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Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Brauchtum
Rosi Fürmann

Laternenzauber in Höglwörth / Anger

 von Rosi

Laternenzauber in Höglwörth auf dem Weg um den See

Höglwörther Laternenzauber – 800 Laternen weisen in stockdunkler Dezembernacht den Weg um den See

Wie mag es Maria und Josef ergangen sein bei Ihrem Gang von Nazareth nach Bethlehem vor mehr als 2000 Jahren? „Des war a weiter Weg daselm, von Nazareth nach Bethlehem. Berg und Tal und große Wälder, Möser, Wiesn, Ötzn, Felder, gache Leitn, tiafe Grabn, wias halt mia aa überall habn.  Schattnseitig warn de Weg vereist, da hat da Josef d’Frau dann gweist, na wars für sie net gar so gfährlich und net so mühsam und beschwerlich.“ So beschreibt der berühmte Teisendorfer Mundartdichter Karl Robel († 2017) in seiner Rupertiwinkler Weihnachtsgschicht den langen Weg.

die Weihnachtskrippe vor der Kirche des Augustinerchorherrnstift Höglwörth am Höglwörther See in der Gemeinde Anger im teifverschneiten Rupertiwinkler Winter

Laternenzauber in Höglwörth auf dem Weg um den See – auf dem Steg mit den vielen Lichtern der Laternen

Die Schützengesellschaft Höglwörth-Anger lädt alljährlich am 1. Adventswochenende ein, symbolisch mit Maria und Josef zu gehen und Herberge zu suchen – seit 2011 für groß und klein ein ganz besonderes Ereignis im Advent, in der Zeit des Wartens auf das Christkind:  Nicht „Christkindlmarkt-Kommerz“ sollte es sein, was die Schützen wollten und sie begeistern mit ihrer Idee des Höglwörther Laternenzaubers.weiterlesen

Bayern – Sagenhaft

 von Sepp
Bayern -Sagenhaft ab 26. Oktober 2017 im Kino

Bayern -Sagenhaft ab 26. Oktober 2017 im Kino

Der neue Film von Joseph Vilsmaier mit Monika Gruber

Joseph Vilsmaier zeigt in seiner neuen Kino-Dokumentation seine Heimat unter dem doppeldeutigen Titel „Bayern – Sagenhaft“! Feste, Bräuche und Traditionen gehen oft auf uralte Sagen und Legenden zurück. Sagenhaft im Sinne von einmalig ist auch vieles in Bayerns Kunst und Kultur, Wissenschaft, Wirtschaft und Sport. Kreative Mitstreiter des humorvollen Films über Land und Leute im weiß-blauen Freistaat sind Monika Gruber (Sprecherin und Sketche), Haindling (Musik) und Hannes Burger (Texte).

Vorpremiere im Kino Berchtesgaden

Noch vor dem offiziellen Kinostart könnt Ihr Bayern Sagenhaft, den neuen Film von Regisseur Joseph Vilsmaier am 22.Ojktober um 18 und 20:30 Uhr im Kino Berchtesgaden sehen. Karten unter www.kino-berchtesgaden.de oder telefonisch  +49 8652 655 69 11

Das Berchtesgadener Land spielt in dem 90 Minüter eine besondere Rolle – viele Themen und Gesichter findet man auf der Kinoleinwand! Er hat den Wurzelgrabern und dem Bergrenner der Enzianbrennerei Grassl über die Schulter geschaut und war bei den Weihnachtsschützen Berchtesgaden am Lockstein.

Die Brennhütte der Enzianbrennerei Grassl auf der Priesbergalm

Die Brennhütte der Enzianbrennerei Grassl auf der Priesbergalm

Traditionelles bayerisches Handwerk hat Joseph Vilsmaier beim Lederhosenmacher Franz Stangassinger in Berchtesgaden gefunden.

