St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Geschichte
Rosi Fürmann

Land und Leute – vorgestern – gestern – heute
– ein Bildervortrag mit einer „Reise durch das Berchtesgadener Land, den Rupertiwinkel und den Chiemgau“: Geschichte und Geschichten, die das Leben in dieser so lebens- und liebenswerten Region von vorgestern – gestern – heute beschreiben.

Brotzeit auf der Stoißeralm auf dem Teisenberg (1334m),  ein „Magnet“ für Wanderer und Mountainbiker

Die Bilder – ob die wunderschöne Heimat in aussagekräftigen Fotos oder Repros von alten Aufnahmen – und das fundierte, leicht verständlich dargebrachte Wissen nehmen die Zuschauer an der Hand und lassen sie immer wieder aufs Neue staunen über das, was dieser herrliche Landstrich zu erzählen weiß.weiterlesen »

Sepp Wurm

Vom Bergbauernhof zum Berghotel

 von Sepp
Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Rehlegg in Ramsau: Vom Bergbauernhof zum Berghotel

Das Berghotel Rehlegg im Bergsteigerdorf Ramsau

87 alpin-moderne Zimmer und Suiten, zwei Restaurants, Außenpool, Hallenbad, SPA, Saunalandschaft, Sonnenterrasse, Garten – ob Sebastian Lichtmannegger seinen Bergbauernhof wohl wiedererkennen würde? Vor hundert Jahren, 1917, erwarb der Ramsauer das Rehlegg-Lehen für sich und seine Familie, und die war mit acht Kindern ziemlich groß.

Neben der Landwirtschaft betrieben Sebastian und seine zweite Ehefrau Katharina noch einen kleinen Fuhrbetrieb. Ab 1929 vermieteten sie die ersten Gästezimmer. Es war die Zeit, als der Fremdenverkehr Einzug in das kleine Bergdorf Ramsau hielt. Für die Bevölkerung war er eine willkommene Einnahmequelle.

Damals im Rehlegg

Damals im Rehlegg

Ende der 1930er Jahre wehte Glamour ums Rehlegg. Das Heimatfilm-Genre boomte und am Hof wurde gedreht: „Der laufende Berg“, „Ochsenkrieg“ und „Purtscheller Hof“ nach den Romanen von Ludwig Ganghofer. Sebastian Junior bekam sogar eine Rolle und stand neben der berühmten Elfriede Datzig vor der Kamera. Vor Beginn der Dreharbeiten kutschierten die Lichtmanneggers mit ihrem Fuhrwagen die Aufnahmeleiter auf Motivsuche durch die Ramsau, ein Vergnügen für die ganze Familie.weiterlesen »

Sepp Wurm

Vor 50 Jahren am Jenner: Der erste Ski Weltcup

 von Sepp
Der erste Ski Weltcup am Jenner 1967 © TRBK

Der erste Ski Weltcup am Jenner 1967 © TRBK

Am 5. und 6. Januar 1967 fanden die ersten Ski Weltcup Rennen in der Geschichte statt. Austragungsort der damals noch FIS A-Rennen genannten Bewerbe war der Jenner.

82 Skiläufer aus 16 Nationen kämpfen am 5. Januar 1967 im Slalom am Skiberg am Königssee um Sekunden. Start des Spezialslaloms war am Spinnerkaser, das Ziel an der Mittelstation der Jennerbahn. Der erste Vorläufer bei diesem Rennen ist übrigens Sebastian Aigner vom Skiclub Berchtesgaden, der Vater von Thomas Stangassinger, dem Slalom Olympiasieger von 1994 in Lillehammer.

