Gerade komme ich von der Alm zurück: Heute haben wir auf der Mittereisalm, wo ab  Ende Juni unser Jungvieh circa zwei Monate verbringen wird, den Zaun hergerichtet. Das ist nötig, um die Weide vom umliegenden Wald abzugrenzen.

Abend am Kaser auf der Mittereisalm

Abend am Kaser auf der Mittereisalm

Im Herbst wird der Draht dann wieder abgehängt, da er unter der Schneelast sonst reißen und so noch mehr Arbeit verursachen würde.

 

Sonnenuntergang im Klausbachtal

Da ich zum Arbeiten auf der Alm war und nicht zum Vergnügen hatte ich natürlich keine Kamera dabei, was sich als jammerschade herausstellen sollte: Denn als wir gegen halb neun Uhr abends unsere Arbeit verrichtet haben, herrschte ein wunderbare Abendstimmung. Die Sonne ging gerade unter,

Sonnenuntergang auf der Alm

Sonnenuntergang auf der Alm

bestrahlte aber noch die Abbrüche des Hochkaltermassivs in Richtung Kammerlinghorn.weiterlesen

Prangertag auf der Bindalm

 von Sepp

Feiertag auf der Alm

Ich gebe es zu: Ich war gestern, obwohl Feiertag, nicht in der Kirche und habe auch die Fronleichnamsprozession geschwänzt! Stattdessen verbrachte ich den Prangertag, wie man Fronleichnam bei uns auch nennt, auf der Bindalm. Ein paar Impresionen will ich hier mit Euch teilen.

 

Eines unserer Kälber, im Hintergrund die Mühlsturzhörner.

Kalb vor Mühlsturzhörnern

Kalb vor Mühlsturzhörnern

Aufmerksame Leser dieses Blogs werden sich vielleicht an das schwarze Pinzgauer Kalb erinnern, von dem ich Euch letzten Oktober berichtet habe. weiterlesen

Almauftrieb auf die Bindalm

 von Sepp

Heute haben wir unsere Kühe auf die Bindalm getrieben. Als wir um kurz vor 6 Uhr aufbrachen, war es zwar neblig, aber trocken, doch kaum waren wir 5 Minuten unterwegs, begann es zu regnen. Und es hörte nicht mehr auf: Am Hintersee und an der Nationalpark-Informationsstelle Klausbachhaus vorbei, weiter bis zur Wildfütterung und der Hängebrücke im Klausbachtal, immer begleitete uns der Regen. Und während unsere Kleidung langsam vor der Nässe kapitulierte, erreichten wir den berüchtigten Mitterberg, kurz vor unserem Ziel. Hier wurde der Regen nochmal stärker. Doch nachdem diese letzte Hürde bezwungen war, standen wir bereits auf dem Weidegebiet der Bindalm. Nur noch wenige Meter und es war geschafft Und siehe da: kaum war das Vieh im Stall und die Begleiter in trockener Kleidung, hörte es auch schon auf zu regnen!

Es war zwar ziemlich feucht, doch hat auch dieses Jahr der Almauftrieb wieder viel Spaß gemacht. Und da es nicht heiß war, legten die Kühe ein beachtliches Tempo vor: Wir benötigten für die circa 12 Kilometer lange Strecke vom heimischen Hof bis zur Bindalm mit vielen Steigungen lediglich 2:30 Stunden. Eine – im Vergleich zu den Vorjahren- beachtliche Zeit.

 

Euer Sepp BGLT

Lungentransplantierte im Nationalpark

 von Sepp

Nationalpark Berchtesgaden barrierefrei erleben

Acht Patienten, die nach ihrer Lungentransplantation in der Schön Klinik Berchtesgadener Land auf ihr Leben mit dem Spenderorgan vorbereitet werden, kamen kürzlich in den Genuss eines besonderen Ausflugs: Im Rahmen der Initiative „Nationalpark barrierefrei“ ermöglichte ihnen Nationalpark-Ranger Christian Grassl eine Exkursion ins Klausbachtal.

Die Lungen-Patienten auf der Bindalm

Die Lungen-Patienten auf der Bindalm

Patienten der Schön Klinik auf der Bindalm

„Dass ich im Leben nochmal eine Alm zu sehen bekomme, hätte ich niemals zu träumen gewagt“, schwärmt Ingrid Gamber aus Senden bei Ulm, derzeit Patientin in der Schönauer Schön Klinik. Sie ist früher viel in den Bergen gewandert, doch durch ihre gravierende Lungenerkrankung hatte sie zuletzt ihr Haus kaum noch verlassen können.weiterlesen

Von der Hochalm auf die Niederalm

 von Sepp

Heute haben wir unser Vieh von der Bindalm auf die Schwarzbachalm getrieben, also von der Hochalm auf die Niederalm.

