St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Brauchtum
Sepp Wurm

Der Vorgeher der Almer Wallfahrt

 von Sepp
Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Am Vorabend der Almer Wallfahrt über das Steinerne Meer sendet ServusTV am Freitagabend um 19:40 Uhr den Beitrag „Der Vorgeher – Bartholomä Wallfahrt“ in der Sendung Hoagascht.

Im Jahr 2009 hat Moderator Bertl Göttl mit einem Kamerateam Klaus Morocutti bei strömenden Regen während der Wallfahrt über das Steinerne Meer begleitet. 57 mal ging Klaus Morocutti die Wallfahrt ununterbrochen mit, 21 mal war er dabei der Vorgeher der Almer Wallfahrt. Schaut Euch doch den Beitrag an, es wird sich lohnen. Nach der Ausstrahlung im TV ist der Beitrag in der Mediathek von ServusTV abrufbar.

Oder noch besser: Geht doch mit bei der Almer Wallfahrt. Dieses Jahr wird das Wetter aller Voraussicht nach gut, wenn die Pilger in aller Frühe in Maria Alm zum Riemannhaus aufbrechen, wo um 8 Uhr eine Bergmesse stattfindet.

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Gemeinsam geht es dann über das Steinerne Meer zur Deutsch Österreichischen Grenze, wo die Wallfahrer mit einer Almmesse empfangen werden. Am Kärlingerhaus am Funtensee wird dann ein große Pause gemacht und die Musikkapelle Maria Alm spielt auf. weiterlesen »

Rosi Fürmann

Fronleichnam im Rupertwinkel

 von Rosi Fürmann
Fronleichnamprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund, Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht

Fronleichnamsprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund. Das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem „Himmel“ geht © RoHa-Fotothek Fürmann

 Fronleichnam – die prächtige Prozession der katholischen Christen durch Feld, Wald und Flur

Fronleichnam – „das Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – feiert die katholische Kirche traditionsgemäß 10 Tage nach Pfingsten. In feierlich farbenprächtigen Prozessionen ziehen die Gläubigen durch die Dörfer, Felder und Fluren. Hatte sich vielerorts das Mitgehen vor Jahren stark verringert, so nehmen heute wieder vermehrt die katholischen Christen am „Umgang“ oder auch „Prangen-gehen“ im Volksmund genannt teil. Bei dieser Prozession verlässt die am Altar konsekrierte Hostie – ein zweites mal nur noch an Erntedank – in einer vom Priester getragen Monstranz unter dem „Himmel“ den Kirchenraum.

Fronleichnamprozession durch Feld und Flur in Teisendorf, Rupertiwinkel,  Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht. an vier Freialtären entlag des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium

Fronleichnamsprozession in Teisendorf. An den vier Freialtären entlang des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium ©  RoHa-Fotothek Fürmann

War diese Art der Frömmigkeit den frühen Christen nicht vertraut, so geht das Fronleichnamsfest auf eine Vision der Julia von Lüttich (1209) zurück. In einem Traum sah sie die Kirche in der Gestalt der Mondscheibe. Es fehlte jedoch ein abgedunkeltes Stück des Mondes. Dieses fehlende Stück erkannte sie als ein gesondertes christliches Fest. Daraufhin erstmals 1246 im Bistum Lüttich eingeführt, erhob es Papst Urban der IV im Jahre 1264 zum allgemeinen kirchlichen Fest. Als Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes hätte es seinen Platz eigentlich am Gründonnerstag. In der Passionswoche aber als unangebracht empfunden, stellte die Kirche Fronleichnam ans Ende des Osterfestkreises.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Pfingstbrauch im Salzbergwerk

 von Sepp
Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Am vergangenen Donnerstag besuchte Matthias Suppe, Redakteur beim Bayerischen Fernsehen, das Salzbergwerk Berchtesgaden. Zusammen mit seinem Team stattete er den Bergmännern einen Besuch ab, um bei der Übergabe des Reichnisses dabei zu sein. Das Reichnis ist eine uralte Tradition der Berchtesgadener Bergleute. Das Reichnis besteht aus einem Kilo Rindfleisch sowie einem Kilo geselchten (geräucherten) Schweinefleisch, das die Bergmänner als Annerkennung für die Arbeit des Jahres erhalten. Standortleiter Franz Lenz und Bergmann Andreas Neumeyer standen dem Reporter Rede und Antwort.weiterlesen »