Ski Wletcup Slalom 1967 am Jenner © TRBK

Ski Weltcup Slalom 1967 am Jenner © TRBK

Nach dem ersten Lauf führt der schwedische Holzfäller und Weltklasse-Slalomfahrer Bengt Erik Grahn mit mehr als einer Sekunde Vorsprung. Allerdings wird dem Schweden im zweiten Lauf die anspruchsvolle Piste am Jenner zum Verhängnis und er scheidet wenige Meter vor dem Ziel mit einem Einfädler aus. Erster Sieger eines Ski-Weltcup-Rennens ist damit der Österreicher Heini Messner, der den Franzosen Melquinod und den Schweizer Dumeng Giovanoli auf die Plätze verweist. Jean-Claude Killy, der spätere dreifache Olympiasieger, schafft es an die vierte Stelle, beeindruckt aber die zahlreichen Zuschauer mit seiner eleganten Fahrweise. Bester Deutscher im Spezialslalom ist Willi Lesch vom SC Kreuth. Lokalmatador Rudi Schaupp, der heutige Betreiber der Rossfeld-Skilifte kommt an die 48. Stelle.weiterlesen »

Christoph

Tief in die Geschichte Berchtesgadens eintauchen

 von Christoph

Gerade ist das Biographische Lexikon des Berchtesgadener Landes, Teil 1 in zwei Bänden im Plenk Verlag erschienen. Der Autor, Dr. Karl-Otto Ambronn, stammt aus Berchtesgaden und hat mit den beiden Bänden ein wichtiges Grundlagenwerk geschrieben.

Biographisches Lexikon des Berchtesgadener Landes

In dem ersten Band des ersten Teiles sind alle Namen von A bis K enthalten.

Bis zur Säkularisation 1803 war Berchtesgaden ein reichsunmitelbares Fürstentum. Es war sozusagen so selbstständig, wie es das Fürstentum Liechtenstein heute noch ist. Daher ist die Geschichte Berchtesgadens wirklich etwas Besonderes. Seine Lage zwischen dem Herzogtum und später Königreich Bayern auf der einen Seute und dem Erzbistum Salzburg auf der anderen Seite, gesegnet mit dem Salz, das alle haben wollten, verfügt es über eine bemerkenswerte Geschichte, die so sicher einmalig in Bayern ist.

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Rosi Fürmann

Der Bergbau in Achthal

 von Rosi

 Das Bergbaumuseum in Achthal – man fährt oft dran vorbei – war man auch schon  drin?

Wunderbar renovierte Gebäude säumen in Achthal die Straße zwischen Neukirchen und Oberteisendorf.  Sie erzählen von einer alten Industrieanlage in Bergbau und  Eisengießerei  und geben heute einem Museum Heimat.

Achthal mit den Gebäuden des ehemaligen Eisenabbaues, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Achthal mit den Gebäuden der ehemaligen Eisengewerktschaft – Teisendorf/Neukirchen

Das als ein Schwerpunktmuseum für den Erzbergbau in Bayern ausgebaute Museum gliedert sich  in die Erzgewinnung (im Erdgeschoss) und die Verarbeitung des Erzes und die Lebensverhältnisse dieser Zeit (im ersten Stockwerk).

Bergmann bei der Arbeit im Bergbaumuseum in Achthal, Gmd. Teisendorf, Rupertiwinkel, Oberbayern, Bayern, Berchtesgadener Land

Bergmann bei der Arbeit – im Bergbaumuseum in Achthal – Teisendorf/Neukirchen

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Sepp Wurm

Führung durch den Markt Berchtesgaden

 von Sepp
Blick vom Kurgarten Berchtesgaden über das Königliche Schloss zu den Türmen der Stiftskirche

Blick vom Kurgarten Berchtesgaden über das Königliche Schloss zu den Türmen der Stiftskirche

Am Mittwochabend nahmen uns die Gästeführerinnen Berchtesgaden mit auf eine Führung durch den Markt Berchtesgaden! Die Führungen sind nämlich nicht nur für unsere Gäste sehr interessant, sondern auch für uns Einheimische. Immerhin blickt der Markt Berchtesgaden auf eine mehr als 900 jährige Geschichte zurück und die Gästeführer wissen Vieles zu erzählen, das auch der Einheimische noch nicht weiß.

Wir starten unsere Tour im Kurgarten, direkt vor unserem Büro im Kongresshaus Berchtesgaden. Mit Blick zum Kehlsteinhaus erklären uns unsere beiden Führerinnen die Geschichte der Gründung Berchtesgadens und seine wechselvolle Geschichte vom Augustinerstift zu einer Fürstprobstei und dem mehrmaligen Wechsel der Landeszugehörigkeit nach der Säkularisation bis Berchtesgaden 1810 endgültig an Bayern, damals noch ein Königreich, angeschlossen wurde.

