St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Brandkopf
Sepp Wurm

Winterspaziergang auf den Brandkopf

 von Sepp
Die Kapelle am Alpengasthof Vorderbrand

Die Kapelle am Alpengasthof Vorderbrand

Was macht man an einem trüben November-Sonntag-Nachmittag? Für eine ausgiebige Wanderung ist es schon zu spät, doch ein wenig Bewegung an der frischen Luft muss sein. Man macht einfach einen kleinen Spaziergang. Zum Beispiel auf den Brandkopf. Ich habe den aussichtsreichen kleinen Gipfel über dem Königssee gestern besucht, die Aussicht war zwar bescheiden, doch das Naturerlebnis dafür grandios.

Ausgangspunkt meines winterlichen Spaziergangs ist der Alpengasthof Vorderbrand. Zurzeit herrscht im Vorderbrand Betriebsruhe, ab 24. November verwöhnt Famile Runge dann die Gäste wieder in der gemütlichen Gaststube mit Kachelofen. Neben dem Gasthof steht eine kleine Kapelle und auf der gegenüberliegenden Straßenseite beginnt der Aufstieg zum Brandkopf.

Der Weg zum Brandkopf

Der Weg zum Brandkopf

Das Wanderweg ist auf den ersten Metern recht steil, wird aber flacher, sobald er den Wald erreicht. Der Wald ist tief verschneit, doch der Weg selbst ist von zahlreichen Spuren gezeichnet und  problemlos zu gehen. An der aussichtsreichen Bank unterhalb des Gipfels genieße ich die ersten Tiefblicke zum Königssee. Das Tal ist frei, doch über mir hängen dichte Wolken. Wahrscheinlich schneit es weiter oben sogar.

Schöne Aussichten entlang des Weges

Schöne Aussichten entlang des Weges

Der Weg führt danach weiter in sanfter Steigung zum Gipfelplateau auf 1156 Metern Höhe.weiterlesen »

Ann-Katrin

Nacht-Schneeschuhtour

 von Ann-Kathrin

Öfter mal was neues!

Sonntagabend und man weiß nichts mit sich anzufangen. Das Fernsehprogramm gibt nichts her und das Nachtleben sowieso nicht, da die meisten Montagmorgen wieder arbeiten müssen. Das muss ich natürlich auch, aber ein paar Stunden weniger Schlaf zu haben als sonst macht mir rein gar nichts aus. Das Wetter war den ganzen Sonntag über bescheiden. Grauer Himmel und Dauerschneefall. Schon seit längerem schwirrte mir eine Idee durch den Kopf: eine Nacht-Schneeschuhtour. Ich, die Dunkelheit, das Krachen des Schnees und sonst nichts. Das ist es!

 

Inspiriert wurde ich durch die Webcam auf den Funtenseetauern, die in diesem Sommer installiert wurde. Die hochauflösenden Fotos, die vor allem in der Nacht geschossen werden sind echt beeindruckend. Auf www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern gibt es unter anderem auch Webcams aus dem Jennergebiet und der Ramsau. Gerade die Webcam in Richtung steinernes Meer, sodass man noch einen Teil der Schönfeldspitze sieht dient dem Lawinendienst, sie wurde extra deswegen so positioniert.

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

http://www.foto-webcam.eu/webcam/funtenseetauern/

So, nun hieß es richtig anziehen nach dem Zwiebelprinzip und ganz wichtig: heißen Tee und Wechselkleidung einpacken. Eingehüllt in Schneehose und -jacke, Fleecepullover und Sturmhaube geht es los in Schönau-Unterstein. Die Schneeschuhe habe ich an meinem Rucksack fest gemacht. Ich laufe zum Königsseeparkplatz, vorbei an der Jennerbahn-Talstation, vorbei am Kreßgraben und dann der Beschilderung Brandkopf (bitte nicht bei Neuschnee und Dunkelheit den Aufstieg über den steilen Stufenweg nutzen!) folgend.

