Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Hochseeleinkopf

Tiefblick auf den Seeleinsee

Da der diesjährige Sommer eher von unkonstanter Qualität ist, nutze ich derzeit jeden sonnenreichen Tag, um meine Leidenschaft in den Bergen ausüben zu können: Das Trailrunning.

So geschehen an einem Dienstag Morgen in Schönau am Königssee. Ausgangspunkt meiner heutigen Tour ist der Parkplatz Hinterbrand, oberhalb der Gemeinden Schönau und Berchtesgaden. Der Parkplatz ist bereits brechend voll; ich freue mich über die Sichtigung von mehreren ,,SI – Kennzeichen“ , welche die Anwesenheit von Personen aus meiner Heimat inkludieren.

Nachdem ich mein Auto geparkt und mich startbereit gemacht habe, geht es los in Richtung meines heutigen Ziels: Dem Seeleinsee. Solcher liegt auf einer Höhe von 1.800 Metern und ist umringt von Bergen wie dem Fagstein, Hochseeleinkopf und dem Kahlersberg.

Der Seeleinsee umringt von Berchtesgadener Bergen wie dem Kahlersberg (links)

Da ich recht spät aufbreche, sind bereits viele Wanderer unterwegs auf Wegen zum Jenner, der Königsbach– oder Priesbergalm. Auch solcher Aspekt ist für mich von Zeit zu Zeit nicht unbedingt schlecht: Ich beobachte während des Laufens die vielen unterschiedlichen Menschen auf ihren Pfaden hinauf zu ihren Zielen. Lausche den Gesprächen und kann mitunter ein Funkeln, bezogen auf die Bergwelt, in deren Augen erblicken.

Mein Weg führt mich am Hugo-Beck-Haus vorbei Richtung Königsbachalm – später dann bergauf zu den Priesbergalmen. Von dort an verändert sich der Weg einer Fortststraße hin zu einem schmalen Wiesenpfad. Hier oben geniesse ich bereits einen gigantischen Ausblick auf den, in der Sonne erwachenden Watzmann.weiterlesen

Abkühlung am Seeleinsee

 von Ann-Kathrin

Unterwegs im Hagengebirge

Das Pfingstwochenende war vorüber – die Sommerhitze blieb. Ich persönlich bin kein Freund von starker Hitze. Für mich ist das recht unangenehm. Mein freier Tag stand an und ich wollte wandern, aber auch nicht zu sehr in die Hitze kommen. Es sollte wohingehen, wo es angenehm frisch ist und auch nicht zu voll, wo ich in Ruhe Brotzeit machen kann. Natürlich könnte ich mir ein ruhiges Plätzchen am Königssee suchen, wenn man schon wenige Gehminuten von diesem entfernt wohnt. Doch für mich musste Bewegung her und die sollte nicht anspruchslos sein. Mein Ziel für den heutigen Tag: Der Seeleinsee! Bekannt ist der Seeleinsee vor allem durch die sogenannte „kleine Reibn“. Dabei geht man vom Parkplatz Hinterbrand zum Carl-von-Stahl Haus über den Schneibstein – Windschartenkopf – Seeleinsee – Priesbergalm zurück zum Ausgangspunkt. Bisher bin ich nur zum Schneibstein gestiegen und aus Zeitnot noch nicht die ganze „kleine Reibn“ gegangen. Nun hieß es für mich früh aufstehen und zur Jennerbahn Talstation laufen. An dieser läuft man vorbei, weiter hinauf im Dorf Königssee. Man folgt der Beschilderung zum Jenner und Königsbachalm. Nach dem letzten Haus führt nun ein Weg hinauf zur Königsbachalm – der sogenannte Hochbahnweg. Dieser bietet schon recht früh schöne Tiefblicke zum Königssee. Relativ schnell erreicht man die Königsbachalm, wo das Vieh noch gemütlich auf der Almwiese liegt und vor sich hindöst. Die Königsbachalm lies ich links liegen und ging den Königsbergergraben hinauf, der Beschilderung zur Priesbergalm folgend. An der Priesbergalm ist leider noch kein/e Senner/in da, wodurch ich leider dort kein Frühstück machen konnte.

Priesbergalm

Priesbergalm

Bis zur Priesbergalm ist der Weg breit und gut ausgebaut. Hinter der Almhütte wird der Weg zu einem schmalen Pfad der über die Wiesenhänge führt. Immernoch ebenmäßig und bequem zu gehen. Relativ früh kommt man dann an eine Weggabelung, wo man rechts dem Hirschenlauf folgend zur Gotzenalm gelangt. Ich gehe links hinauf in Richtung Seeleinsee/Kahlersberg. Der Pfad ist noch immer schmal und geht den sogenannten „Stiergraben“ entlang. Besondere alpine Erfahrung ist in diesem Bereicht des Weges noch immer nicht von Nöten.

 

Von der Preisbergalm durch den Stiergraben zum Seeleinsee

Da ich selbst noch nie am Seeleinsee zuvor war, las ich mir im Internet verschiedene Wegbeschreibungen durch. Oft wird der Weg als unproblematisch von der Priesbergalm zum Seeleinsee beschrieben. Aber es gibt auch Meinungen mancher Bergwanderer, die das nicht so sehen und ihn (wie auch die gelben Wegschilder ihn kategorisieren) als mittelschweren Steig beschreiben. Ich bin gespannt was mich erwarten wird! Bald wird aus dem schattigem Waldpfad ein der Sonne schonungslos ausgesetzter Steig. Es geht stetig bergauf. Trotz dass es noch morgens ist, ist es schon super heiß. Der Schweiß läuft in Bächen. Auch hier bewährt sich wieder mein Trinkschlauch, wodurch ich nicht andauernd meinen Rucksack ab- und aufsetzen muss um etwas zu trinken. An den Steilstufen des Weges läuft permanent ein Rinnsal Wasser hinunter, was die Steine rutschiger macht. Bisher war ich ab der Weggabelung zum Seeleinsee komplett alleine auf der Tour. Nach fast einer Stunde führt der Bergsteig (der keineswegs unproblematisch ist, wenn man kein erfahrener Berggeher ist!) zu einem Altschneefeld, das wie in einer Art Graben liegt. Man kann dem Schneefeld nicht ausweichen, man muss darüber wandern. Glücklicherweise ist dieses erste Schneefeld ohne starke Steigung, ein sicherer Tritt genügt. Wie ich aber auf den Fußabdrücken anderer Wanderer sehen kann, war dieser sicherer Tritt nicht bei jedem vorhanden.

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Nachdem dieses Altscheefeld überquert wurde, lies auch das nächste nicht lange auf sich warten. Dieses Schneefeld ist deutlich breiter und länger und diesmal kann ich sehen wie vorherige Berggeher in den Altschnee eingesürzt sind, meist mit einem Fuß. Dadurch konnte ich gut erkennen, wie tief dieser Schnee noch ist. Vorsichtig gehe ich darüber, als dieses dann zu Ende ist gilt es sich zu orientieren. Rote Punkte an den Steinen sind nicht zu erkennen und auch kein durchgetretener Pfad.

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Altschneefeld hinter dem Stiergraben

Ich verlies mich auf mein Gefühl und ging links seitlich hoch. Bald darauf war dann auch wieder der Steig zu erkennen. Diesmal war ich auf einer Art Plateau angelangt. Schon sehe ich auch die vertrauten gelben Hinweisschilder. An dieser Stelle hat man die Möglichkeit weiterzugehen über das Hochgeschirr zur Gotzenalm oder zur Wasseralm. Ausdauernde Berggeher können natürlich von dort aus noch den Kahlersberg besteigen.weiterlesen