Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Felssturz
Toni

Felssturz in der Göll-Westwand

 von Toni
Die Scharitzkehlalm, darüber der Felssturzbereich und die Göllwände

Die Scharitzkehlalm, darüber der Felssturzbereich und die Göllwände

Vor wenigen Tagen hat sich in der Westwand des Hohen Göll ein größerer Felssturz ereignet. Um den 10. April herum konnte man erkennen, dass auf dem Schneefeld am Fuß der riesigen Wand eine Menge frischer Gesteinsschutt und massive Felstrümmer lagen. Offenbar ereignete sich das Ganze nachts, da der Wirt der nahen Scharitzkehlalm bei seinen täglichen Arbeiten das Krachen einer solchen Steinlawine ansonsten bemerkt hätte.

Mit dem Fernglas lässt sich etwa 150 Höhenmeter über dem Schuttkegel das frische Gestein der Abbruchstelle ausmachen. In der steilen Schlucht darunter hängt noch allerlei loses Material, das wohl ebenfalls nach und nach der Schwerkraft folgen wird.

Glücklicherweise sind die Göll-Westwand und das Endstal momentan noch völlig menschenleer – dort wo sich im Sommer Kletterer an teils extrem anspruchsvollen Routen versuchen, ist also niemand zu Schaden gekommen.

Die frischen Trümmer unter der Göll-Westwand

Die frischen Trümmer unter der Göll-Westwand

Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie die Elemente selbst an den so „felsenfesten“ Gebirgsmassiven nagen. Letztlich wird der Zahn der Zeit auch unsere Berchtesgadener Berge zu Schutt zermahlen und zurück ins Meer spülen, wo sie als Korallenriffe vor 200 Millionen Jahren ja entstanden sind.weiterlesen

Der rote Bach am Untersberg

 von Sepp
Der rote Weißbach am Untersberg © Falk Tzschöckel

Der rote Weißbach am Untersberg © Falk Tzschöckel

Der Weißbach in Marktschellenberg bot die letzten Tage einen ganz besonderen Anblick: Tiefrot hat sich der Bach verfärbt und bot ein einmaliges Naturspektakel. Der Weißbach entspringt am Untersberg und fließt unweit der Deutsch-Österreichischen Grenze ins Tal, wo er kurz vor dem Grenzübergang Hangendenstein in die Berchtesgadener Ache mündet. Vorbeifahrende Autofahrer und Anwohner befürchteten zunächst einen Umweltskandal, doch diese Befürchtungen erwiesen sich sehr schnell als unbegründet. Der Grund für die Rotfärbung des Baches ist ein ganz natürlicher: Vor einigen Tagen ereignete sich am Untersberg ein großer Felssturz. Das Gestein des Untersberges ist sehr erdhaltig und feine Sedimente des Gesteins dringen in den Weißbach und färben das Wasser rot.

Der Weißbach mündet in die Berchtesgadener Ache © Falk Tzschöckel

Der Weißbach mündet in die Berchtesgadener Ache © Falk Tzschöckel

Der Felssturz am Untersberg ist vom Tal aus mit bloßem Auge zu sehen: Schon von weitem erkennt man eine rote Stelle in der Südost-Seite des Untersbergs, wo der Felssturz das tieferliegende Gestein freigelegt hat. Auf etwa 60 Metern Breite und einer Höhe von über 120 Metern ist Gestein aus dem Untersberg-Massiv gebrochen.weiterlesen

Keine Gefahr für die Wimbachgrieshütte

 von Sepp

Absturzgefährdeter Felsturm bedroht Hütte nicht

Das Gutachten zur Beurteilung der Gefährdungssituation für die Wimbachgrieshütte durch Felssturz ist fertig. Geologe Dr. Stefan Kellerbauer aus Marktschellenberg stellte die Ergebnisse seiner Studie kürzlich der Nationalparkverwaltung und den Naturfreunden Deutschland/Bezirk München als Eigentümer der Hütte vor. Sowohl vom Boden als auch aus der Luft hat sich der Experte das „Griesköpfl“ ganz genau angeschaut. Das Ergebnis: Für die Hütte besteht keine Gefahr, lediglich der Wanderweg im direkten Hüttenumfeld könnte gefährdet sein und wird geringfügig verlegt.

