St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Brauchtum
Rosi Fürmann
die Stallweihnacht in der Tragtierkompanie der Bundeswehrkaserne Bad Reichenhall, eine der größten lebendigen Krippendarstellungen Europas mit hervorragendem volksmusikalischen Programm

Die Stallweihnacht in der Tragtierkompanie der Bundeswehrkaserne Bad Reichenhall, eine der größten lebendigen Krippendarstellungen Europas mit hervorragendem volksmusikalischen Programm – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 

Was in der Stallgasse der Tragtierkompanie begann, kann sich so vielen Jahren mit Fug und Recht „Tradition“ nennen. Die Stallweihnacht in der Kaserne in Bad Reichenhall zählt mittlerweile zu den größten und bekanntesten „lebenden Krippen“ des deutschsprachigen Raumes.

die Stallweihnacht in der Tragtierkompanie der Bundeswehrkaserne Bad Reichenhall, eine der größten lebendigen Krippendarstellungen Europas mit hervorragendem volksmusikalischen Programm

Die Hirten bei Stallweihnacht in der Tragtierkompanie der Bundeswehrkaserne Bad Reichenhall – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 

Die Rekruten haben Dienst an Heilig Abend 1962 und erinnern sich mit Wehmut an zu Hause, an diesen „Abend“ bei Ihren Eltern, bei der Familie, bei den Geschwistern. Ein bisschen schön machen wollen sie sich diesen Abend, schmücken den Stallkarren mit Tannenreisig und einen Christbaum und beschenken nach alter bäuerlicher Tradition die Tiere – hier ihre Mulis – mit Äpfeln und Gelben Rüben.weiterlesen »

Rosi Fürmann
festlich geschmückte Pferde mit Festwagen beim Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg zu Namenstag des heiligen Leonhard immer am 1. Sonntag im November stattfindend, die Pferde werden mit künstlichen Mähnen geschmückt und mit viel Blumen, das Pferdegespann zieht einen Wagen mit der Miniatur der Kirche von St. Leonhard, Landkreis Traunstein, Gmd. Waging am See, Oberbayern, Deutschland

festlich geschmückte Pferde mit Festwagen beim Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg – Foto (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Am Sonntag, 6. November 2016 um 10 Uhr kommen die Wallfahrer zu Pferd nach St. Leonhard am Wonneberg in der Nähe des Waginger Sees. Hieß der Wallfahrtsort früher Wonneberg, so ignorierten dies die Wallfahrer von je her und pilgerten nach „St. Leonhard“. So nennt sich dieser Ort seit 1952 nun St. Leonhard am Wonneberg.

festlich geschmückte Pferde mit Festwagen, mächtige Warmblutpferde und sportliche Kaltblutpferde beim Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg zu Namenstag des heiligen Leonhard immer am 1. Sonntag im November stattfindend, die Pferde werden mit künstlichen Mähnen geschmückt und mit viel Blumen, das Pferdegespann zieht einen Wagen mit der Miniatur der Kirche von St. Leonhard, Landkreis Traunstein, Gmd. Waging am See, Oberbayern, Deutschland

festlich geschmückte Pferde mit Festwagen, mächtige Warmblutpferde und sportliche Kaltblutpferde beim Leonhardiritt in St. Leonhard am Wonneberg zu Namenstag des heiligen Leonhard – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Eine blühende Wallfahrt zum Patron für die Gefangenen und wegen der Abbildung mit der Kette auch zum Schutzheiligen für das Vieh und in allen Bauernbelangen geworden, musste dieser Ort schon immer gehabt haben; denn er verfügte über die nötigen Bar-Mittel, 1489 bei nur drei Bauern (Posch, Lenz und Mesner) diese für diesen kleinen Ort reichlich überdimensionierte Kirche mit einer wunderschönen Innenausstattung an Fresken und Gemälden des berühmten Laufener Malers Gordian Guckh zu errichten.weiterlesen »

Isabel

Der Senner auf der Wasserfallalm

 von Isabel
Markus Nitzinger beim Fuikl machen auf Wasserfallalm

Markus Nitzinger beim Fuikl machen auf Wasserfallalm

Vergangene Woche haben wir Senner Markus Nitzinger auf der Wasserfallalm im Nationalpark besucht. Den Sulzbergkaser erreicht man zu Fuss vom Parkplatz Hinterbrand in etwa 30 Minuten. Es ist  ein nebliger Vormittag, noch sind wenige Wanderer unterwegs, zur Einkehr ist es noch zu früh. Daher hat Markus Zeit für ein Gespräch mit uns. Wir möchten über sein Leben auf der Alm sprechen, und wie er sich auf das Ende des Almsommers mit dem Almabtrieb am 3. Oktober vorbereitet.