Joseph Vilsmaier beim Lederhosenmacher Stangassinger in Berchtesgaden

Joseph Vilsmaier beim Lederhosenmacher Stangassinger in Berchtesgaden

Der Köhlerverein Neukirchen Teisendorf hat für Bayern – Sagenhaft historisches bäuerliches Handwerk gezeigt. Von der Heuernte bis zur Holzarbeit mit Pferden erwacht altes bäuerliches Handwerk so wieder zum Leben.weiterlesen

Rosi Fürmann

Der Kohlenmeiler in Neukirchen am Teisenberg

 von Rosi

Kohlenmeiler und Rindenhütte in Neukirchen in der Gemeinde Teisendorf

Der Kohlenmeiler in Neukirchen a. Teisenberg
er brennt wieder

Holzkohle als unverzichtbarer Ernergiespender – über Jahrhunderte brannten Tag aus Tag ein am Teisenberg die Feuer der Kohlenmeiler, um die für die Hochöfen im Achthal und die Salzpfannen in Bad Reichenhall benötigten, riesigen Mengen an Energie herzustellen. Der dabei mehrfach höhere Brennwert der speziell hierfür hergestellten Holzkohle gegenüber einem normalen Holzfeuer machte einen effizienteren Betrieb möglich.

Am Kohlenmeiler – sie brennen für den Hochofen in Achthal Holzkohle

Mehrmals holzten daher die Holzknechte den Teisenberg komplett ab, um das benötigte Holz zu beschaffen und pflanzten mit Fichtenmonokultur als schnell nachwachsenden Rohstoff wieder auf. Erst in den letzten Jahrzehnten gelingt den umsichtigen Forstfachleuten nach und nach  der Umbau des Waldes am Teisenberg in einen wieder vielfältig-gesunden Mischwald.

Neukirchen um 1960 – große abgeholzte Flächen und Jungwald erzählen von der vielfachen Verwendung der Fichte als Energiespender

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Rosi Fürmann

Brauchtumsabende in Anger/Höglwörth und Aufham

 von Rosi

traditioneller Heimatabend des Trachtenvereins Anger-Höglwörth beim Klosterwirt

Große Brauchtumsabende in Anger/Höglwörth und Aufham

Tanz’t – G’schpuit – G’sunga – Plattl’t: Die Trachtenvereine D’Hochstaufner Aufham und Anger/Höglwörth zeigen bei ihren boarischen Brauchtumsabenden traditionelle Plattler und Tänze, laden sich dazu Sänger und Musikanten ein und sorgen mit echtem Brauchtum in wunderbar-lauen Sommerabenden mit ihrer Lebensfreude für beste Laune bei Mitwirkenden und Gästen.

Lasst Euch mit diesen Fotos von den feschen Trachtlerinnen und schneidigen Trachtlern verzaubern und einladen…

Sängerinnen in ihrer wunderschönen Tracht

die jungen Plattler

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Rosi Fürmann

Großer Heimatabend beim Altwirt in Piding

 von Rosi

Heimatabend im Biergarten beim Altwirt in Piding – Platteln und Drahn

Den ganzen Sommer über echtes Brauchtum auf der Bühne
großer Heimatabend beim Altwirt in Piding im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Eine „Bühne“ für echtes Brauchtum bietet der Altwirt in Piding den ganzen Sommer über den Gästen aus Nah und Fern mit den Heimatabenden im abendlichen Biergarten unter den riesigen Kastanien mit der Ausweichmöglichkeit bei ungünstiger Witterung in den Festsaal. Mit verschiedenen Volksmusikgruppen, Sängern, der Pidinger Musikkapelle und den Trachtlern D’Staufenecker  mit den Fuhrmanns-Goaßlschnalzern zeigt Piding einen Querschnitt der Vielfalt echten Brauchtums mit Schuhplattlern, Tänzen, Musik und Gesang.

