St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Flora
Rosi Fürmann

Das Schneeglöckchen – der Inbegriff des Frühlings

 von Rosi
Schneeglöckchen oder auch Frühlingsknotenblume genannt (Leucojum vernum), Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern

die Schneeglöckchen nennt sie der Volksmund – botanisch die Frühlingsknotenblume (Leucojum vernum) im Rupertiwinkel in der Nähe von Anger – Foto: (c) Roha-Fotothek Fürmann

Das Schneeglöckchen – der Inbegriff des Frühlings. Schon blühen sie im Rupertiwinkel, stehen an besonders geschützten Plätzen und strecken ihre weißen Blüten in die Sonne. Sie stammen aus der Familie der Amaryllisgewächse und dienen den Bienen und Hummeln im zeitigen Frühjahr als so wichtige Nahrungsquelle. Als die Musik der Natur umgibt ein Summen und Brummen die Blüten und die gelben „Höschen“ (gesammelter Pollen) an den Beinchen der Insekten zeugen vom Erfolg der Nahrungssuche.

Streng geschützt finden sie sich in lichten, feuchten Auenwäldern, Laubmischwäldern oder auf extensiv bewirtschafteten Flächen und mögen keine stark verdichteten, mit schweren Maschinen bearbeitete Böden. Ein bis zweimal im Jahr mit der Sense oder dem Motormäher mähen erhält den Standort der meist sehr feuchten „Streuwiesen“ am besten.

Ein Ausgraben der Blumenzwiebeln ist strengstens verboten, lohnt auch nicht, da sie meist so tief im Boden sitzen (um die 30 cm), dass man sie kaum erreicht. Die Frühlingsknotenblume ist zudem sehr „wählerisch“ mit ihrem Standort und „will sich diesen selbst aussuchen“, verträgt also ein Verpflanzen kaum und kommt im dann nächsten Jahr nicht mehr.

Schneeglöckchen oder auch Frühlingsknotenblume genannt, Rupertiwinkel, Berchtesgadener Land, Oberbayern

die Frühlingsknotenblume – oder auch Schneeglöckchen genannt auf einer feuchten „Streuwiese“ Foto: (c) RoHa-Fotothek Fürmann

Das „echte Schneeglöckchen“ (Galanthus) – ebenfalls eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae) ist mit ihrem Standort nicht so wählerisch und liebt es, in naturbelassenen Hausgärten mit ihren frühen Blüten in dichten Horsten vom Frühling zu künden. Ganze Parks leuchten in ihrem Weiß und beginnen in den Blumenbeeten den Reigen der künftigen Blumenpracht.weiterlesen »

Sepp Wurm

44 geschützte Alpenpflanzen

 von Sepp

Liebevoll gestaltete Neuauflage eines Klassikers

Die Härchen sind so fein, dass das bloße Auge sie kaum erkennen kann. Der zarte Flaum umhüllt nicht nur die Blätter der  Frühlingsküchenschelle, sondern auch ihren Stängel und ihre Blütenblätter. Unmöglich, so etwas naturgetreu wiederzugeben. Für Stefan Caspari ist es möglich. In akribischer, tagelanger Feinstarbeit hat der Münchner Kunstmaler und Fotograf das Pflänzlein  portraitiert – und mit ihm 43 weitere. Die Pulsatilla vernalis, wie die Küchenschelle wissenschaftlich korrekt heißt, ist Teil des neuen Plakats „Geschützte Alpenpflanzen“, das der Deutsche Alpenverein (DAV) gemeinsam mit den Partnerorganisationen aus  Österreich (OeAV) und Südtirol (AVS) und dem Verein zum Schutz der Bergwelt herausgibt.

Plakat 44 geschütze Alpenpflanzen

Plakat 44 geschütze Alpenpflanzen

„Mit dem Plakat wollen wir zeigen, wie wunderschön, aber auch sensibel die Pflanzenwelt und ihr Lebensraum in den Alpen ist, und auf sinnliche Art und Weise dazu anregen, sie zu schützen “, erklärt Jörg Ruckriegel, DAV-Ressortleiter Natur- und Umweltschutz.

 

Winzige Pflanzen, großartige Leistung

Das Plakat gibt zu jedem Portrait den deutschen Namen der Pflanzen und die wissenschaftlich korrekte Bezeichnung auf Latein  an, dazu die Blütezeit der jeweiligen Art, sowie die Höhenlage, in der sie gedeiht. Das zeigt, welch erstaunliche Fähigkeiten manche von ihnen mitbringt. So wächst beispielsweise die Behaarte Primel (Primula hirsuta) sowohl auf 1500 Metern als auch  auf 3600 Metern. Eine großartige Leistung, übertroffen nur vom Gletscherhahnenfuß (Ranunculus glacialis) und dem  Gletscheroder Alpen-Mannsschild (Androsace alpina), die es, wie die Namen schon sagen, sogar noch auf über 4000 Metern aushalten. Auch die im Nationalpark Berchtesgaden typischen Alpenpflanzen wie zum Beispiel die bewimperte Alpenrose, besser bekannt als Almrausch oder der stengellose Kalkenzian haben auf dem schmucken Plakat ihren Platz gefunden.