Bereits mit neunzehn Jahren verbrachte Markus seinen ersten Sommer auf der Alm, dies ist seine vierte Saison. „Schon als Kind war das mein Berufswunsch“, sagt der junge Mann aus Anger, der eigentlich gelernter Bäcker ist.“ Andere wollen zur Feuerwehr oder zur Polizei, für mich gab es schon damals nichts Schöneres als die geschmückten Kühe beim Almabtrieb“.

Senner Markus Nitzinger beim Fuikl machen

Senner Markus Nitzinger beim Fuikl machen

9 Milchkühe, und 11 Kalbinnen und Kälber betreut der Senn, darunter auch sein eigenes Kalb „Sternei“, ein Weihnachtsgeschenk von Freunden. Der Tag beginnt um 5 Uhr mit Einheizen, Melken, Ausmisten, Milchkammerl herrichten. Einen kleinen Teil der Milch verarbeitet Markus selbst, vor allem zu Butter und Schüsselkäse. Der größte Teil wird abgeholt und auf den Hof gefahren, und dort vom Käsemobil, das auch auf der Kallbrunnalm zum Einsatz kommt, verarbeitet.

Der Almsommer dauert für Markus von Mitte Mai bis Anfang Oktober. Dabei verbringt er etwa 9 Wochen auf der Hochalm , die restliche Zeit auf der Niederalm. Die beiden „Sulzbergkaser“ auf der Königsberg– bzw. Wasserfallalm gehören Familie Stangassinger vom Obersulzberglehen in Schönau am Königssee. Mit Bauer Franz versteht sich Senn Markus prächtig, „er vertraut mir und lässt mir wirklich freie Hand“. Seit dem 24. August, dem Bartholomäus Tag, ist Markus mit dem Fertigen von den Fuikln , dem prächtigen Kopfschmuck für die Kühe für den Almabtrieb, beschäftigt. Es werden 8 Fuikl gebraucht, 2 davon macht er selbst.weiterlesen »

Christian Thiel

Burschenfest Surheim 2015

 von Christian

Am 1. September 2015 wurde die erste Bierquelle der Welt entdeckt, pünktlich vor dem Burschenfest in Surheim. Das folgende Video hat diesen historischen Moment festgehalten:

Am Freitag, den 4. September 2015 geht’s dann endlich los! Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für das 110-jährige Gründungsfest des Burschenvereins Surheim auf Hochtouren. Die Bierzeltwoche dauert insgesamt 10 Tage (4.-13. September) und umfasst zahlreiche Veranstaltungen.

Das Festprogramm

  • Freitag, 4.9.15 ab 18 Uhr: Festauftakt mit Bieranstich und der Musikkapelle Surheim
  • Samstag, 5.9.15 ab 19 Uhr: Konzert mit der Keller Steff Band – Es sind noch Karten erhältlich
  • Sonntag, 6.9.15 ab 10 Uhr: Frühschoppen mit d’Hefauer, Oldtimertreffen und Bremswagenziehen (Traktorpulling)
  • Montag. 7.9.15 ab 20 Uhr: Politischer Abend mit Hubert Aiwanger und der Musikkapelle Surheim
  • Freitag, 11.9.15 ab 19 Uhr: Weinfest mit 2moi2
  • Sonntag, 13.9.15 ab 10 Uhr: Festsonntag: Festgottesdienst am Dorfplatz und Festumzug mit 68 Vereinen, anschließend Bierzelt mit der Miskkapelle Otting
Trachten, Taferl Hosenträger

Tracht der Surheimer Burschen

Was ist eigentlich ein Burschenverein?