 

Ab dort heißt es dann umsatteln. Schneeschuhe anziehen, Stirnlampe aufsetzen und die Trekkingstöcke aufziehen. Glücklicherweise hat das letzte Haus vor dem Einstieg einen Bewegungsmelder, sodass ich richtig gut sehen kann während ich die Schneeschuhe anziehe. Alles umgesattelt! Los gehts in den dunklen Bergwald! Meine Stirnlampe ist die reinste Funzel! Gerade mal 3 Meter kann ich sehen und das auch nicht besonders hell. Ersatzbatterien habe ich dabei, aber ist auch nicht gerade das Beste Modell meine Stirnlampe. Was solls, was dich nicht umbringt macht dich nur härter!

 

Die ersten paar Meter in den Bergwald hinein sind beklemmend. Aber das Gefühl ist schnell überwunden als ich die ersten Lichter unten in Berchtesgaden und Schönau sehe. Leider ist es eher neblig durch den Schneefall, aber der Grünstein schimmert etwas heraus und wirkt jetzt in der Nacht mächtig. Nun kommen die ersten Steigungen und es geht stetig steigend hinauf in den Bergwald. Der Schnee ist sehr weich, wodurch ich auch durch das Nutzen von Schneeschuhen gut versinke. Mittlerweile habe ich mich mit der Dunkelheit angefreundet. Sogar schwitzen tue ich ziemlich. Ab und zu schaue ich nach rechts und links in der Erwartung vielleicht doch ein Tier zu entdecken, aber derzeit bin ich wohl als einzigste unterwegs. Nichts zu hören.

 

Bald erreiche ich das Gasthaus Vorderbrand. Auch dort ist es dunkel, nur in einem Raum (wahrscheinlich die privaten Räumlichkeiten ?) brennt noch Licht. Nun sind es nur noch rund 15 Minuten bis zum Gipfel. Mittlerweile schneit es hier oben heftiger. Der Schnee weht mir ins Gesicht und in die Augen. Ich sollte mir jetzt endlich mal eine Schutzbrille zulegen mit Fensterglas. Dann endlich bin ich am Gipfelkreuz angekommen. Durch den leichten Nebel sehe ich die Beleuchtung der Jennerbahn. Von Bergen oder dem Tal ist eher wenig zu sehen. Also Fernsicht dank Schneefall gleich 0. Trotzdem bin ich super beschwingt und happy.weiterlesen »

Ann-Katrin

Von Marktschellenberg nach Schönau

 von Ann-Kathrin

Tagesweitwanderung von Schellenberg nach Schönau

Wenn man von Salzburg über die Landstraße durch Grödig nach Marktschellenberg fährt, da sieht man sie schon spitz und markant herausstechen: die Barmsteine. Da sie mir schon öfter durchs vorbeifahren ins Auge fielen, fragte ich bei einer Kollegin nach, wie man zu diesen Barmsteinen gelangt und ob man diese eigentlich besteigen kann oder ob diese eher unwegsam und nur für mutige Kletterer geeignet sind. Sie erklärte mir, dass man nur den kleinen Barmstein erSTEIGEN kann und am großen Barmstein Möglichkeiten zum Klettern vorhanden sind. Außerdem empfahl sie mir den Rundweg dort zu machen und in Marktschellenberg zu starten um von dort über die Köppelschneid zu den Barmsteinen zu gelangen. Also ging ich an einem wunderbar sommersonnigen Tag morgens los. Zuerst fuhr ich mit der Buslinie 840 von Berchtesgaden nach Marktschellenberg. Im Ortszentrum stieg ich aus. Rechts neber der Kirche im Ortskern folgte ich der Straße nach oben, wo ich dann gleich auf Wegtafeln stoß, die in Richtung Köppelschneid und Arnoweg zeigten. Nach dem letzten Haus das zum Ortskern gehört geht es durch einen stetig aufsteigenden Waldweg hinauf in Richtung Köppelschneid. Nachdem der Weg den Wald verlässt stößt man auf erhöht liegende Bauernhöfe von denen man einen atemberaubenden Ausblick auf das Untersbergmassiv hat.

