Sonnenuntergang-Kehlsteinhaus

Bergerlebnis & Alpenstadt - Blog

Schlagwort: Hohes Brett

Herbstwanderung zum Carl-von-Stahl Haus

 von Ann-Kathrin
Grünstein umnebelt © Ann-Kathrin Helbig

Grünstein umnebelt © Ann-Kathrin Helbig

Der alte Slogan der Jennerbahn war „Der Kenner geht auf den Jenner“, nun herrscht seit Ende März Großbaustelle am Jenner. So mancher lässt sich vielleicht davon abschrecken. Baulärm, LKWs, Wegesperrungen – ja, all das gehört nicht zu einem entspannten Naturerlebnis. Doch nicht der ganze Berg und die ganze Region drumherum ist davon betroffen. Das Carl-von-Stahl Haus ist ganzjährig geöffnet. Sowohl eingekehrt, als auch übernachtet kann dort werden. Vor allem Sonnenauf- und untergänge sind gerade im Winter ein absolutes Highlight.

So starte ich meine Halbtagestour am Parkplatz Hinterbrand. Es geht ein kleines Stück auf der Forststraße entlang und bevor ich zur Baustelle der Jennerbahn-Mittelstation gelange, biege ich schon nach rechts ab und überwinde in steilen, stetigen Kehren den Krautkaserhang, an dem im Winter die jungen Athleten des DSV trainieren.

Wer Trekkingstöcke nutzt, kann hier die ersten Höhenmeter schneller und weniger wadenzwickend überwinden. Hinter der Sessellift-Station des Krautkaserhanges erreiche ich wieder die Forststraße und der Anstieg wird bis zur Mitterkaseralm (leckere Breznsuppe!) wieder flacher. Von hier geht es über das Mitterkaserjoch steil und zum teil betoniert bergauf. Zum Teil versuche ich auf Zehenspitzen hinaufzujoggen – einfach um diese unschön zu gehende Stelle schnell zu überwinden. Oben angekommen gelange ich an eine Weggabelung. Ab hier ist rechterhand die Sperre zum Jenner und der Baustelle der Bergstation, links geht es dann weiter zum Carl-von-Stahl Haus. An dieser Stelle ist es zu jeder Jahreszeit immer sehr windig. Deswegen weiter das Tempo halten gen Stahlhaus. Während des laufens lasse ich den Blick über die Bilderbuch-Herbstlandschaft schweifen. Bunte Bäume und das helle weiß der hohen Berge. Einfach Traumhaft! Durch den Schnee schauen die Berge, wie das Hohe Brett besonder steil und unwegsam aus.

Herbstfarben am Hohen Brett © Ann-Kathrin Helbig

Herbstfarben am Hohen Brett © Ann-Kathrin Helbig

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Goldener Wanderherbst im Berchtesgadener Land

Kleine Reibn- Zweitagestour im Hagengebirge

Wenn ich Besuch aus meiner berglosen Heimat bekomme und Freunde oder Verwandte die Berchtesgadener Bergwelt mit all ihren Facetten erleben möchten, schlage ich zuerst meistens die Kleine Reibn vor. Diese Tour im Hagengebirge ist nicht zu anspruchsvoll aber auch nicht zu einfach. Sie beinhaltet alles was man sich unter einem abwechslungsreichen Bergerlebnis vorstellt: Mindestens einen Gipfelerfolg, schöne Aussichten auf die Berchtesgadener Charakterberge, einen Eindruck von den unterschiedlichen Landschaftsformen in den Berchtesgadener Alpen, einen wunderbaren Bergsee und eine der typischen Berchtesgadener Almen. Mit großer Wahrscheinlichkeit kommt man darüberhinaus in den Genuss eines „Meet & Greet“s mit einem der absoluten Stars des Nationalpark Berchtesgadens.weiterlesen

Überlebenskünstler vor dem Hohen Göll der den beiden bestimmenden Elementen der Tour - Karst und Wolken- trotzt

Überlebenskünstler, der den beiden bestimmenden Elementen der Tour – Karst und Wolken- trotzt, im Hintergrund der Hohe Göll

Viele bezeichnete Wege führen auf den Hohen Göll, einer der absoluten Paradegipfel der Berchtesgadener Alpen. Allesamt sind sie nicht zu unterschätzen und sollten nur von Bergerfahrenen begangen werden. Während es für die klettersteigartigen Anstiege über Mannlgrat und Schusterroute zusätzlich noch Erfahrung im Fels braucht und ausgesetzte Kletterstellen gemeistert werden müssen, habe ich mir am Donnerstag die beiden Routen ausgesucht, die von allen trittsicheren, konditionsstarken und schwindelfreien Bergsteigern bewältigt werden können. Hoch ging es über den Alpeltalsteig, runter führte es mich über den langen Grat zum Hohen Brett und in Richtung Carl-v.-Stahl-Haus. Ausgangspunkt für die Tour war der Parkplatz Hinterbrand.

