Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Einkehr

Herbstwanderung zum Wimbachschloss

 von Sepp
Das Wimbachschloss

Das Wimbachschloss

Es ist Samstagnachmittag und es herrscht bestes Wanderwetter. Eine kleine Wanderung muss sein. Aber wohin? Vielleicht angeregt durch den gestrigen TV-Bericht entscheide ich mich für eine Tour zum Wimbachschloss. Ein befreundetes Pärchen begleitet mich mit ihrem 10 Wochen alten Sohn, der die Tour im Kinderwagen mitmachen darf

Am frühen Nachmittag brechen wir an der Wimbachbrücke auf. Am Wimbachlehen wird aus der asphaltierten Straße ein breiter Kiesweg. Als links der Weg in die Wimbachklamm abzweigt, beginnt am Normalweg ein Steilstück, das steilste im gesamten Wimbachgries. Den Kinderwagen hier hoch zu schieben fordert schon ganz schön Kraft. Doch nach wenigen Metern wird der Weg wieder flacher. Das Wimbachtal weitet sich jetzt zunehmend, das Wasser, das am Taleingang noch oberirdisch fließt, läuft jetzt unterhalb des Schotters: Hier ist das Wimbachgries so, wie man es kennt.

Nachmittags im Wimbachgries

Nachmittags im Wimbachgries

Auf der rechten Seite des breiten Schuttstroms führt der Wanderweg in sanfter Steigung weiter. Stellenweise wird der Wald am Rande des Tales dichter, die Kombination aus tiefenstehendem Gegenlicht und dem herbstlich verfärbten Laub der Bäume erzeugt eine fantastische Stimmung.

herbstlicher Wald im Wimbachtal

herbstlicher Wald im Wimbachtal

Sobald sich der Wald wieder lichtet, werfe ich einen Blick zum Watzmann. Sehr schön sieht man heute über die Westwand hinauf zum Watzmanngrat. Erinnerungen an meine Watzmann-Überschreitung vor knapp zwei Wochen werden wach.

Blick zum Watzmann

Blick zum Watzmann

Nach einer letzten etwas steileren Stelle des Weges erreichen wir schließlich das Wimbachschloss.

Gestern Abend berichtete das Bayerische Fernsehen über das Wimbachschloss. Besonders die Wildgerichte standen im Mittelpunkt des Berichtes. Wir hingegen blieben an diesem Nachmittag vegetarisch und bestellten Spinatknödel und Germknödel. Sehr zu empfehlen.weiterlesen

Allwetterziel – das Wimbachgries

 von Ann-Kathrin

Panta Rhei – Alles fließt! Und heute auch auf meinen Kopf.

Der Wetterbericht versprach für den heutigen Tag miserables Wetter. Es soll ordentlich regnen. Trotzdem wollte ich meinen freien Tag aktiv nutzen. Auch neue Bergschuhe hatte ich mir besorgt, die eingelaufen werden mussten. Es gibt im Berchtesgadener Talkessel einige Wanderwege, die auch bei Regenwetter begangen werden können. Man sollte sich keinesfalls von einem schlechten Wetterbericht abschrecken lassen, außer es ist ein Gewitter/Unwetter gemeldet. Einer dieser Wanderwege, die man auch bei Schlechtwetter gehen kann, ist der Weg zur Wimbachgrieshütte durch den Schuttstrom. Das Wimbachgries ist eines der drei Haupteinschnitte der Kernzone des Nationalparks Berchtesgaden. Der Ramsaudolomit des Wimbachgrieses konnte sich im Gegensatz zum Dachsteinkalk des Watzmannes und des Königssees weniger gegen die Erosion durchsetzen.

Wimbachgries

Wimbachgries

Bequem steige ich an der Bushaltestelle Wimbachbrücke aus. Die Linie 846 hält dort vom Bahnhof Berchtesgaden kommend, als auch vom Hintersee kommend. Die Wolken versprechen schon den nahenden Regen. Nichdestotrotz mache ich mich auf den Weg. Ausgerüstet mit Schutzhülle, Schirm und Regenjacke sollte der Regen mir kaum was ausmachen. Fast schon ebenmäßig geht es in 45 Minuten zum Wimbachschloß und überraschenderweise ist der Weg hoch frequentiert. Kaum bin ich 5 Minuten hinterm Wimbachschloß kommt der Regen. Starkregen. Na, toll. Immer daran denken, warum man aufstieg! Die Schuhe müssen eingelaufen werden und Bewegung schadet nicht. Also wird der Gedanke ans Umkehren sofort verworfen!

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Watzmann, Watzmann Schicksalsberg…

 von Ann-Kathrin

… du bist so groß und i bin a Zwerg.

Wer kennt es nicht wie Wolfgang Ambros den Watzmann besingt. Auch mich ruft er: der Watzmann. Einen ganz besonderen Reiz hat dieser Gebirgsstock auf viele durch seine Vermenschlichung wegen der Sagen und Mythen, die um ihn kreisen. Mein Schicksal sollte es heute nicht sein, das Haupt des König Watzmanns zu besteigen. Als Tagesziel war es am Vortag geplant.

