St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Handwerk
Sepp Wurm

Der Laufener Landweizen

 von Sepp
Bio-Landwirt Manfred Eisl inmitten seines Laufener Landweizen-Feldes

Bio-Landwirt Manfred Eisl inmitten seines Laufener Landweizen-Feldes

Ein besonderes Korn aus dem Rupertiwinkel: Der Laufener Landweizen

Der Laufener Landweizen ist eine regionale Weizensorte aus dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet des Rupertiwinkels und des westlichen Flachgaus, wo er vor gut zwanzig Jahren wiederentdeckt wurde. Aktuell erfährt der Landweizen einen deutlichen Aufschwung. Immer mehr Landwirte und Verarbeiter interessieren sich für ihn. Er gilt derzeit als die einzige bekannte Landweizensorte unserer Heimat und soll nun im Rahmen eines Projekts als Marke bekannt gemacht und etabliert werden.

Die wiederentdeckte Weizensorte Laufener Landweizen ist ein besonderes Korn. Das wurde am 11. Juli 2017, bei der Vorstellung der Ergebnisse aus dem EuRegio- Projekt „Laufener Landweizen“ deutlich. Der 2. Runde Tisch fand in Laufen unter Anwesenheit von Landwirten, Bäckern, Müllern, Vermarktern und regionalen Akteuren statt. Eingeladen hatte die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege (ANL) gemeinsam mit der Biosphärenregion Berchtesgadener Land und dem österreichischen Bioverband Bio Austria.

Ziel des Projektes ist es, den Laufener Landweizen in der Region als eigene Marke zu etablieren. „Der Laufener Landweizen ist nicht nur eine Abwechslung in unserer Landschaft, er steht für biologischen Anbau, Artenreichtum und jetzt ist er auch noch gesund – was will man mehr?“ fasste Projektleiter Dr. Wolfram Adelmann Projektergebnisse zusammen. Gleich mehrere gesunde Inhaltsstoffe sind absolute Spitze. „Der Laufener Landweizen ist ein Juwel für die Ernährung!“, so die Ernährungswissenschaftlerin Gabriele Pfeffer über die ersten vorliegenden Ergebnisse. „Wir haben Spitzenwerte bei den Carotinoiden gemessen – den zwölffachen Wert gegenüber Standardweizen!“ Aber auch Silicium, essentielle Aminosäuren und weitere gesundheitsförderliche Inhaltsstoffe sind deutlich erhöht. In modernen Sorten sind diese zu Gunsten des höheren Ertrags verloren gegangen.weiterlesen »

Sepp Wurm
Hutschn: Hochwertige Schaukeln für Groß und Klein

Hutschn: Hochwertige Schaukeln für Groß und Klein

„Türöffner-Tag“ der „Sendung mit der Maus“ in der HUTSCHN® Werkstatt in Bischofswiesen.

Der 3. Oktober ist nicht nur der Tag der Deutschen Einheit, sondern steht auch im Zeichen der Kinder und Familien: „Die Sendung mit der Maus“ (WDR) ruft 2017 zum siebten bundesweiten Türöffner-Tag auf. Auch im Berchtesgadener Land werden sich dann Türen öffnen, die sonst für Kinder verschlossen sind. Sachgeschichten live gibt es von den Schaukelmachern in Bischofswiesen.

Am Montag, 3. Oktober, öffnet die HUTSCHN®-Werkstatt für insgesamt 100 Kinder Ihre Tore. Dort können sie entdecken, aus welchen Einzelteilen eine HUTSCHN® besteht. Sie erfahren, wie die Seile der HUTSCHN® von Hand mit dem Schaukelbrett verspleisst werden. Das kann keine Maschine.

Andreas Baumann beim Spleissen der Seile für die Hutschn

Andreas Baumann beim Spleissen der Seile für die Hutschn

Während der einstündigen Werkstattführung ( zu jeder vollen Stunde zwischen 9 und 17 Uhr) lernen sie in Gruppen zu je 12 Kindern auch, wie das besondere Holz bearbeitet wird. Außerdem können alle Kinder im Anschluss ausgiebig an Schaukeln mit besonders langen Seilen schaukeln. Die Teilnahme ist nur möglich nach Anmeldung unter maus@hutschn.de (begrenztes Platzkontingent).