Heimatabend beim Altwirt in Piding – die Musikkapelle Piding

Freitag, 2. Juni 2017 – 19:30 Uhr
mit den Dirndln und Buam und den Kindern des Trachtenvereines Staufenecker Piding, der Musikkapelle, Franziska Koch mit Harfe und Gesang, sowie den Fuhrmannsgoaßlschnalzernweiterlesen

Rosi Fürmann

Der Kirchweihmarkt in Anger

 von Rosi
die Kirche Maria Himmelfahrt von Anger, dem "schönsten Dorf in meinem Königreiche", wie es König Ludwig nannte, mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund, Berchtesgadener Land, Rupertiwinkel, Oberbayern

Die Kirche Maria Himmelfahrt von Anger, dem „schönsten Dorf in meinem Königreiche“, wie es König Ludwig nannte, mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund – Rupertwinkel im Berchtesgadener Land

„A richtiger Kirtag dauert bis zum Irtag“  – Kirchweih in Anger am 4. Sonntag nach Ostern

Verkaufsbude bei der traditionellen Kirchweih in Anger, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern, Deutschland

Verkaufsbude bei der traditionellen Kirchweih in Anger mit der Kirchweihfahne am Kirchturm im Hintergrund – Rupertiwinkel im Berchtesgadener Land

Bis zum Jahr 1866 galt es in jedem Dorf mit Kirche die Kirchweih am Sonntag vor oder nach dem überlieferten Weihetag zu feiern und falls dieser nicht bekannt am Patrozinium. An diese Kirchweih schloss sich oft das Recht auf einen Markt an – den Kirchweih- oder Jahrmarkt, bei dem es allerlei zum Leben Notwendiges zu kaufen gab und sich beim Kirchweihtanz so manches Paar fand. Fast das ganze Jahr über gab es in der Nachbarschaft eine kräftig zu feiernde Kirchweih, die sich keiner entgehen ließ. Da man mindestens bis zum“Irtag“ (Dienstag) feierte, ja mancherorts sogar bis zum „Migga“ (Mittwoch), fielen viele Arbeitstage diesem überschwänglichen Brauch zum Opfer.  In Jahr 1866 erging deshalb auch für Bayern der königliche Erlass, den bereits vom habsburgischen Kaiser Joseph II am 11. September 1786 für den 3. Sonntag im Oktober festgelegten Termin zu übernehmen.weiterlesen

Rosi Fürmann

Das Maibaum-Aufstellen

 von Rosi

Maibaumaufstellen in Hoeglwoerth in der Gemeinde Anger – viele Helfer sind nötig, den mit Girlanden geschmueckten Maibaum mit Muskelkraft aufzustellen

Wenn kräftige Männer auf ein Kommando hören: Das Maibaum – Aufstellen

Mit viel Hauruck geht es in den Tagen rund um den 1. Mai für den Maibaum Zentimeter für Zentimeter nach oben, bis er in seiner vollen Länge in der Senkrechten steht. Schön geschmückt zeigt er sich mit den Zunftzeichen der ortsansässigen Handwerker, mit den Wappen der Gemeinde und Ortsteile.

herrlicher Maibaum in Tyrlaching im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Die Vereine stiften in buntbemalter Symbolik des Vereinszweckes ihr Zeichen und von Ort zu Ort unterschiedlich steht der ganze Baum bemalt mit der bayerischen weiß-blauen Raute oder einem von unten links nach oben rechts gemalten Band in weiß-blau, das sich den ganzen Baum hinauf bis zum Boschen – der Spitze des Maibaumes – schlängelt.