Relief des Almabtriebs in der Mauer zum Kurgarten

Relief des Almabtriebs in der Mauer zum Kurgarten

Vorbei am Triembachereck gehen wir anschließend in die Fußgängerzone Berchtesgaden.

Blick am Triembacherhaus vorbei zum Hohen Brett

Blick am Triembacherhaus vorbei zum Hohen Brett

Die Führerinnen lenken unseren Blick zum ehemaligen Hofrichterhaus am Doktorberg oberhalb des Ortszentrums. Das imposante Gebäude mit dem markanten Walmdach diente im Lauf seiner Geschichte immer wieder als Sitz öffentlicher Einrichtungen. Unter anderem auch als Landratsamt des früheren Landkreises Berchtesgaden und danach als Finanzamt.

Das ehemalige Hofrichterhaus

Das ehemalige Hofrichterhaus

Am Brunnen in der Metzgergasse erklären uns unsere Füherinnen die Geschichte dieser Straße: Tatsächlich gab es früher hier zahlreiche Metzgereien, das Blut der geschlachteten Tiere floß in einer Rinne durch die Straße. Davon ist heute nichts mehr zu sehen: Die Metzgerstraße ist mit ihren Geschäften und Cafés eine der wichtigsten Einkaufs- und Flanierstraßen in der Berchtesgadener Fußgängerzone.weiterlesen »

Sepp Wurm

„Reichenhaller Reinheitsgebot“ für Bier

 von Sepp
Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Bürgerbräu: Das Bier der Alpenstadt Bad Reichenhall

Aufsehenerregender historischer Fund: Der Bad Reichenhaller Historiker Dr. Johannes Lang entdeckt bislang unbekannte herzogliche Brauordnung aus dem Jahr 1493!

Das Jahr 2016 steht für die Brauwirtschaft ganz im Zeichen des 500-jährigen Jubiläums des Bayerischen Reinheitsgebotes, des ältesten nach wie vor gültigen  Lebensmittelgesetzes. Bevor diese Bier- und Brauordnung per herzoglichem Erlass im Jahr 1516 in Bayern landesweite Gültigkeit erlangte, gab es bekanntermaßen bereits viel früher eine Reihe lokaler Vorläufer. Residenzstädte wie Augsburg, Nürnberg, Landshut oder München verfügten über entsprechende Verordnungen. Unbekannt war indes bisher, dass auch die alte Salinenstadt Reichenhall bereits seit 1493 über eine eigene Bierordnung verfügte, die jeden Brauer in die Pflicht nahm. Dort hieß es unter anderem sehr dezidiert: „Ein jeder Brauer soll gemäß dem Eid, den er geschworen hat, nichts anderes für das Bier gebrauchen als gut beschautes und sachgerecht hergestelltes Malz, Wasser und Hopfen. “

Der Historiker Dr. Johannes Lang, der Stadtheimatpfleger Bad Reichenhalls, entdeckte die historischen Originaldokumente zu dieser Verordnung vor kurzem im Rahmen seiner Recherchen zur Geschichte Bad Reichenhalls im Bayerischen Hauptstaatsarchiv sowie im Stadtarchiv München. Die Bierordnung, die der Wittelsbacher Herzog Georg von Bayern-Landshut, genannt „der Reiche“, am 07. Februar 1493 für Reichenhall erlassen hatte, regelte neben den zu verwendenden Rohstoffen unter anderem auch deren strenge Qualitätskontrollen, die Besteuerung des Bieres sowie die Festsetzung des Bierpreises in der Stadt.