Aufstieg durch das Alpeltal

Um 7 Uhr in der früh starte ich bei mir zuhause in Schönau, um die etwa 400 Höhenmeter über die sehr steile, geteerte Fahrstraße zum Parkplatz Hinterbrand in Angriff zu nehmen. Über Schwöb und die Gasthofzwillinge Vorderbrand und Hinterbrand erreichte ich den Parkplatz. Was mit dem Auto kein Problem darstellt, grenzt mit meinem für die Berge in ein Möchtegern-Mountainbike aufgemotzten Bremer Stadtbike schon an Tortur, war aber bestens geeignet zum wach und warm werden für das Kommende.

Voller Vorfreude verlasse ich den Parkplatz auf der Straße in Richtung Norden, um nach kurzer Zeit schon den nicht zu übersehenden Abzweig zum Höhen Göll zu erreichen.

Abzweig zum Hohen Göll, der Weg ist weit...

Abzweig zum Hohen Göll, der Weg ist weit…

Der Aufstieg ist hier mit 4,5 Stunden ausgeschildert, die man bei gemütlichem Gehtempo und eingerechneten Pausen auch durchaus einplanen sollte. Der Weg durch das Alpeltal zieht sich! Bis zum Gipfel müssen 1500 Höhenmeter überwunden werden. Wahrscheinlich wird der Alpeltalsteig, obwohl die einfachste Wahl aus dem Anstiegs-Repertoires des Gölls, auch deshalb relativ selten begangen. Dies macht aber gerade den besonderen Reiz des einsamen, stillen, wilden und landschaftlich wunderschönen Alpeltales aus!

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Christoph

Herbst am Köppelberg

 von Christoph
Herbst in schönau am Königssee

„Goldener Herbst“ ist bei uns mehr als nur eine Redensart.

Manchmal wird man von Gästen gefragt, wann die beste Zeit für das Berchtesgadener Land ist. Ganz ehrlich – für mich ist es der Oktober. Warum? Ich denke, die Fotos liefern den Beweis.

Eigentlich war es ganz banal, warum ich zu Fuß unterwegs war. Ich hatte mein Auto in die Werkstatt gebracht, um die Winterreifen montieren und etwas richten zu lassen. Man hätte mich nach Hause gefahren, aber bei dem wunderbaren Wetter bin ich lieber zu Fuß gegangen. Mein Weg führte mich die kleine Straße „Am Köppelberg“ entlang. Und was soll ich sagen, die Stimmung war einfach herrlich.

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Der Kehlstein im Sommer

 von Ann-Kathrin
das Kehlsteinhaus

das Kehlsteinhaus

Das Kehlsteinhaus wurde zum 50. Geburtstag Hitlers errichtet. Es ist somit das einzigste erhaltene Gebäude des „Führersperrgebietes“ Obersalzberg. Mittlerweile ist das Haus ein Restaurant mit Souvenir-Shops. An der Galerie wurden Informationstafeln ausgehängt über den Bau des Hauses. Leider sind diese Tafeln alle auf deutsch, was nicht gerade hilfreich für all die internationalen Gäste ist. Man liest schon, ich bin kein Fan des Kehlsteinhauses im Sommer. Doch eines sollte man auch nicht vergessen, das Kehlsteinhaus ist auch ein Arbeitsplatz, ein Arbeitgeber. Und so kam es, dass meine Freundin ihre erste Saison am Kehlsteinhaus verbringt. Natürlich bin ich unheimlich neugierig wie es dort oben abläuft, ob es auch mal so skurril wird wie es immer erzählt wird.