Bayernwappen mit den bayerischen Löwen am Maibaum in Schönram

Andernorts glänzt der Baum frisch von der Rinde befreit in der warmen Maisonne. Keiner gleicht dem anderen, jeder steht für sich stolz als gleichsam die Visitenkarte in der Mitte seines Dorfes und erzählt vom Gemeinsinn und Zusammenhalt, der sich schon beim Aufstellen und dem Maibaumkraxeln und beim Dorffest mit schmissiger Blasmusik und dem Tanz unter dem Maibaum zeigt, bei dem der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen darf.weiterlesen

Rosi Fürmann

der Schwertertanz auf dem Stadtplatz von Traunstein – alljährlich am Ostermontag

Georgiritt und Schwertertanz in Traunstein – Immaterielles Kulturerbe

Immaterielles Kulturerbe darf sich der in das bundesweite Verzeichnis aufgenommene, alljährlich am Ostermontag stattfndene Georgiritt und der Schwertertanz in Traunstein nennen. Die Besonderheit von Georgiritt und Schwertertanz in Traunstein stellt sich in der seit Generationen unveränderten, in seiner Ursprünglichkeit erhaltenen Ausführung dar.

der Schwertertanz auf dem Stadtplatz von Traunstein

Am Ostermontag um 9.30 Uhr und um 14.00 Uhr zeigen die Schwerttänzer auf dem Stadtplatz von Traunstein ihren Tanz und stellen dabei das Austreiben des Winters durch den Frühling dar. Die Schwerttänzer besiegen dabei den Winter – dargestellt durch die beiden in rot/blau und blau/grün gestreift tanzenden Wintergeister – die „Wurstln“ –  und heben nach dem Sieg über den Winter den ganz in rot dargestellten „Frühling“ auf einem Schild hoch empor. Nicht selten schneit es an den Tagen um Ostern noch einmal heftig – ein letztes Aufbäumen des Winters – und der Tanz zeigt dann im wahrsten Sinne des Wortes seine Gültigkeit.

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Rosi Fürmann

Ein Kleinod der Volksfrömmigkeit

 von Rosi

die Kapelle in Kleinrückstetten zwischen den zwei riesigen Linden und im Hintergrund die Bauernanwesen beim Geiern  beim Stöckl

Ein Kleinod der Volksfrömmigkeit in der Kapelle zwischen den zwei riesigen Linden

Am Karfreitag und Karsamstag lädt die Kapelle zwischen den zwei riesigen Linden zur Anbetung Jesu im Grab.

das Grab Jesu in der Kapelle in Kleinrückstetten – Das heilige Grab wird für Karfreitag und Karsamstag in der Nische des Altartisches aufgebaut zur Anbetung für die Gläubigen

Alle zwei Jahre an den Kartagen der ungeraden Jahre – so auch in diesem Jahr – tauschen die Bauersleute der Bauernhöfe in Kleinrückstetten die „Armen Seelen“ in der Nische des Altartisches mit dem Grab Jesu aus.weiterlesen

Rosi Fürmann

Das heilige Grab von Höglwörth

 von Rosi

Das Herrengrab oder auch Heiliggrab in der Klosterkirche des ehem. Augustinerchorherrnstift Höglwörth im Rupertiwinkel von Berchtesgaden – diese Darstellung des Grabes Jesu geht zurück auf die Barockzeit und ist in dieser Art eine der größten im bayerischen Raum

Das Heilige Grab von Höglwörth: Zu sehen am Karfreitag und Karsamtag 14. und 15. April 2017

Höglwörth – bis zur Auflösung des Klosters 1817 ein Augustinerchorherrnstift – liegt als wunderbare Klosterkirche in der Pfarrei Anger im Rupertiwinkel von Berchtesgaden. In dieser Kirche stellen in der Karwoche im Turnus von 3 Jahren die Bewohner des Ortsteils Höglwörth „ihr“ Heiliges Grab auf – zu sehen 2017 am Karfreitag 14. und Karsamstag 15. April.

blühende Frühlingslandschaft in Höglwörth mit dem Hochstaufen und Zwiesel im Hintergrund

Heilige Gräber stellen zurückgehend auf die Barockzeit – so auch in Höglwörth – als „Theatrum Sacrum“ das Geschehen um das Sterben Jesu bildlich dar.weiterlesen