Bier gewann in jener Zeit in der Salzstadt Reichenhall enorm an Bedeutung, galt es doch, vor allem die körperlich stark beanspruchten Salinenarbeiter ausreichend mit Getränken zu versorgen, die der Gesundheit nicht abträglich waren. Im Zusammenhang mit dem „Reichenhaller Reinheitsgebot“ weist Dr. Lang zudem auf zwei bemerkenswerte Aspekte hin: „Interessanterweise hielt sich die Bierordnung die Option offen, über die Zugabe anderer von den Brauern favorisierten Gewürze, die ,dem Menschn khainen Schaden oder Gebrechen brächten, sonnder Nutz und gesundt wären‘, zu entscheiden. Allerdings sollte dies nur nach ausdrücklicher Genehmigung durch den Stadtrat erfolgen.“ Und er ergänzt: „Vergleicht man das ,Reichenhaller Reinheitsgebot‘ mit anderen in Bayern erlassenen Verordnungen, so mutet dieses aus heutiger Sicht recht modern an. Denn im Gegensatz zu den meisten anderen Formulierungen beschränkte man sich in der für Reichenhall festgelegten Bierordnung nicht nur auf Gerstenmalz, sondern allgemein auf gemälztes Getreide, was eben auch das damals begehrte Weizenmalz mit einschloss. In eben diesem Sinne wird ja auch heute das Bayerische Reinheitsgebot interpretiert.“

Private Alpenbrauerei Bürgerbräu deutlich älter als bisher gedacht

Irn Zuge seiner Recherchen förderte Dr. Lang eine weitere bedeutsame Erkenntnis zu Tage, die vor allem die historische Relevanz der Privaten Alpenbrauerei Bürgerbräu für deren Standort in Bad Reichenhall in einem neuen Licht erscheinen lässt: Wie jetzt erstmals entdeckte Dokumente beweisen, liegen die Anfänge der renommierten Bad Reichenhaller Familienbrauerei bereits im 15. Jahrhundert. Früheste Belege der Existenz der Brauerei stammen aus dem Jahr 1494, also kurz, nachdem das „Reichenhaller Reinheitsgebot“ in Kraft getreten war.weiterlesen »

Sepp Wurm

Pfaffenlehen: Der Reiterhof in Bischofswiesen

 von Sepp
Das Pfaffenlehen in Bischofswiesen 1908

Das Pfaffenlehen in Bischofswiesen 1908

Anlässlich des 35-jährigen Bestehens des Reiterhofes Pfaffenlehen laden die Familien Kolf und Schmid zur großen Jubiläumsfeier auf ihren Hof in Bischofswiesen ein. Neben Dressur- und Springbewerben warten auf die Besucher auch verschiedene Vorführungen, Ponyreiten und Flohmarkt für Reiter und Pferd.

Die Geschichte des Pfaffenlehens

1850 erwarb Ritter von Maffei – der Ururgroßvater des heutigen Besitzers Peter Kolf – das Pfaffen (erstmals 1386 urkundlich erwähnt) samt Schneckenlehen (heute Gästehaus Josef Huber) und dem Schlösschen Lustheim (beim Neuen Friedhof in Berchtesgaden). Das Wohnhaus und der Stall waren damals in einem sehr schlechten Zustand, die umliegenden Wiesen jedoch waren gut zu bewirtschaften. Eine Bauersfamilie betreute damals einige Kühe, Kälber und Hühner. Anfang des 20. Jahrhunderts ließ Ritter von Maffeis Tochter Marie, die mit Rudolf von Rehlingen verheiratet war, ein Sommerhäuschen errichten. Ab 1920 brachte die Familie dann Strom, Wasser und die moderne Landwirtschaft nach Winkl. Ein E-Werk wurde errichtet, dazu eine neue Wasserleitung.

Das Pfaffenlehen in der 1950er Jahren

Das Pfaffenlehen in der 1950er Jahren

Ab Mitte der 1960er wurde der Besitz erstmals verpachtet. 1981 schlug dann die Geburtsstunde des Reiterhofes. Katharina Sommer pachtete den Hof und baute eine Reithalle. Die ersten acht Einsteller zogen ein, daneben baute sie einen Schulbetrieb auf.

vermutlich 1950: Pferde am Pfaffenlehen

vermutlich 1950: Pferde am Pfaffenlehen

Nach zwölf Jahren ging der Betrieb zurück an Peter Kolf, der sich seither stets bemüht, die Anlage zukunftsfit zu machen – heute beheimatet der Stall über 35 Pferde. Für die Einsteller stehen neben der Reithalle auch ein Spring-, Dressur- und ein Longierplatz zur Verfügung sowie ein wunderschönes Ausreitgebiet.weiterlesen »