Almrausch ©Nationalpark Berchtesgaden

Almrausch: bewimperte Alpenrose © Nationalpark Berchtesgaden

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Sepp Wurm

Frauenschuh – Orchidee im Nationalpark

 von Sepp

Der Gelbe Frauenschuh narrt seine Bestäuber

Der Gelbe Frauenschuh ist eine der bekanntesten und schönsten Orchideen der Berchtesgadener Alpen und steht unter strengem Schutz. Um sich fortpflanzen zu können, ist die Pflanze auf die Bestäubung durch Insekten angewiesen. Problem für den Frauenschuh, der im Nationalpark von den Tallagen bis auf rund 1400 Meter Höhe vorkommt: Seine Bestäuber im Tal sind vermutlich andere als in den Höhenlagen. Um in allen Höhenstufen erfolgreich bei der Fortpflanzung zu sein, hat der Frauenschuh clevere Strategien entwickelt.

Der gelbe Frauenschuh

Der gelbe Frauenschuh

Thomas Rupp ist Student an der Universität Salzburg. Für seine Bachelorarbeit im Fach Biologie hat er sich im Nationalpark Berchtesgaden und in der direkten Umgebung auf die Suche nach dem Frauenschuh gemacht. Fasziniert ist der 24-jährige Oberösterreicher vor allem von der komplexen Bestäubungsökologie der großen Orchidee. Für seine Arbeit hat der den Duft des Frauenschuhs in verschiedenen Höhenlagen analysiert – mit erstaunlichen Ergebnissen: „Der Frauenschuh duftet in Talnähe anders als in höheren Lagen“, verrät der Student. „Der Grund dafür könnten Unterschiede in den Duft-Vorlieben der bestäubenden Insekten sein, die entlang des Höhengradienten vorkommen.“ Der Frauenschuh ist eine so genannte Täusch- und Fallenblume. Angelockt durch die auffällige Farbe der Blüten sowie ihren süßlich-fruchtigen Duft fallen die Insekten durch ein Loch in den gelben Kessel. weiterlesen »

Sepp Wurm

Waldinventur im Nationalpark

 von Sepp

Drei Jahre Waldinventur im Nationalpark

Die Winter-Vortragsreihe des Nationalparks Berchtesgaden geht in die letzte Runde: Am Mittwoch, 12. März 2014, präsentiert Nationalpark-Mitarbeiter Bernd Becker (Foto) erstmals öffentlich die Ergebnisse der Waldinventur im Nationalpark Berchtesgaden.

Waldinventur

Waldinventur im Nationalpark

Zwischen 2010 und 2013 haben Becker und sein Team die entlegensten Stellen des Schutzgebiets aufgesucht, um rund 88.000 Bäume und Verjüngungspflanzen zu zählen, zu vermessen und auszuwerten. Mit erstaunlichen Ergebnissen: Der älteste Baum des Nationalparks ist eine 801 Jahre alte Zirbe im Klausbachtal, der höchste Baum eine Fichte in der Röth mit 47,6 Metern. Mit 42,5 Metern erreicht auch eine Ulme auf der Halbinsel St. Bartholomä eine beachtliche Wuchshöhe. Doch nicht nur auf die Vegetation warfen die Forscher ein waches Auge: Ameisenhügel und Nachweise von Raufußhühnern wurden ebenfalls erfasst und ausgewertet.

 

Ergebnispräsentation am 12. März

Der Vortrag beginnt um 19:00 Uhr im Nationalparkzentrum Haus der Berge, Hanielstraße 7, in Berchtesgaden. Der Eintritt ist frei. Spiesbergers Alpenküche, die Gastronomie im Haus der Berge hat an diesem Abend durchgehend bis 22:00 Uhr geöffnet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Wildes Deutschland

 von Sepp

Die Berchtesgadener Alpen auf Arte

Extreme Lebensräume wie die Karstlandschaften des Steinernen Meeres, der Watzmann mit der höchsten Felswand der Ostalpen, das Wimbachgries mit seinen ständig wandernden Schuttströmen und der Königssee, einer der tiefsten Seen Deutschlands, gehören zum Nationalpark Berchtesgaden.