Das Kehlsteinhaus liegt auf 1834m Höhe. Andere Angestellte, die in solcher Höhe arbeiten, müssen auch dort schlafen und können nicht täglich ins Tal zurückkehren. Am Kehlsteinhaus ist das anders. Dank der Kehlsteinstraße kann das Team jeden Morgen hinauffahren und gegen Abend wieder nach Hause zurückkehren. Schon früh morgens bevor die ersten Busse zum Kehlsteinhaus fahren, fährt der Personalbus. Es muss alles vorbereitet werden für den kommenden Ansturm.weiterlesen

Steve

Der Herbst ist da

 von Steve

Ich habe keine Lieblingsjahreszeit, denn irgendwie haben sie alle ihre Vor- und Nachteile. So ist das auch beim Herbst. Die Tage werden kürzer und für längere Touren packt man besser eine Stirnlampe ein. Es wird kälter und der erste Schnee versetzt hohe Gipfelziele in einen ersten Winterschlaf. Aber dann gibt es eben diese Tage, die den Herbst so unvergesslich und einzigartig machen.

 

Goldener Wanderherbst

Dann, wenn sich der Herbst von seiner schönsten Seite zeigt und den Regen mal pausieren lässt.

Auf dem Dopplersteig

Auf dem Dopplersteig

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Der Pfaffenkegel (1837m)

 von Ann-Kathrin
auf dem Weg zum Pfaffenkegel

auf dem Weg zum Pfaffenkegel

Schöner Aussichtsgipfel mit kleiner Kraxelei oberhalb des Carl-von-Stahl Hauses

Viele, die schon am Schneibsteinhaus oder Carl-von-Stahl Haus waren kennen das Gipfelkreuz, das unweit der beiden Hütten steht. Die meisten Berg- und Wandertouren führen dann meist weiter zum Schneibstein hinauf. Nur wer dann zum Hohen Brett (2340m) aufsteigt kommt dem Pfaffenkegel nahe.

Die einfachste Aufstiegsmöglichkeit ergibt sich vom Carl-von-Stahl Haus. Dabei läuft man in guten 30 Minuten auf den Gipfel. Man nutzt den Aufstiegsweg in Richtung Hohes Brett/Hoher Göll. Erst geht es über einen steinigen Weg hinauf. Dann kommt eine Weggabelung. Diese zeigt an, dass es geradeaus hinauf zum Hohen Brett geht. Um zum Pfaffenkegel zu gelangen, geht man aber dann linkerhand einen schmalen Pfad entlang. Schon hier bieten sich schöne Blicke zum Schneibstein und Hagengebirge. Die Baumgrenze ist nun schon lange verlassen und man ist umgeben von Latschenbüschen. Nach wenigen Minuten hat man dann den Pfaffenkegel vor sich. Nun nur noch eine kleine Rechtskurve nehmen und den Gipfel mit Hilfe eines Seiles „erkraxeln“. Ein einmaliges Panorama erstreckt sich!

Nachmachen erwünscht! Gruß, eure Ann-Kathrin

 

Der perfekte Wanderurlaub in Bayern

 von Sarita

TWIN-Wandern im Berchtesgadener Land

Zwei Wege zum perfekten Wanderurlaub: Das neue Reiseangebot des DAV Summit Clubs lässt dem Urlauber täglich die Möglichkeit, sich für eine kürzere oder längere Wanderung zu entscheiden.

 

Das Angebot enthält 5 Tagestouren in 2 Varianten

Der Teilnehmer wählt am ersten Tag entweder die Tour auf den 1.834 m hohen Kehlstein oder die längere Tour auf das Hohe Brett mit 2.340 m. Die Touren für die restlichen Tage:

Tour auf den Kehlstein

Tour auf den Kehlstein

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Das Carl-von-Stahl Haus

 von Ann-Kathrin

Ein Hüttenportrait: das Stahl Haus

Schon viel wurde in Blogs oder anderen Internetforen viel über Berg- und Wandertouren geschrieben. Doch was wäre die schönste Bergtour ohne eine Einkehr oder einen Stützpunkt zur Übernachtung. Heute stelle ich einen solchen Stützpunkt vor: Das Carl-von-Stahlhaus.