Sepp Wurm

Maibaum-Aufstellen beim Kohlhiasl

 von Sepp
Maibuamaufstellen beim Kohlhiasl

Maibuamaufstellen beim Kohlhiasl

Trotz des durchwachsenen Wetters wurde am vergangenen Wochenende vielerorts ein Maibaum aufgstellt. Zum Beispiel beim Kohlhiasl in der Schönau. Für viele Einheismische und Gäste ist das Maibaum-Aufstellen am 1. Mai beim Kohlhiasl zum alljährlichen Ritual geworden und aus dem Jahresablauf nicht mehr wegzudenken. Das traditionelle Aufstellen des Maibaumes zog auch am letzten  Freitag, den 1. Mai, zahlreiche Besucher zum Traditionsgasthaus. Während das Oxn-Aug’n Trio im Biergarten für Unterhaltung sorgte, kümmerten sich die jungen Burschen – unter den neuguerigen Blicken der Dirndl – um das Auftstellen des Baumes.weiterlesen »

Sepp Wurm

Heiliges Grab in Kleinrückstetten

 von Sepp
die Kapelle in Kleinrückstetten, Pfarrei Teisendorf, Berchtesgadener Land, Oberbayern

Kapelle zwischen den Linden

Ein Kleinod der Volksfrömmigkeit: In Kleinrückstetten / Teisendorf lädt am Karfreitag und Karsamstag die Kapelle zwischen den Linden zur Anbetung Jesu im Grab ein. Alle zwei Jahre an den Kartagen der ungeraden Jahre tauschen die Bauersleute der Bauernhöfe in Kleinrückstetten die „Armen Seelen“ in der Nische des Altartisches mit dem Grab Jesu aus.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die letzte Rauhnacht

 von Sepp
Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren

Die Nacht vom 5. Zum 6. Januar ist die letzte Rauhnacht. Diese Nächte um den Jahreswechsel werden regional unterschiedlich interpretiert, üblicherweise ist die Thomasnacht bzw. die Wintersonnwende – also die längste Nacht des Jahres – vom 21. zum 22. Dezember die erste Rauhnacht. Die letzte ist traditionell die Nacht vor dem Dreikönigstag am 6. Januar. Im Brauchtum des Berchtesgadener Landes sind die Rauhnächte, wie im gesamten altbayerischen Raum, tief verwurzelt. Mit dem Beten des Rosenkranzes sowie des Abbrennens von Weihrauch sollen die bösen Geister, die zwischen den Jahren besonders aktiv sind, ausgetrieben werde. Auch der Lärm der Weihnachtsschützen dient ja diesem Zweck.

Weihnachtsschützen

Weihnachtsschützen

Das Beten und Ausräuchern der Wohnräume und vor allem auch des Vieh-Stalls hat sich besonders in den bäuerlich geprägten Dörfern Bayerns bis heute erhalten und zeugt von einer tiefen Volksfrömmigkeit. Im Berchtesgadener Land wird heutzutage überwiegend nur noch an drei Rauhnächten geräuchert:weiterlesen »

Sepp Wurm

Almabtrieb von der Wasserfallalm

 von Sepp

Bereits zum dritten Mal verbrachte der heute 22-jährige Markus Nitzinger vom Stoißberg (Gmd. Anger) einen Almsommer auf der Wasserfallalm und der Königsbergalm als Senner der Familie Stanggassinger vom Obersulzberglehen aus der Schönau. Mit Leib und Seele kümmerte sich der gelernte Bäcker den Sommer über um seine Tiere zuerst ab 24. Mai für fünf Wochen auf die Wasserfallalm (Niederalm, 1250 m), dann ging es für 2 Monate hinauf auf die Königsbergalm (Hochalm, 1600 m) und später bis zum Almabtrieb in den heimischen Hof wieder nochmal für 5 Wochen zurück auf die Wasserfallalm. „Ein Senner wie Markus, das ist ein Glücksfall“, schwärmt Franz, der mit seiner Frau Sylvia und den Töchtern Lena und Lisa den heimatlichen Hof  – das Obersulzberglehen – bewirtschaftet. „Er kümmert sich beispielhaft um das Vieh, hat eine gute Hand bei der Herstellung von Butter und Käse und liebt die Gesellschaft von Freunden und vorbeikommenden Wanderern – beste Voraussetzungen für ein Leben auf der Alm.“

Fuikln für den Almabtrieb

Schon Wochen vor den Almabtrieb begann der Senner und die ganze Familie die Fuikln mit den kunstvollen Röschen aus gefärbten Holzspänen zu schmücken und banden die Bauchriemen für die Kühe. Aufkranzen darf man nur, wenn der Almsommer unfallfrei auf der Alm und auf dem heimischen Hof verlief,  kein Tier zu Tode kam oder gar in der Familie ein Todesfall zu beklagen war.

 Almabtrieb von der Wasserfallalm hinunter in die Schönau

Unter dem eindrucksvollen Geläut der großen Kuhglocken verließ dann das Vieh mit dem Senner und den Treibern die Alm und kam nach einem flotten, mehr als  zweistündigen Marsch auf dem heimatlichen Hof an. „Bestimmt nicht das letzte Mal verbrachte ich den Sommer als Senner auf der Alm“. In diese Worte legt Markus seine ganze Liebe zu dieser Arbeit.