Blick auf den Königssee im Winter © Nautilusfilm

Blick auf den Königssee im Winter © Nautilusfilm

Wer in dieser Wildnis überleben will, muss perfekt an seine Umwelt angepasst sein.

 Auf den Hochalmen balgen sich Murmeltiere © Nautilusfilm/Julius Kramer

Auf den Hochalmen balgen sich Murmeltiere © Nautilusfilm/Julius Kramer

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Waldi

Blumenpracht am Funtensee

 von Waldi

Bei unserer letzten Bergtour im Hagengebirge/Funtensee/Wimbachgries haben wir eine solche Blumenpracht erlebt ,die es nicht jedes Jahr bei uns gibt. Es blüht die ganze Palette, angefangen von den ersten Frühlingsblühern – Schusternagei, Soldanellen, Trollblumen, Gamsblemein – bis zu den Sommer und Herbstblumen Almrausch, Edelweiß, Silberwurz, Steinbrech, Astern usw.

Kohlröschen oder Almrugei

Kohlröschen oder Almrugei

Enzian, Steinbrech

Enzian, Steinbrech

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Sepp Wurm

Enzianblüte auf der Bindalm

 von Sepp

Blau blüht der Enzian

So schön blüht zur Zeit der Enzian auf der Bindalm im Klausbachtal im Nationalpark Berchtesgaden.

Enzain auf der Bindalm

Enzain auf der Bindalm

Bevor Anfang Juni die Almbauern ihr Vieh auf die Almen treiben, kann man eine fantastische Blütenpracht auf den Almwiesen erleben. Vor allem der Enzian blüht zur Zeit wunderschön in seinem satten Blau. Leider hält die Blüte nur etwa zwei Wochen, wer also den Enzian in seiner vollen Pracht sehen will, sollte sich beeilen.

 

Mit dem Almerlebnisbus in den Nationalpark

Zwar sind die Almen noch nicht bewirtschaftet, aber der Anblick der Blumen entschädigt dafür. Die Bindalm wird vorraussichtlich ab 1. Juni  bewirtschaftet, bis dahin fährt der Almerlebnisbus nur am Wochenende, ab 30. Mai verkehrt der Bus dann regelmäßig zwischen Ramsau Hintersee und dem österreichischen Lofer.

Almkreuz auf der Bindalm

Almkreuz auf der Bindalm

Euer Sepp BGLT

Waldi

Frühlings-Blumen und Kräuter

 von Waldi

Margeriten, Storchenschnabel und Frauenmantel

Storchenschnabel Frühling Alpenblume im Nationalpark Berchtesgaden

Storchenschnabel

Im Nationalpark fand ich diese herrliche Blumenwiese mit dem „Storchenschnabel„.

Frauenmantel Alpenblume im Nationalpark Berchtesaden

Frauenmantel

Der „Frauenmantel“ ist nicht nur schön zum Anschauen,er ist auch eine hervorragende Heilpflanze für alle Frauenleiden, Muskelerkrankungen und eitrige Wunden.

Margeriten Alpenblumen im Nationalpark Berchtesgaden

Margeriten

Die „Margarite“ blüht im Frühling sehr lange und ist in der Vase eine dankbare Blumen, wenn man den „Geruch“ , den sie abgibt, übersieht.

 

Die Natur ist zur Zeit einfach „Paradisisch“, Eure Waldi

Sepp Wurm

Frauenschuhe im Klausbachtal

 von Sepp

Orchideenart im Nationalpark Berchtesgaden

Der Frauenschuh ist die einzige mir bekannte heimische Orchideenart, auf jeden Fall ist sie die größte.

Frauenschuh - Orchidee im Nationalpark Berchtesgaden

Frauenschuh im Klausbachtal

Ich fand die hier abgebildeten Exemplare kurz vor der Hängebrücke im Klausbachtal. Das ist meines Wissens die bekannteste Stelle im Nationalpark, an der man den Frauenschuh sehen kann. Und auf den Bildern erkennt man auch deutlich, wie dieses Orchidee zu ihrem Namen kommt:  Die gelbe Blüte erinnert in ihrer Form tatsächlich an einen Frauenschuh.

Frauenschuhe im Nationalpark Berchtesgaden

Frauenschuhe im Nationalpark

Zurzeit stehen sie gerade in voller Blüte, seht es euch an! Die Stelle ist von Hintersee aus in ca. einer Stunde zu Fuß erreichbar! Oder Ihr nehmt den Almerlebnisbus, und steigt an der Haltestelle Ragertalm aus und geht den Fußweg Richtung Hängebrücke, dann kommt Ihr direkt vorbei!

 

Euer Sepp BGLT