St. Bartholomä am Königssee

Berchtesgadener Land Blog

Schlagwort: Handwerk
Rosi Fürmann

Das Maibaum-Aufstellen

 von Rosi

Maibaumaufstellen in Hoeglwoerth in der Gemeinde Anger – viele Helfer sind nötig, den mit Girlanden geschmueckten Maibaum mit Muskelkraft aufzustellen

Wenn kräftige Männer auf ein Kommando hören: Das Maibaum – Aufstellen

Mit viel Hauruck geht es in den Tagen rund um den 1. Mai für den Maibaum Zentimeter für Zentimeter nach oben, bis er in seiner vollen Länge in der Senkrechten steht. Schön geschmückt zeigt er sich mit den Zunftzeichen der ortsansässigen Handwerker, mit den Wappen der Gemeinde und Ortsteile.

herrlicher Maibaum in Tyrlaching im Rupertiwinkel von Berchtesgaden

Die Vereine stiften in buntbemalter Symbolik des Vereinszweckes ihr Zeichen und von Ort zu Ort unterschiedlich steht der ganze Baum bemalt mit der bayerischen weiß-blauen Raute oder einem von unten links nach oben rechts gemalten Band in weiß-blau, das sich den ganzen Baum hinauf bis zum Boschen – der Spitze des Maibaumes – schlängelt.

Bayernwappen mit den bayerischen Löwen am Maibaum in Schönram

Andernorts glänzt der Baum frisch von der Rinde befreit in der warmen Maisonne. Keiner gleicht dem anderen, jeder steht für sich stolz als gleichsam die Visitenkarte in der Mitte seines Dorfes und erzählt vom Gemeinsinn und Zusammenhalt, der sich schon beim Aufstellen und dem Maibaumkraxeln und beim Dorffest mit schmissiger Blasmusik und dem Tanz unter dem Maibaum zeigt, bei dem der kulinarische Genuss nicht zu kurz kommen darf.weiterlesen »

Sepp Wurm

TV-Tipp: Hutschn bei Heimatrauschen

 von Sepp
Mit der Hutschn in den Sonnenuntergang schaukeln

Mit der Hutschn in den Sonnenuntergang schaukeln

Hutschn: Schaukeln für die Seele

Wenn Alltagsstress und ständige Erreichbarkeit den modernen Menschen erschöpft, scheinen vertraute Gefühle aus Kindertagen, wie das Schaukeln, fast schon eine heilende Wirkung zu haben. Schreinermeister Andreas Baumann aus Bischofswiesen weckt diese Gefühle und baut in reiner Handarbeit Holzschaukeln, sogenannte Hutschn. Zusammen mit den Werbekaufleuten Matthias und Andreas Bunsen hatte er die Geschäftsidee: mit einem alten Handwerk das Heimatgefühl wecken und jeden schwerelos glücklich zu machen. Heimatrauschen, das etwas anderre Heimatmagazin im Bayerischen Fernsehen hat die Hutschnmacher in Bischofswiesen besucht und berichtet am Freitag, den 21. April um 19:30 Uhr von den bayerischen Schaukeln. Die gesamte Anmoderation für die Sendung, die aus vier Einzelbeiträgen besteht, wurde bei uns im Berchtesgadener Land gedreht. Genauer gesagt beim Etterlehen im Bergsteigerdorf Ramsau. Die Dreharbeiten für den Beitrag über die Hutschn enstanden in der Werkstatt von Andreas Baumann

In der Hiutschn Werkstatt

In der Hiutschn Werkstatt

und an der Kastensteinerwand hoch über Bischofswiesen.

Dreharbeiten zu Heimatrauschen an der Kastensteinerwand

Dreharbeiten zu Heimatrauschen an der Kastensteinerwand

Was ist die Hutschn?

Die Hutschn st eine ungewöhnlich hochwertige Schaukel, die in reiner Handarbeit im Berchtesgadener Land gefertigt wird. weiterlesen »

Sepp Wurm

Ein neues Boot für den Königssee

 von Sepp
Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Boot für die Königssee-Flotte © Sebastian Maltan

Neues Elektroboot ab Sommer 2017 am Königssee!

