St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Eckerleiten
Sepp Wurm

Geo zu Besuch beim Bergbrenner

 von Sepp
In der Brennerei Eckerleiten der Enzianbrennerei Grassl

In der Brennerei Eckerleiten der Enzianbrennerei Grassl

Aus Hamburg hat sich Reporter Olaf Tarmas in die Berchtesgadener Berge aufgemacht, um für die Frühjahrsausgabe 2017 der Zeitschrift „Geo Wissen Ernährung“ zum Thema Bitterstoffe zu recherchieren. Er besuchte den Bergbrenner Hubert „Hubsi“ Ilsanker an der „Eckerleiten“ an der Roßfeld-Panoramastraße, wo eine der Brennhütten der Enzianbrennerei Grassl steht und ließ sich von Destaillateurmeister Franz Hölzl einiges zu Bitterstoffen in der Likörherstellung erklären.

Bergbrenner Hubsi Ilsanker, diese Mal nicht in Lederhose

Bergbrenner Hubsi Ilsanker, diese Mal nicht in Lederhose

Was nur wenige Menschen wissen: In der Enzianbrennerei Grassl werden die Wurzeln nicht nur zur Vergärung und zur späteren Destillation zu „Gebirgs-Enzian“ verarbeitet. Fein gehackte Enzianwurzeln werden im unverarbeiteten Zustand auch in Likörmazeraten angesetzt, um eine Bitternote zu erreichen. Enzianbitterstoffe findet man übrigens auch in Medikamenten (z.B. Sinupret), in Aperitifs (z.B. Aperol) und in den meisten Kräuterlikören, ganz neu auch in einigen Tonic Waters.weiterlesen »

Sepp Wurm

Frühstück am Purtschellerhaus

 von Sepp
Das Purtschellerhaus am frühen Morgen

Das Purtschellerhaus am frühen Morgen

Gestern haben wir ein richtiges Bergfrühstück genossen: Wir sind nämlich am frühen Morgen zum Purtschellerhaus aufgestiegen und haben auf fast 1.700 Metern Höhe auf der Terrasse der Berghütte am Hohen Göll gefrühstückt.

Startpunkt unserer kleinen Bergtour ist der Parkplatz an der Roßfeld-Panoramastraße auf Höhe der Oberen Ahornalm. Von hier führt der Weg erst einmal bergab auf den tiefsten Punkt des Eckersattels. Von diesem tiefsten Punkt führen 2 Varianten zum Purtschellerhaus:

  • Der Deutsche Weg: Das untere Drittel dieses Weges bildet eine steile Treppe, die in direkter Linie in Richtung des Purtschellerhauses führt. Zeitbedarf etwa 40 Minuten
  • Der Salzburger Weg: Dieser Weg führt in einem großen Bogen in etwa 45 Minuten zum Purtschellerhaus.

Wir nehmen den Salzburger Weg, die vielen Stufen sind bei den doch schon recht hohen Temperaturen etwas abschreckend. Während des Aufstiegs ergeben sich stimmungsvolle Tiefblicke ins Gollinger Salzachtal. Obwohl die Sonne schon recht hoch steht, ist das Tal noch relativ dunkel!

Blick ins Salzalachtal bei Golling

Blick ins Salzalachtal bei Golling

Auf der anderen Seite bilden die imposanten Wände des Hohen Göll ein scheinbar unüberwindbares Hindernis.

Der Hohe Göll

Der Hohe Göll

Doch der Weg zum Purtschellerhaus führt weiter über satte grüne Wiesen und nach einem letzten Steilstück, das in Serpentinen überwunden wird, erscheint hinter einer Geländekuppe das Purtschellerhaus.

Die letzten Meter zum Purtschellerhaus

Die letzten Meter zum Purtschellerhaus

Das besondere am Purtschellerhaus ist seine Lage direkt auf der Deutsch-Österreichischen Grenze. Die Landesgrenze verläuft mitten durchs Haus. An diesem Morgen nehmen wir auf der österreichischen Seite des Hauses Platz, denn auf die Terrasse im Nachbarland scheint am Morgen die Sonne, während die deutsche Seite des Hauses am Nachmittag in der Sonne liegt.weiterlesen »

Sepp Wurm

Die Enzian Brennhütten

 von Sepp

Ein Schluck Tradition

Die Enzianbrennerei Grassl ist die älteste Enzianbrennerei Deutschlands, ihre Ursprünge datieren ins frühe 17. Jahrhundert. Trotz aller Modernisierung und Mechanisierung die auch das Handwerk des Schnapsbrennens in den letzten Jahrhunderten durchlebte, wird bei der Berchtesgadener Enzianbrennerei der Rohstoff des Schnapses teilweise noch traditionell gewonnen. Auf den Brennhütten in den Hochlagen der Berchtesgadener Alpen schlagen Wurzelgraber ihr Quartier auf, um die Grabrechte der Brennerei wahrzunehmen. Dort oben graben sie nach den Wurzeln des gelben Enzians und verarbeiten ihn vor Ort zu hochprozentigen Spezialitäten. Der blaue Enzian mag bekannter sein, für die Spirituosen-Herstellung ist er allerdings nicht geeignet.

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Auf der Priesbergalm auf 1.350m liegt die wohl bekannteste Brennhütte. Sie ist zu Fuß vom Parkplatz Hinterbrand in einer etwa einstündigen Wanderung erreichbar.

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Enzian-Brennhütte am Priesberg

Hubsi, der Bergbrenner ist von Juni bis Oktober an der Brennhütte anzutreffen, wenn er nicht gerade unterwegs ist um nach den Wurzeln zu graben.

Die Brennhütte auf der Priesbergalm

Die Brennhütte auf der Priesbergalm

Gerne erklärt er Besuchern die  Einzelheiten der Enzianherstellung und trinkt mit den durstigen Wanderern ein Stamperl.

Grassl Brennhütte am Funtensee

Am Funtensee auf 1600m liegt die höchstgelegene Hütte der Enzianbrennerei Grassl .weiterlesen »