Sepp Wurm

Der Marktbrunnen Berchtesgaden

 von Sepp
Der Marktbrunnen Berchtesgaden vor dem Gasthof Neuhaus

Der Marktbrunnen Berchtesgaden vor dem Gasthof Neuhaus vor der Renovierung

Der Marktplatz Berchtesgaden ist einer der zentralen Plätze im Markt Berchtesgaden. Fast alle Häuser rund um den dreieckigen Platz sind spätmittelalterlichen Ursprungs. In unmittelbarer Nähe des Schlossplatzes, dem Zentrum des politischen und religiösen Lebens in der Fürstprobstei Berchtesgaden, siedelten sich hier die wohlhabenden Bürger Berchtesgadens an. Die Häuser weisen zwar Satteldächer mit der typisch alpenländisch geringen Dachneigung auf, erinnern mit ihren prächtigen Fassaden und ihrer Höhe von bis zu vier Stockwerken ansonsten aber viel mehr an bürgerliche Stadthäuser. Der Gasthof Neuhaus, 1576 als Hoftaverne eröffnet, rundet das denkmalgeschütze Ensemble in Richtung Königliches Schloss ab. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts erhielten einige der bis dahin lediglich verputzten Fassaden eine aufwändige Stuckierung. Besondere Akzente setzte zudem August von Thiersch  mit der Bemalung des Hirschenhauses.

Der Marktplatz Berchtesgaden mit Hirschenhaus und Marktbrunnen

Der Marktplatz Berchtesgaden mit Hirschenhaus und Marktbrunnen

Im Zentrum des Marktplatzes steht der Marktbrunnen. Errichtet wurde der Brunnen bereits 1558, der markante Mittelpfeiler mit dem Löwen kam allerdings erst 1628 hinzu. Mit dem Bau des Marmorbeckens war der Marktbrunnen dann 1677 fertig. weiterlesen »

Sepp Wurm

Buch-Tipp: Mythos Bier

 von Sepp
Bierprobe in der Privatbrauerei Wieninger

Bayerische Brautradition

Mythos Bier: Geschichte und Geschichten rund ums Bier

Dieses Jahr feiern wir 500 Jahre Bayerisches Reinheitsgebot. Höchste Zeit sich mit der Geschichte des Biers auseinanderzusetzen. Im Plenk Verlag ist dazu ein interessantes Buch erschienen: Mythos Bier – Geschichte und Geschichten rund ums Bier von Paul Werner, Richilde Werner und Karl Nißl.

Die Geschichte des Bieres ist ein wichtiges Kapitel in der Geschichte der Menschheit, sie ist aber auch ein Blick in die menschliche Seele, ihre Höhen und Tiefen und ihre dunklen Abgründe.
Bier ist in Bayern mehr als ein Nationalgetränk, es ist ein Stammesabzeichen, ein genetischer Fingerabdruck, ein flüssiges Synonym – sozusagen die Muttermilch der Bayern. Es gehört zu den Inbegriffen und Signaturen bayerischer Lebensart und Trinkkultur. Und dennoch ist das Bier keine bayerische Erfindung, ist es doch in seinen vielfältigen Vor- und Frühformen schon vor Tausenden von Jahren weit außerhalb von Europa nachzuweisen, im Alten Orient sogar schriftlich bezeugt.

Dieses großzügig und reich bebilderte Buch spannt einen gewaltigen Bogen von den archaischen Anfängen des Bierbrauens bis hin zu den dafür notwendigen Grunderkenntnissen der Mikrobiologie. Eine packende Kultur- und Sozialgeschichte jenes „süffigen Gebräus“, das schließlich einen gigantischen Siegeszug um die ganze Welt antrat. Zu guter Letzt ist es für den Leser auch ein außerordentlich interessantes und auf weite Strecken hoch amüsantes Unterfangen, den vielfältigen Aspekten unseres Bieres nachzugehen – auch ohne grimmigen Bierernst …weiterlesen »