Bald ist es soweit: Das bisher größte Elektromotorboot am Königssee mit einer Länge von 22 Metern, einer Breite von 3,90 Metern und einem Leergewicht von 21 Tonnen wird fertiggestellt. Bis auf den Rumpf wird das Boot komplett in der Schiffswerft am Königssee unter der Regie von Bootsbaumeister Sebastian Maltan gebaut: Bootsbauer, Schreiner, Zimmerer, Maler, Elektriker, Schlosser und Sattler fertigen in liebevoller Detailarbeit alle Ein- und Ausbauten. Seit 1983 werden die Schiffe für die Königsseeflotte in der eigenen Werft am Königssee gebaut. Bei dem aktuellen Schiff handelt es sich um den siebten Schiffsbau in der eigenen Werft.

Das neue Boot ist dabei äußerlich kaum von den anderen 17 großen Booten zu unterscheiden: Es ist gerade mal einen Meter länger als das letzte gebaute Boot, die MARIA ALM. Es wird aber etwa 10 % mehr Fahrgäste als die bisherigen Bootstypen befördern können. Der Längenzuwachs kommt natürlich auch dem Komfort der Passagiere zugute: Das neue Boot wird den Fahrgästen etwas mehr Beinfreiheit bieten. Mit einem zusätzlichen Schiff werden sich auch die Wartezeiten an den Anlegestellen ein wenig verringern. Ansonsten wird das neue Boot auf dem Königssee den traditionellen Stil der bisherigen Flotte beibehalten: Eine Toilette an Bord gibt es nicht und auch eine Bewirtung ist nicht möglich.weiterlesen »

Christoph

Ein Buch voll Holz, Herz und Hand

 von Christoph
Franbz Josef Keilhofer Mit Holz, Herz und Hand

Das Drechseln steht im Mittelpunkt des Buches und trotzdem geht es um viel mehr als nur das Handwerk.

Der Drechsler, Nachhilfelehrer und Teilzeit-Model Franz Josef Keilhofer hat ein Buch geschrieben: „Mit Holz, Herz und Hand. Das echte Leben – ein Mann und sein Handwerk“ Im Haus der Berge hat er das Buch über Handwerk, das Leben und den Wald vorgestellt. Am 3. und 4. Dezember findet in seiner Werkstatt Gingerwood eine Weihnachtsausstellung statt.

Franz Keilhofer ist ein richtiger Typ – langer Bart, viele Tattoos, dabei ist er bodenständig und naturverbunden. Holz hat es ihm angetan und vor einigen Jahren hat er mit dem Drechseln angefangen. Das beherrscht er inzwischen meisterhaft und traumhaftschöne Stücke entstehen in seiner Werkstatt in Bischofswiesen mit einmaligen Blick auf den Watzmann. Gingerwood nennt er seine Drechslerei, passend zu seinen roten Haaren und seinem markanten Bart.

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Sepp Wurm

Mit Holz, Herz und Hand

 von Sepp
Franz Keilhofer | Ginger Wood

Franz Keilhofer | Ginger Wood

Franz Josef Keilhofer: Ein Mann und sein Handwerk

Franz Josef Keilhofer ist ein echtes Original. Er lebt und arbeitet im Einklang mit der Natur, ist ein Junge aus Bischofswiesen im Berchtesgadener Land und wohnt im Bauernhaus der Familie aus dem Jahr 1710 mit Blick auf den Watzmann.

Mit Holz, Herz und Hand

Mit Holz, Herz und Hand

Keilhofer ist heute Holzhandwerker – das vor allem. In seinem Buch „Mit Holz, Herz und Hand“ erzählt er von seiner persönlichen Odyssee, wie aus seiner Berufung sein Beruf wurde, seiner besonderen Beziehung zum Werkstoff Holz und davon, was die Natur uns lehrt. Er nimmt uns mit in nebelschweres Unterholz, erzählt, warum man die gefällte Eiche in der Erde lagert, dass die Eibe auf der Werkbank den Geruch von dunkler Schokolade verströmt und weshalb jedes einzelne Holzstück immer seine ganz eigene Art der Bearbeitung verlangt. Franz Josef Keilhofers Welt scheint nur aus Bäumen und Hölzern zu bestehen und doch lehrt sie das ganze Dasein.