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

„Der kleine Felsturm am Griesköpfl, rund 500 Meter oberhalb der Wimbachgrieshütte, wird irgendwann abbrechen“, soviel steht für den Geologen Dr. Stefan Kellerbauer fest. Nur wann? „Das kann niemand genau sagen. Ein Abbruch ist in den nächsten Jahren nicht auszuschließen, auf längere Sicht zu erwarten. Was wir aber vorhersehen können, sind die anfallenden Gesteinsmengen und die voraussichtliche Sturzbahn“. Der kleine Nordturm auf einer Höhe von rund 1.850 Metern hat ein Volumen von rund 400, maximal 600 Kubikmeter Fels. Zum Vergleich: Beim Felssturz am Kleinen Mühlsturzhorn im benachbarten Klausbachtal waren im Jahr 1999 rund 250.000 Kubikmeter Fels ausgebrochen. „Eine direkte Gefährdung der Wimbachgrieshütte durch den Absturz des Felsturms kann ausgeschlossen werden, da ein großer Felsrücken auf rund 1.500 Metern Höhe direkt oberhalb der Hütte diese vor Felsstürzen schützt“, so der Experte. Der Standort der seit mehreren hundert Jahren bestehenden Hütte im hinteren Wimbachtal wurde in der Vergangenheit damit sehr bewusst gewählt.

 

Wanderweg wird verlegt

Dr. Kellerbauer empfiehlt, den Weg im direkten Hüttenumfeld zu verlegen, um eine Gefährdung von Wanderern auszuschließen. „Wenn der Nordturm abbricht, kommt viel feines Material herunter, keine großen Blöcke“, hat der Geologe ermittelt. weiterlesen

Video vom Königssee Felssturz

 von Sepp

Ich habe ja bereits über den Felssturz am Königssee am 14. August und auch über die Aufräumarbeiten berichtet. Dennoch will ich euch diese Video, das ich entdeckt habe, nicht vorenthalten:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=nCOd9Bb2CxQ[/youtube]

 

Sehr deutlich sieht man die – trotz des geringen Ausmasses des eigentlichen Felssturzes –  beträchtliche Staubentwicklung! Wir müssen wirklich froh sein, dass bei diesem Vorfall niemand zu Schaden kam!

 

Euer Sepp BGLT

Arbeiten am Wanderweg nach Felssturz

 von Sepp

Der nach einem Felssturz vom 14. August gesperrte Wanderweg Nr. 412 von St. Bartholomä am Königssee zum Funtensee ist bereits seit einigen Tagen wieder freigegeben. Im Auftrag der Nationalparkverwaltung hat der Geologe Dr. Ewald Langenscheidt das Gelände begutachtet und sieht keine erhöhte Gefahr für Wanderer.

Nach seinen Aussagen ist in rund 200 Metern Wandhöhe ein Block von etwa 200 Kubikmetern Volumen ausgebrochen. Grund für den Felssturz kann eine tektonische Störung an der Anrisskante sein. Der Schuttkegel am Hangfuß belegt, dass bereits früher Felsstürze stattgefunden haben. Da der Baumbestand etwa 60 Jahre alt ist, dürfte zumindest in diesem Zeitraum kein größeres Ereignis erfolgt sein. Mitarbeiter des Nationalparks Berchtesgaden haben den beschädigten Wanderweg in kürzester Zeit wieder hergerichtet und Geröll sowie entwurzelte Bäume entfernt. Aufgrund der aufwändigen Arbeiten kann es auf dem Wanderweg Nr. 412 in Ufernähe noch zu kurzzeitigen Behinderungen kommen.


Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Felssturz am Königssee

 von Sepp

Update: Funtensee – Wanderweg zwischen St. Bartholomä und Schrainbachfall ist berreits wieder freigegeben!


Aufgrund eines Felssturzes am Sonntag, 14. August, kurz nach Mittag ist der Wanderweg Nr. 412 (Funtenseeweg) vom Königssee in Richtung Kärlingerhaus/Funtensee zwischen St. Bartholomä und Schrainbachfall bis auf Weiteres gesperrt.

Der Wanderweg  wurde in Ufernähe auf einer Länge von rund 100 Metern verschüttet. Verletzte Personen konnten nicht festgestellt werden. Oberhalb des Weges liegen ungesicherte Felsbrocken und Bäume, was eine umgehende Sperrung erforderlich macht. Wanderer werden gebeten, auf andere Zustiege zum Kärlingerhaus bzw. Abstiege vom Funtensee auszuweichen.

 

Die Nationalparkverwaltung wird umgehend einen Geologen mit der Beurteilung des Geländes beauftragen. Bis die Ergebnisse vorliegen, bleibt der Funtenseeweg Nr. 412 im unteren Teil gesperrt.

 

Presseinfo Nationalpark Berchtesgaden