Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Handwerkskunst

Berchtesgadener Brauchtum im Miniaturformat

 von Sepp
Buttnmandl und Nikolaus im Miniatur-Format

Buttnmandl und Nikolaus im Miniatur-Format

Neues von der Berchtesgadener Handwerkskunst

Die Berchtesgadener Handwerkskunst hat eine lange Tradition: Als Berchtesgadener War wurden die Miniaturen von landwirtschaftlichen Arbeits- und Haushaltsgeräten bis nach Italien verkauft. Besonders als Spielzeug war die War beliebt. Mit dem Aufkommen des Blechspielzeugs büßte die Berchtesgadener Handwerkskunst an Bedeutung ein, die Berchtesgadener War wurde zum typischen Berchtesgadener Christbaumschmuck.

Heute ist dieses filigrane Handwerk wieder äußerst lebendig. Neben den klassischen Figuren wie Arschpfeiffenrössl, Hühnersteige, Kraxe usw… haben Künstler in den letzten Jahren neue Figuren entwickelt. Zum Beispiel ein Plumpsklo, wie man es von unseren Almen kennt, oder Bierkästen, die in verschiedenen Farben erhältlich sind und so an die jeweilige Lieblingsbrauerei erinnern. Holzbildhauerin Barbara Moderegger hat sich auch dieses Jahr wieder neues einfallen lassen. Zum Beispiel die Miniaturnachbildung einer Motorsäge.

Holzminiatur einer Motorsäge von Barbara Moderegger

Holzminiatur einer Motorsäge von Barbara Moderegger

Oder für Wintersport-Fans ein paar Ski.

Ski als Christbaumschmuck, gefertigt von einem anderen Handwerker für die Berchtesgadener Handwerkskunst

Ski als Christbaumschmuck, gefertigt von einem anderen Handwerker für die Berchtesgadener Handwerkskunst

Die Figuren bekommt Ihr im Ladengeschäft der Berchtesgadener Handwerkskunst unter den Torbögen im Markt Berchtesgaden.

Nicht für den Christbaum, sondern für die Vitrine sind dagegen die anderen neuen Modelle gedacht: In ihrer Werkstatt fertigt Barbara Moderegge figürliche Darstellungen unserer Advent-Bräuche an. Besonders gut gefallen mir der Nikolaus und seine Buttnmandl. weiterlesen

TV-Tipp: Weihnachten mit Carolin Reiber

 von Sepp
Carolin Reiber mit Kurt Becker als Anton Adner

Carolin Reiber mit Kurt Becker als Anton Adner

Carolin Reiber und Anton Adner warten auf’s Christkind

Stimmungsvoll gestaltet Carolin Reiber das Warten auf das Christkind. Neben prominenten Gästen, wie Florian Silbereisen , Rosi Mittermaier, Christian Neureuther und Volker Heißmann stellt die bekannte und beliebte Fernsehmoderatorin unter anderem die Berchtesgadener War vor. Der Berchtesgadener Kurt Becker schlüpft dazu in die Rolle von Anton Adner, der im 18. und 19. Jahrhundert als Hausierer die Berchtesgadener War im gesamten Alpenraum vertrieb. Die weiten Fußmärsche waren scheinbar äußert gesund, immerhin starb Anton Adner 1822 im Alter von 117 Jahren. Er gilt als ältester Berchtesgadener! Kurt Becker bzw. seine Figur steht Carolin Reiber vor der Kamera Rede und Antwort und erklärt die von Hand gefertigten Gegenstände, wie Spanschachteln, Grillenhäusl und Arschpfeifenrössl.

Carolin Reiber hat das Berchtesgadener Land schon oft und gerne besucht;  so z. B. mit der Kultsendung „Bayern Tour“ 2006 von St. Bartholomä am Königssee, 2009 von der Kastensteinerwand-Alm in Bischofswiesen und 2014 vom Berghotel Rehlegg und in einer zweiten Sendung von Gasthaus Gerstreit aus Handwerker, Musikanten, Land und Leute vorgestellt. 2004 moderierte sie sogar die Eröffnungsfeier der Bob- und Skeleton-WM auf dem Schlossplatz in Berchtesgaden.

Der ca. 4 Minuten lange Beitrag wird an Heiligabend im Bayerischen Fernsehen zwischen 15 und 18 Uhr ausgestrahlt.