Text und Bild © RoHa-Fotothek Fürmann, Teisendorf

Sepp Wurm

TV-Tipp: Reichnis der Bergknappen

 von Sepp

BR Abendschau am Freitag, den 6. Juni

Am kommenden Freitag, den 6. Juni, bringt das Bayerische Fernsehen in der Abendschau zwischen 17:30 Uhr und 18:45 Uhr einen drei-minütigen Beitrag aus Berchtesgaden. Ein Kamerateam begleitet den Pionier des Salzbergwerks Berchtesgaden Franz Kurz zum Reichnis.

Bergknappe Franz Kurz in der Tracht

Bergknappe Franz Kurz in der Tracht

Gezeigt wird der Arbeitsplatz des Bergmanns, das Salzbergwerk Berchtesgaden. Dort erhält der Knappe das Reichnis: Ein Kilo Rindfleisch sowie ein Kilo geselchtes (geräuchertes) Schweinefleisch als Anerkennung der Arbeit eines Jahres! Über den Weg an der ehemaligen Soleleitung entlang geht Franz Kurz nach der Arbeit heim nach Maria Gern ins Cafè Etzerschlössl.

Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Im Cafè Etzerschlössl spielt dann die Gerer Klarinettenmusi mit Franz Kurz zur Feier des Tages einen Boarischen auf!

Gerer Klarinetten Musi

Gerer Klarinetten Musi

Fest der Bergknappen an Pfingsten

Der Termin kurz vor Pfingsten ist alles andere als ein Zufall: Immerhin ist Pfingsten ein besonderer Feiertag für die Knappen des Salzbergwerkes Berchtesgaden. Am Pfingstsonntag wird das Bergfest mit einem Konzert der Knappschaftskapelle am Schlossplatz und einem Festzug durch den Markt Berchtesgaden eingeläutet. weiterlesen »

Sepp Wurm

Blasmusik-Konzert in Saaldorf-Surheim

 von Sepp

Der Rupertiwinkel sucht den Volksmusik Superstar

Volksmusik, Brauchtum und Traditionen nehmen im Rupertiwinkel, dem nördlichen teil des Berchtesgadener Landes eine wichtige Rolle im öffentlichen Leben ein. Ein unverzichtbarer Bestandteil ist dabei auch immer die Volksmusik, speziell die Blasmusik, die mit ihrem voluminösen Klang und ihrer natürlichen Lautstärke die perfekte Begleitung für große Feierlichkeiten ist.

 

 

Wertungsspiel am 27. April 2014, Beginn um 12 Uhr

Am 27. April findet in Saaldorf-Surheim ein Wertungsspiel des Bezirksverband Chiem – Rupertigau in den Kategorien Konzertwertung, Traditionelle Wertung und Kritikspiel statt. In verschiedenen Wertungsstufen treten mehr als 10 Blasmusik-Kapellen an. In einer offenen Wertung wird jede Kapelle von einer fünfköpfigen Fachjury bewertet. Der Zuhörer kann die Berwertung gleich nach dem Vortrag der einzelnen Kapellen mitverfolgen.

Wertungsspiel Blasmusikkonzert

Wertungsspiel in Saaldlorf Surheim

Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Der Bezirksverband Chiem – Rupertigau und die Musikkapelle Surheim freuen sich auf Euer Kommen. Der Eintritt ist frei!

 

Veranstaltungsort ist die Turnhalle Surheim, Schulstraße 12, 83416 Saaldorf-Surheim!

Sepp Wurm

Palmsonntag in Berchtesgaden

 von Sepp

Der Palmsonntag bringt erste Farbtupfer

In den Wochen vor Ostern finden im Berchtesgadener Land umfangreiche Vorbereitungen in den Familien und auf den Bauernhöfen statt. Die Väter schneiden Weidenäste, sammeln Zweige und binden die „Palmbuschen„, die im Gedenken an den Einzug Jesu in Jerusalem, noch heute am Palmsonntag gesegnet werden.

Palmsonntag im Berchtesgadener Land

Palmtragerbuam am Palmsonntag

Die Mütter und größeren Kinder basteln den Palmschmuck aus gefärbten Hobelspänen – den so genannten „Gschabertbandln„. Kunstvoll sieht er aus der bunte Schmuck aus zwei- und dreifarbiger Ziehamusi (Ziehharmonikas), mit Kugeln – den so genannten „Ohrein„, den „Rollein“ und losen Bandln. So nennt man den handgemachten, individuellen Holzschmuck rund um Berchtesgaden.weiterlesen »