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Schlagwort: Geologie
Rosi Fürmann

Der Geopark im Eichelgarten in Teisendorf

 von Rosi

Geologischer Garten im Eichelgarten an der Alten Reichenhaller Straße in Teisendorf – Geopark

Der Geopark in Teisendorf

Stein und Fels erzählen die spannende Geschichte der Geologie

Lichtdurchflutet die Kronen der riesigen Eichen und Buchen und der Boden bedeckt mit dem farbigen Laubteppich des Herbstes – so präsentiert sich derzeit der Geopark im Eichelgarten in Teisendorf an der Alten Reichenhaller Straße.

Baumwipfel von Eichen und Buchen in der farbenprächtigen Herbstfärbung im Geopark – Eichelgarten in Teisendorf

Seinen Name erhielt dieses Flurstück im 19ten Jahrhundert, als eine aufgelassene Kiesgrube durch eine Pflanzaktion sich zu einem Eichenhain wandelte. Dessen Mittelteil diente zunächst als Festplatz, nach dem ersten Weltkrieg als Sportplatz und heute beheimatet ein Teil des Eichelgartens die Tennisplätze von Teisendorf. Den anderen Teil des Eichelgartens zum Geopark werden zu lassen, verdanken die Teisendorfer Herrn Hans Gramsamer (1921 – 2005), der zielstrebig den Wert der in Teisendorf und Umgebung gefundenen Findlinge als „Demonstration eines gewaltigen Zeitraumes der geologischen Entwicklung“ erkannte.

Geologischer Garten im Eichelgarten an der Alten Reichenhaller Straße in Teisendorf – Geopark

Geologischer Garten im Eichelgarten mit riesigen Eichen und Buchen an der Alten Reichenhaller Straße in Teisendorf – Geopark

Das ganze Jahr über ist der Geopark einen Besuch wert. Riesige Steinblöcke unter den Bäumen erzählen die geologische Geschichte der Region. Hier spielen die Gletscher aus den Zentralalpen kommend eine bedeutende Rolle.weiterlesen

Keine Gefahr für die Wimbachgrieshütte

 von Sepp

Absturzgefährdeter Felsturm bedroht Hütte nicht

Das Gutachten zur Beurteilung der Gefährdungssituation für die Wimbachgrieshütte durch Felssturz ist fertig. Geologe Dr. Stefan Kellerbauer aus Marktschellenberg stellte die Ergebnisse seiner Studie kürzlich der Nationalparkverwaltung und den Naturfreunden Deutschland/Bezirk München als Eigentümer der Hütte vor. Sowohl vom Boden als auch aus der Luft hat sich der Experte das „Griesköpfl“ ganz genau angeschaut. Das Ergebnis: Für die Hütte besteht keine Gefahr, lediglich der Wanderweg im direkten Hüttenumfeld könnte gefährdet sein und wird geringfügig verlegt.

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

Der linke Bereich des Griesköpfls © Stefan Kellerbauer

„Der kleine Felsturm am Griesköpfl, rund 500 Meter oberhalb der Wimbachgrieshütte, wird irgendwann abbrechen“, soviel steht für den Geologen Dr. Stefan Kellerbauer fest. Nur wann? „Das kann niemand genau sagen. Ein Abbruch ist in den nächsten Jahren nicht auszuschließen, auf längere Sicht zu erwarten. Was wir aber vorhersehen können, sind die anfallenden Gesteinsmengen und die voraussichtliche Sturzbahn“. Der kleine Nordturm auf einer Höhe von rund 1.850 Metern hat ein Volumen von rund 400, maximal 600 Kubikmeter Fels. Zum Vergleich: Beim Felssturz am Kleinen Mühlsturzhorn im benachbarten Klausbachtal waren im Jahr 1999 rund 250.000 Kubikmeter Fels ausgebrochen. „Eine direkte Gefährdung der Wimbachgrieshütte durch den Absturz des Felsturms kann ausgeschlossen werden, da ein großer Felsrücken auf rund 1.500 Metern Höhe direkt oberhalb der Hütte diese vor Felsstürzen schützt“, so der Experte. Der Standort der seit mehreren hundert Jahren bestehenden Hütte im hinteren Wimbachtal wurde in der Vergangenheit damit sehr bewusst gewählt.

 

Wanderweg wird verlegt

Dr. Kellerbauer empfiehlt, den Weg im direkten Hüttenumfeld zu verlegen, um eine Gefährdung von Wanderern auszuschließen. „Wenn der Nordturm abbricht, kommt viel feines Material herunter, keine großen Blöcke“, hat der Geologe ermittelt. weiterlesen