Unter dem Label-Namen Ginger Wood hat sich Franz Keilhofer auch überregional eine große Bekanntheit erarbeitet. Bekannt ist er für seine sehr schlichten, zeitlosen und eleganten Schalen, die er in der hauseigenen Werkstatt in Präzision herstellt. Eine dieser hochwertigen holzschalen könnt Ihr, zusammen mit Franz Keilhofers Buch, bei unserem Adventskalender-Gewinnspiel gewinnen. Neben den eindrucksvollen Hohlformen und Schalen transformiert er sein ausgewählten Holz u.a. auch zu Kreiseln, Dosen, Stiften und anderen Alltagsgegenständen. weiterlesen »

Ursula

Von Weihnachtsengeln und Knöpfchenhexen

 von Ursula
Mia Kaiser-Wenig

Mia Kaiser-Wenig und eines ihrer „Babies“

Nicht nur diesen Freitag, beim erlesenen Herbstfest im „Nonntal 10“ (Obacht: neue Adresse Ludwig-Ganghofer Straße 12!) gibt es besonders Handwerk zu bewundern. Eine der Künstlerinnen stelle ich Euch heute vor: Eigentlich alle in Berchtesgaden kennen Mia Kaiser-Wenig. Die Kleinen lieben ihre Kasperltheater und Märchenerzählungen, die Großen freuen sich über ihre Spritzigkeit, ihren charmanten Witz und ihre Lieder.

Die gebürtige Reichenhallerin hat es nach einem großen Umweg durchs Allgäu nach Berchtesgaden verschlagen. Und sie ist schon lange nicht mehr wegzudenken aus unserem Ort. Dabei denke ich nicht nur an ihr Gesicht, sondern vor allem an die vielen Gesicherter ihrer Kasperltheaterfiguren.

Die erste hatte sie vor ca. 35 Jahren für ihre Tochter kreiert. Eine Oma, die jeden Abend eine Gute-Nacht-Geschichte erzählte. Heute gibt es Kasperl, altmodische und moderne Hexen (und ganz besonders die mit Knöpfchen), Prinzessinnen und Könige, Räuber und Gendarmen, Zwergerl und Großmütter, schwarze Schönheiten und farbenfrohe Zauberer. Handpuppen oder lebensgroße Figuren. Sie sind das Ergebnis ihrer überborderdenden Fantasie und ihrer Kindheit in der Schneiderwerkstatt des Vaters.

der Kasperl

Unser aller bester Freund, der Kasperl

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Sepp Wurm

Schmiedekurs in Hohenfried

 von Sepp

Schmiedet Euer Glück bei den Schmiedekursen in Hohenfried

Die Schmiedekunst gehört seit Jahrtausenden zu den ältesten Handwerkstraditionen der Menschengeschichte. Ob zu den Hochzeiten der griechischen, ägyptischen oder indischen Kulturen oder heute: In Hohenfried wird dieses alte Handwerk auch heute noch liebevoll gepflegt und auf wunderbare Weise den Menschen nahegebracht. Hohenfried ist Heimat für 46 Kinder und Jugendliche sowie 155 Erwachsene mit individuellen Biografien einer geistigen Behinderung, die in vielfältigen Wohnformen auf einem Anwesen in Bayerisch Gmain auf 32 ha mit Wohnhäusern, Schule, Werkstätten und Landwirtschaft leben und arbeiten.weiterlesen »

Sepp Wurm

Geschenkideen aus Holz | Ginger Wood

 von Sepp
Stiftehalter von Ginger Wood © Herzflimmern - Nadine-Schachinger-

Geschenkideen aus Holz von Ginger Wood © Herzflimmern – Nadine-Schachinger

Seit 2010 drechselt Franz Keilhofer in Bischofswiesen unter dem Namen Ginger Wood hochwertige Schalen, Stifte und einiges mehr aus einheimischem Holz. Schlicht und elegant, und damit absolut zeitlos sind die Werkstücke des jungen Mannes, der sich das Drechseln selbst beibrachte und auf so hohem Niveau arbeitet, dass er mittlerweile sein Wissen und Können in Vorträgen und Seminaren weitergibt. Die Schalen und anderen Kunstwerke entstehen in der Werkstatt im elterlichen Bauernhof, jedes Exemplar ist ein Einzelstück.

Die bekanntesten Stücke des Holzdrechsler Franz Keilhofer sind seine handgedrechselten Schalen: Das Holz für die Schalen wird meistens im Winter gefällt und trocknet dann als Schalenrohling für einige Monate. Manchmal drechselt der Franz seine Schalen aber auch aus frischem Holz, die sogenannten Nassholzschalen verziehen sich danach während des Trocknens! So entstehen asymmetrische Formen, wie in der Natur auch.

Handgedrechselte Holzschale © Herzflimmern - Nadine-Schachinger

Handgedrechselte Holzschale © Herzflimmern – Nadine-Schachinger

Ob perfekt kreisrund oder natürlich verzogen: Alle Schalen werden fein geschliffen und je nach Zweck naturbelassen oder mit hochwertigem Öl behandelt.