Burschenvereine sind Zusammenschlüsse lediger, zumeist junger Männer. Die Mitgliedschaft in diesen Vereinen endet bei Hochzeit. Parallel zu den Burschenvereinen gibt es auch sog. „Dirndlschaften“ für das weibliche Geschlecht. Diese Dorfvereine haben meist Tradition, die hundert oder mehr Jahre zurückreicht. Die Burschenvereine sind vor allem in Ober- und Niederbayern starkt verbreitet, jedoch auch in Teilen von Niedersachsen und Hessen. Lokal gibt es viele Unterschiede, im Berchtesgadener Talkessel gibt es diese Vereine beispielsweise nicht. In der Historie vereinigten sich junge Schulentlassene zu Burschenvereinen. Das ursprüngliche Ziel dieser Vereine war die Pflege und von Geselligkeit und Dorfleben, so wurden von den Vereinen beispielsweise Feste organisiert. Auch die Kirche machte sich diese Entwicklung zu Nutze und unterstützte die Gründung solcher Vereine, natürlich um auch Glaube und Sitten in den Vereinen zu verankern. So entstanden viele „katholische Burschenvereine“.weiterlesen »

Sepp Wurm

Der Vorgeher der Almer Wallfahrt

 von Sepp
Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Almer Wallfahrt kurz vorm Funtensee

Am Vorabend der Almer Wallfahrt über das Steinerne Meer sendet ServusTV am Freitagabend um 19:40 Uhr den Beitrag „Der Vorgeher – Bartholomä Wallfahrt“ in der Sendung Hoagascht.

Im Jahr 2009 hat Moderator Bertl Göttl mit einem Kamerateam Klaus Morocutti bei strömenden Regen während der Wallfahrt über das Steinerne Meer begleitet. 57 mal ging Klaus Morocutti die Wallfahrt ununterbrochen mit, 21 mal war er dabei der Vorgeher der Almer Wallfahrt. Schaut Euch doch den Beitrag an, es wird sich lohnen. Nach der Ausstrahlung im TV ist der Beitrag in der Mediathek von ServusTV abrufbar.

Oder noch besser: Geht doch mit bei der Almer Wallfahrt. Dieses Jahr wird das Wetter aller Voraussicht nach gut, wenn die Pilger in aller Frühe in Maria Alm zum Riemannhaus aufbrechen, wo um 8 Uhr eine Bergmesse stattfindet.

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Wallfahrer vor dem Riemannhaus

Gemeinsam geht es dann über das Steinerne Meer zur Deutsch Österreichischen Grenze, wo die Wallfahrer mit einer Almmesse empfangen werden. Am Kärlingerhaus am Funtensee wird dann ein große Pause gemacht und die Musikkapelle Maria Alm spielt auf. weiterlesen »

Rosi Fürmann

Fronleichnam im Rupertwinkel

 von Rosi
Fronleichnamprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund, Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht

Fronleichnamsprozession durch Feld und Flur von Anger nach Höglwörth mit dem Hochstaufen im Hintergrund. Das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem „Himmel“ geht © RoHa-Fotothek Fürmann

 Fronleichnam – die prächtige Prozession der katholischen Christen durch Feld, Wald und Flur

Fronleichnam – „das Hochfest des Leibes und Blutes Christi“ – feiert die katholische Kirche traditionsgemäß 10 Tage nach Pfingsten. In feierlich farbenprächtigen Prozessionen ziehen die Gläubigen durch die Dörfer, Felder und Fluren. Hatte sich vielerorts das Mitgehen vor Jahren stark verringert, so nehmen heute wieder vermehrt die katholischen Christen am „Umgang“ oder auch „Prangen-gehen“ im Volksmund genannt teil. Bei dieser Prozession verlässt die am Altar konsekrierte Hostie – ein zweites mal nur noch an Erntedank – in einer vom Priester getragen Monstranz unter dem „Himmel“ den Kirchenraum.

Fronleichnamprozession durch Feld und Flur in Teisendorf, Rupertiwinkel,  Bayern, Deutschland - Germany, das Allerheiligste wird getragen vom Pfarrer, der unter dem "Himmel" geht. an vier Freialtären entlag des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium

Fronleichnamsprozession in Teisendorf. An den vier Freialtären entlang des Prozessionsweges liest der Pfarrer je ein Evangelium ©  RoHa-Fotothek Fürmann