Aufstieg zum Watzmannhaus

Aufstieg zum Watzmannhaus

Frühzeitig aufsteigen lohnt sich

Mir wurde schon oft gesagt, am Besten sei es zu utopischen Uhrzeiten zum Watzmmanhaus aufzusteigen, da es dann nicht so überfüllt sei. Diesen Rat nahm ich Ernst, da ich nicht gerade eine Freundin von überfüllten Wanderwegen bin. Tja, aber wie es eben als arbeitender Mensch ist, man schafft es eben doch nicht an seinem freien Tag super früh aufzustehen. So stieg ich „erst“ gegen 8 Uhr am morgen auf. Startpunkt war in Unterstein – Schönau am Königssee. Von dort aus lief ich zum Parkplatz Hammerstiel. Laut gelbem Wegeschild soll der Aufstieg 5 Stunden dauern, da würde ein weitersteigen zum Watzmann-Hocheck und zur Mittelspitze alleine schon zeitlich gar nicht funktionieren. In der Hoffnung, dass die Zeit sehr großzügig bemessen ist, mache ich mich auf den Weg hinauf. Es geht fast ebenmäßig bis zur Stubenalm. Ab dort wird der Forstweg leicht steigender und weist auch mehr Kehren auf ehe man die Mitterkaseralm erreicht. Beide Almen sind recht zügig erreicht. Hinter der Klimastation die der Nationalpark Berchtesgaden errichtete und überwacht, wird der breite Forstweg zu einem Bergsteig, der in engen Kehren hinauf zur Falzalm führt. Die Falzalm ist keine bewirtschaftete Almhütte. Sie dient nur als Unterstand. Die Beiden vorherigen Almhütten sind bewirtschaftet und laden gemütliche Berggeher zu einem Frühstück ein.

 

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Way to paradise

 von Ann-Kathrin

Über den unteren Hirschenlauf zur Gotzenalm

Nach zwei Nächten auf dem Carl-von-Stahl Haus ging es mit meinem schweren Rucksack auf dem Rücken für mich nach Hause nach Schönau am Königssee. Aber nicht ohne den Tag als Tourentag zu nutzen. Da es mir letzt schon so gut auf der Gotzenalm gefiel, setzte ich mir dieses als Tagesziel in den Kopf. Diesmal sollte es nicht über den normalen Fußweg zur Gotzenalm gehen, sondern über den unteren Hirschenlauf. Viel Informationen konnte ich über diesen Streckenabschnitt nicht im Internet herausfinden. Meist sagen für mich Bilder mehr aus, als nur wörtliche Beschreibungen eines Weges.

Hütte beim Scheibsteinhaus

Hütte beim Scheibsteinhaus

Nun ging es erst einmal bergab. Vorbei am Schneibsteinhaus, ging es kurz vor dem Königsbergergraben, links vorbei an der Enzian Brennhütte in Richtung Priesbergalm. Bis zur Priesbergalm ist der Weg eine breite Forstraße. Hinter der Priesbergalm endet der Forstweg und der Weg wird zu einem Pfad der eben über die Wiesenhänge führt. Nach einer kurzen Bergabstrecke kommt man an eine Wegkreuzung. Hier teilt sich der Pfad. Bergauf in Richtung Seeleinsee und Kahlersberg und rechts geradeaus zur Gotzenalm über den unteren Hirschenlauf. Der Pfad ist durch Regenfälle einige Tage zuvor noch recht matschig. Aber mit einem sicheren Tritt und Teleskopstöcken halb so wild. Zuerst ist der Pfad recht normal und angenehm. Besonders gefiel mir, dass dieser durch den schattigen Wald führt und es angenehm kühl war. Doch die Vorfreude wurde schon bald betrübt. Ich weiß nicht wie ich es richtig schreibe, aber aus dem Pfad wurde ein knackiger Steig, mitten in der prallen Sonne. Es war Vormittag, aber schon richtig heiß. Der Steig weißt einige Felspassagen auf die durch Holztreppen, Eisenstufen und Seilen versichert sind. Hier ist es am Besten Bilder sprechen zu lassen um sich davon ein eigenes Bild machen zu können.

im unteren Hirschenlauf

im unteren Hirschenlauf

Holztreppe im unteren Hirschenlauf

Holztreppe im unteren Hirschenlauf

An vielen Stellen nutze ich das Drahtseil nicht, da ich mich dafür hätte bücken müssen und so hätte sich durch meinen schweren Rucksack mein Schwerpunkt verändert und ich hätte keinen sicheren Tritt mehr. Also „schwebte“ ich sozusagen über Holzbretter, Holzstufen und Eisenstufen, was definitiv zu romantisch ausgedrückt ist. Ein Drittel des unteren Hirschenlaufes sieht so aus. Man geht die Gotzentauernwand hinauf um dann in der Seeau zu landen. Von dort geht man in stetig aufsteigenden Kehren hinauf zum Gotzenalm-Plateau. Die Wegstrecke Priesbergalm bis zur Gotzenalm dauerte bei mir rund 2 Stunden. Allerdings ist es jedem Wanderer selbst überlassen, wie schnell man aufsteigt. Nur keine Eile, schließlich gilt es auch die umliegende Natur zu genießen. Bei der Gotzenalm mache ich erstmal frühes deftiges Mittagessen und lasse mich selbst in der Sonne brutzeln, was ich hinterher bereuen werde (heftiger Sonnenbrand an den Armen).

Kaser auf der Gotzen

Kaser auf der Gotzen

Es ist erst früher Mittag und die Sonne wird noch mindestens 8 Stunden scheinen. Was soll ich tun? Die Speisekarte der Gotzenalm verspricht noch weitere Leckerein. Ich entscheide mich dafür die Leckerein auf später zu verschieben und weiter zu wandern.

 

Die Regenalm im Nationalpark Berchtesgaden

Eine halbe Stunde entfernt von der Gotzenalm in Richtung Kaunersteig liegt die Regenalm. Neugierig wie diese liegt und ob diese bewirtschaftet ist, mache ich mich auf dem Weg dorthin. Auf einfachem Weg gelangt man zur Regenalm. Schön mit Blumen dekoriert und gepflegt ist die Alm, doch ob hier nun jemand bewirtschaftet ist mir nicht ganz klar. Ich sehe einen Senn auf der Almwiese mit Pfeiffe wie er nach seinem Vieh schaut.weiterlesen