Carl-von-Stahl Haus

Carl-von-Stahl Haus

Peter Pruckner auf der kleinen Reibn

Hüttenwirt Peter Pruckner

Das Carl-von-Stahl Haus liegt auf 1736 m ü. A. Seinen Namen verdankt es Carl Stahl. Zum ersten Weltkrieg wurde die Jagd am Torrener Joch betrieben und das von keinen geringeren als der Krupp-Dynastie.  Deren Vertreter standen den Alpentouristen aufgeschlossen  gegenüber und tauschten schließlich Grundbesitz am Torrener Joch gegen  die Jochalm mit dem Alpenverein; dieser Tausch war für den Hüttenbau  sehr vorteilhaft, da das Joch wesentlich günstiger gelegen war. Die  Sektion Salzburg hatte sich mit anderen Hüttenprojekten übernommen und  kein Geld mehr für einen neuen Hüttenbau. Da fand sich ein Auswanderer  aus Österreich, Carl Stahl, der als Industrieller in Amerika in der  Textilbranche zu einem Vermögen gekommen war. Er spendete der Sektion  Salzburg das für den Hüttenbau notwendige Geld. Die Einweihung  seiner Hütte am 22. Juli 1923 erlebte er selbst nicht mehr, jedoch kam  seine Witwe. Aber nicht nur die Vergangenheit der Hütte ist interessant, auch die Gegenwart! 40 Jahre lang war Helmut Pfitzer, genannt „Heli“, Hüttenwirt auf dem Stahlhaus. Seit 2012 ist nun Peter Pruckner der Pächter des Hauses.

 

Hausmannskost und typische Almgerichte

Der erfahrene Alpinist und Hüttenwirt ist nicht nur Pächter der Hütte, sondern sorgt auch für das leibliche Wohl seiner Gäste.

Peter Pruckner und ein Teil seines Teams

Peter Pruckner und ein Teil seines Teams

Die gute Küche bietet frisch gekochte Hausmannskost und typische Almgerichte. Ein Auzug aus der Speisekarte: Kaspressknödelsuppe, Speckknödelsuppe, Spinatknödelsuppe, klassische Wildgerichte, Schweinebraten, diverse Kuchen und Süßspeisen. Ausgezeichnet wurde der Kaiserschmarren, welcher als Peter Pruckner noch Hüttenwirt in Oberösterreich war, als bester Oberösterreichs! Ich selbst komme auch immer sehr gerne zum Stahlhaus, vor allem auch wegen des Essens und des netten und herzlichen Teams!

der Kaiserschmarrn

der Kaiserschmarrn

Aufstiege zum Carl-von-Stahl Haus

Das Stahlhaus ist in den verschiedensten Schwierigkeitsgraden zu erreichen, von einfach bis schwer. weiterlesen

Der Kenner geht auf den Jenner

 von Sepp

Feierabend-Tour bei Sahara-Staub

Der Donnerstag war der heißeste Tag des Jahres, bis jetzt zumindest. Das Thermometer zeigte Temperaturen jenseits der 30° am Nachmittag. Hinzu kam an diesem Tag der Sahara-Staub, der sich wie ein gelber Schleier über den Horizont legte und die Fernsicht trübte. Dennoch nutzten wir den Abend zu einer kleinen Tour: Unser Ziel war der Jenner, der wunderbare Aussichtspunkt oberhalb des Königssees.

 Von Hinterbrand zur Mitterkaseralm

Startpunkt unserer Tour ist der Parkplatz Hinterbrand am Obersalzberg. Von hier führt uns der Weg durch den Wald zur Mittelstation, die Temperaturen sind hochsommerlich. Vorbei an der Krautkaserpiste geht`s unter der neuen 4er Sesselbahn zur Mittelstation der Jennerbahn. Wir folgen dem Königsweg bis zum Sulzbergkaser auf der Wasserfallalm, ehe uns der Weg zurück zur Jennerwiesen führt. Durch den Hohlweg erreichen wir die Mitterkaseralm.

    Mitterkaseralm vor Hohem Brett

Mitterkaseralm vor Hohem Brett

Der Kessel hier oben liegt bereits im Schatten, die etwas niedrigeren Temperaturen sind eine Wohltat. Hier finden sich noch vereinzelte Schneereste, teilweise sieht man sogar noch Spuren der letzten Skifahrer auf den Abfahrten.

Blick zum Schneibstein

Schneereste auf der Skipiste

Wir entscheiden uns für den rechten Weg, da der linke Aufstieg an manchen Stellen noch schneebedeckt ist. Oberhalb vom Mitterkaser entdecken wir zwei Mankein, die wahrscheinlich erst vor kurzem ihren Winterschlaf beendet haben. Erstaunlicherweise ist der Blick in Richtung Hohes Brett ganz klar, der Sahara-Staub kommt scheinbar nicht soweit.weiterlesen