War diese Art der Frömmigkeit den frühen Christen nicht vertraut, so geht das Fronleichnamsfest auf eine Vision der Julia von Lüttich (1209) zurück. In einem Traum sah sie die Kirche in der Gestalt der Mondscheibe. Es fehlte jedoch ein abgedunkeltes Stück des Mondes. Dieses fehlende Stück erkannte sie als ein gesondertes christliches Fest. Daraufhin erstmals 1246 im Bistum Lüttich eingeführt, erhob es Papst Urban der IV im Jahre 1264 zum allgemeinen kirchlichen Fest. Als Erinnerungsfest an die Einsetzung des Altarsakramentes hätte es seinen Platz eigentlich am Gründonnerstag. In der Passionswoche aber als unangebracht empfunden, stellte die Kirche Fronleichnam ans Ende des Osterfestkreises.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Pfingstbrauch im Salzbergwerk

 von Sepp
Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Reichnis: Je ein Kilo Rindfleisch und geselchtes Schweinefleisch

Am vergangenen Donnerstag besuchte Matthias Suppe, Redakteur beim Bayerischen Fernsehen, das Salzbergwerk Berchtesgaden. Zusammen mit seinem Team stattete er den Bergmännern einen Besuch ab, um bei der Übergabe des Reichnisses dabei zu sein. Das Reichnis ist eine uralte Tradition der Berchtesgadener Bergleute. Das Reichnis besteht aus einem Kilo Rindfleisch sowie einem Kilo geselchten (geräucherten) Schweinefleisch, das die Bergmänner als Annerkennung für die Arbeit des Jahres erhalten. Standortleiter Franz Lenz und Bergmann Andreas Neumeyer standen dem Reporter Rede und Antwort.weiterlesen »

Sepp Wurm

Maibaum-Aufstellen beim Kohlhiasl

 von Sepp
Maibuamaufstellen beim Kohlhiasl

Maibuamaufstellen beim Kohlhiasl

Trotz des durchwachsenen Wetters wurde am vergangenen Wochenende vielerorts ein Maibaum aufgstellt. Zum Beispiel beim Kohlhiasl in der Schönau. Für viele Einheismische und Gäste ist das Maibaum-Aufstellen am 1. Mai beim Kohlhiasl zum alljährlichen Ritual geworden und aus dem Jahresablauf nicht mehr wegzudenken. Das traditionelle Aufstellen des Maibaumes zog auch am letzten  Freitag, den 1. Mai, zahlreiche Besucher zum Traditionsgasthaus. Während das Oxn-Aug’n Trio im Biergarten für Unterhaltung sorgte, kümmerten sich die jungen Burschen – unter den neuguerigen Blicken der Dirndl – um das Auftstellen des Baumes.weiterlesen »

Sepp Wurm

Heiliges Grab in Kleinrückstetten

 von Sepp
die Kapelle in Kleinrückstetten, Pfarrei Teisendorf, Berchtesgadener Land, Oberbayern

Kapelle zwischen den Linden

Ein Kleinod der Volksfrömmigkeit: In Kleinrückstetten / Teisendorf lädt am Karfreitag und Karsamstag die Kapelle zwischen den Linden zur Anbetung Jesu im Grab ein. Alle zwei Jahre an den Kartagen der ungeraden Jahre tauschen die Bauersleute der Bauernhöfe in Kleinrückstetten die „Armen Seelen“ in der Nische des Altartisches mit dem Grab Jesu aus.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die letzte Rauhnacht

 von Sepp
Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren: Winter auf Kühroint

Zwischen den Jahren: Rauhnächte in Bayern

Die Nacht vom 5. Zum 6. Januar ist die letzte Rauhnacht. Diese Nächte um den Jahreswechsel werden regional unterschiedlich interpretiert, üblicherweise ist die Thomasnacht bzw. die Wintersonnwende – also die längste Nacht des Jahres – vom 21. zum 22. Dezember die erste Rauhnacht. Die letzte ist traditionell die Nacht vor dem Dreikönigstag am 6. Januar. Im Brauchtum des Berchtesgadener Landes sind die Rauhnächte, wie im gesamten altbayerischen Raum, tief verwurzelt. Mit dem Beten des Rosenkranzes sowie des Abbrennens von Weihrauch sollen die bösen Geister, die zwischen den Jahren besonders aktiv sind, ausgetrieben werde. Auch der Lärm der Weihnachtsschützen dient ja diesem Zweck.

Weihnachtsschützen

Weihnachtsschützen

Das Beten und Ausräuchern der Wohnräume und vor allem auch des Vieh-Stalls mit Weihrauch hat sich besonders in den bäuerlich geprägten Dörfern Bayerns bis heute erhalten und zeugt von einer tiefen Volksfrömmigkeit. Im Berchtesgadener Land wird heutzutage überwiegend nur noch an drei Rauhnächten geräuchert:weiterlesen »