Untersberg mit Wegweisern im Vordergrund

Untersberg mit Wegweisern im Vordergrund

Der Weg führt platt getreten durch Wiesen hinauf . Am Wegesrand machte ich eine trierische Entdeckung. Ein Grünspecht.

Grünspecht

Grünspecht

Ziemlich stylisch schaut er aus mit seiner roten Irokesen-Frisur. Ein Prachtkerl! Weiter bei mehreren Bauernhöfen vorbei gelangt man dann zur Köppelschneid. Der Pfad ist durchzogen mit Wurzeln und man geht hauptsächlich im Wald. Auch die allseits bekannten gelben Wegmarkierungen auf denen man auch den Schwierigkeitsgrad der Touren erkennen kann sind hier nicht vorhanden. Allerdings ist der Pfad eindeutig genug zu erkennen wodurch man sich nicht verlaufen kann. An der Köppelschneid angekommen, wandert man direkt auf dem Grenzverlauf. Auf beiden Seiten ist der Abgrund. Der Pfad ist noch immer schmal und sehr wurzeldurchzogen. Endlich lichtete sich auch der Wald und man bekam einen freien Blick auf Salzburg und nach Hallein. Leider noch immer kein freier Blick in Richtung Berchtesgadener Talkessel. Leicht betröppelt über so wenig Aussicht folgte ich dem Waldpfad. Meiner Erfahrung nach würde ich den Weg über Köppelschneid als rot markieren. Der Pfad ist immer zu mindestens einer Seite nah am Abgrund, gerade wenn es am Vortag regnete und es ist matschig kann es dort ganz schön gefährlich werden. Von der breite her bietet der Platz für einen schmal gebauten Wanderer. Kurz bevor der Wald sich lichtet und man die Köppelschneid verlässt kommt eine Wegkreuzung, wo man sich zwischen drei Wegen entscheiden muss. Ein Wegweiser ist leider nicht vorhanden. Ich entscheide mich für den Weg geradeaus, mein Orientierungssinn sagt mir, dass das der richtige Pfad sein muss. Dann endlich habe ich wieder eine freie Sicht auf die Bergwelt. Und der etwas andere Blick auf den Hohen Göll fasziniert mich. Ich bin in einer Region gelangt, die ich zuvor nicht kannte. Verstreut liegen ursprüngliche Bauernhöfe umgeben von saftigen Wiesen. Eine Bank lädt zur Rast und dem genießen ein.

Panorma zum Hohen Göll und Watzmann

Panorma zum Hohen Göll und Watzmann

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Ursula

Unterwegs mit der Familie

 von Ursula

Familienwanderung im Goldenen Herbst

Die letzten Tage und Wochen waren wir mit einem wie fast immer goldenen Herbst gesegnet. Und auch wenn ich sicher bin, dass auch der November durchaus noch schöne Tage bringen wird (während sich der Nebel über München und vielen anderen Gegenden nicht mehr lichtet), habe ich die Sonnentage natürlich genutzt.

 

Am Sonntag sind wir zum Beispiel eine meiner Lieblings-Kurzwanderungen gegangen. Kennt ihr den Faselsberg? Lange nicht so bekannt wie der Watzmann, aber daher auch noch von vielen unentdeckt. Und ideal für abwechslungsreiche Familienwanderungen!

 

Nachdem meine Tochter Anita nicht so gern allein mit uns Erwachsenen unterwegs ist (welches Kind ist das schon) haben wir uns ein paar kleine Wanderer dazu geholt und los ging es. Gestartet sind wir ein paar Meter unterhalb vom „Hoanzei“ (Hainzenlehen/ Vorderbrandstraße).

Holzenlehen am Faselsberg

Holzenlehen am Vorderbrand

 

Unser erstes Etappenziel war das Holzenlehen. Hier endet schon nach wenigen Gehminuten die Teerstraße und ein wunderschöner Weg führt über die dazugehörige Schafwiese.weiterlesen »