Landgasthäuser: Weihnachtsbock und Schwerdenfeuer

Ebenfalls im Bayerischen Fernsehen stimmt die schon bekannte Folge „Weihnachtsbock und Schwedenfeuer“ der Reihe Landgasthäuser auf Weihnachten ein.weiterlesen

Rosi Fürmann

Die Berchtesgadener War

 von Rosi
die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck - der Pfau

Die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – der Pfau – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

 Faszinierendes Kunsthandwerk  – eine jahrhundertalte, lebendige Tradition im Talkessel von Berchtesgaden

Zu Weihnachten hängen sie am Christbaum: Arschpfeifenrössl, Fatschenkind, Schlitten, Stern, Pfau, Hühnerstall, Engerl, Wiege, Leiterwagen, Radlbock, Pfeifenvogel oder Steckvogel, Vogelhäuschen, Spanschachtel, Holzspielzeug und vieles mehr – wunderschön farbenprächtig bemalt oder in der Natürlichkeit des Holzes erzählen sie von der jahrhundertealten Tradition eines Kunsthandwerkes – beheimatet im Talkessel von Berchtesgaden.

weihnachtlichter Christbaumschmuck - das Berchtesgadener Arschpfeiferl - traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden

Weihnachtlichter Christbaumschmuck – das Berchtesgadener Arschpfeifenrössl – traditioneller Christbaumschmuck aus Holz im Talkessel von Berchtesgaden – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Nicht schon immer ziert diese Ware den Christbaum als Weihnachtsschmuck. Ursprünglich entsteht diese Arbeit aus der Notwendigkeit heraus, sich in der Landwirtschaft des wahrscheinlich schon 12. Jahrhunderts – als von einem „Nithardos tornator (Drechsler) de Pertherskaderne“ und 1393 von einem Ulrich dem Schnitzer die Rede ist, mit einem Zuerwerb das Auskommen zu sichern. Wegen des ungünstigen Klimas und karger Böden reicht das Einkommen aus der Landwirtschaft kaum für das Überleben der Bauern und sie schaffen sich mit der Anfertigung verschiedenster Holzgegenstände für Haus und Hof einen einträglichen Zuverdienst.

der Schnitzer bei der Arbeit der bekannten Berchtesgadener Handwerkskunst "Berchtesgadener Ware" - ein ganz besonderer Christbaumschmuck

Stefan Graßl bei der Arbeit – die bekannte Berchtesgadener Handwerkskunst „Berchtesgadener Ware“ – ein ganz besonderer Christbaumschmuck – Foto: RoHa-Fotothek Fürmann

Die Handwerksordnungen des 16. Jahrhunderts – 1535 erlassen von Fürstprobst Wolfang Lenberg – beschreiben Drechsler, Schindel- und Löffelmacher, auf 1581 datiert sich eine Ordnung für Pfeifenmacher; 1637 folgt der Schnitzer und schon 1556 wird von der Zunft der Schachtelmacher berichtet. Das meist bunt bemalte Spielzeug – wie Truhen, Möbel, Kutschen, Reiterl, Docken (Holzpuppen), Vögel und Pfeiferl – entwickelt sich im Laufe der Jahre zum wohl beliebtesten Exportartikel. Einige Berchtesgadener Protestanten – damals aus ihrer Heimat vertrieben – lassen sich im Nürnberger Raum nieder und gelten als die Mitbegründer der Nürnberger Spielwarenindustrie.weiterlesen

Damals… Winter im Berchtesgadener Land

 von Sarita

TV-Tipp für Montag, 16.1.2012, 17:00 bis 17:30 Uhr im Bayerischen Fernsehen, Schwaben & Altbayern aktuell: „Damals… Winter im Berchtesgadener Land“

Watzmann im Winter

Watzmann im Winter

Während schon zu Ludwig Ganghofers Zeiten nur die Sommerfrischler das Berchtesgadener Land und den Königssee bereisten, blieb früher das Land zwischen Watzmann, Göll und Untersberg im Winter unberührt.

 

Damals fanden die Bauern, Holzfäller und Bergknappen auch noch Zeit und Muße, das berühmte Berchtesgadener Schnitzwerk herzustellen: Spielzeug, Krippenfiguren, hölzerne Docken, Gadeln und Schaberbandeln. Anfang der 60er-Jahre allerdings entdeckte der Wintersport dann doch noch den Rupertiwinkel. Viele griffen nun lieber zum Skistock als zum Schnitzmesser. Alte Bräuche wie das „Christkindl-Anschießen“ oder das „Buttnmandl-Laufen“ wurden zur Attraktion für Touristen, die sich ansonsten zum Twisten beim Berchtesgadener „Dinner-Dancing“ trafen.

 

Sarita BGLT

3,2,1…meins!

 von Sepp

Versteigerung im Heimatmuseum


Am 10. September lädt das Heimatmuseum Schloss Adelsheim zu einer Versteigerung ein.

Heimatmuseum Schloss Adelsheim Berchtesgaden

Heimatmuseum Schloss Adelsheim Berchtesgaden

Unter der Leitung von Anna Glossner werden Objekte und Gemälde aus dem Inventar des Museums versteigert. Das zu versteigernde Material kann am 8. und 9. September jeweils von 11 nis 20 Uhr besichtigt werden.

 

Die Auktion beginnt dann am Sonntag um 10Uhr, der Erlös kommt dem Museum zugute!

 

Hingehen, mitbieten, 3,2,1,…meins!

 

Euer Sepp BGLT