Original Hutschn mit extra langen Seilen

Original Hutschn mit extra langen Seilen

Die HUTSCHN®  Schaukelmanufaktur in Bischofswiesen

Die Schaukelmanufaktur aus Bischofswiesen legt größten Wert auf Regionalität und Nachhaltigkeit. „Bei HUTSCHN® setzen wir per se auf Transparenz“, sagt Schreinermeister Andreas Baumann. „Wir freuen uns, wenn wir am Türöffner- Tag auch beim einen oder anderen Maus-Fan für noch mehr Durchblick sorgen können.“weiterlesen »

Rosi Fürmann

Rosenkranzstation auf dem Weg von Teisendorf zur Wallfahrtskirche nach Weildorf – gegossen nach Vorbildern der Rosenkranzstationen aus Achthal – „Der für uns Blut geschwitzt hat“


Das Handwerk – der „Hände Werk“: die Teisendorfer Handwerkerroas

Die Teisendorfer Bauhandwerker laden für Samstag, 1. Juli von 10 bis 17 Uhr zur „Handwerkerroas“ durch die Großgemeinde ein. Dabei öffnen 13 Betriebe ihre Pforten und die Besucher können mit einem 25-minütlich verkehrenden Shuttlebus bequem von Teisendorf über Oberteisendorf, Neukirchen und Tragmoos alle Handwerker anfahren.

Handwerk ist in Teisendorf schon seit Jahrhunderten groß geschrieben und es gab sehr bedeutende Betriebe, wie z.B. die Eisengießerei in Achthal…

Achthal in der Gemeinde Teisendorf (Ortsteil Neukirchen)
Achhtal war eine bedeutende Eisenhütte, in der an Ort und Stelle das in Achthal gewonnen Roheisen im Kunstgussverfahren verarbeitet wurde

Der Rosenkranzweg von Teisendorf nach Weildorf – die hohe Kunst des Handwerks der Eisenverhüttung in Achthal

Werkstücke in handwerklicher Kunst hergestellt, erfreuen schon immer die Menschen und in beinahe liebevoller Arbeit bemühen sich heute viele Liebhaber, solche Zeugnisse der Vergangenheit zu erhalten. So geschieht dies auch mit den in der Eisengießerei Achthal vor rund 150 Jahren entwickelten und gegossenen Rosenkranzmotiv-Kreuzen, die der damals viel begangenen Wallfahrt von Teisendorf zur „Schönen Madonna nach Weildorf in 15 Stationen zu je fünf Gesetzen im schmerzhaften, glorreichen und freudenreichen Rosenkranz den Weg wiesen.weiterlesen »

Rosi Fürmann

Das Maibaum-Aufstellen

 von Rosi

Maibaumaufstellen in Hoeglwoerth in der Gemeinde Anger – viele Helfer sind nötig, den mit Girlanden geschmueckten Maibaum mit Muskelkraft aufzustellen

Wenn kräftige Männer auf ein Kommando hören: Das Maibaum – Aufstellen

Mit viel Hauruck geht es in den Tagen rund um den 1. Mai für den Maibaum Zentimeter für Zentimeter nach oben, bis er in seiner vollen Länge in der Senkrechten steht. Schön geschmückt zeigt er sich mit den Zunftzeichen der ortsansässigen Handwerker, mit den Wappen der Gemeinde und Ortsteile.

herrlicher Maibaum in Tyrlaching im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Die Vereine stiften in buntbemalter Symbolik des Vereinszweckes ihr Zeichen und von Ort zu Ort unterschiedlich steht der ganze Baum bemalt mit der bayerischen weiß-blauen Raute oder einem von unten links nach oben rechts gemalten Band in weiß-blau, das sich den ganzen Baum hinauf bis zum Boschen – der Spitze des Maibaumes – schlängelt.

Bayernwappen mit den bayerischen Löwen am Maibaum in Schönram

Andernorts glänzt der Baum frisch von der Rinde befreit in der warmen Maisonne. Keiner gleicht dem anderen, jeder steht für sich stolz als gleichsam die Visitenkarte in der Mitte seines Dorfes und erzählt vom Gemeinsinn und Zusammenhalt, der sich schon beim Aufstellen und dem Maibaumkraxeln und beim Dorffest mit schmissiger Blasmusik und dem Tanz unter dem Maibaum zeigt, bei dem der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen darf.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Hutschn bei Heimatrauschen