Sehr viel seltener seine Schalen drechselt Franz Keilhofer Hohlformen. Diesen kunstvollen Objekte kommen vor allem als Vase zum Einsatz.

Hohlform Vase © Herzflimmern - Nadine-Schachinger

Hohlform Vase © Herzflimmern – Nadine-Schachinger

Aber auch kleinere Gegenstände, wie Flaschenverschlüsse, Memohalter, Flaschenöffner, verschiedene Dosen und Stifte entstehen in Ginger Woods Holzdrechslerei. Perfekt Geschenke für Weihnachten!weiterlesen »

Rosi Fürmann

Die Berchtesgadener War

 von Rosi
die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck - der Pfau

Die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – der Pfau – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 Faszinierendes Kunsthandwerk  – eine jahrhundertalte, lebendige Tradition im Talkessel von Berchtesgaden

Zu Weihnachten hängen sie am Christbaum: Arschpfeifenrössl, Fatschenkind, Schlitten, Stern, Pfau, Hühnerstall, Engerl, Wiege, Leiterwagen, Radlbock, Pfeifenvogel oder Steckvogel, Vogelhäuschen, Spanschachtel, Holzspielzeug und vieles mehr – wunderschön farbenprächtig bemalt oder in der Natürlichkeit des Holzes erzählen sie von der jahrhundertealten Tradition eines Kunsthandwerkes – beheimatet im Talkessel von Berchtesgaden.

weihnachtlichter Christbaumschmuck - das Berchtesgadener Arschpfeiferl - traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden

Weihnachtlichter Christbaumschmuck – das Berchtesgadener Arschpfeifenrössl – traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Nicht schon immer ziert diese Ware den Christbaum als Weihnachtsschmuck. Ursprünglich entsteht diese Arbeit aus der Notwendigkeit heraus, sich in der Landwirtschaft des wahrscheinlich schon 12. Jahrhunderts – als von einem „Nithardos tornator (Drechsler) de Pertherskaderne“ und 1393 von einem Ulrich dem Schnitzer die Rede ist, mit einem Zuerwerb das Auskommen zu sichern. Wegen des ungünstigen Klimas und karger Böden reicht das Einkommen aus der Landwirtschaft kaum für das Überleben der Bauern und sie schaffen sich mit der Anfertigung verschiedenster Holzgegenstände für Haus und Hof einen einträglichen Zuverdienst.

der Schnitzer bei der Arbeit der bekannten Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck

Stefan Graßl bei der Arbeit – die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Die Handwerksordnungen des 16. Jahrhunderts – 1535 erlassen von Fürstprobst Wolfang Lenberg – beschreiben Drechsler, Schindel- und Löffelmacher, auf 1581 datiert sich eine Ordnung für Pfeifenmacher; 1637 folgt der Schnitzer und schon 1556 wird von der Zunft der Schachtelmacher berichtet. Das meist bunt bemalte Spielzeug – wie Truhen, Möbel, Kutschen, Reiterl, Docken (Holzpuppen), Vögel und Pfeiferl – entwickelt sich im Laufe der Jahre zum wohl beliebtesten Exportartikel. Einige Berchtesgadener Protestanten – damals aus ihrer Heimat vertrieben – lassen sich im Nürnberger Raum nieder und gelten als die Mitbegründer der Nürnberger Spielwarenindustrie.weiterlesen »

Sepp Wurm

Kürbis, Kunst und Handwerk am Florianiplatz

 von Sepp
Der Florianiplatz in der Altstadt von Bad Reichenhall

Der Florianiplatz in der Altstadt von Bad Reichenhall

Traditionell lädt die Initiative Altstadt am letzten Sonntag im September auf den Florianiplatz, dem Herz der Altstadt Bad Reichenhall zum Kürbis,Kunst und Handwerksmarkt ein. Der Kürbis, Kunst und Handwerksmarkt am Sonntag, den 27. September 2015 von 11 Uhr bis 17 Uhr ist bereits die 15. Auflage des beliebten Altstadtfestes.

Der Kürbis, eine Riesenbeere hat sich in den letzten Jahren zum Gemüseliebling entwickelt. Zahlreiche Kochbücher und Sterneköche haben sich seiner angenommen und so wird Schmackhaftes aus ihm gezaubert. Beim Kürbis, Kunst und Handwerksmarkt zieht er jährlich seine Liebhaber an. Als Eintopf oder Auflauf, traditionelle Kürbissuppe, Kürbisstampf, eingelegt und als Marmelade der Oberstadler Frauen oder als Bowle präsentiert er sich am Florianiplatz. weiterlesen »