Im Morgengrauen am Hintersee

Im Morgengrauen am Hintersee

Eine Woche wird das Vieh auf der Schwarzbachalm verbringen, bevor es nach dem hoffentlich gschmücktem Almabtrieb in den heimischen Stall zurückkehrt. Seit Mitte Juni waren die Tiere – bei unseren handelt es sich ausnahmslos um Pinzgauer – damit auf der Alm.

 

Diese jahrhunderte alte Form der Bewirtschaftung soll eine optimale Ausnutzung der Vegetation über verschiedene Höhenstufen ermöglichen. weiterlesen

Heuernte auf der Alm

 von Sepp

Die moderne Technik hat die Landwirtschaft revolutioniert. Früher brauchte man vor allem viele Hände (also Leute), um die Heuernte zu schaffen. Heute dagegen braucht man möglichst große, leistungsstarke Maschinen. Die Arbeit, für die früher zehn Leute zehn Tage brauchten, schafft ein Bauer mit entsprechender Ausrüstung heutzutage in ein paar Stunden alleine. Wenn auch der Mechanisierung der Landwirtschaft in weiten Teilen des Berchtesgadener Landes durch die Topographie enge Grenzen gesetzt sind – steile und kleinteilige Flächen erlauben keinen Einsatz allzu schwerer Traktoren und Erntemaschinen – ist die Technik doch ein unverzichtbarer Helfer gerade auch der Bergbauern geworden. Wie aus der Zeit gefallen muss da wirken, was sich alljährlich auf den Almen abspielt:

Heuernte auf der Bindalmvor der Kulisse der Mühlsturzhörner

Heuernte auf der Bindalm vor der Kulisse der Mühlsturzhörner

Zumindest auf den wenigen, auf denen noch traditionell Heu gemacht wird. Wie zum Beispiel bei uns auf der Bindalm. Na gut, wir mähen nicht mehr mit der Sense, sondern mit einem Motormäher. Dieser ist aber das einzige technische Hilfsmittel, das wir zum Heu machen auf der Alm verwenden. Als Werkzeug nutzen wir sonst lediglich Rechen und Gabel, mit Ihnen wird das gemähte Gras gewendet, je nach Anwelkgrad und Witterung mindestens 2 mal, bei Bedarf auch öfters. Bei optimalem Wetter liegt das Gras zwei Tage und wird zweimal gewendet, dann ist es zu Heu getrocknet und kann in den Stadl transportiert werden. Auf einem Bauernhof im Tal geschieht das mit  einem Traktor und entsprechendem Ladewagen, mit dem das fertige Futter bis in die Tenne eingefahren wird. Nicht so auf der Alm: Hier wird das Heu zu Haufen zusammengerecht, um dann in Heunetze gepackt zu werden. Diese 50 oder mehr Kilogramm schweren Packen werden auf den Schultern vom Feld zur Hütte, dem sogenannten Kaser, getragen und durch eine schmale Luke auf den Heuboden oberhalb des Stalls gehievt.

Das bin Ich beim Tragen eines gefüllten Heunetzes

Das bin Ich beim Tragen eines gefüllten Heunetzes

Der Arbeitsaufwand ist beträchtlich, das Ergebnis allerdings auch: „Das Almheu schmeckt besser als jedes andere“; das haben mir zumindest unsere Kühe versichert!

 

Schöne Grüße,

Euer Sepp BGLT

 

Schwenden auf der Bindalm

 von Sepp

Arbeitseinsatz der Salzburger Waldorfschule im Nationalpark
24 Schülerinnen und Schüler der Rudolf Steiner Schule aus Salzburg fassten eine Woche lang im Nationalpark Berchtesgaden kräftig mit an: Unter der Leitung von Nationalpark-Ranger Wolfgang Fegg und Revierleiter Werner Vogel führten die Zehntklässler ihr diesjähriges Ökologie- und Forstpraktikum im Klausbachtal durch. Tagsüber unterstützten die freiwilligen Helfer die Almbauern beim Schwenden, schnitten Wanderwege frei und führten Waldpflegemaßnahmen durch.

Bindalm mit Mühlsturzhörner

Bindalm mit Mühlsturzhörner

Fünf Tage lang stand jeweils vor- und nachmittags die Arbeit im Gelände auf dem Programm, abends fand theoretischer Unterricht durch Lehrkräfte und externe Referenten statt.

Nach einer Einführung in die Aufgaben und Ziele des Nationalparks Berchtesgaden durch Ranger Wolfgang Fegg begannen die Schülerinnen und Schüler mit dem Schwenden der Lichtweideflächen auf der Bindalm (Bild unten). Unter Schwenden versteht man weiterlesen