 von Sepp
Mit der Hutschn in den Sonnenuntergang schaukeln

Mit der Hutschn in den Sonnenuntergang schaukeln

Hutschn: Schaukeln für die Seele

Wenn Alltagsstress und ständige Erreichbarkeit den modernen Menschen erschöpft, scheinen vertraute Gefühle aus Kindertagen, wie das Schaukeln, fast schon eine heilende Wirkung zu haben. Schreinermeister Andreas Baumann aus Bischofswiesen weckt diese Gefühle und baut in reiner Handarbeit Holzschaukeln, sogenannte Hutschn. Zusammen mit den Werbekaufleuten Matthias und Andreas Bunsen hatte er die Geschäftsidee: mit einem alten Handwerk das Heimatgefühl wecken und jeden schwerelos glücklich zu machen. Heimatrauschen, das etwas anderre Heimatmagazin im Bayerischen Fernsehen hat die Hutschnmacher in Bischofswiesen besucht und berichtet am Freitag, den 21. April um 19:30 Uhr von den bayerischen Schaukeln. Die gesamte Anmoderation für die Sendung, die aus vier Einzelbeiträgen besteht, wurde bei uns im Berchtesgadener Land gedreht. Genauer gesagt beim Etterlehen im Bergsteigerdorf Ramsau. Die Dreharbeiten für den Beitrag über die Hutschn enstanden in der Werkstatt von Andreas Baumann

In der Hiutschn Werkstatt

In der Hiutschn Werkstatt

und an der Kastensteinerwand hoch über Bischofswiesen.

Dreharbeiten zu Heimatrauschen an der Kastensteinerwand

Dreharbeiten zu Heimatrauschen an der Kastensteinerwand

Was ist die Hutschn?

Die Hutschn st eine ungewöhnlich hochwertige Schaukel, die in reiner Handarbeit im Berchtesgadener Land gefertigt wird. weiterlesen »

Sepp Wurm

Ein neues Boot für den Königssee

 von Sepp
Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Elektroboot ab Sommer 2017 am Königssee!

Bald ist es soweit: Das bisher größte Elektromotorboot am Königssee mit einer Länge von 22 Metern, einer Breite von 3,90 Metern und einem Leergewicht von 21 Tonnen wird fertiggestellt. Bis auf den Rumpf wird das Boot komplett in der Schiffswerft am Königssee unter der Regie von Bootsbaumeister Sebastian Maltan gebaut: Bootsbauer, Schreiner, Zimmerer, Maler, Elektriker, Schlosser und Sattler fertigen in liebevoller Detailarbeit alle Ein- und Ausbauten. Seit 1983 werden die Schiffe für die Königsseeflotte in der eigenen Werft am Königssee gebaut. Bei dem aktuellen Schiff handelt es sich um den siebten Schiffsbau in der eigenen Werft.

Das neue Boot ist dabei äußerlich kaum von den anderen 17 großen Booten zu unterscheiden: Es ist gerade mal einen Meter länger als das letzte gebaute Boot, die MARIA ALM. Es wird aber etwa 10 % mehr Fahrgäste als die bisherigen Bootstypen befördern können. Der Längenzuwachs kommt natürlich auch dem Komfort der Passagiere zugute: Das neue Boot wird den Fahrgästen etwas mehr Beinfreiheit bieten. Mit einem zusätzlichen Schiff werden sich auch die Wartezeiten an den Anlegestellen ein wenig verringern. Ansonsten wird das neue Boot auf dem Königssee den traditionellen Stil der bisherigen Flotte beibehalten: Eine Toilette an Bord gibt es nicht und auch eine Bewirtung ist nicht möglich.weiterlesen »

Christoph

Ein Buch voll Holz, Herz und Hand

 von Christoph
Franbz Josef Keilhofer Mit Holz, Herz und Hand

Das Drechseln steht im Mittelpunkt des Buches und trotzdem geht es um viel mehr als nur das Handwerk.

Der Drechsler, Nachhilfelehrer und Teilzeit-Model Franz Josef Keilhofer hat ein Buch geschrieben: „Mit Holz, Herz und Hand. Das echte Leben – ein Mann und sein Handwerk“ Im Haus der Berge hat er das Buch über Handwerk, das Leben und den Wald vorgestellt. Am 3. und 4. Dezember findet in seiner Werkstatt Gingerwood eine Weihnachtsausstellung statt.

Franz Keilhofer ist ein richtiger Typ – langer Bart, viele Tattoos, dabei ist er bodenständig und naturverbunden. Holz hat es ihm angetan und vor einigen Jahren hat er mit dem Drechseln angefangen. Das beherrscht er inzwischen meisterhaft und traumhaftschöne Stücke entstehen in seiner Werkstatt in Bischofswiesen mit einmaligen Blick auf den Watzmann. Gingerwood nennt er seine Drechslerei, passend zu seinen roten Haaren und seinem markanten Bart.

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Sepp Wurm

Mit Holz, Herz und Hand

 von Sepp
Franz Keilhofer | Ginger Wood

Franz Keilhofer | Ginger Wood

Franz Josef Keilhofer: Ein Mann und sein Handwerk

Franz Josef Keilhofer ist ein echtes Original. Er lebt und arbeitet im Einklang mit der Natur, ist ein Junge aus Bischofswiesen im Berchtesgadener Land und wohnt im Bauernhaus der Familie aus dem Jahr 1710 mit Blick auf den Watzmann.

Mit Holz, Herz und Hand

Mit Holz, Herz und Hand

Keilhofer ist heute Holzhandwerker – das vor allem. In seinem Buch „Mit Holz, Herz und Hand“ erzählt er von seiner persönlichen Odyssee, wie aus seiner Berufung sein Beruf wurde, seiner besonderen Beziehung zum Werkstoff Holz und davon, was die Natur uns lehrt. Er nimmt uns mit in nebelschweres Unterholz, erzählt, warum man die gefällte Eiche in der Erde lagert, dass die Eibe auf der Werkbank den Geruch von dunkler Schokolade verströmt und weshalb jedes einzelne Holzstück immer seine ganz eigene Art der Bearbeitung verlangt. Franz Josef Keilhofers Welt scheint nur aus Bäumen und Hölzern zu bestehen und doch lehrt sie das ganze Dasein.

Unter dem Label-Namen Ginger Wood hat sich Franz Keilhofer auch überregional eine große Bekanntheit erarbeitet. Bekannt ist er für seine sehr schlichten, zeitlosen und eleganten Schalen, die er in der hauseigenen Werkstatt in Präzision herstellt. Eine dieser hochwertigen holzschalen könnt Ihr, zusammen mit Franz Keilhofers Buch, bei unserem Adventskalender-Gewinnspiel gewinnen. Neben den eindrucksvollen Hohlformen und Schalen transformiert er sein ausgewählten Holz u.a. auch zu Kreiseln, Dosen, Stiften und anderen Alltagsgegenständen. weiterlesen »

Ursula

Von Weihnachtsengeln und Knöpfchenhexen

 von Ursula
Mia Kaiser-Wenig

Mia Kaiser-Wenig und eines ihrer „Babies“

Nicht nur diesen Freitag, beim erlesenen Herbstfest im „Nonntal 10“ (Obacht: neue Adresse Ludwig-Ganghofer Straße 12!) gibt es besonders Handwerk zu bewundern. Eine der Künstlerinnen stelle ich Euch heute vor: Eigentlich alle in Berchtesgaden kennen Mia Kaiser-Wenig. Die Kleinen lieben ihre Kasperltheater und Märchenerzählungen, die Großen freuen sich über ihre Spritzigkeit, ihren charmanten Witz und ihre Lieder.

Die gebürtige Reichenhallerin hat es nach einem großen Umweg durchs Allgäu nach Berchtesgaden verschlagen. Und sie ist schon lange nicht mehr wegzudenken aus unserem Ort. Dabei denke ich nicht nur an ihr Gesicht, sondern vor allem an die vielen Gesicherter ihrer Kasperltheaterfiguren.

Die erste hatte sie vor ca. 35 Jahren für ihre Tochter kreiert. Eine Oma, die jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte erzählte. Heute gibt es Kasperl, altmodische und moderne Hexen (und ganz besonders die mit Knöpfchen), Prinzessinnen und Könige, Räuber und Gendarmen, Zwergerl und Großmütter, schwarze Schönheiten und farbenfrohe Zauberer. Handpuppen oder lebensgroße Figuren. Sie sind das Ergebnis ihrer überborderdenden Fantasie und ihrer Kindheit in der Schneiderwerkstatt des Vaters.

der Kasperl

Unser aller bester Freund, der Kasperl

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Sepp Wurm

Schmiedekurs in Hohenfried

 von Sepp

Schmiedet Euer Glück bei den Schmiedekursen in Hohenfried

Die Schmiedekunst gehört seit Jahrtausenden zu den ältesten Handwerkstraditionen der Menschengeschichte. Ob zu den Hochzeiten der griechischen, ägyptischen oder indischen Kulturen oder heute: In Hohenfried wird dieses alte Handwerk auch heute noch liebevoll gepflegt und auf wunderbare Weise den Menschen nahegebracht. Hohenfried ist Heimat für 46 Kinder und Jugendliche sowie 155 Erwachsene mit individuellen Biografien einer geistigen Behinderung, die in vielfältigen Wohnformen auf einem Anwesen in Bayerisch Gmain auf 32 ha mit Wohnhäusern, Schule, Werkstätten und Landwirtschaft leben und arbeiten.weiterlesen »